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Heute am Denkfest Podiumsdiskussion: Kritisches Denken richtig gemacht!

Sonntag, 11. September 2011

Das Denkfest ist ein Publikumserfolg: 150 Leute nahmen am Blogger-Panel am Donnerstagabend teil.
Am Samstag steigt die Anzahl Teilnehmer auf über 300.

Im Festivalpass sind alle Tagesveranstaltungen inbegriffen – und auch der filmische Leckerbissen, den am Freitagabend gezeigt wurde.
Im Film «Die Mondverschwörung» lässt Regisseur Thomas Frickel den TV-Journalisten Dennis Mascarenas Quacksalber, Esoteriker und Verschwörungstheoretiker die Welt erklären. Die Reise führt auch in «geistige Abgründe, wo sich Rudolf Steiner und Adolf Hitler gute Nacht sagen.» (epd Film). Absolut sehenswert. Den Trailer kann man hier sehen.

Am Donnerstagabend trat der bekannte Diplomphysiker und Kabarettist Vince Ebert auf und riss sein Publikum zu frenetischem Applaus hin.

Tagsüber geht’s heute – für den 11. September 2011 quasi ein Muss – um Verschwörungstheorien. Das detaillierte Programm ist hier zu sehen.

Andreas Kyriacou: «Ich betrachte Gott als literarische Figur»

Mittwoch, 7. September 2011

Tagblatt Zürich
Morgen startet im Volkshaus das viertägige «Denkfest», an dem Naturwissenschaftler, Philosophen, Autoren und Künstler zusammenkommen, um sich für das kritische Denken einzusetzen. Einer der Organisatoren ist Andreas Kyriacou. Er sprach mit dem «Tagblatt» über die Bedeutung der Wissenschaft und weshalb er Religion für einen Irrtum hält.

Tagblatt der Stadt Zürich: Andreas Kyriacou, die deutsche Wochenzeitung «Die Zeit» bezeichnete Ihre Veranstaltung als «Skeptikerkongress». Was bezwecken Sie mit dem Denkfest?

Andreas Kyriacou : Es geht in aller Kürze um vier Tage Wissenschaft, kritisches Denken und intelligente Unterhaltung. Die Wissenschaft ist schliesslich das Instrument schlechthin, um sich in der Welt zurechtzufinden. Wir laden das Publikum deshalb ein, sich im kritischen Denken zu üben und sich aktiv einzubringen. Jeder Vortrag endet mit einer Frage- und Antwortrunde. Das Denkfest soll ausloten, wann das Zweifeln an einem Sachverhalt zum blossen Leugnen von Fakten verkommt.

Wie steht es um das kritische Denken in unserer Gesellschaft?

Kyriacou : Das kritische Denken gehört seit der Aufklärung zu unserer Kultur, nur hört es in Europa heutzutage oft mit dem Philosphen Immanuel Kant auf. In den USA und in Grossbritannien ist man da schon weiter. Gerade in den USA braucht es eine starke Gegenbewegung zu fundamentalistischen, religiösen Gruppen. Ich denke, dass das Grundvertrauen in die Wissenschaft bei uns stark ist. Aber natürlich ist kritisches Denken aufwändig, man muss sich selber dafür einsetzen und sollte nicht Stimmungen verfallen. Das ist schwierig, und so kommt es, dass irrationales Gedankengut immer wieder aufbricht, mag die Faktenlage noch so wacklig sein.

Ganzes Interview: http://epaper2.tagblattzuerich.ch/ee/tazh/_main_/2011/09/07/035/article_container/3