Archiv für die Kategorie „Abstimmung/Wahlen“

Kt. St. Gallen: «Die vier Staatsreligionen müssen ihre Privilegien verlieren»

Montag, 26. Juni 2017

Zürichseezeitung vom 25.06.2017:

Die junge FDP hat Grosses im Sinn: Sie will die St. Galler Staatspolitik von Grund auf umkrempeln und das Verhältnis zwischen Kirche und Kanton auf eine neue Basis stellen: Kirche und Staat sollen in Zukunft vollends getrennt werden. Nach Ansicht der Jungfreisinnigen ist es an der Zeit, dass vier Religionsgemeinschaften ihre Privilegien verlieren und deren öffentlich-recht­liche Anerkennung abgeschafft wird. Eine Annahme der Initiative hätte in erster Linie finanzielle Folgen: Die Kirchen könnten in Zukunft nicht mehr via Staat Steuern einziehen.

Den Initianten gehe es aber nicht primär um das Geld, sagt Thomas Percy, Vizepräsident der Jungfreisinnigen Rheintal und Leiter des Fachausschusses Freiheitsinitiative: «Uns stösst vielmehr sauer auf, dass einzelne Gemeinschaften Privilegien haben. Im Sinne der Gleichberechtigung ist es fairer, wenn alle Organisationen und Vereine gleich behandelt werden.» Das jetzige Gesetz sei diskriminierend – gegenüber jenen Religionsgemeinschaften, die eben nicht in den Genuss bestimmter Privilegien kämen.

Immer mehr Konfessionslose

So sei es stossend, dass die Kirchen Schulräume für den Religionsunterricht gratis nutzen können. Oder, dass in Schulzimmern religiöse Symbole wie Kruzifixe hängen dürfen. «Wir haben nichts gegen Religion an sich. Aber Religion ist Privatsache, in diesen Bereich sollte sich der Staat nicht einmischen», erklärt Percy.

Bereits vor drei Jahren fanden in den Kantonen Zürich und Graubünden Volksabstimmungen über die Abschaffung der Kirchensteuer statt – sie gingen klar verloren. Percy geht davon aus, dass es auch im Kanton St. Gallen schwierig sein wird, eine Mehrheit für das Anliegen zu gewinnen. Aber der Fokus bei der St. Galler Initiative sei ein anderer: «Uns geht es nicht einfach um die Abschaffung der Kirchensteuern, sondern um die grundsätzliche Trennung von Kirche und Staat.»

Chancen habe die Initiative durchaus, weil die Zahl der Konfessionslosen laufend zunehme und just die Jungen Interesse für die Trennung zeigten. Naturgemäss sei es möglich, dass sich auch Unternehmer für die Initiative einsetzten: Auch sie müssen schliesslich Kirchensteuern zahlen, können aber gar nicht aus der Kirche austreten. Juristische Personen haben im Kanton St. Gallen eine «Finanzausgleichssteuer» zu entrichten – diese entspricht einer verschleierten Kirchensteuer.

Nicht mit Huonder im Boot

Die Jungfreisinnigen wollen sich allerdings nicht mit radikalen religiösen Kreisen ins gleiche Boot setzen, die ähnliche Interessen haben: Ihnen ist nicht verborgen geblieben, dass sich auch der Churer Bischof Vitus Huonder für die Trennung von Kirche und Staat einsetzt. «Ihm geht es nur um Macht. Deswegen fürchtet er den Einfluss des Staates auf die Kirche. Uns geht es vielmehr um Laizismus, so wie er in Frankreich gelebt wird», sagt Percy.

Dass die Kirchen auch Gutes tun, will der Jungpolitiker nicht abstreiten. Allerdings geht es ihm gegen den Strich, dass diese nur rund einen Viertel der Steuereinnahmen für soziale Zwecke ausgeben würden und den Rest für die Administration und die Verwaltung sowie kultische Zwecke wie heilige Messen und Gottesdienste.

Die Katholiken träfe es hart

Vom Wegfallen der Kirchensteuer wäre die katholische Landeskirche besonders hart betroffen, weil sie sich nur aus diesen Einnahmen alimentiert. «Für uns wäre die Einbusse durch den Verlust der Unternehmenssteuern überaus einschneidend», konstatiert Martin Gehrer, Präsident des katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen. Privatpersonen wiederum zahlen Steuern direkt an die jeweilige Kirchgemeinde: «Hier fällt ins Gewicht, dass die Kirchgemeinden den Bezug zum Kanton verlieren.» Damit entfällt die Möglichkeit, via Steuererklärung der Bürger Einnahmen zu generieren.

