Artikel-Schlagworte: „Islam“

Islam Thema im TOP TALK

Freitag, 20. Januar 2012

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) muss seine Veranstaltung in Bülach streichen. Der Bülacher Stadtrat hat der «Islam Unity 2012» aus Sicherheitsgründen eine Absage erteilt. Über den Respekt vor dem Islam diskutierten Nicolas Blancho (IZRS) und Andreas Kyriacou (Freidenker Zürich).

Die Sendung kann hier angesehen werden:
http://streaming2.toponline.ch/news/video/Talk/20120117_talk.mov

“Endlich wurde gesagt, was ohnehin gedacht wurde”

Dienstag, 26. Juli 2011

Monika MaronMonika Maron und Nekla Kelek sprechen über Islamkritik nach dem Massaker in Norwegen und über Thilo Sarrazins verhinderten Ausflug nach Kreuzberg.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13511459/Endlich-wurde-gesagt-was-ohnehin-gedacht-wurde.html

Wo der Islam sich ausbreitet

Freitag, 28. Januar 2011

spiegel.de
Von 1990 bis 2010 wuchs die Zahl der Muslime jährlich weltweit um durchschnittlich 2,2 Prozent. In den kommenden zwanzig Jahren wird diese Rate aller Voraussicht nach auf 1,5 Prozent sinken – mit dem Ergebnis, dass 2030 etwa 26,4 Prozent aller Menschen der Welt Muslime sind, heute sind es 23,4 Prozent. Damit werden Christen weiterhin die größte Religionsgruppe stellen: Die “New York Times” zitiert Untersuchungen, nach denen der Anteil der Christen an der Weltbevölkerung in zwanzig Jahren 30 bis 33 Prozent betragen wird.

Die Zahl der Staaten, in denen es eine große muslimische Gruppe gibt, steigt leicht an: 2030 werden in 79 Ländern mehr als eine Million Muslime leben, heute ist das in 72 Staaten weltweit der Fall. Bei der Verteilung der muslimischen Bevölkerung nach Regionen gibt es laut der Studie keine einschneidenden Veränderungen: Auch 2030 wird der größte Teil der islamischen Bevölkerung im asiatisch-pazifischen Raum leben (rund 60 Prozent), 20 Prozent im Mittleren Osten und in Nordafrika. Die Zahl der Muslime im subsaharischen Afrika wird indes leicht steigen. In Europa bleiben islamische Gläubige demnach weiter eine Minderheit – aber eine wachsende. Eine bedeutsame Veränderung im Ranking gibt es: In zwanzig Jahren wird Pakistan Indonesien als Staat mit der zahlenmäßig größten muslimischen Bevölkerung überholt haben, sagt die Studie voraus.

Die Wissenschaftler haben sich ausführlich mit der Bevölkerungentwicklung in Europa beschäftigt. Folgende Ergebnisse sind hier zentral:

  • Gibt es keine großen Veränderungen in der Einwanderungspolitik, dann werden 2030 etwa acht Prozent (insgesamt 58,2 Millionen) aller Europäer dem Islam angehören. Heute sind es sechs Prozent (44,1 Millionen). Die Wachstumsrate der muslimischen Bevölkerung schwächt sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren aber auch hier ab und nähert sich immer mehr der der Nicht-Muslime an. Heute bringen Musliminnen in Europa durchschnittlich 2,2 Kinder zur Welt (Nicht-Musliminnen 1,5 Kinder) und 2030 werden europäische Musliminnen 2 und Nicht-Musliminnen durchschnittlich 1,6 Kinder kriegen. Ein anderer Grund für das gebremste Bevölkerungswachstum ist die Altersstruktur in der muslimischen Bevölkerung Europas. 2010 noch waren in Europa 26 Prozent aller Muslime zwischen 15 und 29 Jahre alt, 2030 werden es 21 Prozent sein.
  • Auch in zwanzig Jahren werden die meisten europäischen Muslime im Osten Europas leben, auf dem ehemaligen Balkan und in Russland, das auch 2030 das europäische Land mit der absolut größten muslimischen Bevölkerung bleiben wird. Die größten Zuwächse erwarten die US-Forscher für west- und nordeuropäische Länder
  • In einzelnen nord- und westeuropäischen Ländern wird die Entwicklung signifikant sein: In Westeuropa – dazu zählen die Forscher Frankreich, Deutschland und die Niederlande – wird demnach der Anteil der muslimischen Bevölkerung von 11,3 auf 16,4 Millionen anwachsen – der prozentuale Anteil von 6 auf 8,6 Prozent. Aufgeteilt nach Ländern stellen die Wissenschaftler folgende Zahlen dar: In Frankreich werden 2030 6,9 Millionen Muslime leben, im Vergleich zu 4,7 Millionen im Jahr 2010. Die deutsche muslimische Bevölkerung steigt demnach von 4,1 auf 5,5 Millionen. Nach absoluten Zahlen leben zwar in Italien, Schweden, Spanien, Belgien und Österreich verhältnismäßig wenig Muslime – aber ihr Anteil wird nach der Untersuchung in den nächsten Jahren besonders stark anwachsen.
  • Eine Beinahe-Verdopplung der muslimischen Bevölkerung sehen die Forscher für den Norden Europas – dazu wird Großbritannien gerechnet – voraus. Hier wird die Zahl der Muslime von 3,8 auf 7,5 Millionen steigen. Muslime machen im Jahr 2030 den Berechnungen zufolge 7 Prozent der Bevölkerung aus – im Vergleich zu 3,8 Prozent heute. In Großbritannien sollen dann 5,6 Millionen Muslime leben, heute sind es nur 2,9 Millionen. Schwedens muslimische Bevölkerung wird von 4,9 auf 9,9 Prozent anwachsen.
  • Die bedeutendste Veränderung in ganz Europa erwarten die Forscher für Irland, dort wird die islamische Bevölkerung um 188 Prozent anwachsen bis 2030, in Mazedonien indes werden 2030 über 40 Prozent Muslime sein, heute sind es bereits knapp 35 Prozent.

