Artikel-Schlagworte: „Kruzifix“

Italien: Neuer Kruzifix-Entscheid

Dienstag, 15. März 2011

Die Presse
Richter Tosti hatte sich geweigert, in einem Saal mit Kruzifix zu arbeiten. Zu Unrecht, wie das oberste italienische Gericht nun urteilt. Andere religiöse Symbole sind in öffentlichen Gebäuden nicht erlaubt.

Das Kruzifix ist das einzige religiöse Symbol, das in Italiens öffentlichen Gebäuden hängen darf. Dies geht aus einem Urteil des Kassationsgerichts in Rom hervor. Das Gericht hatte ein Urteil der Disziplinarkommission von Italiens Oberstem Richterrat bestätigt, mit dem ein italienischer Richter, Luigi Tosti, aus dem Richterstand ausgeschlossen wurde, nachdem er sich geweigert hatte, in einem Gerichtssaal mit einem Kruzifix an der Wand zu arbeiten.

Kruzifix in Klassenzimmern: Urteil am Freitag

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) urteilte im November 2009, Kruzifixe in Klassenzimmern staatlicher Schulen seien nicht mit den Europäischen Menschenrechtskonventionen vereinbar. Das Kreuz als Symbol einer bestimmten Religion könne Kinder ohne religiöses Bekenntnis oder mit einer anderen Religion verstören. Die gebürtige Finnin Soile Lautsi hatte den italienischen Staat geklagt, weil sie nicht akzeptieren wollte, dass ihre beiden Söhne unter einem Kreuz an der Wand unterrichtet werden.

Während alle italienischen Gerichte ihre Klage zurückwiesen, gab ihr die Kleine Kammer des Menschenrechtsgerichtshofs überraschend recht. In Italien löste die Entscheidung einen Sturm der Entrüstung aus. Vor dem Vatikan kam es zu Massendemonstrationen für das Kreuz, Papst Benedikt XVI. betonte neben dem religiösen auch den “historischen und kulturellen Wert” des Kruzifixes. Politiker aller Lager brandmarkten einen “aggressiven Säkularismus” der Straßburger Richter. Italien reichte Einspruch gegen den Beschluss des EGMR ein. Am kommenden Freitag um 15:00 wird die Große Kammer des EGMR über die Beschwerde entscheiden.

http://diepresse.com/home/panorama/religion/641892/Italien_Nur-Kreuz-darf-in-oeffentlichen-Gebaeuden-haengen?_vl_backlink=/home/panorama/religion/index.do

Kt. Wallis/Winterthur: Interview mit Valentin Abgottspon im Landboten und Hinweis auf Walliser Presseschau

Freitag, 31. Dezember 2010

Im Winterthurer “Landbote” ist am 31. Dezember 2010 ein ausführliches Interview mit dem Walliser FVS-Sektionspräsidenten Valentin Abgottspon erschienen.

Per Scribd.com kann man sich die PDF-Version des Interviews besorgen. Alternativ kann man sich auch den Eintrag auf der Walliser Sektionsseite ansehen.

Es sei auf der Schweizer-Freidenker-Seite auch auf die kleine Walliser Presseschau zum Jahresende (Walliser Bote und Rhonezeitung) auf er Walliser Sektionsseite hingewiesen.

Kt. Wallis: Valentin Abgottspon bei den Ketzern 2.0 im Podcast

Dienstag, 7. Dezember 2010

Am 5. Dezember sprachen Peter Modregger und Valentin Abgottspon über Trennung von Staat und Kirche, Vergleiche USA-Deutschland-Schweiz, säkulare Bewegungen ganz allgemein und über die fristlose Entlassung eines Lehrers an einer staatlichen Schule (und so weiter…)

http://ketzerpodcast.wordpress.com/2010/12/06/ketzer-spezial-interview-mit-valentin-abgottspon/

Peter Modregger ist ein in Zürich lebender und praktizierender Physiker und betreibt die Webseite Glaube ist heilbar.

Den Podcast kann man auch über die üblichen Podcastverzeichnisse im Web abonnieren, z.B. auch beim weit verbreiteten iTunes.

