Sterbehilfe

Die FVS unterstützt die Entscheidungsfreiheit am Lebensende und empfiehlt folgende Organisationen

11 Kommentare zu „Sterbehilfe“

  1. Hans-Ueli Flückiger sagt:

    Ich bezweifle, dass es Sinn macht Dignitas zu empfehlen. Die ganze Sterbehilfediskussion wurde durch Dignitas ausgelöst – oder hat doch immer wieder Gegenargumente geliefert. Solange Dignitas die Rechnung nicht offenlegt, muss ich davon ausgehen, dass eine persönliche Bereicherung durch Herr Minelli angestrebt wird. Ich bin seit 21 Jahren Mitglied von Exit, hier ist alles transparent und es wird eine konstruktiver Beitrag geliefert.

  2. Robert Lasso sagt:

    Ja Herr Flückiger Sie haben Unrecht. Sie können von Dignitas alle Informationen, auch über Kosten, Ablauf, Bedingungen ..etc. anfordern. Es gibt keine offenen Fragen.

  3. müller sagt:

    herr lasso ,sie können sich ja sterben lassen aber dies gilt nur für sie

  4. Grazia sagt:

    Wem gehört man/frau/kind? Eine Grosszahl ethischer “Konfliktfelder” entstammen dieser Grundfrage.

  5. Maik sagt:

    Es fehlt noch http://www.exinternational.ch
    Denn 1. steht Exit nur Schweizern zur Verfügung und 2. ist Dignitas nicht jedermans Sache.

  6. Reta Caspar sagt:

    Exit steht Menschen zur Seite, die in der Schweiz leben, nicht nur Schweizern.

  7. Maik sagt:

    Na ja kommt irgendwie aufs Gleiche raus. :)

  8. Kilian sagt:

    Sterbehilfe ohne Sterbemittelbeschaffung – ja (=Sterbebegleitung)! Sterbehilfe mit Sterbemittelvermittlung – nein!

    Man sollte die Menschen, die sterben wollen, begleiten, einfach da sein für sie, aber auf keinen Fall ein Gift bereitstellen, damit sie sich sanft umbringen können. Man sollte ihnen zuhören und bei ihnen sein, wenn sie jemand brauchen. Aber ihr eigener Tod sollten sie aus eigener Initiative ausdenken und die nötigen Mittel selber, ohne jegliche Hilfe, beschaffen. Denn das ist ein wichtiger Schritt und die Entscheidung zu sterben sollte so gross sein, dass sie aus eigener Kraft diesen Schritt mit allem drum und dran machen.

  9. Reta Caspar sagt:

    @ Kilian: Das Mittel muss durch eine/n Arzt/Ärztin verschrieben werden. Da ist niemand, der das einfach bereit stellt.

  10. @Kilian: Zudem ist nicht jede sterbewillige Person in einem Zustand, in welchem sie sich «die nötigen Mittel selber, ohne jegliche Hilfe, beschaffen» könnte.

  11. Daniela Zumsteg sagt:

    Bei der ganzen Diskussion um Sterbehilfe oder nicht, fällt mir immer wieder auf: niemand schreibt davon, wie ein ganz normaler, natürlicher Sterbeprozess geschehen kann, es existiert in den köpfen nur extremes: entweder man zitiert oft die schlimmsten geschichten von menschen, die unter unvorstellbaren schmerzen tagelang, ja wochenlang leiden, nicht mehr ansprechbar waren etc. oder zieht für sich exit als “ausweg” in betracht.
    ich arbeite seit einem jahr als freiwillige in einem hospiz und ich kann derlei extreme (noch) nicht zu meinen erfahrungen zählen. im gegenteil, das sterben verläuft ausserhalb jeglicher planbarkeit, und das wichtigste für schwerkranke und sterbende ist professionelle, palliative (schmerz-) therapie und liebevolle fürsorge.
    dafür spricht im übrigen auch, dass nur eine sehr geringe anzahl mitglieder bei exit am lebensende überhaupt von diesem angebot gebrauch machen.
    für mich beinhaltet die machbarkeit einer medizinischen situation (lebensverlängerung) nicht gleichzeitig auch, dass man alles tun soll. vielleicht wäre eine auseinandersetzung mit der endlichkeit unseres körperlich-irdischen lebens im voraus viel wichtiger als diffuse ängste.
    wie auch beim anderen ende des lebens, der schwangerschaft und geburt, ist ein machbarkeitswahn sichtbar, und statt dass man frauen aufklärt über die vorgänge einer geburt und ihr vertrauen in ihren körper und die natur stärkt, wird sehr oft zu einem scheinbar risikolosen kaiserschnitt geraten, sobald die kleinsten ängste auftauchen.

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