Artikel-Schlagworte: „Kirchenfinanzierung“

Kt. SH: Kirchen soll doch Geld gestrichen werden

Mittwoch, 9. April 2014

Der Regierungsrat nimmt einen neuen Anlauf, um den Landeskirchen Geld zu streichen. Nun sollen sie 400’000 Franken weniger erhalten, den Teuerungsausgleich aber weiterhin bekommen. Dies war der umstrittene Punkt in der Volksabstimmung.
http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/schaffhauser-kirchen-soll-doch-geld-gestrichen-werden

Bern: Jede zweite Stadtkirche wird überzählig sein

Montag, 24. Februar 2014

Bei den Reformierten der Stadt Bern ist ein radikaler Reformprozess angelaufen. Dieser ist unabwendbar; bliebe alles beim Alten, wären die Kirchgemeinden schon bald bankrott. Aber es geht nicht bloss um Abbau, sondern um Konzentration und neue Chancen.

http://www.derbund.ch/bern/stadt/Jede-zweite-Stadtkirche-wird-ueberzaehlig-sein/story/30732910

Kt. GR: Zwangskirchensteuern für Firmen vorläufig bestätigt

Sonntag, 9. Februar 2014

Medienmitteilung

Die Freidenker nehmen das Bündner Abstimmungsergebnis zur Kenntnis. Dem Anliegen, die Kirchenfinanzierung den Realitäten des 21. Jahrhunderts anzupassen, haben immerhin 26.4% der Bündner Bevölkerung zugestimmt – ein Achtungserfolg für die jungen InitiantInnen, die nicht einmal  von der “liberalen” Mutterpartei unterstützt wurden. Die Kirchen hingegen haben mit den 73.6% Ja-Stimmen ihre Mitgliederbasis von 78.5% nicht voll mobilisieren können. Aber nicht nur die Kirchen bleiben unter ihrem nominellen Potenzial. Auch der Grosse Rat konnte die Stimmenden nicht voll überzeugen: Im Oktober 2013 hatte er das Anliegen sogar mit 95.7% der Stimmen zur Ablehnung empfohlen.
Angesichts der Überalterung und des Mitgliederschwunds bei den “Landeskirchen”, dürften sich die Mehrheiten in den nächsten 10-15 Jahren wenden.
Die nächste Abstimmung zur gleichen Thematik folgt im Mai 2014 im Kanton Zürich. Dort beträgt das derzeitige Mitgliederpotenzial der “Landeskirchen” 59.5%. Ein beachtlicher Anteil der durch Zuwanderung wachsenden katholischen Bevölkerung ist jedoch nicht stimmberechtigt.

Kt. SO: Regierungsrat beantragt Kürzung der Kirchenbeiträge

Samstag, 8. Februar 2014

Der Regierungsrat beantragt im Massnahmenplan 2014, vom Ertrag der Finanzausgleichssteuer (der juristischen Personen) nur noch 10 Mio. Franken an die Kirchgemeinden zu verteilen. Der Rest – 2,4 bis 2,9 Mio. pro Jahr – soll als «Sanierungsbeitrag» an den Kanton fliessen. Nächsten Monat entscheidet der Kantonsrat.
Limmattaler, 08.02.2014

Kt. BE: Abbau von Pfarrstellen

Montag, 27. Januar 2014

Im Kanton Bern müssen bei den Kirchen in den nächsten Jahren insgesamt fünf Millionen Franken eingespart werden. Der Regierungsrat plant deshalb den Abbau von rund 30 Pfarrstellen. Weil das Budget für die Kirchen vor allem aus den Pfarrerlöhnen bestehe, komme der Regierungsrat nicht darum herum, Stellen abzubauen, sagte Neuhaus. Bei den evangelisch-reformierten Kirchen sollen 25 Stellen wegfallen, der Rest soll bei den römisch- und christkatholischen Kirchen eingespart werden. Im Kanton Bern gibt es rund 350 reformierte Pfarrstellen, die aus allgemeinen Steuermitteln finanziert werden.
http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/Vor-allem-Berner-Kirchen-auf-dem-Land-von-Stellenabbau-bedroht/story/15218232

