Archiv für die Kategorie „Statistik“

Spiegel: “Gottlose Trendsetter”

Montag, 1. August 2011
Worin unterscheiden sich Ungläubige von Gläubigen? Atheisten sind gebildeter, toleranter und wissen mehr über den Gott, an den sie selbst nicht glauben.
Barry Kosmin ist ein Marktforscher der etwas anderen Art. Die von ihm untersuchten Kunden konsumieren bei Firmen, die Namen wie Lifechurch.tv oder World Overcomers Christian Church™ tragen. Der Soziologe analysiert die von US-Kirchen angebotenen Souvenirshops, Fernsehsendungen und Gottesdienstleistungen.
Vor allem aber erforscht Kosmin jene Gruppe von Kunden, die sich im Konsumstreik befinden und keine religiösen Produkte nachfragen: die Ungläubigen. “Die Konfessionslosen sind das am schnellsten wachsende Segment auf dem Markt der Weltanschauungen”, sagt Kosmin. “In den vergangenen 20 Jahren hat sich ihre Zahl in den USA auf 15 Prozent verdoppelt.”
http://wissen.spiegel.de/wissen/epaper/SP/2011/30/106.html etwas nach unten scrollen!

CH: Mitgliederzahl der Freikirchen stagniert

Samstag, 30. Juli 2011

NZZ
Der «Markt» der Freikirchen ist hart. Grosse Kirchen haben rund ein Drittel ihrer Mitglieder verloren. Andere müssen darum kämpfen, den Bestand zu halten. Der Boom beschränkt sich auf charismatische Gemeinden. Nur pfingstlerische Gemeinden konnten in den letzten Jahren zulegen

Während der vergangenen Wochen fand die evangelikale Freikirche International Christian Fellowship (ICF) viel mediales Interesse. Mit einer Mischung von trendigem Auftritt und konservativer Botschaft schaffte es die ICF, innerhalb von 15 Jahren einige tausend vor allem junge Anhänger zu gewinnen. Von einem solchen Boom können viele Freikirchen nur träumen. Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass es unter den freien Gemeinschaften mindestens so viele Verlierer wie Gewinner gibt.

Gewinner und Verlierer

Abgesehen von einzelnen Trendkirchen konnten in den vergangenen 20 Jahren auf breiter Front einzig die Gemeinden der Schweizerischen Pfingstmission namhaft zulegen. Sie steigerten ihre Mitgliederzahl von rund 5600 auf 9400. Umgekehrt erging es der evangelisch-methodistischen Kirche (EMK). Die lange Zeit grösste Freikirche der Schweiz verlor in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund ein Drittel ihrer Anhänger und umfasst heute noch 6500 Personen. Auch die Heilsarmee verzeichnet einen ähnlich hohen Aderlass, während die Chrischona-Gemeinden sowie die freien evangelischen Gemeinden (FEG) ihre Mitgliederzahlen halten konnten.

Dass die Freikirchen insgesamt bestenfalls stagnieren, bestätigt der Religionssoziologe Jürg Stolz von der Universität Lausanne: «Die klassischen Freikirchen haben Mühe, ihre Mitglieder zu halten.» Einen Boom erlebten pfingstlerische und charismatische Gemeinden, bei denen Emotionen und das Erleben des Glaubens im Zentrum stehen. Darunter gebe es neu gegründete Gemeinden wie die ICF. «Ob diese in zehn oder zwanzig Jahren auch noch wachsen, ist fraglich», sagt Stolz. Auch gelinge es diesen Gemeinden nur teilweise, Leute ausserhalb der freikirchlichen Szene anzuwerben. «Ein grosser Teil des Wachstums geht auf Kosten von andern Gemeinschaften.»

Max Schläpfer, Leiter der Schweizer Pfingstmission, sieht den Erfolg seiner Gemeinden darin begründet, dass sie konsequent missionarisch ausgerichtet seien und das Evangelium lebensnah verkündigten. «Wir sind überzeugt, dass uns Gott im Alltag hilft», sagt er und weist auf Heilungen von Kranken hin. Allerdings ist sich Schläpfer bewusst, dass einfache Rezepte allein die Gemeinden noch nicht wachsen lassen. «Die Begabung des Gemeindeleiters spielt eine wichtige Rolle.» Bei der Pfingstmission ist das offensichtlich: Einen grossen Teil des Wachstums brachte das Christliche Zentrum Buchegg in Zürich, wo nun jeden Sonntag 2500 Personen den Gottesdienst besuchen.

