Geschichte

2011

Die FVS lanciert das Denkfest: Wissenschaft. Kritisches Denken. Intelligente Unterhaltung

2010

Die FVS unterstützt den Walliser Lehrer Valentin Abgottspon, der fristlos entlassen wurde, weil er sich weigerte, in seinem Schulzimmer ein Kruzifix hängen zu haben. Das Walliser Kantonsgericht hat diese Kündigung im November 2012 aufgehoben.

2009

Die FVS lanciert die internationale Kampagne  “Wahrscheinlich gibt es keinen Gott…” in der Schweiz und löst eine landesweite Debatte über Religionsfreiheit und Zensur aus.

2008

100 Jahre Freidenker-Vereinigung der Schweiz –

100 Jahre Engagement für Laizität und Humanismus

Ab ca. 1870 organisierten sich die Antiklerikalen in verschiedenen Städten in der Schweiz.
Am 12. April 1908 schuf die Gründung des „Deutschschweizer Freidenkerbundes“ in Zürich die Basis für eine landesweit geeinte Bewegung.

Ziele der FVS

  • Die Förderung einer an der Wissenschaft orientierten Weltanschauung und einer dogmenfreien Ethik.
  • Die Trennung von Staat und Kirche: Die Glaubens- und die Meinungsäusserungsfreiheit, die Gleichberechtigung aller weltanschaulichen Gruppierungen und ihre Unabhängigkeit vom Staat.
  • Die Trennung von Religion und Schule: Wissen über die verschiedenen Religionen soll in den Kulturfächern Geschichte, Geographie, Kunst, Literatur vermittelt werden; ein nichtreligiöser Ethikunterricht an den Volksschulen.
  • Das Angebot von Alternativen zu kirchlichen Diensten: Mitgliederdienst, Rituale.
  • Das Eintreten für menschenwürdige Lebensbedingungen und den Schutz der Umwelt.

Geschichte der FVS

Die Bewegung wurde von religiöser Seite – insbesondere von den Landeskirchen – militant angegriffen, verleumdet und verklagt. Während des 2. Weltkrieges wurde sie mit politischen Mitteln bekämpft (Gottlosendebatte im Nationalrat 1933). Im Kalten Krieg geriet sie auch ins Visier des Staatsschutzes.
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts sah es so aus, als wäre die Laizisierung der Gesellschaft nur noch eine Frage der Zeit. Die Kirchenaustritte nahmen massiv zu, die Bewegung wuchs jedoch nicht entsprechend, obwohl einige neue Sektionen gegründet wurden.
Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde auch in der Schweiz das religiöse Bekenntnis wieder zu einer gesellschaftlichen Frage. Seither spürt die FVS ein wachsendes Interesse und leicht steigende Beitrittszahlen.

Ausführliche Geschichte >

Die FVS im 21. Jahrhundert

Angesichts der kaum lösbaren Probleme öffentlichrechtlicher Anerkennung von religiösen Bekenntnissen erachtet die FVS die alte Forderung der Freidenker nach einer klaren Tren-nung von Staat und Kirchen/Religionen als hoch aktuell. Gegen die Macht- und Definitionsan-sprüche der Religionen setzt sie sich klar für den demokratischen Diskurs ethischer Normen ein und für einen verbindlichen Unterricht in Ethik an den Volksschulen, der das Bedürfnis nach persönlicher ethischer Orientierung ernst nehmen und die Menschen zur Teilnahme an diesem demokratischen Wertediskurs befähigen soll.
In diesem Diskurs versteht sich die FVS als Interessenvertretung der 11% konfessionsfreien Menschen (Volkszählung 2000) in der Schweiz.
In einer Kampagne fordert sie im Jubiläumsjahr 2008 alle Konfessionsfreien auf, öffentlich zu ihrer Haltung zu stehen.

Die FVS in Zahlen

Die FVS hat 2012 rund 1900 Mitglieder in 13 Sektionen.
Gemäss einer Umfrage im Herbst 2007 bezeichnen sich 64% der Mitglieder als AtheistInnen, 22% als AgnostikerInnen, 2% als Pantheisten, 8% bevorzugen eine andere Bezeichnung (HumanistInnen oder ähnliches), 4% ordnen sich keiner bestimmten Bezeichnung zu.