Kath. Kirche: Lohnklassen und Unterschiede

Freitag, 17. Januar 2014

Auch in der Kirche sind die Lohnunterschiede überraschend gross. Während der 47-jährige Basler Bischof Felix Gmür 170 000 Franken im Jahr verdient, kommt sein Amtskollege Vitus Huonder (71), Bischof von Chur, auf ein Jahreseinkommen von gerade mal 95 000 Franken. Beim Bistum Basel verteidigt man das Salär des Bischofs. Dieses sei «in Ordnung so», wie Bistumssprecherin Adrienne Suvada auf Anfrage sagt. «Im Vergleich zu anderen Branchen ist es sogar eher gering.» Hinzu komme, dass das Bistum Basel grösser sei als jenes in Chur und so der Aufwand und die Verantwortung des Bischofs auch entsprechend grösser seien.
So viel verdienen die verschiedenen Kirchenangestellten im Kanton Luzern. Quelle: Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern. Zoom

So viel verdienen die verschiedenen Kirchenangestellten im Kanton Luzern. Quelle: Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern. (Grafik: Oliver Marx)
Löhne bis weit über 200 000 Franken

Im Bistum Chur kommentiert man dies nicht. Übermässig hohen Vergütungen für Kirchenpersonal steht man aber grundsätzlich skeptisch gegenüber. Der regionale Generalvikar in Zürich beispielsweise ist laut Giuseppe Gracia, Sprecher des Bistums Chur, in der Lohnklasse 25 eingeteilt, welche Löhne von 141 000 bis 213 000 Franken vorsieht. «In Zürich bezeichnet man diese hohen Löhne als marktgerecht», sagt Gracia. «Dies ist aber keine kirchliche Kategorie und nicht unsere Meinung.»

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/schweiz/schweiz-sda/Loehne-der-Bischoefe-klaffen-weit-auseinander;art46447,327703

Schaffhauser Kirchen sind an Haushaltsanierung zu beteiligen

Sonntag, 24. November 2013

Medienmitteilung

Der Kanton Schaffhausen steht unter Spardruck, er weist ein strukturelles Defizit von rund 40 Millionen Franken aus. Für die Freidenker ist es unabdingbar, auch die Kirchen an der Haushaltsanierung zu beteiligen. Mit dem Slogan «Glauben ist keine Staatsaufgabe» laden sie die Schaffhauser ein auf Plakaten ein, am 24. November ein Ja in die Urne zu legen.

Mit dem Kompromiss, den Beitrag an die Kirchen erst 2015 und nur um 400’000 Franken zu reduzieren und die jährliche Teuerungsanpassung beizubehalten, kommen die Kirchen angesichts ihres Mitgliederschwunds überaus gut weg: 1970 gehörten 94 % der Schaffhauser Bevölkerung einer Landeskirche an, 2012 waren es noch 63 %. Die staatliche Jahrespauschale stieg seit ihrer Einführung dagegen um 70 % an.

Gerechtfertigt werden die Beiträge an die drei privilegierten Kirchen unter anderem mit dem gesetzlichen Auftrag, für die Seelsorge in Spitälern und Gefängnissen besorgt zu sein. Eine psychologische Betreuung von Patienten und Gefängnisinsassen ist durchaus als öffentliche Aufgabe zu betrachten und es ist nichts Anstössiges dabei, wenn der Staat dafür Dritte beauftragt. Doch die zunehmende Kirchendistanz zeigt, dass Religionsgemeinschaften kaum geeignet sind, diese Aufgabe für die Gesamtbevölkerung zu übernehmen. Wenn ihre Mitglieder in Spitälern oder Gefängnissen eher einen kirchlichen Seelsorger als einen Psychologen sehen wollen, so soll ihnen dies nicht verwehrt werden. Wer aber von einer nichtkirchlichen Ansprechperson betreut werden will, soll dies ebenso einfordern können.