Gelockerte Bindungen
Zurückhaltend gibt sich der Leiter der Chrischona-Gemeinden Schweiz, René Winkler. Seine Gemeinden konnten in den letzten Jahrzehnten die Mitgliederzahlen auf demselben Niveau behalten. Allerdings sieht die Entwicklung der Chrischona-Gemeinden sehr unterschiedlich aus. Ein Drittel der Gemeinden wächst, ein Drittel stagniert, und ein weiteres Drittel verliert Mitglieder. «Bei uns legen vor allem grosse Gemeinden zu», sagt Winkler.

Als die Trendkirche ICF aufkam, habe die Chrischona Jugendliche an die Jugendkirche verloren. Ganz allgemein sei die Bindung der Mitglieder an freikirchliche Gemeinden heute loser als früher, stellt Winkler fest. «Wenn sich jemand an etwas stört, wechselt er die Gemeinde.» Dabei stünden oft nicht theologische Auseinandersetzungen im Mittelpunkt, sondern Fragen des Gottesdienststils oder der Musik.

Unzufriedenheit sei oft auch bei der EMK der Grund für Abgänge, sagt Markus Bach. Seine Kirche hat in den letzten 40 Jahren mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder verloren. «Die EMK will eine Freikirche für alle Altersstufen und Frömmigkeitsstile sein», sagt der methodistische Pfarrer. Auch wenn diese grosse Bandbreite zu Abgängen geführt habe, halte die Kirche an dieser Ausrichtung fest. Eine Schwierigkeit sei, dass die EMK an vielen Orten kleine Gemeinden unterhält. «Die Ansprüche der Gläubigen sind gewachsen», sagt Bach. Heute brauche es für eine attraktive Gemeinde neben einem Pfarrer weitere Mitarbeitende, geeignete Räume und eine Jugendarbeit. «Ein solches Angebot können oft nur grössere Gemeinden bieten.»

Natürliche Stärken
Ob Freikirchen wachsen oder Mitglieder verlieren, hängt für den Soziologen Jürg Stolz allerdings nur teilweise mit dem Frömmigkeitsstil oder dem Angebot zusammen. «Der natürliche Nachwuchs oder die Gebärfreudigkeit der Freikirchlerinnen ist ein ebenso wichtiger Faktor.» Aus diesem Blickwinkel haben die Chrischona-Gemeinden und die Methodisten zumindest langfristig gute Chancen: Ihre Frauen gebären im Durchschnitt knapp zwei Kinder. Die Pfingstler bringen es auf 1,6 Kinder pro Frau, während die weiblichen Mitglieder der heute boomenden Freikirchen wie ICF oder Vineyard nur gerade 0,8 Kinder gebären.

Matthias Herren, NZZ 25. Juli 2011

Kt. SG: Kirchenaustritte 2010

Freitag, 8. Juli 2011

Das Bistum St.Gallen (Kantone St.Gallen und beide Appenzell) verzeichnet einen sehr starken Anstieg an Austritten: 2008 waren es 1068, 2009 1565 und letztes Jahr schnellte die Zahl auf 2115 an.

Aus der Evang.-Ref. Kirche des Kantons SG traten letztes Jahr 1009 Personen aus.

http://zehnder-stgaller.che.newsmemory.com/ 7.7.2011

“Die meisten sind «ohne Grund» in der Kirche”

Freitag, 10. Juni 2011

Die meisten Mitglieder einer Landeskirche in der Schweiz sind ohne spezielle Motivation dabei: 62 Prozent gehören dazu, weil sie «einfach immer dabei waren». Nur 28 Prozent sind in der Kirche, weil sie gerne Gottesdienste besuchen. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung, die das Forschungsinstituts gfs-zürich im Auftrag der «Reformierte Presse» durchgeführt hat. Basis sind insgesamt 1013 telefonische Interviews im April 2011 im Auftrag der Reformierten Presse. 760 davon waren Kirchenmitglieder. Das Vertrauensintervall beträgt für diese Stichprobe +-3.6 Prozentpunkte. Die Befragung ist repräsentativ für die Deutsch- und die Westschweiz.

Weiter lesen auf der Webseite der gfs: Kirchenmitgliedschaft: Man ist in der Kirche, weil man einfach immer dabei war.