Kruzifixstreit: “Die Regensburger liegen über Kreuz”

Donnerstag, 25. November 2010

Weil der Vater eines Schülers das Kreuz in dessen Klassenzimmer abhängen ließ, hagelt es Drohungen. Dabei ist der Mann im Recht. Wie im schweizer Fall Triengen wird auch in diesem Fall die Ausländerfeindlichkeit geschürt, weil der Mann aus dem Ausland stamme (er ist aber Deutscher, der im Ausland habilitiert hat).
Die gute Nachricht ist: Sieben Prozent der Eltern haben sich über die Kreuz-Abnahme aufgeregt, das sind so viele, wie auch noch in die Kirche gehen, 93 Prozent der Menschen regen sich nicht auf – die Kirche zerfällt, auch in Bayern.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article11199195/Die-Regensburger-liegen-ueber-Kreuz.html

Regensburg: Kreuz muss weichen

Samstag, 13. November 2010

“Erstmals hat der Kruzifix-Beschlusses des Bundesverfassungsgerichtes im bayerischen Regensburg konkrete Folgen.

Vier bis fünf Fälle von Kreuzabnahmen registriert das Bayerische Innenministerium pro Jahr, bei einer Zahl von 33.000 Klassenzimmern liegt dies im unteren Promillebereich. In der Diözese Regensburg wurden nach MZ-Informationen seit Wirksamkeit des Urteils eine Handvoll Fälle registriert, nicht alle kamen an die Öffentlichkeit.

Schule ist Kaderschmiede der Diözese

Dass es nun das Albertus-Magnus-Gymnasium getroffen hat, die Kaderschmiede des Priesternachwuchses der Diözese, verleiht der Sache besondere Brisanz. Der Passauer Bischof Wilhelm Schraml machte hier Abitur. Die Schule steuert gerade dem Höhepunkt des Albertus Magnus Jubiläumsjahres zu, an der die Schüler in vielfältiger Weise beteiligt sind. In Bayern 2 wurde am Sonntag um 8 Uhr in „Kirche und Welt“ sogar ein Hörbild gesendet, freute sich Schulleiter Dr. Wilhelm Pfaffel. Die Eltern der Klasse 7 b wurden von Vorgang offiziell am Ende eines Elternabends informiert.

Der Betreiber der Kreuzabnahme, ein promovierter und habilitierter Physiker an der Universität, saß im Kreis der Eltern und gab sich nicht zu erkennen. „Die Klassleiterin hat es mir geraten“, bekannte der Atheist gegenüber der MZ. Dabei erwähnte er, dass die Sache mit dem Kreuz eigentlich nur ein „Abfallprodukt“ gewesen sei. Er habe sich darüber empört, dass ohne sein Wissen in der Klasse seines Sohnes zwei Jahre lang zu Unterrichtsbeginn gebetet worden sei. Das habe er sich im Gespräch mit der Schulleitung verbeten. „Und wenn man schon dabei ist, nimmt man das Kreuz natürlich auch gleich mit.“

Eltern sollen ihre Meinung äußern

Das schlichte Kreuz ist weg. Seitdem ist dort, wo es einmal war, ein weißer Fleck und es gibt jeden Tag um 8Uhr einen neutralen „Gutenmorgen-Kreis“. Die Eltern der anderen Kinder nahmen die Nachricht zunächst stillschweigend zur Kenntnis. Doch im Anschluss wandten sich sechs Elternpaare an die Klassenelternsprecherin. Sie sagten: „Das Kreuz einfach abhängen, über die Köpfe der anderen 32 Eltern und Kindern hinweg, das finden wir nicht okay. Wir sind zwar nicht jeden Sonntag in der Kirche. Aber wenn wir in einem anderen Land sind, müssen wir uns auch an die Gebräuche halten.“ Die Familie der Kreuzgegner ist 2006 aus dem englischsprachigen Ausland eingereist. Vier Eltern formulierten daraufhin einen Brief an den Kreuzgegner. Alle anderen Eltern wurden gebeten, ihre Meinung zur Kreuzabnahme zu äußern. Diese Statements werden als Anhänge beigefügt.”

