Artikel-Schlagworte: „Bettag“

Kt. SO Heso: Kein Säulirennen am Bettag

Mittwoch, 20. August 2014

Zwar hat die Herbstmesse nun erstmals am Bettag geöffnet, das Programm wird an diesem Tag allerdings leicht angepasst.So findet beispielsweise kein Säulirennen statt, sagt Heso-Präsident Urs Unterlerchner: «Wir möchten der Ruhe, welche die Kirche am Bettag fordert, entgegen kommen. Das ist ein kleines Zeichen von uns, um zu zeigen: Wir respektieren die Werte und Traditionen, welche der Bettag vermittelt».
http://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/heso-kein-saeulirennen-am-bettag

Bettag hat keine Berechtigung mehr:

Dienstag, 29. Juli 2014

Botschaft der Schweizer Bischöfe zum Nationalfeiertag vom 1. August: “Seit 2011 wenden sich die Schweizer Bischöfe in Abkehr einer langen Tradition nicht mehr am eidgenössischen Bettag an die schweizerische Öffentlichkeit, sondern am 1. August.
Die Bettagshirtenbriefe hätten kaum mehr die breite Öffentlichkeit erreicht, hiess es dazu aus der Bischofskonferenz. Auch habe die Bedeutung des Bettags für die breite Bevölkerung stark abgenommen. Zudem würden am Bettag vielerorts ökumenische Anlässe durchgeführt, und da passe ein Hirtenbrief nur von katholischer Seite schlecht hinein.”

http://www.kipa-apic.ch/index.php?na=0,0,0,0,d&ki=257065

Buss- und Bettag abschaffen…

Donnerstag, 30. Mai 2013

…die Landeskirchen beteiligen sich an Parallelveranstaltung:
Am 14. September, dem Vortag des Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettags, findet in Bern auf der Grossen Schanze direkt über dem Hauptbahnhof ein Gebetsanlass statt. Dieser wird unter dem Patronat der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK) durchgeführt. Auch die Schweizer Bischofskonferenz wirkt mit. – Letztes Jahr hatten 119 National- und Ständeräte zu einer Stärkung des nationalen Bettages aufgerufen.
http://www.kipa-apic.ch/index.php?&pw=&na=0,0,0,0,d&ki=243617

Gebetsruf aus dem Bundeshaus

Freitag, 14. September 2012

Am kommenden Sonntag sollen die Menschen in der Schweiz «danken, für Stabilität und Wohlstand unseres Landes auch in einer schwierigen Zeit». Sie sollen «beten, dass Gott den Menschen in unserem Land beisteht und sie segnet». Und sie sollen «Busse tun über unser persönliches und kollektives Fehlverhalten». Das sind drei Kernsätze aus einem schriftlichen Aufruf, den fast das halbe Parlament unterzeichnet hat: 94 National- und 19 Ständeräte unterstützen einen Gebetsaufruf an die Schweizer Bevölkerung. Im Jahr zuvor waren es insgesamt 89 ParlamentarierInnen gewesen.

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/gebetsruf-aus-dem-bundeshaus-1.17604312

Bettagsmandate 2012 der Regierungen aus den Kantonen:

AG Die Einheit in der Vielfalt erlebbar machen  Bettagsmandat 2012 der Aargauer Landeskirchen und der Aargauer Regierung
BS Bettagsmandat 2012  am Samstag, 15. September 2012, im Basler Münster von Regierungsrat Dr. Christoph Eymann verlesen.
BL Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag. Ein Sonntag wie jeder andere? Oder doch ein spezieller Sonntag?
GR Bettagsmandat 2012  Regierungspräsidentin Janom Steiner liest das Bettagsmandat in einer Kirche in Chur
SO bis 2009 wurde jährlich die “Bettagssteuer” als freiwillige Kollekte eingesammelt. Seit 2010 werden an dessen Stelle aus dem Lotteriefonds jährlich Fr. 250’000.00 für soziale gemeinnützige kommunale und regionale Projekte reserviert. Die Summe basiert auf der ungefähren Bevölkerungszahl des Kantons und wird neu „Bet­tagsfranken”  genannt.

Mehr zum Thema Bettag: http://www.frei-denken.ch/de/tag/bettag/

UnterzeichnerInnen nach Kantonen

Laut den Initianten wurden aus Zeitgründen nicht alle 246 Parlamentarierinnen und Parlamentarier angefragt.