Deutschland: Nur 27% glauben an einen Gott

Dienstag, 3. Mai 2011

oder ein höheres Wesen. Damit liegt Deutschland laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos für Reuters News, die in 23 Ländern durchgeführt wurde, unter dem Durchschnitt. Fast die Hälfte der Befragten weltweit gab an, von der Existenz Gottes oder der eines höheren Wesens überzeugt zu sein. Vor allem die Befragten in Indonesien (93%), der Türkei (91%), Brasilien (84%) und Südafrika (83%) stimmten der Aussage zu. Japaner (4%) und Chinesen (9%) zeigten sich hingegen besonders skeptisch bezüglich der Existenz einer höheren Macht.

Weiter lesen auf: http://www.pressetext.com/news/20110502028

Reformierte verlieren 2010 rund 19’000 Mitglieder

Dienstag, 19. April 2011

Die Reformierten haben Ihre Mitgliederzahlen publiziert.
Die Kirchenaustritte sind demnach von rund 15’000 im Jahr 2009 auf rund 19’000 im Jahr 2010 gestiegen.

Kantonalkirche
Mitglieder 2010 Austritte 2009 Austritte 2010
AG 183341 2258 2652
AI/AR 25675 115 440
BL 97582 679 747
BS 32650 729 977
BE-JU-SO 642456 3876 4367
FR 40628 296 334
GL 15009 113 95
GR 74000* 449 514
LU 42633 369 462
NW 4514 30 35
SG 114996 827 1009
SH 32103 230 241
SZ 18156 150 224
SO 30002 495 565
TG 98753 772 846
UR 1838 12 16
ZG 17725 164 157
ZH 472970 3360 4938
Total**
1’945031 14924 18619
* Volkszählung 2000


Quelle: http://www.ref.ch/index.php?id=127&tx_ttnews[tt_news]=3442&tx_ttnews[backPid]=21

**Es fehlen die Zahlen von VD, GE, NE, TI, VS, weil in diesen Kantonen die Kirchen von ihren Mitgliedern keine (verbindliche) Kirchensteuer erheben. Ohne diese Kantone (mit total rund 2 Mio Einwohnern) machen die 1,95  Mio. Reformierten rund 33,5 % der Bevölkerung in den aufgelisteten Kantonen aus (2010: rund 5.8 Mio.). 2000 betrug der Anteil der Reformierten an der Schweizer Bevölkerung rund 35%.

Verbindliche Zahlen für die Schweiz werden erst im Herbst vorliegen, wenn die Zahlen der Stichprobenerhebung publiziert werden. Diese muss man dann mit den von den Reformierten publizierten Zahlen vergleichen.

NFP 58: Kirchliche Institutionen haben ausgedient

Dienstag, 29. März 2011

RELIGIOSITÄT IN DER MODERNEN WELT
Bedingungen, Konstruktionen und sozialer Wandel

Zitate

Zusammenfassung aus dem Schlussbericht.pdf

Konfessionsfreie 2011: 25%

“Der Anteil der Konfessionslosen ist in den letzten 40 Jahren von 1% auf heute rund 25% angewachsen. Offizielle Zugehörigkeit zu einer Konfession oder Konfessionslosigkeit sagt jedoch noch nichts über die religiösen Praktiken und Glaubensvorstellungen der betreffenden Individuen. Beispielsweise können Konfessionslose an Gott glauben oder stark alternativ spirituell sein. Ist man an tatsächlicher religiöser Praxis und religiösem Glauben interessiert, muss man verschiedene religiöse Profile unterscheiden”

Neue Typologie religiöser Profile

“Um die Komplexität des religiösen und spirituellen Feldes der Schweiz zu reduzieren, erstellten wir auf der Grundlage der quantitativen und qualitativen Interviews eine neue Typologie religiöser Profile. Sie zeigen, wie sich die Individuen in der Schweiz zu religiösen und spirituellen Glaubensansichten und Praktiken verhalten. Die Typologie ermöglicht uns anschliessend, den religiösen Wandel darzustellen und das Verhältnis zwischen religiösen Profilen und anderen Phänomenen (Werte, Wahrnehmung von Religion, Verhältnis zu Kirchen) genauer zu analysieren. Die Typologie unterscheidet vier Typen:

Institutionelle (17%) sind Personen, denen christlicher Glaube und christliche Praxis im eigenen Leben viel bedeuten.  Institutionelle glauben sehr häufig an einen einzigen, persönlichen und überweltlichen Gott, der sich für jeden Menschen individuell interessiert. Mitglieder der römisch-katholischen und reformierten Kirchen sind nicht alle “Institutionelle”. Letztere machen unter Katholiken 23% und unter Reformierten 15% aus. Die grosse Mehrheit der Mitglieder besteht vielmehr aus Distanzierten (Katholiken: 66%, Reformierte: 70%).

