Archive for the ‘Ct. Bern’ Category

Overzealous Bern Police come to aid Saudi Tyranny Regime

Sunday, June 14th, 2015

Bern. On Frieday, 12h June 2015 six individuals placed themselves in front of the Saudi Embassy in Bern and held up a banner with the following message:

HAZEM BIN MOHAMMED KARKATILI, AMBASSADOR OF SAUDI ARABIA
HELP TO FREE RAIF BADAWI &
 WALEED ABULKHAIR
OR GO HOME AND DON’T COME BACK!

The protest was purposely carried out as a silent vigil, as it targeted the ambassador and his staff, not the local residents, and was a reaction to last week’s decision by the Saudi High Court against Raif Badawi. The flogging of the Saudi human rights activist is now likely to continue, and he was expected to receive the second round of lashes on Friday.

After less than 15 minutes four members of the Embassy protection unit of the Bernese Police appeared with two vehicles, demanded the “illegal demonstration” to end, registered the six protesters and confiscated the banner – a wholly disproportionate intervention.

The Swiss Freethinkers, who organised the vigil, are disappointed that the assumed desideratum of the Saudi ambassador, not to be incommodated by unpopular expressions of opinion was given more weight than the right of free speech of members of the public. The Freethinkers will examine the lawfulness of the acts of the Embassy protection unit, particularly the confiscation of property, not least because in Bern the right of freedom of expression, including the right to demonstrate had been violated in an unconstitutional manner repeatedly in the past. (See reports in German by grundrechte.ch and Berner Zeitung).

Berne, 12-14 December 2011: Einstein Lectures on “Religion without God”

Monday, October 24th, 2011

Einstein Lectures 2011

Prof. Ronald Dworkin New York, University

Einstein’s Worship
Monday, 12 Dezember 2011, 19:30, Aula University Berne

Faith and Physics
Tuesday, 13 Dezember 2011, 17:15, Room 120, Main building University Berne

Religion without God
Wednesday, 14 Dezember 2011, 19:30, Aula University Berne

Lectures open to public, no entrance fee

www.einsteinlectures.ch

Bern: Pro-Life Prozessionen

Saturday, July 25th, 2009

Ein Mitglied der FreidenkerInnen Region Bern hatte sich im Vorfeld an die Polizei gewandt.
Antwort des Polizeiinspektorats: “Diese monatlichen Schweigeminuten wurden genehmigt!”

Bericht von FVS-ProzessionsbeobachterInnen:

Bern, 25. Juli 2009
8 Frauen, 2 Männer und ein Pfarrer nahmen an der Prozession teil. Sie sangen fromme Lieder und beteten, nicht sehr laut, alles auf Deutsch.
Störend war das nicht, eher seltsam, jedenfalls drehten sich verschiedene Passanten nach ihnen um.

Vor dem Frauenspital wurden sie von der Polizei aufgehalten und nach 5 Minuten Diskussion gingen sie auf die
andere Seite der Effingerstrasse, wo sie weiter sangen und beteten und zum Schluss niederknieten.

Ein Anwohner äusserte sich sehr ablehnend der Sache gegenüber.
Ein anderer schaute sehr irritiert zum Fenster raus.
Ein Mann und eine Frau, die aus der Klinkik kamen, wirkten ebenfalls unangenhem irritiert durch den Auftritt.

Von Schweigeminuten kann keine Rede sein. Es wurde mindestens 10 Minuten gebetet und gesungen. Immerhin war – wohl aufgrund der Intervention der FVS – die Polizei zur Stelle und hat sie vom Spitalgelände weggewiesen. Wir bleiben dran …

E.+P. S. , C.G.

Stadt Bern: Über Ostern Reden wird Pflichtstoff an der Volksschule

Friday, May 29th, 2009

Der Berner Stadtrat hat diese Indoktrinations-Motion leider knapp überwiesen. Es ist allerdings anzunehmen, dass dies keine direkte Wirkung haben wird, da der Lehrplan kantonale Angelegenheit ist.

Quelle: Bund 29.5.2009

Stellungnahme der FVS zur dringlichen Motion GFL/EVP im Stadtrat Bern (eingereicht am 5.3.2009)

Werte sind im Menschen verankert – nicht in der Religion
Werte mögen historisch mit religiösen Vorstellungen verknüpft sein, setzen aber keine religiösen Überzeugungen voraus. Anthropologie und Soziobiologie liefern interessante Erkenntnisse über die Entstehung von sozialen Regeln in menschlichen Gesellschaften. 
Die Menschenrechte, die Grundlage der Werte unserer Verfassung, wurden sogar gegen den Widerstand der organisierten Religion erklärt. Wertefragen im Rahmen eines Religionsfachs oder Religionsthemas für alle zu behandeln, ist deshalb irreführend und für Religionsfreie diskriminierend.
Bildung umfasst „teaching about religion“ im passenden Kontext

Religion ist ein kritikbedürftiger Teil der Kultur. Grundwissen über religionsphänomenologische Tatsachen, „teaching about religion“, können im Geschichts- und Geographieunterricht und in den Sprachfächer vermittelt werden.