Nationalrat 94

AG

Flückiger Sylvia (svp., Aargau)
Giezendanner Ulrich (svp., Aargau)
Humbel Ruth (cvp., Aargau)
Killer Hans (svp., Aargau)
Knecht Hansjörg (svp., Aargau)
Reimann Maximilian (svp., Aargau)

BE

Aebi Andreas (svp., Bern)
Aebischer Matthias (sp., Bern)
Amstutz Adrian (svp., Bern)
Gasche Urs (bdp., Bern)
Geissbühler Andrea (svp., Bern)
Grunder Hans (bdp., Bern)
Hess Lorenz (bdp., Bern)
Kiener Nellen Margret (sp., Bern)
Streiff-Feller Marianne (evp., Bern)
Tschäppät Alexander (sp., Bern)
von Graffenried Alec (gps., Bern)
von Siebenthal Erich (svp., Bern)
Wandfluh Hansruedi (svp., Bern)

BL

Baader Caspar (svp., Basel-Landschaft)
Nussbaumer Eric (sp., Basel-Landschaft)
Schneider-Schneiter Elisabeth (cvp., Basel-Landschaft)

BS

Frehner Sebastian (svp., Basel-Stadt)
Lehmann Markus (cvp., Basel-Stadt)

FR

Bourgeois Jacques (fdp., Freiburg)
Bulliard-Marbach Christine (cvp., Freiburg)
Rime Jean-François (svp., Freiburg)

GE

Amaudruz Céline (svp., Genf)
Barthassat Luc (cvp., Genf)
Nidegger Yves (svp., Genf)

GR

Brand Heinz (svp., Graubünden)
Candinas Martin (cvp., Graubünden)
Hassler Hansjörg (bdp., Graubünden)

GL

Landolt Martin (bdp., Glarus)

JU

Gschwind Jean-Paul (cvp., Jura)

LU

Estermann Yvette (svp., Luzern)
Glanzmann-Hunkeler Ida (cvp., Luzern)
Ineichen Otto (fdp., Luzern; inzwischen verstorben)
Lustenberger Ruedi (cvp., Luzern)
Müller Leo (cvp., Luzern)
Müri Felix (svp., Luzern)

NE

Maire Jacques-André (sp., Neuenburg)
Perrin Yvan (svp., Neuenburg)

OW

Vogler Karl (csp., Obwalden)

SG

Brunner Toni (svp., St. Gallen)
Büchel Roland Rino (svp., St. Gallen)
Büchler Jakob (cvp., St. Gallen)
Kessler Margrit (glp., St. Gallen)
Müller Thomas (svp., St. Gallen)
Reimann Lukas (svp., St. Gallen)
Ritter Markus (cvp., St. Gallen)

SO

Borer Roland F. (svp., Solothurn)
Hadorn Philipp (sp. Solothurn)
Müller-Altermatt Stefan (cvp., Solothurn)
Schläfli Urs (cvp., Solothurn)
Wobmann Walter (svp., Solothurn)

SZ

Gmür Alois (cvp., Schwyz)
Schwander Pirmin (svp., Schwyz)
Tschümperlin Andy (sp., Schwyz)

TG

Graf-Litscher Edith (sp., Thurgau)
Hausammann Markus (svp., Thurgau)
Lohr Christian (cvp., Thurgau)
Spuhler Peter (svp., Thurgau)
Walter Hansjörg (svp., Thurgau)

TI

Cassis Ignazio (fdp., Tessin)
Quadri Lorenzo (lega., Tessin)
Regazzi Fabio (cvp., Tessin)
Romano Marco (cvp., Tessin)
Rusconi Pierre (svp., Tessin)

VD

Bugnon André (svp., Waadt)
Darbellay Christophe (cvp., Wallis)
Grin Jean-Pierre (svp., Waadt)
Neirynck Jacques (cvp., Waadt)
Parmelin Guy (svp., Waadt)
Veillon Pierre-François (svp., Waadt)
Voruz Eric (sp., Waadt)

VS

Buttet Yannick (cvp., Wallis)
Freysinger Oskar (svp., Wallis)

ZG

Aeschi Thomas (svp., Zug)
Pfister Gerhard (cvp., Zug)

ZH

Binder Max (svp., Zürich)
Blocher Christoph (svp., Zürich)
Bortoluzzi Toni (svp., Zürich)
Egloff Hans (svp., Zürich)
Fehr Hans (svp., Zürich)
Fiala Doris (fdp., Zürich)
Heer Alfred (svp., Zürich)
Ingold Maja (evp., Zürich)
Kaufmann Hans (svp., Zürich)
Mörgeli Christoph (svp., Zürich)
Quadranti Rosmarie (bdp., Zürich)
Rickli Natalie (svp., Zürich)
Weibel Thomas (glp., Zürich)
Zuppiger Bruno (svp., Zürich; inzwischen zurückgetreten)

Ständerat 19

AR

Altherr Hans (Appenzell Ausserhoden, fdp.)