Alternative (9%) sind Personen, denen holistisch esoterische Glaubensansichten und Praktiken im Leben viel bedeuten. Alternative sprechen eher von “Spiritualität” als von “Religion”, weniger von “Glauben”, als vielmehr von “Erfahrung” und “Wissen”. Alternative erfahren etwa den Kontakt mit Engeln und Geistern und wissen um die Reinkarnation, das Gesetz des Karma, kosmische Energien, die Wichtigkeit der Chakren, geheime Meister, heilende Kräfte von Steinen, Pflanzen, Kristallen oder Händen.

Distanzierte (64%) glauben nicht nichts, sie haben gewisse religiöse und spirituelle Vorstellungen und Praktiken. Diese sind in ihrem Leben aber häufig nicht besonders wichtig und/oder sie werden nur in seltenen Fällen aktiviert. Distanzierte bezeichnen sich meist als Mitglieder einer der grossen Konfessionen und bezahlen dementsprechend Kirchensteuern – ansonsten bedeutet die Konfessionszugehörigkeit für sie jedoch lebenspraktisch nicht viel oder gar nichts.

Säkulare (10%)
sind Personen ohne jede religiöse Praxis und ohne religiöse Glaubensüberzeugungen. Idealtypisch lassen sich zwei grössere Gruppen unterscheiden. Zum einen die Indifferenten. Es handelt sich um Personen, welchen Religion, Kirche, Glaube, aber auch Esoterik oder spirituelle Heilung völlig gleichgültig sind. Zum anderen finden wir in dieser Gruppe die Religionsgegner. Sie kritisieren sowohl institutionelle Religion als auch alternative Spiritualität in oft harscher Weise.

Distanzierte überwiegen auch bei den Konfessionsfreien

“Innerhalb der Reformierten und Katholiken finden wir alle vier Religiositätsprofile, wobei die Distanzierten überwiegen.
Innerhalb der Freikirchen finden wir mehrheitlich Institutionelle (85%).
Unter den Konfessionslosen überwiegen nicht etwa die Säkularen (20%), sondern die Distanzierten (68%).”

Wer austritt sattelt nicht auf andere Religiositäten/Spiritualitäten um

“Die Alternativen sind zwar unter den Konfessionslosen besonders ausgeprägt; Sie rangieren in dieser Gruppe aber weit hinter den Distanzierten und selbst hinter den Säkularen. Es ist also keineswegs so, wie Stark/Bainbridge (1985) vermuteten, dass Personen, die aus den Kirchen austreten, einfach auf andere Religiositäten/Spiritualitäten umsatteln.”

Säkularisierung nimmt zu

“In den vergangenen Jahrzehnten sind die Institutionellen klar zurückgegangen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie von den Alternativen beerbt würden. Deren Anteil scheint vielmehr eher konstant. Dies dürfte auch für die Säkularen gelten. Zunehmen werden hingegen die Distanzierten. Während die Abwendung von der Religion eindeutig zu Lasten der Institutionellen geht, profitieren diese nicht in gleicher Weise von Bekehrungen: Wer Religion erst im Lauf seines Lebens für sich entdeckt, muss nicht zwingend dem institutionellen Religiositätsprofil folgen.”

Kirche ist für die “anderen”

“Unabhängig vom religiösen Profil und gestützt auf eine breite Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wird den Kirchen eine grosse Bedeutung für sozial Benachteiligte zugesprochen Die Bedeutung für das persönliche Leben ist – abgesehen von den Institutionellen – deutlich nachgeordnet.”

Die Schweiz ist kein christliches Land

“An der christlichen Prägung der Schweiz scheiden sich die Geister. Wenngleich die Institutionellen diese Auffassung emphatisch vertreten, so sind doch die anderen drei Typen (d.h. der Grossteil der Bevölkerung) diesbezüglich eher zurückhaltend.”

Keine Toleranz gegenüber Intoleranten

“Toleranz in religiösen Belangen wird einhellig betont, zumindest solange als sie auf Gegenseitigkeit beruht. Persönlich oder im öffentlichen Raum durch religiöse Präsenz beeinträchtigt zu werden, ruft Widerstände hervor.”