Ganzer Artikel:  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,741905,00.html

“Ein freier Kopf braucht kein Schamtuch”

Montag, 8. November 2010

Mit ihrem Buch „Die fremde Braut“ brach Necla Kelek das Schweigen über das Elend der Frauen unter dem Gesetz der Väter. Seitdem ist sie eine der wichtigsten Stimmen im Kampf um die Rechte der muslimischen Frau. Eine Laudatio zur Verleihung des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung von Alice Schwarzer

http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E56AB11F93EF64353BABFE041A2E720B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Die grosse Verschleierung

Montag, 20. September 2010

Die grosse Verschleierung: ein Buch über die Hindernisse erfolgreicher Integrationspolitik, über die politisch-symbolische Dimension der Verschleierung muslimischer Frauen, aber auch über die Verschleierung der islamistischen Gefahr durch Kulturrelativisten in deutschen Medien.
Die Debatten über den wachsenden Einfluss islamischer Kreise nicht nur in Deutschland werden immer heftiger. Alice Schwarzer, die im Jahr 2002 mit ihrem Buch „Die Gotteskrieger” (KiWi 683) Zeichen gesetzt hat, hat sich auch in den folgenden Jahren immer wieder zur islamistischen Gefahr zu Wort gemeldet. „Die grosse Verschleierung” versammelt nun zahlreiche dieser politischen Interventionen und gibt ein genaues Bild vom heutigen Stand der kritischen Auseinandersetzungen über den Islamismus in Deutschland, in Frankreich und in islamischen Ländern (wie z.B. Algerien).
Die Themen reichen vom Schweizer Minarettverbot und der deutschen Kopftuchdebatte bis zu den französischen Diskussionen über die Rolle der Burka in der Öffentlichkeit. Ausserdem: die Unruhen in den Pariser Vorstädten, die Strategien islamistischer Agitation z.B. im Internet, die Rolle der Konvertitinnen.
Die Grenzlinie zwischen dem Islam als Religion und dem politischen Islamismus bleibt dabei immer im Blick, wenn diese auch zusehends schwerer zu ziehen ist.
Alice Schwarzers Texte werden durch Untersuchungen und Berichte zahlreicher Co-Autorinnen ergänzt, u.a. von: Elisabeth Badinter, Djemila Benhabib, Rita Breuer, Cornelia Filter, Carola Hoffmeister, Necla Kelek, Chantal Louis, Khalida Messaouidi-Toumi, Katha Pollitt, Annette Ramelsberger, Gabriele Venzky, Martina Zimmermann.

Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (23. September 2010)
ISBN-10: 3462042637

ZDF: Wohin treibt der Islam?

Mittwoch, 15. September 2010

Teil 1: “Im Zeitalter der Globalisierung sind islamische und christlich geprägte Welt untrennbar miteinander verwoben. Die Vorbehalte gegenüber dem Islam, der als fanatisch und undemokratisch gilt, sind hierzulande riesig. Friedrich Klütsch und Daniel Gerlach fragen nach: Welche Chancen und welche Schwierigkeiten ergeben sich beim Aufeinandertreffen der Kulturen?”

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1134580/Wohin-treibt-der-Islam-(Teil-1)

Teil 2: “Zu Wort kommen Experten, Autoritäten des Islam sowie Menschen, die über ihre persönliche Geschichte berichten. Zudem zeigen die Autoren aktuelle Entwicklungen in Indonesien und Ägypten auf.”

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1134578/Wohin-treibt-der-Islam-(Teil-2)

Necla Kelek: Über die Freiheit im Islam

Freitag, 3. September 2010

In der neuesten Publikation in der Schriftenreihe der Vontobel-Stiftung befasst sich Kelek mit dem Freiheitsbegriff.

Ausschnitt aus NZZ 3.9.2010:   Integration unmöglich?

