Artikel-Schlagworte: „Kirchenfinanzierung“

Kt. VS: Leserbriefdebatte zu Trennung von Staat und Kirche

Dienstag, 18. Juni 2013

Am 7. Juni wurde im Walliser Boten ein Leserbrief veröffentlicht, in welchem der Autor – sich berufend auf die Tradition – eine Position gegen die Trennung von Staat und Kirche im Wallis vertrat. Er bezog sich dabei insbesondere auf unseren Leserbrief, in welchem wir eingehend darlegten warum die derzeitige Kirchenfinanzierung gegen die Interessen der Gläubigen im Wallis arbeitet und einen zuvor publizierten Artikel in der Rhonezeitung, in welchem die Intransparenz der Kirchenfinanzierung im Wallis thematisiert wurde.

Da seine Argumentation teilweise auf nachweisbaren Fehlinformationen beruhte, haben wir gegen diese Desinformation der Walliser Bevölkerung interveniert indem wir am Folgetag ebenfalls einen Leserbrief publizieren liessen. Es folgte postwendend eine Antwort, ein sprichwörtlicher “freier Gedankengang” von unserem Kritiker, auf welchen wir nicht mehr konkret eingehen wollten.

Am 15. Juni prophezeite unser Diskussionspartner schliesslich im Walliser Boten, dass die Gemeinden durch eine Trennung von Kirche und Staat enteignet würden und warnte vor der Streichung der religiösen Feiertage. Somit waren wir veranlasst, die falschen Behauptungen richtig zu stellen und unsere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit nötigenfalls zu korrigieren. Wir sind gespannt, ob die Debatte eine Fortsetzung haben wird und hoffen, dass dieser öffentliche Dialog zur Meinungsbildung im Wallis beiträgt.

Kt. ZH: Das Kreuz mit den teuren Kirchen

Freitag, 31. Mai 2013

Die reformierten Kirchen in der Stadt Zürich sind immer leerer, die katholischen oft übervoll. Aber ein Problem haben beide: Die Kirchenbauten werden älter und kosten immer mehr.
Die Reformierte Kirchgemeinde Zürich Wollishofen preschte vor: Letztes Jahr lancierte sie einen Ideenwettbewerb, um neue Nutzungen für die Kirche auf der Egg zu suchen. Rund sechzig Projektskizzen gingen ein, dieses Wochenende entscheidet die Kirchgemeindeversammlung über die Weiterbearbeitung der drei Siegerprojekte: ein Familienhotel mit Indoor-Spielplatz, ein Orgel-Zentrum und ein kulinarisch-kulturelles Gemeinde- und Freizeitzentrum. Ende dieses Jahres soll beschlossen werden, welches davon umgesetzt wird. Wollishofen ist bis jetzt die einzige Gemeinde, die sich so weit vorwagt. Das Problem aber stellt sich in vielen anderen reformierten Gemeinden genauso:
http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/stadt_region/das-kreuz-mit-den-teuren-kirchen-1.18090391

 

Kt. GR: FDP kritisiert Finanzierung und Nutzung des Schlosses Chur

Donnerstag, 30. Mai 2013

Wenig befriedigt war die FDP Fraktion von der Botschaft der Regierung zu den Beiträgen an die Instandstellung und Restaurierung des bischöflichen Schlosses auf dem Hof in Chur. Zum einen fehlt ein transparentes Finanzierungskonzept, da von den Gesamtinvestitionen von 28 Millionen satte 17.75 Millionen noch nicht gesichert sind. Zum andern ist nicht verständlich, weshalb das historisch und kulturell wichtige Schloss nicht vermehrt der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wenn schon über 2 Millionen an Steuergeldern in die Restaurierung fliessen. Die FDP Fraktion wird über dieses Geschäft an einer späteren Sitzung nochmals beraten und die Botschaft allenfalls zur Ueberarbeitung zurückweisen.

http://fdp-gr.ch/medienberichte-qnewsq/allgemein

Kirchenfinanzierung via Immobilienmarkt

Dienstag, 23. April 2013

Kircheneigene Wohnhäuser sollen Löcher in den Kassen stopfen: Die Tiefsteuerpolitik in der Innerschweiz reisst vermehrt Löcher in die Kassen der katholischen Kirche. So auch im Kanton Luzern, wo die extrem tiefe Unternehmensbesteuerung zu markanten Steuerausfällen bei den Kirchgemeinden führt. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch und so sollen jetzt kircheneigene Wohnhäuser die Löcher in den Kassen wieder stopfen.

http://www.srf.ch/sendungen/schweiz-aktuell/ac-bellinzona-richard-wolff-hahnenmoosbahn

Katholische Kirche in der Schweiz – ein Milliarden-Unternehmen

Dienstag, 12. März 2013

«ECO» wollte sich über die Finanzen der Kantonalkirchen ein Bild verschaffen. Wo die Jahresrechnungen und Bilanzen nicht öffentlich zugänglich sind, wurden sie auf Anfrage zur Verfügung gestellt.
http://www.srf.ch/news/wirtschaft/katholische-kirche-in-der-schweiz-ein-milliarden-unternehmen