Formal betrachtet müssten sich die jetzigen Landeskirchen im Fall einer Annahme der Initiative neu organisieren. In Frage käme, dass sie – ähnlich wie in den laizistischen Kantonen Genf und Neuenburg – von freiwilligen Abgaben leben würden. Die Bezahlung der erhobenen Kirchensteuern ist dort fakultativ. Dass es so weit kommen wird, bezweifelt Gehrer: «Die Initiative ist unnötig. Denn Kirchen und Staat sind bereits seit längerem entflechtet.» Zudem würden die Kirchen mit ihrer Freiwilligenarbeit soziale Aufgaben wahrnehmen, die ansonsten dem Staat zufallen würden. «Wir werden dementsprechend der Initiative mit dem notwendigen Argumentarium begegnen», sagt Gehrer.

Folgen für die Gesellschaft

Aus Sicht von Martin Schmidt, Präsident der Reformierten Landeskirche des Kantons St. Gallen, hätte eine Annahme der Initiative vor allem finanzielle Folgen: Die evangelisch-reformierte Kirche würde 8,5 Millionen Franken pro Jahr verlieren. Und sie könnte ihre soziale Arbeit in den Schulen, Spitälern und Gefängnissen nicht mehr ausführen. «Auch für den Erhalt der zahlreichen Gebäude der Kirchen müsste zukünftig der Staat aufkommen», sagt Schmidt: «Ein Künden der Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Staat hätte schwerwiegende Folgen für die Gesellschaft.»

Eine Trennung von Kirche und Staat hält der Präsident für unrealistisch: «Wieso sollte man so etwas Bewährtes aufgeben? Auch wenn sich der Staat konfessionell neutral verhalten soll, betrachte ich doch das christliche Kulturgut, die christlichen Werte für wesentlich für unser Zusammenleben.» Ungünstig habe sich demgegenüber, wie ein Blick auf Amerika aufzeige, die Trennung von Kirchen und Staat in den USA ausgewirkt, wo sich als Folge davon die Religion extrem gebärde und die Fundamentalisten und Evangelikalen auf dem Vormarsch seien.

«Anerkennung light» möglich

Zudem müsste sich die Kirche neu privat-rechtlich organisieren – falls die Jungfreisinnigen Erfolg hätten mit ihrer Initiative, stellt Schmidt fest. So wie dies religiöse Gemeinschaften auch tun müssen, die nicht die Privilegien haben wie die vier staatlich anerkannten.

Dass Freikirchen, Muslime und Buddhisten nicht gleich behandelt werden, ist laut Schmidt durchaus diskussionswüdig. Er verweist hierbei auf den Umstand, dass es dank eines neuen Gesetzes Religionsgemeinschaften möglich sein wird, eine sogenannte kantonale Anerkennung zu erhalten. Diese hat allerdings vor allem symbolischen Wert: Die Möglichkeit, Kirchensteuern einzuziehen oder Religionsunterricht an öffentlichen Schulen abzuhalten, bleibt weiterhin den vier öffentlich-rechtlich anerkannten Religionsgemeinschaften vorbehalten. (Zürichsee-Zeitung)

>> Artikel auf Zürichsee-Zeitung online lesen

Glarus stellt die Burka-Frage – Abstimmung mit nationaler Bedeutung

Freitag, 5. Mai 2017

tagesanzeiger.ch vom 4.5.2017:

Jeder, der davon hört, fragt: Gibt es überhaupt Burkaträgerinnen im Kanton Glarus? Weshalb stimmen ausgerechnet die Glarnerinnen und Glarner, die nach Zürich reisen müssen, um eine Frau mit Vollschleier anzutreffen, über ein Verbot desselben ab?

«Doch, es hat zwei, in Niederurnen», sagt Kaspar Krieg, Präsident der kantonalen SVP. Er sei sogar einmal bei einer zu Hause gewesen, aus beruflichen Gründen, erzählt der gelernte Schreiner. Und habe dort zehn Minuten vor der Tür warten müssen, bis sie fertig angezogen war. «Das ist halt so bei denen», sagt er mit amüsiertem Unterton. Er klingt nicht wie einer, der anderen vorschreiben will, wie sie sich zu kleiden haben. Tatsächlich hat Kaspar Krieg, der auch im Landrat sitzt, sich der Stimme enthalten, als das Kantonsparlament im Dezember 2015 abstimmte. Er sei damals tendenziell gegen ein kantonales Verhüllungsverbot gewesen, sagt Krieg. Heute ist er hin und her gerissen. «Vielleicht sollte man doch ein Zeichen setzen gegen den fundamentalistischen Islam.» Er werde sich auf dem Landsgemeindering spontan entscheiden.

