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TV-Tipp: Die grosse Hilfe – Wo sind Haitis Spendenmilliarden geblieben?

Dienstag, 12. April 2011

Zehn Milliarden Dollar, so viel sollte Haiti von anderen Staaten zum Wiederaufbau des Landes erhalten. Zusätzlich wurde eine Milliarde Dollar an Privatspenden gesammelt. Das ist ein Jahr her.
Allein in Deutschland sammelten die Hilfsorganisationen 42 Millionen Euro, und die Bundesregierung sagte zusätzlich 85 Millionen zu. Doch bisher wurden von den Hilfsgeldern aus Deutschland gerade mal 30 Millionen Euro ausgezahlt. Wie kann das sein? Gibt es nicht genügend Projekte in Haiti?
“die story” macht sich auf die Suche und fragt nach, warum bis heute so wenig Geld ausgezahlt wurde. In Haiti stossen die Autoren auf Zeltstädte, kaputte Strassen, fehlende Strom- und Wasserversorgung. Warum ist es so schwer, ein Jahr nach der Katastrophe wenigstens die notwendigsten Dinge wieder aufzubauen? Ist nicht vernünftig geklärt, wer das Geld verteilen kann? Oder sind es die Hilfsorganisationen, die seit Jahren in Haiti arbeiten, aber zum Teil so zerstritten sind, dass eine Koordination der Hilfe nicht möglich ist?

Heute Abend 20:15 auf  Extra1
http://www.teleboy.ch/programm/show/1Extra/DieGrosseHilfeWoSindDieSpenden/201104132015115

Morgen Nachmittag 14:30 auf WDR:
http://www.teleboy.ch/programm/show/WDR/DieGrosseHilfeWoSindHaitisSpen/201104141415030

Wir lassen diese Sendung von Teleboy.ch aufnehmen.
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Zum Thema Katastrophenhilfe:
http://www.frei-denken.ch/de/2010/08/humanistische-nichtreligiose-hilfswerke/

Spenden Sie direkt an nichtreligiöse Hilfswerke!

Montag, 16. August 2010

In Katastrophen ist es uns allen ein Bedürfnis, etwas zur Linderung beizutragen. Medizinische und andere Soforthilfe ist in jedem Fall sinnvoll.
Die Aufbauhilfe ist ebenfalls nötig, führt aber erfahrungsgemäss oft bereits zu fatalen Abhängigkeiten ähnlich jenen der heute stark kritisierten Entwicklungshilfe.

Welcher Organisation spenden?

Viele international tätige Hilfswerke haben einen religiösen Hintergrund und verfolgen auch ein missionarisches Ziel.
Die “Glückskette” sammelt schweizweit und verteilt dann das gesammelte Geld an Projekte, die sie selber auswählt. Viele Kantone und Gemeinden spenden auch an die Glückskette. Die kirchlichen Werke HEKS und Caritas erhalten einen wesentliche Anteil ihrer Mittel aus den Spenden der Glückskette.
Zur Kritik an HEKS und Caritas. Zur Kritik an der Glückskette.

Wir empfehlen, direkt an dezidiert nichtreligiöse Hilfswerke zu spenden!

Empfehlungen

In der Schweiz alphabetisch
>Ärzte ohne Grenzen
>Rotes Kreuz
>Terre des Femmes

>Terre des Hommes

>Unicef

Freidenkerische Spendenplattformen, die das Geld an dezidiert nichtreligiöse Hillfswerke weiterleiten:
>Humanist Charities USA
>Non believers giving aid

Spendenprojekte von FVS-Mitgliedern:
2011 Burkina Faso: Ausbildung für junge Frauen

Caritas: nur zu 2% von den Kirchen finanziert

Donnerstag, 8. April 2010

Name: Caritas Schweiz, Rechtsform: Verein

Statuten: vom 6. Dezember 1991
Verbandszweck:
Erfüllung der interdiözesanen und gesamtschweizerischen Caritas-Aufgaben der Bistümer der römisch-katholischen Kirche der Schweiz durch: Förderung des Caritas-Gedankens und eines entsprechenden Verhaltens und Handelns ; Erkennen menschlicher Notlagen sowie die Sensibilisierung und Aktivi erung der Öffent ichkeit für diese Probleme ; Erarbeitung tragfähiger Lösungen und Erbri ngung konkreter und fachgerechter Hilfeleistungen; Mitwirkung bei der Schaffung gerechter gesellschaftlicher Strukturen.

Laut Jahresbericht 2008 der Caritas stammen aber:

nur 2% der Einnahmen  des Hilfswerkes aus Spenden von kirchlichen Organisationen/Gruppen, wobei davon 40% aus Spenden der Kirchgänger stammen und 60% aus den Kirchensteuern z.B. der juristischen Personen.

Obwohl also weit mehr Einnahmen aus allgemeinen Steuermitteln stammen als von der Kirche selbst, wird die Tätigkeit der Kirche zugerechnet und in der Diskussion um die Trennung von Staat und Kirchen als deren Leistung für die Allgemeinheit eingebracht!

21% der Einnahmen stammen aus allgemeinen kantonalen und kommunalen Steuergeldern

42% der Einnahmen stammen aus Sammlungen der Glückskette

23% aus anderen freien Spenden