Ein weiterer Text der FVS

Quellen

Schlussbericht

Medienmitteilung

Kommentar

Die “Gretchenfrage” interessiert also die Mehrheit der SchweizerInnen und auch die Mehrheit der Mitglieder der “Landeskirchen” nicht mehr, sie habe Wichtigeres in ihrem Leben. Sie sind aber deshalb auch nicht gegen die Kirchen organisert, weder politisch noch in Vereinen. Sie verkennen dabei, dass die Gretchenfrage eben auch eine politische Seite hat. Solange die Landeskirchen aus Babies finanzwirksam Mitglieder machen können, die dann nur unter Überwindung bürokratischer Hürden und allenfalls sogar mit sozialen oder wirtschaftlichen Nachteilen austreten müssen, werden die realen Verhältnisse verzerrt und reissen sich die “Landeskirchen” im Namen ihrer behaupteten Gemeinnützigkeit weitere Steuergelder unter den Nagel.

Medienberichte

20 Minuten
Konfessionslose, Distanzierte, Säkulare, Alternative, Nicht-Christen: Die Landeskirche in der Schweiz hat laut einer Studie ausgedient. Ist die Schweiz trotzdem ein christliches Land?

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Alles-andere-sein-als-glaeubiger-Christ-27717325

Kt. ZH: Kirchenaustritte auf Rekordhoch

Montag, 21. März 2011

LIZ
Fast 6200 Menschen haben letztes Jahr im Kanton Zürich der katholischen Kirche «Adieu» gesagt. Das sind 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor, als bereits eine Rekordzahl von Austritten registriert wurde.

http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/immer-mehr-sagen-der-katholischen-kirche-adieu-106167683

Fast 5000 Mitglieder sind im letzten Jahr im Kanton Zürich aus der reformierten Landeskirche ausgetreten. Damit hat die Zahl der Kirchenaustritte einen Rekord erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr haben sie bei den Reformierten um fast 50 Prozent zugenommen, bei den Katholiken liegt der Anstieg sogar bei rund 60 Prozent.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/kirchenaustritte_auf_rekordhoch_1.9982865.html

Religion spielt für die nationale Identität kaum eine Rolle

Donnerstag, 24. Februar 2011


Das Magazin Reader’s Digest liess sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland die Kriterien für nationale Identität repräsentativ untersuchen. Obwohl in beiden Ländern deutsch gesprochen wird, traten erstaunliche Unterschiede zu Tage. Während die Deutschen ihre Sprache als prägendstes Element sehen, ist für die Schweizer die gemeinsame Geschichte mit 36 Prozent das entscheidende Merkmal für nationale Identität.
Dicht dahinter liegen bei den Schweizern mit 34 Prozent die in der Gesellschaft ähnlichen Werte, ehe mit 22 Prozent die Sprache auf Platz drei folgt. Zum Vergleich: In Deutschland kommt hinter der Sprache die gemeinsame Geschichte (35 Prozent) auf Platz zwei, gefolgt von den ähnlichen Werten (14 Prozent). In einem Punkt sind sich die Befragten in beiden Ländern einig: In Deutschland wie in der Schweiz halten nur drei Prozent der Befragten die Religion für besonders identitätsstiftend.

Zur Methode der Umfrage:
Vom 15. bis 20. Dezember 2010 befragte das Institut für Markt- und Meinungsforschung ISOPUBLIC im Auftrag von Reader’s Digest Schweiz landesweit repräsentativ 502 Personen. In Deutschland befragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag von Reader’s Digest vom 14. bis 17. Januar Januar 2011 bundesweit repräsentativ 1002 Menschen.

http://www.presseportal.ch/de/pm/100005069/100619648/reader_s_digest_schweiz

SchweizerInnen: Mehrheit betet nicht

Donnerstag, 24. Februar 2011

Eine Link-Umfrage bei 500 Personen hat ergeben:
30 % der SchweizerInnen beten gar nie, weitere 6% mögen die Frage nicht mal beantworten
22% nur wenn sie in die Kirche gehen
15–29-Jährige beten am wenigsten: 44 % der Befragten dieser Altersgruppe beten nie.
50–74-Jährige beten von allen Altersgruppen am häufigsten vor dem Schlafengehen: 19 % der über 50-Jährigen pflegen das Nachtgebet, bei den 30–49-Jährigen sind es nur 11 %, bei den unter 30-Jährigen sogar nur 7 %.

http://epaper.coopzeitung.ch/index.cfm?issue=453&top_pagenr=3