>>Ganzen Artikel lesen

Religiöse Wertvorstellungen gehören nicht in weltliche Gesetze – Freidenker erfreut über Schlappe für EDU-Initiative

Sonntag, 27. November 2016

Die Freidenker-Sektionen Zürich und Winterthur sind sehr erfreut, dass die Zürcher Bevölkerung mit überdeutlichem Mehr auch den jüngsten Versuch der EDU abgelehnt hat, religiöse «Normen» in weltliche Gesetze zu schreiben. Wie schon bei ihren beiden Vorlagen zur Sterbehilfe haben die Stimmberechtigten der EDU und ihrem fundamentalistischen Kurs die rote Karte gezeigt.

Das klare Ergebnis zeigt auch, dass die SVP mit ihrer Ja-Parole an ihrer eigenen Wählerbasis vorbei politisiert hat. Die Freidenker hoffen, dass die 30%-Partei erkennt, dass sie nichts gewinnen kann, wenn sie sich von einer 2%-Partei die Agenda setzen lässt.

Die Freidenker sind auch erfreut über das breite zivilgesellschaftliche Engagement, das gegen die Initiative zustande kam. Für die Freidenker, die sich für mehr Trennung von Staat und Kirche und für weltlich-humanistische Werte einsetzen, war es eine Selbstverständlichkeit, aktiv gegen dieses anachronistische Begehren einzustehen. Sie haben als einzige Organisation mit Plakaten vor allem in Gemeinden mit hohem EDU-Wähleranteil gegen die rückständige Ehe-Initaitive zu einem Nein aufgerufen.

Freidenker erfreut über PID-Annahme – Zeichen, dass Wertvorstellungen nicht mehr religiös geprägt sind

Sonntag, 5. Juni 2016

Die Freidenker sind erfreut über die deutliche Annahme des verbesserten Fortpflanzungsmedizingesetzes. Dieses klare Verdikt war keine Selbstverständlichkeit. Denn vor der Abstimmung war vor allem das religiöse Nein-Lager in der Öffentlichkeit präsent – mit Plakaten, die im Stile früherer Anti-Abtreibungs-Kampagnen, das Wesen der Vorlage stark verzerrt wiedergaben. Und Landes- wie Freikirchen boten religiös-konservativen Moralisten zahlreiche Plattformen für oft undifferenzierte Nein-Propaganda.

Das Ja-Lager trat weitaus zurückhaltender auf, nur die Freidenker waren mit einer – aus finanziellen Gründen – kleinen Zahl von Plakaten präsent, mit dem sie für ein humanistisches Ja zur Vorlage warben (s. Bild).

Das Abstimmungsergebnis zeigt, dass die Wertvorstellungen der Bevölkerungsmehrheit nicht mehr religiös geprägt sind und die Stimmberechtigten den Religionsgemeinschaften in Wertedebatten definitiv keine besondere Rolle mehr zugestehen.

Das angepasste Fortpflanzungsmedizingesetz stellt für Trägerinnen und Träger von Erbkrankheiten eine bedeutende Erleichterung dar. Die in der parlamentarischen Debatte ausgehandelten rechtlichen Rahmenbedingungen garantieren, dass die PID in der Schweiz verantwortungsvoll eingesetzt wird.

PID-Plakat der Freidenker beim Bahnhof Bern

PID-Plakat der Freidenker beim Bahnhof Bern

Die Freidenker empfehlen ein Ja zum Fortpflanzungsmedizingesetz

Montag, 2. Mai 2016

Die Freidenker empfehlen ein Ja zum Fortpflanzungsmedizingesetz. An ihrer Delegiertenversammlung am 23. April hatten sie einstimmig die Ja-Parole zur Änderung beschlossen. Der Delegiertenversammlung war eine öffentliche Podiumsdiskussion mit eingeladenen Befürwortern und Gegnern vorausgegangen.