http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/regensburg_kreuz_musste_weiche/606213/regensburg_kreuz_musste_weiche.html

Der Vater legt Wert auf folgende Feststellung:

“Fakt ist, dass es kein Kreuz und keine Gebete mehr gibt. Deshalb wurde nun eine Medienkampagne gegen mich bzw. meinen Sohn gestartet. Siehe auch:
http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/kreuz_beeintraechtigte_schulis/606771/kreuz_beeintraechtigte_schulis.html

Spanien: Oberstes Gericht der Extremadura bestätigt Kruzifixentscheid

Mittwoch, 10. November 2010

Einer Familie in Spanien ist es gelungen einen religiösen Streit zu gewinnen. Es ging um Kruzifixe und andere religiöse Symbole in einer Schule in Almendralejo (Badajoz, Extremadura). Die Familie, die mehrere Jahre kämpfte, erreichte die Entfernung der religiösen Symbole aus der Schule. Dabei ging es wohl nicht nur um die Symbole wie das Kruzifix sondern um traditionelle katholische Feste und Zeremonien, die in dieser Schule begangen wurden.

Im November 2008 hatte ein Gericht im spanischen Valladolid (Kastilien-León) einer Elternschaft in ihrer Forderung nach Entfernung von Kruzifixen aus den Klassenräumen Recht gegeben.

http://www.spanien-bilder.com/aktuelles_aus_spanien_details7021.htm

Kt. LU: Kruzifixe müssen auf Begehren abgehängt werden – aber der Regierungsrat erwartet nicht, dass das jemand fordert

Mittwoch, 10. November 2010

Das Bundesgericht habe 1990 entschieden, dass Kruzifixe in Schulzimmern gegen die religiöse Neutralität verstossen. «Dieser Entscheid bedeutet nicht, dass Kruzifixe grundsätzlich aus Schulzimmern zu entfernen sind. Dies ist nur nötig, wenn es im Einzelfall gefordert wird», ist die Luzerner Kantonalregierung der Meinung. Kommt es an Luzerner Schulen zum Streit, empfiehlt die Regierung, die Kruzifixe durch Kreuze zu ersetzen. Denn: «Zu Kreuzen liegt noch kein Entscheid des Bundesgerichts vor.»

Das Luzerner Kantonsparlament überwies gestern ein entsprechendes Postulat ohne Gegenstimme. An diesem sollen sich Schulen bei ähnlichen Streitfällen wie dem in Triengen orientieren.

http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/nachrichten/zentralschweiz/luzern/detail.htm?client_request_className=NewsItem&client_request_contentOID=343209

Der Regierungsrat geht zudem nicht davon aus, dass es öfters Forderungen geben könnte, Kruzifixe zu entfernen.

http://www.news.ch/Luzerns+Schulen+weiterhin+mit+Kreuzen/464023/detail.htm

Kommentar

Der Regierungsrat versteckt sich hinter juristischen Spitzfindigkeiten. Es gibt keinerlei Grund anzunehmen, dass das Bundesgericht ein Kreuz anders beurteilen würde als ein Kruzifix.
Das Postulat schafft im übrigen nur auf den ersten Blick Ordnung. Es ist keine rechtliche Grundlage für einen Grundrechtseingriff.

Nachdem in der ganzen Schweiz zu lesen war, was man in den Kt. Luzern und Wallis zu gewärtigen hat, wenn man sich auf einen Bundesgerichtsentscheid beruft, werden sich Eltern und LehrerInnen hüten, sich mit dieser Forderung selbst an den öffentlichen Pranger zu stellen.

Darin zeigt sich auch das Problem des Bundesgerichtsurteils: indem es den Un- und Andersgläubigen die Pflicht auferlegt, ihre Religionsfreiheit einzufordern, leistet es Einschüchterungen geradezu Vorschub – der Regierungsrat verkennt dies offensichtlich nicht!