Säkulare Werte von Verfassung und Gesetz sind die Basis der Integration
Die von den Motionärinnen angestrebte Verbindung von „Wertebildung und religiöse Bildung“ und die Verknüpfung mit der Integrationsfrage ist sachlich falsch. 
Sozialverträgliches Verhalten kann und muss die Schule in jedem Fach fördern, und der Respekt vor dem Anderen ist ein Grundanliegen jeder Art von Bildung.
Toleranz als humanistisches Erziehungsziel bedeutet jedoch nicht Achtung jeglicher Meinung oder religiösen Lehre, sondern Achtung des Mitmenschen und seines Rechts auf eigene Meinung. Es ist nicht Staatsaufgabe, den Lehren der christlichen Landeskirchen an den Volksschulen einen besonderen Platz einzuräumen.

Gesetzliche Feiertage haben ihre christliche Bedeutung längst eingebüsst
Die von den Motionärinnen verlangte Informationspflicht vor jedem gesetzlichen Feiertag erinnert an totalitäre Indoktrination und betrifft Bedeutungsinhalte, die von den meisten Menschen heute nicht mehr geteilt werden. 
Die Assoziation von Ostern mit Eiern und Osterhasen ist im Übrigen kulturgeschichtlich älter als die christliche Verknüpfung mit ihrer Erlösungslehre und hat letztere in der gesellschaftlichen Praxis offensichtlich überdauert. 
In diesem Sinne fordern wir die Berner StadträtInnen auf, die Motion abzulehnen.

Bern, 23. März 2009

Lehrmittel “Naturwert” – ein Skandal

Monday, August 18th, 2008

Das Lehrmittel «NaturWert» war im November 2007 von der FVS und von Fachpersonen aus dem Gebiet der Naturwissenschaften heftig kritisiert worden. Der Schulverlag und die Berner Erziehungsdirektion kündigten daraufhin eine seriöse Überarbeitung an.

Diese ist im Juni 2008 erschienen.

Die Fachleute der berner Arbeitsgruppe „Bildung und Aufklärung“ haben darin schwerwiegende formale und inhaltliche Mängel festgestellt:

Inhaltliche Mängel

Gewisse Textabschnitte im Lehrmittel in den können den Eindruck erwecken,

• NaturwissenschaftlerInnen seien keine normalen Menschen: «Schauen sich ein Naturwissenschaftler oder eine Naturwissenschaftlerin die Bilder von Seite 1 an (Sternenhimmel, Korallenriff usw.), gehen ihnen andere Gedanken durch den Kopf, als wenn wir das tun»

• NaturwissenschaftlerInnen würden – mehr als etwa PolitikerInnen oder religiöse Menschen -  Gefahr laufen zu meinen, sie seien im Besitz absoluter Wahrheiten. Es fehlt (bewusst?) der Hinweis, dass eines der Grundprinzipien der Naturwissenschaften gerade darin besteht, keine absoluten Aussagen zu machen, wogegen Glaubensbekenntnisse in der Regel absolutistisch sind!

• Ethik, und damit auch ein verantwortlicher Umgang mit der Natur, könne nur mit Religion begründet werden.

Im Lehrerkommentar wird so getan, als könne sich jeder seine eigene «Theorie» zur Entstehung des Lebens ausdenken:

• Wiederum werden Schöpfung und Evolution einander gegenüber gestellt – genau das, was unbedingt aus dem Ordner hätte entfernt werden müssen (und was zu Entfernen oder Überarbeiten versprochen worden war), und es finden sich Sätze wie: «Naturwissenschaftliche Fakten können mehr oder weniger gut in ein bestehendes religiöses Entstehungsmodell eingefügt werden.»

• Der Kommentar lädt dazu ein, eine kreationistische Sicht gleichberechtigt neben eine wissenschaftliche zu stellen.

• Jede Lehrkraft, die die erste Ausgabe des Lehrmittels gut fand, wird bestens mit Hilfe der Seiten 18-23, die ja eigentlich entfernt gehört hätten, den eigenen unaufgeklärten oder gar fundamentalistischen Standpunkt verteidigen können.