BE

Luginbühl Werner (Bern, bdp.)
Stöckli Hans (Bern, sp.)

FR

Schwaller Urs (Freiburg, cvp.)

GL

Jenny This (Glarus, svp.)
Kuprecht Alex (Schwyz, svp.)

GR

Engler Stefan (Graubünden, cvp.)
Schmid Martin (Graubünden, fdp.)

NW

Niederberger Paul (Nidwalden, cvp.)

OW

Hess Hans (Obwalden, fdp.)

SH

Germann Hannes (Schaffhausen, svp.)

SO

Bischof Pirmin (Solothurn, cvp.)

SZ

Föhn Peter (Schwyz, svp.)

TG

Häberli-Koller Brigitte (Thurgau, cvp.)

TI

Lombardi Filippo (Tessin, cvp.)

UR

Baumann Isidor (Uri, cvp.)

VS

Fournier Jean-René (Wallis, cvp.)
Imoberdorf René (Wallis, cvp.

ZG

Eder Joachim (Zug, fdp.)

Nach Parteien

SVP 50

CVP 31

SP 11

FDP 8

BDP 7

EVP 2

GLP 2

GPS 1

CSP 1

 

Quelle: http://static.nzz.ch/files/8/5/3/Mitunterzeichner+Bettagsaufruf+2012_1.17622853.pdf  19.9.2012

USA: “Tag der Vernunft” statt des Gebets proklamiert

Freitag, 4. Mai 2012

1952 wurde der Nationale Gebetstag eingeführt. 1988 legte Präsident Ronald Reagan fest, dass der Tag am ersten Donnerstag im Mai begangen wird. Landesweit wird seither an diesem Tag für die USA zu gebetet. Der Präsident des Verbandes “Vereinigte Amerikaner für die Trennung von Kirche und Staat”, Barry Lynn, rügte die staatliche Aufforderung zum Beten und forderte Präsident Barack Obama auf, sie zu lassen. Präsident Barack Obama erklärte jedoch zur diesjährigen Proklamation des Gebetstages am gestrigen Donnerstag, man solle Gott danken für die Demokratie im Land und die Glaubensfreiheit und besonders beten für die US-amerikanischen Soldaten.
Die Amerikanischen Humanisten sind verärgert darüber, dass der Entscheid von 2010, der den “Nationalen Gebetstag” für verfassungswidrig befand, von einem Berufungsgericht aufgehoben worden war mit der Begründung, die “Nationale Stiftung für die Religionsfreiheit” sei nicht klageberechtigt gewesen, da sie durch den Aufruf zum Gebet nicht ausgegrenzt werde.
Der “Amerikanische Verband für Humanismus” und die “Säkulare Koalition von Amerika” riefen zur Teilnahme an einem “Nationalen Tag der Vernunft” auf. Der Gebetstag beleidige Millionen Menschen, die glaubten, dass “unsere Probleme durch Vernunft und nicht Gebet gelöst werden”, erklärte eine Sprecherin des Verbandes. Ein einzelner Kongressabgeordneter, der Demokrat Pete Stark aus Kalifornien, hat sich dem Aufruf zum “Tag der Vernunft” angeschlossen.

In der Schweiz wird der “Eidgenössische Dank, Buss und Bettag” jeweils im September gefeiert. Er wird aber – trotz seiner Bezeichnung –  durch kein nationales Gesetz angeordnet sondern ist kantonal begründet. Kurzzeitig wurden im 19. Jahrhundert von den kantonalen Regierungen sogenannte Bettagsmandate veröffentlicht. Faktisch wird er schon seit über 100 Jahren primär kommunal als christlich-ökumenischer Feiertag begangen.
Mehr zum Thema:
http://www.frei-denken.ch/de/2009/09/der-eidg-buss-und-bettag-ist-ein-kantonaler

Ein weiterer Text der FVS

Humanistischer Danktag

Freitag, 18. September 2009

Pressemitteilung zum „Eidgenössischen“ Dank-, Buss- und Bettag

Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz dankt anlässlich des kantonal verordneten Danktages all jenen Menschen, welche sich weltweit für Aufklärung und Humanismus einsetzen und gedenkt jener Tausenden von Menschen, die sich in der Vergangenheit für die Menschenrechte und den Fortschritt des Wissens engagiert haben – gegen den Widerstand der Kirchen und Religionen.