Sie werben mit diesem Sujet für das Ja:

Wer Plakate ermöglichen will: Das FVS-Budget ist leider sehr klein, wir sind deshalb auf Drittmittel angewiesen. Konto CH27 0900 0000 8553 5254 7, Freidenker-Vereinigung der Schweiz, Stichwort “PID”. (Bitte beachten: anders als Zuwendungen z.B. für das FVS-Bildungsengagement sind Spenden für politische Aktionen nicht von den Steuern absetzbar.)

Aktuelle Presseartikel zur PID:

 

“Geschichte der Gegenwart” vom 19. Mai 2016: Ist die Präimplantationsdiagnostik eugenisch?

NZZ vom 7. Mai 2016: “Niemand will Designer-Babys” – Bundesrat Alain Berset zur Pränataldiagnostik

Aargauer Zeitung vom 19. Mai 2016: “Das Verbot muss fallen” 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freidenker leihen jCVP ZH und CVP-LGBTI ihr Logo

Dienstag, 29. Dezember 2015

Wie 20 Minuten vermeldet, hat die CVP Schweiz der Jungen CVP Kanton Zürich und der parteieigenen LGBTI-Gruppe verboten, mit dem Parteilogo auf der überparteilichen Plattform gemeinsam-weiter.ch in Erscheinung zu treten. Die Freidenker bieten Abhilfe.

Die Plattform gemeinsam-weiter.ch tritt für ein Nein zur so genannten Heiratsstrafe-Initiative der CVP ein – mit gutem Grund! Denn die Initiative tritt nicht nur für eine Änderung des Steuerrechts ein, sie will auch in der Verfassung festschreiben, dass die Ehe  «die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau» sei.

Diese Diskriminierung Homosexueller steht zwar in «bester» katholischer Tradition, die Junge CVP ZH und die CVP-LGBTI-Gruppe mögen dies aber erfreulicherweise nicht mittragen. Sie beschlossen deshalb beide die Nein-Parole zur CVP-Initiaitve und waren folgerichtig mit ihrem Logo auf gemeinsam-weiter.ch präsent – bis zur Intervention der Mutterpartei, die geltend machte, das Parteilogo sei urheberrechtlich geschützt.

Damit die beiden dissidenten CVP-Gruppen nicht logo-los bleiben müssen, bieten die Freidenker ihnen für die Dauer des Abstimmungskampfes an, das FVS-Denker-Logo zu verwenden – im Freidenker-blau oder auch in der CVP-Hausfarbe.
 

Mehr Laizität in den Zürcher Kantonsrat!

Sonntag, 8. März 2015
Kantonsratswahlen 2015

Kantonsratswahlen 2015

 

 

 

 

 

 

Nach dem Urnengang ist vor dem Urnengang, denn bereits am 12. April stehen die Zürcher Kantonsratswahlen 2015 an.

Wir haben die Kantonalsekretariate aller für den Zürcher Kantonsrat kandidierenden Parteien angeschrieben, mit der Bitte, unsere Umfrage an alle Kandidierenden weiterzuleiten.

Dieser Bitte sind freundlicherweise die Sekretariate der SP, der Grünen, der Piraten, der Grünliberalen, der FDP und der AL gefolgt. Herzlichen Dank! Von CVP, EVP und EDU sowie eher überraschend von BDP und SVP haben wir leider nichts gehört; trotz eines Reminders via Twitter.

Update 10.03.2015: Die BDP hat die Umfrage nach einem weiteren Reminder noch weitergeleitet. Vielen Dank an Rico Brazerol! Leider haben nur zwei BDP-Kandidaten das Formular ausgefüllt, davon aber einer (in Winterthur) dafür zu unserer Zufriedenheit.

Die Fragen lauteten wie folgt, nebst Angabe von Namen, Partei und Wahlkreis sowie einem abschliessenden Kommentarfeld. In allen fünf Fragen gab es drei Optionen «Ja», «Nein» und «Weiss nicht»:

Frage 1: Befürworten Sie die Abschaffung des so genannten Blasphemieparagrafen (Artikel 261 StGB)?

Frage 2: Soll in der Schweiz eine der islamischen Gemeinschaften den Status einer Landeskirche erhalten?

Frage 3: Soll der Status «Landeskirche» für alle (auch ref./kath.) Kirchen aufgehoben werden; damit sie sich z.B. selbst als Vereine organisieren?

Frage 4: Sind Sie dafür, dass die Kirchensteuer für alle natürlichen und juristischen Personen in der Schweiz freiwillig wird?