Leistungsaufträge und Entlassung der Christkatholiken aus dem Status Landeskirche

Die Freidenker rufen die Schaffhauser Parteien auf, nach dem 24. November die nächsten Reformschritte einzuleiten. Die Jahrespauschalen sind durch klar umrissene Leistungsaufträge abzulösen, für die sich künftig auch andere Anbieter bewerben können sollen. Die Freidenker fordern den Kanton zudem auf, die Christkatholische Kirche aus dem Status «Landeskirche» zu entlassen. 2012 hatte diese noch 94 Mitglieder, sie vertrat somit 1.2 Promille der Gesamtbevölkerung aus. Dennoch erhalten die Christkatholiken 2.7% der jährlichen 4.1 Millionen Franken an Kirchensubventionen. Das macht 110’700 Franken oder 1177 Franken pro Mitglied. Es ist höchste Zeit, diese anachronistische Privilegierung zu beenden.

Schaffhauser Bevölkerung nach Konfessionen 1970-2010

Schaffhauser Bevölkerung nach Konfessionen 1970-2010

“Wer hat, dem wird gegeben”

Donnerstag, 14. November 2013

Der Rücktritt von Abt Martin Werlen löste einen beträchtlichen Medienrummel aus. Dabei ging einmal mehr unter, wofür der Abt von Einsiedeln steht: für die immer noch engste Verbandelung der katholischen Kirche mit der Politik und den Wirtschaftsfürsten: http://www.news.ch/Wer+hat+dem+wird+gegeben/605950/detail.htm

VS: Freidenker rufen zu Spenden für Bistum auf

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Bistumsfinanzen sind im Wallis weiterhin eine Glaubensfrage. Kürzlich veröffentlichte der “Walliser Bote” einen Artikel mit dem Titel “Der Wert der Kirche lässt sich nicht beziffern“. Wir sind überzeugt, dass eine solche Bemessung durchaus möglich ist, aber am Unwillen des Bistums, gepaart mit politischem Filz, scheitert.

Die Walliser Freidenker stehen für Transparenz ein und fordern, dass alle Institutionen, welche öffentliche Gelder erhalten, ihre Zahlen offenlegen müssen. Solange sich das Bistum Sitten hinter nicht nachvollziehbaren Behauptungen verstecken kann, ist der Weg für Exzesse wie jene in Limburg in Deutschland frei.

Was gibt es denn da zu verstecken?

Gerne würden wir mithilfe der kantonalen Behörde für Öffentlichkeit und Datenschutz mehr darüber erfahren, wie die Kirchen wirtschaften, doch leider haben einige Volksvertreter mit finanziellen Kahlschlagmassnahmen dafür gesorgt, dass diese Dienststelle ihrer Arbeit nicht mehr angemessen nachkommen kann.

Wir hoffen, dass auch das Bistum Sitten sich die Weisung aus dem Vatikan, in der Papst Franziskus sich dafür ausspricht, mit finanzieller Transparenz Vertrauen zu schaffen, zu Herzen nimmt. Denn glauben zu müssen, reicht uns nicht.

Gläubige sollen Kirche finanzieren, nicht die Allgemeinheit!

Wir bitten die gläubigen Kirchenmitglieder, sich am freiwilligen Bistumsopfer am kommenden Wochenende zu Allerheiligen rege zu beteiligen, um ein Defizit in den Bistumsfinanzen zu verhindern. Um dies zu erreichen, muss das Bistum 1.381.854 Franken durch Spenden einnehmen.

Denn weil das Defizit des Bistums Sitten vom Kanton Wallis und damit auch von Nicht-Kirchenmitgliedern getragen werden muss, hoffen wir darauf, dass sich die Glaubensgemeinschaft selbstständig finanziert und es somit dem Rest der Bevölkerung erspart bleibt, diese Kosten zu mitzutragen.

Marcel Theler, Melanie Hartmann und Valentin Abgottspon
Vorstand der Sektion Wallis der Freidenker-Vereinigung der Schweiz

ZDF heute show vom 18.10.2013: Kirchenfinanzierung

Samstag, 19. Oktober 2013

Gekürzte Version.
Vollversion: http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/3a844b94-6760-3991-aa58-a323ae4fad8e/20220652

Situation in der Schweiz:

Auch im Kanton Bern werden die Pfarrlöhne aus allgemeinen Steuergeldern bezahlt (Begründung: Historische Rechtstitel) und im Kanton Wallis wird der Haushalt der Kirchen von den Einwohnergemeinden übernommen. Wer kein Mitglied ist, muss jährlich die ordentliche Reduktion bei der Gemeinde verlangen. Im Kanton Waadt gilt dasselbe.