Der “eidg.” Buss- und Bettag ist ein kantonaler

Freitag, 18. September 2009

Das Historische Lexikon der Schweiz schreibt:

Die Buss- und B.e des Christentums sind aus der Praxis des Judentums hervorgegangen. In Notzeiten des Spätmittelalters tauchten Buss- und Dankfeiern als Gegenstand eidg. Tagsatzungen auf. Die Tradition des “Grossen Gebets der Eidgenossen” ist erstmals 1517 schriftlich überliefert. Obrigkeiten reformierter Orte legten im 16. Jh. anlässlich von Pestzügen und Teuerungen wöchentl. oder monatl. Buss- und B.e fest (Basel 1541, Zürich 1571, Bern 1577), die später häufig mit Fastenübungen und Kollekten für Not leidende Glaubensgenossen (z.B. 1655 Waldenser) verbunden wurden. Nachdem 1619 zum Dank über den Erfolg der Dordrechter Synode ein erster gemeinsamer B. der evang. Orte stattgefunden hatte, beschloss die evang. Tagsatzung 1639 – während des Dreissigjährigen Kriegs, der die Busspraxis allgemein stark beeinflusst hat – aus Dankbarkeit für die bisherige Bewahrung die Einführung eines alljährl. B.s. 1643 vereinbarten auch die kath. Stände, Andachten und B.e anzuordnen.

Im Juli 1796 beschloss die gemeineidg. Tagsatzung auf Antrag Berns und angesichts der drohenden Revolution, den B. am 8.9.1796 erstmals als allgemeine eidg. Festfeier durchzuführen. Der B. überdauerte Helvetik, Mediation und Restauration, wenn auch von Katholiken und Reformierten an versch. Tagen begangen. In der Regeneration legte die Tagsatzung am 1.8.1832 auf Antrag des Aargaus den B. für alle Kantone auf den dritten Sonntag im September fest. Graubünden beharrte indessen bis 1848 auf dem zweiten Donnerstag im November.

Die Anordnung des Eidg. Dank-, Buss- und B.s blieb auch im Bundesstaat seit 1848 Sache der Kantone bzw. der reformierten kant. Oberbehörden und der kath. Bistümer. Im Bundesrecht orientiert sich einzig das Geschäftsverkehrsgesetz bezüglich Beginn der Herbstsession am B. Zunächst erliessen die Kantonsregierungen Bettagsmandate, die aus religiöser Sicht auf die aktuellen geistigen, sittlichen, aber auch politischen, wirtschaftlichen und sozialen Themen eingingen. Als Zürcher Staatsschreiber verfasste z.B. Gottfried Keller 1863-72 solche Mandate. Die Bischöfe beschlossen 1886 eine für die ganze kath. Schweiz verbindl. Festordnung und publizierten zu diesem Anlass einen Hirtenbrief. Seit dem 2. Vatikan. Konzil wird der Eidg. Dank-, Buss- und B. als ökumen. Festtag begangen.

“Jeûne Fédéral” und  “Jeûne Genevois” Der Bettag wird fast in der ganzen Schweiz jeweils am dritten Sonntag im September begangen. In der Romandie wird er “Jeûne Fédéral” (eidg. Fastentag) genannt.

Der Kanton Genf begeht stattdessen den Jeûne Genevois, als arbeitsfreien Feiertag am Donnerstag nach dem ersten Sonntag im September.

2009 beteiligen sich in Luzern erstmals die Muslime

Das Motto heisst “Sag schön Danke” und sagt etwas darüber aus, wie die Religionen ihre Schäfchen gerne hätten.
Darüberhinaus erhoffen sich die Landeskirchen etwas mehr Gewicht für den kaum beachteten Feiertag.

ZNews 2.9.2009: Luzern: erstmals wirken Muslime am Bettag mit
Zisch 2.9.2009:
Bettag: Neu sind auch die Muslime dabei