Noch unklar ist um übrigen, ob der Ersatz von Kruzifixen dann dauerhaft sein wird, oder ob z.B. nun im Fall Triengen die Kruzifixe wieder aufgehängt werden, nachdem die kritischen Eltern vertrieben worden sind.

SFTV Arena 22:20 “Das Kreuz mit dem Kreuz”

Freitag, 29. Oktober 2010

Lehrer-Entlassung und sogar Morddrohungen. Wieder sorgen zwei Streitfälle um das Kruzifix für erhitze Gemüter: Die einen sagen, religiöse Symbole hätten nichts im Schulzimmer zu suchen. Andere bestehen darauf, sehen sonst die Glaubensfreiheit gefährdet. Was darf in den Schweizer Schulzimmern hängen? Gilt in unserem Land die christliche Leitkultur oder gehört die Religion generell aus der Öffentlichkeit verbannt? Verlieren religiöse Werte in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung?

In der Arena diskutieren unter anderen:
- Valentin Abgottspon, Lehrer / Präsident FreidenkerInnen Wallis
- Pirmin Bischof, Nationalrat CVP/SO
- Ulrich Schlüer, Nationalrat SVP/ZH
- Beda M. Stadler, Naturwissenschaftler / Professor für Immunologie

Zusammenfassung der Diskussion auf SFTV:

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/10/29/Schweiz/Arena-Hitzige-Diskussion-um-Kruzifixe-in-Schulzimmern

Ganze Sendunf auf dem Videoportal von SFTV:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=7a6877e1-a386-4501-b1b5-f3f8629c3299

Rothenthurmer Lehrer wollen kein Kreuz

Montag, 25. Oktober 2010

“Der Bezirksschulleiter Sebastian Gwerder bestätigt, dass in allen Oberstufenschulhäusern des Bezirks Schwyz mindestens ein Kreuz hängt. Bis auf eine Ausnahme: das neu erstellte Schulhaus der Mittelpunktschule Rothenthurm. Dieses wurde am 2. Oktober feierlich eingeweiht ohne ein Kreuz an der Wand. Im Lehrerteam sei es zu Diskussionen gekommen. Die Mehrheit der Lehrpersonen hätten sich gegen das Aufhängen von Kreuzen ausgesprochen.

In einem Leserbrief (Neue Schwyzer Zeitung vom 20. Oktober) gibt der Rothenthurmer Pfarrer Erich Camenzind seinem Bedauern darüber Ausdruck. «Mit seinen Armen zur Seite (Mitmenschen) und nach oben (Gott) könnten auch Andersgläubige ein wertvolles Symbol im Kreuz entdecken», schreibt er.

Gemäss Gwerder und Bezirksstatthalter Markus Schuler sei die Diskussion jetzt im Gange. Man wolle nichts überstürzen. Man könne auch nicht von einer Opposition oder gar von Streit im Lehrerteam sprechen. «Ich denke, wir sollten eine gesamtheitliche Lösung anstreben, die allenfalls auch individuelle Entscheide zulässt», sagt Schuler.”

http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/nachrichten/zentralschweiz/schwyz/detail.htm?client_request_className=NewsItem&client_request_contentOID=342577

Kruzifixe nach Triengen!

Sonntag, 24. Oktober 2010

“Die offiziellen Vertreter der Gemeinde wollen die jüngsten Ereignisse nicht kommentieren. Mit der Abreise Schlesingers verschwindet wohl die Opposition gegen die Kruzifixe. Die Schulbehörden wollen darum an einer Sitzung besprechen, ob die Kruzifixe den Weg zurück ins Schulzimmer finden sollen.”

http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/nachrichten/zentralschweiz/luzern/detail.htm?client_request_className=NewsItem&client_request_contentOID=342546

Umso mehr gilt der Aufruf:

Wir fordern alle säkularen Menschen auf, Kreuze und Kruzifixe, die sich in ihrem Umfeld befinden, an die Gemeinde Triengen zu schicken, damit diese sie an ihre Katholiban verteilen kann.
Gemeinderat Triengen, Oberdorf 2, 6234 Triengen