Organ donation

Informations in English (inc. downloadable donor card) on swisstransplant.org.

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Organtransplantation? Beziehen Sie Stellung: Ja gerne! oder Nein danke!

Am 1. Juli 2007 trat das Transplantationsgesetz in Kraft. Es sieht eine erweiterte Zustimmungslösung vor (siehe unten).

Umstritten ist die Organentnahme von “hirntoten” Menschen. Obwohl Organentnahmen bei Sterbenden praktisch nie mit der Zustimmung der Betroffenen erfolgen, wird die Fiktion der “freiwilligen Spende” aufrechterhalten.

Hirntot oder tot?
Die Transplantationsmedizin stützt sich auf das Konzept des Hirntodes. Diese Todesdefinition wurde von der Medizin eigens dazu eingeführt, um Organe von sterbenden Menschen zu einem technisch optimalen Zeitpunkt entnehmen zu können. Ob “hirntot” wirklich “tot” ist, ist umstritten. Es bedeutet lediglich, dass Hirnfunktionen irreversibel ausgefallen sind. Es gibt Hirnforscher, die dies für unzureichend halten. Weil man sich nicht sicher ist, werden “hirntote” Patienten für die Entnahme narkotisiert. Nach der Organentnahme und mit dem anschliessenden Abstellen der lebenserhaltenden Geräte ist der Mensch definitiv tot. KritikerInnen wenden deshalb ein, dass die Transplantationsmedizin das Kerngebot einer humanen Gesellschaftsordnung verletze: Das Tötungsverbot.

Transplantation? Ja gerne! oder Nein danke!

Die Freidenker-Vereinigung gibt keine Empfehlung für oder gegen die Transplantation ab. Sie rät Ihnen jedoch dringend, einen entsprechenden Ausweis auf sich zu tragen. Ganz besonders, wenn Sie auf Reisen sind.

Was muss ich wissen?
Die gesetzlichen Regelungen über die Transplantationsmedizin sind in jedem Land wieder anders.
In der Schweiz gilt mit dem Transplantationsgesetz die erweiterte Zustimmungslösung. Das bedeutet: Nur wenn der/die Patient/in selbst oder nahe Angehörige zustimmen, darf ein Organ entnommen werden.
In vielen Ländern gilt jedoch die Widerspruchslösung: nur wenn explizit die Ablehnung der Organspende bekannt ist, wird darauf verzichtet.
Im Ausland ist die Einhaltung Ihres Willens möglicherweise nicht gewährleistet, und für Ihre Angehörigen kann dieser Entscheid eine Zumutung sein. Wir sind deshalb der Meinung, dass es in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen liegt, schriftlich den aktuellen Willen kundzutun.

Was kann ich tun?
Den Ausweis runterladen , ausfüllen, mehrfach kopieren und an nahe Verwandte und den Hausarzt verteilen. Mit den Verwandten darüber sprechen. Den Ausweis zusammenkleben und z.B. im Portemonnaie auf sich tragen, möglichst jedes Jahr erneuern.

FVS-Organspende-Ausweise.pdf