Keleks Folgerungen sind klar: Der Islam sei «in dieser Form» nicht in eine demokratische Gesellschaft integrierbar, ja er stelle in seinem ganzen Wesen einen Gegenentwurf» zur aufgeklärten, säkularisierten Zivilgesellschaft dar. Die Autorin nimmt damit die schon vor mehr als zehn Jahren vom Göttinger Politikwissenschafter Bassam Tibi geäusserte These auf, dass die Integration der Muslime ohne eine europäische Leitkultur unmöglich sein werde. Kelek wird sich mit dieser Schrift – und einem geplanten neuen Buch, das die zuvor skizzierten Thesen ausführlicher darlegen soll – unter den Muslimen viele Feinde machen. Einige Gedankengänge in der vorliegenden Schrift wirken verkürzt und bedürfen einer ausführlicheren Begründung. Als Einführung in die Thematik und als Grundlage für Diskussionen eignet sich die Broschüre aber ausgezeichnet.

Die Schrift ist gratis zu beziehen bei:
http://www.vontobel-stiftung.ch/de/publikationen_bestellen/

Kt. BS: Bussen für Schwimmstunden-Verweigerung

Donnerstag, 29. Juli 2010

In Basel-Stadt haben erstmals Muslim-Eltern Bussen erhalten, weil sie Kinder nicht am obligatorischen Schul- Schwimmunterricht hatten teilnehmen lassen. Gebüsst wurden fünf Familien mit insgesamt sieben Kindern.

Die Bussen wurden nach «langer Vorgeschichte» ausgesprochen: Davor gab es Gespräche mit Lehrern, Rektorat und Volksschul-Leitung – ergebnislos. Die Eltern können die Busse bei der Gesamtregierung anfechten, und diese kann den Entscheid ans Verwaltungsgericht delegieren. Im Wiederholungsfall sind erneute Bussen möglich.

Vierstellige Bussen für nicht kooperative Eltern kennen auch die Kantone Aargau, Appenzell Ausserrhoden und Baselland.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/busse_fuer_schwimmstunden-verweigerung_1.6991225.html

http://bazonline.ch/basel/stadt/SchwimmstundenVerweigerer-wurden-gebuesst/story/11138793

Toleranz gegenüber dem Islam

Samstag, 17. Juli 2010

Leserbrief im St. Galler Tagblatt 17. Juni 2010

Herausforderung Islam, «Reden statt verurteilen», 16.6.2010

Wir Freidenker treten konsequent für die Menschenrechte ein, die jedem Menschen, unabhängig von seiner Stellung in Staat, Gesellschaft, Religion oder Kultur und ungeachtet seiner Sprache, Hautfarbe oder Weltanschauung, bereits dadurch zustehen, weil er als Mensch existiert.

Wir Freidenker glauben, dass es zur offenen, pluralistischen Gesellschaftsordnung, zum liberalen Rechtsstaat keine demokratische Alternative gibt, und nur er allein kann die oben aufgeführten Menschenrechte garantieren und verteidigen. Wir Freidenker halten gar nichts von kurzsichtigen, populistischen Massnahmen gegen den Islam. Angst und Ignoranz verhindern eine kluge Analyse und eine differenzierte Problemlösung. Gerade wenn es sich um Religionen handelt. Es gilt aus der Geschichte zu lernen. Keine Stigmatisierung und Ausgrenzung von Andersdenkenden. Toleranz in der aufklärerischen Tradition ist und war immer die Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden.

Das grösste Problem des Islams mit der Moderne ist meiner Meinung nach seine tiefverwurzelte Feindschaft gegenüber dem Pluralismus. Die friedliche Koexistenz verschiedener Weltsichten ist ein entscheidendes Kennzeichen der Moderne. Die Moslems in der Schweiz, besonders ihre Eliten tun gut daran, das Projekt Aufklärung und Islam im 21. Jahrhundert ganz zuoberst auf ihre Prioritätenliste zu setzen.

Ich glaube, der real existierende Islam in seinen vielen Facetten hat seine grundlegende Reformation noch vor sich. Er muss seine Haltung finden zum Pluralismus und zur Rolle der Frau, um in der Moderne bestehen zu können.

Raffaele F. Schacher Vorstand Ostschweizer Freidenker Seeheimstrasse 5, Goldach

Deutsche Unis bilden ab Herbst Imame aus

Mittwoch, 14. Juli 2010

Lehrer für islamische Theologie sollen künftig in eigenen Zentren an deutschen Unis ausgebildet werden. Das erste Institut soll im Herbst eröffnen, weitere sollen folgen. Mehrere Unis in Deutschland sollen in Zukunft Islamlehrer und Imame ausbilden. Das erste Institut wird im Herbst öffnen, sagte Bildungsministerin Anette Schavan (CDU) laut Zeit-Online. An welcher Uni der erste Studiengang eingerichtet wird, steht noch nicht fest.

Weiter lesen: http://www.zeit.de/studium/hochschule/2010-07/islam-hochschulen