Ein Skandal!

Pädagogisch-didaktische Mängel

Die Aufforderung an Schülerinnen und Schüler des 7.-9. Schuljahres, sich eine Meinung zu bilden, bevor entsprechendes Wissen hat erarbeitet werden können, ist eigentlich ein Betrug. Die jungen Menschen haben es verdient, dass zuerst konkretes Wissen zur Evolution und zur Artenvielfalt vermittelt wird. Der Bildungsgedanke wird in sein Gegenteil verkehrt, wenn frei erfundene Geschichten oder Innenwelt-Beschreibungen gleichberechtigt mit anerkanntem, empirisch überprüftem Wissen behandelt werden.

Empfehlungen der Fachleute

• Setzen Sie das Lehrmittel nicht in der Klasse ein. Sparen Sie das Geld Ihres Schulhauses für brauchbarere Lehrmittel oder für Exkursionen in die Natur!

• Schreiten Sie im Sinne der Aufklärung ein, wenn Ihre Kolleginnen und Kollegen im Schulhaus auf NaturWert hereinfallen oder wenn sie gar kreationistischen Aussagen verbreiten!

• Verschwenden Sie keine Zeit mit Diskussionen und „Meinungsbildung“ ohne Grundlagen. Die Schule soll die unersetzliche Chance zum Lernen bieten. Nur so kann ein Mensch schliesslich qualifiziert am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen.

Ausführliche Stellungnahme der AG Schule und Bildung

17.09.2008 Berichterstattung auf TSR

Kreationismus nun nicht in Berner Lehrmittel

Wednesday, January 30th, 2008

Bund 30.01.08: Kapitel fliegt raus

Das Kapitel «Schöpfung und Evolution» im Lehrmittel «NaturWert» wird ersetzt
Nicht nur ein Faltblatt, sondern ein ganzes Kapitel in «NaturWert» wird ersetzt. Damit reagiert der Berner Schulverlag auf Kritik, wonach das Lehrmittel kreationistische Ideen transportiere.

Nun also doch: Das Kapitel «Evolution und Schöpfung» im neuen Lehrmittel «NaturWert» des Berner Schulverlags überlebt die Grundsatzdebatte nicht. Im Kapitel wird Charles Darwins Evolutionstheorie der biblischen Schöpfungsgeschichte auf gleicher Ebene gegenübergestellt. Schon kurz nach Erscheinen wurde insbesondere von Seiten der Naturwissenschaftler vehemente Kritik laut: Das Lehrmittel leiste kreationistischen Tendenzen Vorschub. Der Kreationismus, der die Evolutionstheorie ablehnt und die Schöpfung wörtlich verstanden haben will, habe in der aufgeklärten Schule nichts zu suchen.

Unter Druck der Öffentlichkeit beschloss der Schulverlag zunächst, lediglich ein Faltblatt zu überarbeiten, das im Zentrum der Kontroverse stand. Damit verstummte die Kritik aber nicht. Das ganze Kapitel enthalte Passagen, die teilweise direkt aus kreationistischen Werken übernommen oder von solchen inspiriert seien, wies beispielsweise Markus Wilhelm, Professor an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz, nach. Nun gibt der Schulverlag dem Druck nach. Zusammen mit der Erziehungsdirektion hat er beschlossen, das ganze Kapitel im Materialienordner und im Lehrerheft durch ein «Einstiegskapitel» zu ersetzen. «Das neue Kapitel soll die Grundzielsetzung des Lehrmittels, also die Verbindung von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen mit ethischen Betrachtungen, transparent machen», sagt Daniel Friederich vom Schulverlag. Das Einführungskapitel nimmt sich erneut auch dem Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft an, soll aber deren Funktion und Arbeitsweise getrennt darstellen.

Die überarbeitete Fassung erscheint laut Verlag voraussichtlich Anfang Juni. Wer bereits ein Lehrmittel erstanden hat, erhält die neuen Teile automatisch nachgeliefert. Die Kosten für die Überarbeitung schätzt der Verlag auf 30 000 bis 50 000 Franken. Wer diese übernimmt, sei noch unklar und müsse mit der Erziehungsdirektion ausgehandelt werden.

Kosten von über 30 000 Franken

An den übrigen sechs Kapiteln im Natur-Mensch-Mitwelt-Lehrmittel für die Sekundarstufe 1 wird nichts geändert. Sie befassen sich mit Themen wie Gentechnik, Biodiversität oder Tierrechte. Diese Kapitel könnten, so der Schulverlag, «problemlos» im Unterricht eingesetzt werden.