Reformierte desinformieren über Kirchensteuer

Donnerstag, 7. März 2013

“Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Zürich-Sihlfeld vermietet ihre Räumlichkeiten sowohl an lokale Interessenten als auch an Auswärtige. Gruppen und Vereine aus unserer Gemeinde haben bei uns Gastrecht zu günstigen Tarifen. Damit unterstützen wir bewusst das Vereins- und Kulturleben. Dieses Engagement ist nur duch die Solidarität der KirchensteuerzahlerInnen möglich. Bitte erkundigen Sie sich im Sekretariat nach den Preisen. Für die Vermietung ist unser Sekretariat zuständig. Die Räume können auch für geschäftliche Zwecke gemietet werden.”

http://www.sihlfeld.ch/index.php/vermietungen#.UThHSxn9L4h  am 7.3.2013

Richtig ist:

Die Reformierten haben zu viele Räumlichkeiten. Sie können sich das leisten, weil sie nicht nur Kirchensteuern einziehen sondern auch Beiträge aus allgemeinen Steuergeldern erhalten. Die Vermietungen werden sie dann im Tätigkeitsbericht wieder als gemeinnützige Leistung ausweisen und darauf begründet weitere Ansprüche an die Staatskasse stellen.
Firmen werden durch die Kirchensteuer für juristische Personen angezockt. Danach dürfen sie die durch die Steuergelder finanzierten Räume für geschäftliche Zwecke mieten.

Kt. SH: Beiträge an Landeskirchen weniger gekürzt als geplant

Montag, 4. März 2013

Der Schaffhauser Kantonsrat hat sich am 4. März dafür ausgesprochen, die geplante Kürzung der Beiträge an die Landeskirchen zu mildern. Statt um jährlich eine Million sollen die Beiträge nur um 400‘000 Franken auf 3,7 Millionen Franken gekürzt und weiter der Teuerung angepasst werden.

Der Antrag von Andreas Frei (SP) zur Reduktion der Beitragskürzung wurde knapp mit 27 zu 23 Stimmen angenommen. Für die Landeskirchen machten sich neben der SP auch AL, CVP sowie die ÖBS-/EVP-Fraktion stark.

Noch stärker als die Regierung kürzen wollte hingegen die SVP-/EDU-Fraktion.

http://www.ref.ch/hauptseiten/aktuell/news/6887/

Kirchenmann und Freidenker nehmen Stellung zur Kirchenfinanzierung

Freitag, 1. März 2013

«Die Erhebungspraxis von Kirchensteuern verstösst im Wallis unter anderem gegen die Gesetzgebung sowie die Bundesverfassung», sagt Marcel Theler, Mitbegründer und Vizepräsident der Freidenkervereinigung Sektion Wallis. «Das Gesetz Kirchen und Staat von 1991 regelt die Finanzierung in einer guten Weise, die auch die Glaubens- und Gewissensfreiheit respektiert», entgegnet Stefan Margelist, Bischofsvikar des Bistums Sitten und Mitglied der kantonalen paritätischen Kommission Kirchen und Staat. Der Walliser Bote hat Kirchenmann und Freidenker um Antworten gebeten.

http://www.1815.ch/wallis/aktuell/kirchenmann-und-freidenker-nehmen-stellung-zur-kirchenfinanzierung-94656.html

Ganzes Interview: http://wallis.frei-denken.ch/?p=2977

Kt. ZH: Nur SVP für Kürzung der Kirchenbeiträge

Montag, 3. Dezember 2012

Im Zürcher Kantonsrat hat am Montag nur die SVP für eine Kürzung der Beiträge an die staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften ausgesprochen. Mit 115 zu 44 Stimmen stimmte das Parlament einem Rahmenkredit von 300 Millionen Franken für sechs Jahre (2014 bis 2019) zu.
http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/stadt_region/zuercher-kantonsrat-svp-fuer-kuerzung-der-beitraege-an-religioese-gemeinschaften-1.17865785

Ältere Beiträge zum Thema: http://www.frei-denken.ch/de/2012/09/kt-zh-weiterhin-jahrlich-50-millionen-fur-anerkannte-religionsgemeinschaften/

Berner Freidenker fordern: Sparen auch bei den Landeskirchen!

Montag, 3. Dezember 2012

Die FreidenkerInnen Region Bern und Umgebung nehmen zur Kenntnis, dass der Grosse Rat des Kantons Bern im Rahmen seiner Sparanstrengungen vermehrt schmerzhafte Kürzungen in den Budgets kantonaler Amtsstellen vornehmen muss.

Die Freidenker machen darauf aufmerksam, dass im Kanton Bern die Saläre von den Pfarrpersonen der Landeskirchen nach wie vor aus dem ordentlichen Kantonshaushalt bezahlt werden. Dieser alte Zopf schlägt mit über 70 Mio Franken pro Jahr zu Buche!

Die Freidenker fordern in Zeiten allseitiger Sparanstrengungen endlich eine ernsthafte Diskussion um das umstrittene, ungerechte und ineffiziente System der Entlöhnung der Berner Pfarrer. Die angespannte Finanzlage des Kantons erlaubt es nicht länger, die Landeskirchen und ihre überkommenen Privilegien von den Sparanstrengungen auszunehmen. Verantwortungsbewusste Politiker aller Parteien sind aufgefordert, sich nicht länger vor dem Nimbus der kirchlichen Institutionen zu scheuen und künftig dort zu sparen, wo es sich lohnt.