Frage 5: Unterstützen Sie ein generelles Verbot von medizinisch unnötigen Genital-Beschneidungen an allen Kindern bis zu 16 Jahren?

Total haben 138 Kandidierende unser Formular ausgefüllt. Die Antworten im Detail finden Sie in der Tabelle «KRZH2015UmfrageAlleAntworten». Wir haben diese Antworten auf Kompatibilität mit den Vereinszielen der FreidenkerInnen sowie auf den allfälligen «Humanismus-Gehalt» abgeklopft: Möchten die Kandidierenden eine vollständige Trennung von Kirche und Staat? Wie sieht es mit der Gleichbehandlung aller Religionen aus? Was ist mit der Redefreiheit in Bezug auf den Gotteslästerungsparagrafen? Und sollen religionsunmündige Kinder vor unötigen schmerzvollen rituellen Eingriffen geschützt werden?

Aufgrund der Antworten können wir in jedem Wahlkreis mindestens eine Person klar empfehlen, die sich im Kantonsrat für Laizismus einsetzen würde. In den meisten Wahlkreisen bieten sich verschiedene ganz oder teilweise säkulare Köpfe zur Wahl. Die Antworten der unter «Alternativ» genannten, wichen in Punkten ab, die für den Kantonsrat aber wenig relevant sind.

Wahlkreise:

Stadt Zürich, Kreise 1 & 2

  • Meret Herger, SP

Stadt Zürich, Kreise 3 & 9

Top-Empfehlungen:

  • Carlos Mora, GLP
  • Micha Riser, Piraten
  • Patrick Stählin, Piraten

Alternativ:

  • Fabio Matticoli FDP
  • Felix Huber GLP

Stadt Zürich, Kreise 4 & 5

Top-Empfehlungen:

  • Luca Maggi, Grüne
  • Devrim Yetergil Kiefer, Grüne
  • Raffael Herzog, Piraten
  • Peter Keel, Piraten
  • Gabriela Salvisberg, Piraten

Alternativ:

  • Urs Siegfried, GLP

Stadt Zürich, Kreise 6 & 10

  • Paul Riniker, AL
  • Remo Vontobel, AL
  • Eva Gutmann, GLP
  • Lukas Keller, Piraten
  • Jonas Steiner, SP

Stadt Zürich, Kreise 7 & 8

Top-Empfehlungen:

  • Medici Marco, AL
  • Corinne Schäfli, AL

Alternativ:

  • Lukas Alig, SP

Stadt Zürich, Kreise 11 & 12

Top-Empfehlungen:

  • Andreas Kirstein, AL
  • Patrick Ryf, GLP
  • David Herzog, Piraten
  • Cedric Meury, Piraten

Alternativ:

  • Daniel Hodel, GLP
  • Matthias Stucki, Grüne

Bezirk Dietikon

Top-Empfehlung:

  • Samuel Haldemann, AL

Alternativ:

  • Manuela Schiller-Putzengruber, AL

Bezirk Affoltern

Top-Empfehlung:

  • Hans Wiesner, GLP

Alternativ:

  • Thomas Beck, GLP

Bezirk Horgen

Top-Empfehlungen:

  • Javier Gutiérrez Garcia, AL
  • Christian Besmer, AL
  • Tobias Walt, SP

Alternativ:

  • Christophe Voisard, Grüne
  • Regula Zahnd, Grüne
  • Christian Gross, SP

Bezirk Meilen

Top-Empfehlungen:

  • Marcus Bosshard, Grüne
  • Toni Baggenstos, Grüne
  • Rafael Mörgeli, SP

Alternativ:

  • Nadine Deringer, AL

Bezirk Hinwil

Top-Empfehlungen:

  • Andri Silberschmidt, FDP
  • Michael Wicki, SP

Alternativ:

  • Patrizia Huber, SP

Bezirk Uster

Top-Empfehlungen:

  • Matthias Bickel, FDP
  • Stefan Friedli, FDP
  • Alex Gantner, FDP
  • Matthias Heller, FDP
  •  Adrian Ineichen, FDP
  • Meret Schneider, Grüne
  • Sergio Zanchi, Grüne
  • Felix Roth, Piraten
  • Hans-Jörg Bornschein, SP

Alternativ:

  • Christoph Daeniker, SP

Bezirk Pfäffikon

  • Urs Dietschi, Grüne
  • Sabine Sieber, SP
  • Heiner Forster, SP

Stadt Winterthur

Top-Empfehlungen:

  • David Berger, AL
  • Pascal Weiss, AL
  • Martin Jucker, AL
  • Karin (“Luna”) Nyffenegger, AL
  • Renate Dürr, Grüne
  • Martin Neukom, Grüne
  • Marc Wäckerlin, Piraten

Alternativ:

  • Marcel Lenggenhager, BDP
  • Noëmi Duroe, FDP

Winterthur-Land

Top-Empfehlung:

  • Renato Sigg, Piraten

Alternativ:

  • Ursula Roder, Grüne
  • Stephan Kübler, SP

Bezirk Andelfingen

Top-Empfehlung:

  • Flurin Andrea Ott, AL

Alternativ:

  • Andreas Wyler, GLP

Bezirk Bülach

Top-Empfehlungen:

  • Markus Hegi, GLP
  • Silvan Strässler, Piraten

Alternativ:

  • Pascal Pfeffer, FDP
  • Claudio Pfister, Piraten

Bezirk Dielsdorf

Top-Empfehlungen:

  • David Garcia, AL
  • Daniela Aebi, GLP
  • Barbara Schaffner, GLP
  • Manuel Kuederli, Piraten
  • Cinzia Muggiasca, Piraten
  • Michael Stolz, Piraten
  • Marco Maurer, SP
  • Afrim Pajaziti, SP

Alternativ:

  • Paul Eggimann, GLP

Wir hätten sehr gerne auch die Feedbacks von jenen Parteien gehabt, die unsere Umfrage ignoriert haben. Aber vielleicht klappt es ja nächstesmal. (sal)

Kt. Glarus: Landratswahlen 1. Juni 2014

Mittwoch, 28. Mai 2014

Auf smartvote können Sie erfahren welche KandidatInnen die Trennung von Staat und Kirche befürworten: Beantworten Sie im ausführliche  Fragenkatalog lediglich die entsprechende Frage in der Kategorie “Gesellschaft & Ethik” und lassen Sie sich für Ihren Wahlkreis auflisten, wer ebenfalls für die Trennung ist.

Kirchlicher Wohnraum steht leer

Mittwoch, 28. Mai 2014

Von den Medien erst nach der Zürcher Abstimmung entdeckt: Eine zweistöckige Wohnung in Höngg steht seit einem Jahr leer. Sie gehört der Kirche. Weil deren Mitgliederzahlen stetig abnehmen, stehen mehr und mehr Pfarrhäuser leer.
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/7ZimmerWohnung-steht-seit-einem-Jahr-leer-/story/17748855#mostPopularComment

Linke und grüne Zustimmung zur Zürcher Kirchensteuerinitiative

Donnerstag, 8. Mai 2014

Die Kirchensteuerinitiative will einen ordnungspolitischen Unzustand bereinigen. Zürcher Firmen und Vereine sollen nicht länger dafür besteuert werden, um ausgewählten Religionsgemeinschaften Jahr für Jahr über 100 Millionen Franken zuzuhalten, die sie vollumfänglich für die interne Verwaltung verwenden dürfen. (Einzig die Finanzierung der unmittelbaren Kultustätigkeit bleibt ausgeschlossen.)

Die Initiative hatte allerdings insbesondere bei Parteileitungen einen schweren Stand: Sie wurde oft weniger an ihrem Inhalt sondern an ihrem Absender gemessen. Im linken Spektrum wurde die Initiative deshalb von Entscheidungsträgern vorschnell abgelehnt, obschon die Trennung von Staat und Kirche ein traditionelles linkes Anliegen ist.

Doch nun regt sich innerlinker Widerstand. In der SP-nahen Wochenzeitung P.S. erschien heute ein Inserat, in dem Vertreter von AL, Juso, SP, Jungen Grünen, Grünen und Piraten zu einem Ja aufrufen.

Die Freidenker Zürich sind sehr erfreut, dass sich Politiker aus dem rotgrünen Spektrum getrauen, die Initiative öffentlich zu unterstützen und so die offiziellen Parolen (Ausnahme: Die Juso Winterthur sagen ja) zu hinterfragen. Die Reaktionen am Stand der Freidenker am Zürcher 1.-Mai-Fest zeigen: die rotgrüne Basis sympathisiert stark mit der Initiative. Der Inhalt ist diesen Personen klar wichtiger als der Absender.