Archiv für die Kategorie „Rezension“

Buchkritik: “Warum die Arche nie gefunden wird”

Montag, 23. Januar 2017

Artikel auf Spektrum.de vom 19.01.2017:

Wie glaubwürdig ist die Bibel? Wie ernst darf man die Erzählungen um den Garten Eden und die Sintflut nehmen? Und was ist von den Berichten um Moses und den Auszug des israelitischen Volkes aus Ägypten zu halten? Diesen und anderen Fragen widmet sich der amerikanische Archäologe Eric Cline in seinem Buch “Warum die Arche nie gefunden wird” (englische Originalausgabe “From Eden to Exile”, 2007).

Cline, Direktor des Archäologischen Instituts der George-Washington-Universität in Washington D.C., geht es vornehmlich darum, die historische Wahrheit hinter den biblischen Texten zu ergründen. Vehement wendet er sich gegen jene selbst ernannten Experten, die behaupten, sie hätten die Arche Noah am Berg Ararat entdeckt, den üppigen Garten Eden aufgespürt oder die verlorene Bundeslade gefunden. Diesen Pseudoforschern, die verlorenen Bibel-Schätzen hinterherjagen wie Indiana Jones, dürfe man – so Cline – auf keinen Fall das Feld überlassen. Deshalb sei es “höchste Zeit für professionelle Archäologen, Althistoriker und etablierte Bibelforscher, ihr von diesen Hobbygelehrten besetztes Terrain zurückzuerobern”.

>>Zum Artikel auf Spektrum.de

 

Weiterer Artikel zum Buch:

>>NZZ vom 5.10.2016

Kultur: Radikale Abrechnung mit dem Islam – Ayad Akhtars “The Who and the What” in Hamburg

Montag, 16. Januar 2017

deutschlandradio-kultur vom 14.01.2017

Eine Religion, die die Menschen am Glücklich-Sein hindert: So präsentiert US-Dramatiker Ayad Akhtar den Islam in seinem neuen Stück. Darin will ein pakistanisch-stämmiger Taxiunternehmer seine Töchter verheiraten – unter strenger Beachtung der Lehren des Propheten Mohammed.

Als die Tochter ein Buch über den Propheten Mohammed veröffentlichen will, reicht es ihrem Vater. “Du bist nicht mehr meine Tochter”, ruft er der jungen Frau hinterher. Vom Taxi-Fahrer zum Taxi-Mogul hat sich der einst aus Pakistan eingewanderte Mann in Atlanta hochgearbeitet. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Religion verträgt er trotzdem nicht. So wie auch seine islamischen Fahrer. Haufenweise kündigen sie, als das Buch der Tochter erscheint.

Dabei hatte der sympathische Mann mit den grauen Haaren doch immer nur das Beste für seine Familie gewollt. Als der Geliebte der Tochter einst um ihre Hand anhielt, insistierte er solange, bis sie ihn verließ – der Mann wollte nicht zum Islam konvertieren. Die jüngere Schwester muss den ersten Mann heiraten, den sie geküsst hat. Damit sie bei der Eheschließung noch Jungfrau ist, praktiziert sie seit Jahren nur Analsex mit ihm – und fragt sich jetzt, ob vielleicht auch das nach den Lehren des Propheten Mohammed verboten ist.

Ayad Akhtars neues Stück ist eine radikale Abrechnung mit dem Islam, der als eine Religion gezeigt wird, die die Menschen am Glücklichsein hindert. Vor allem die Frauen werden, folgt man den Autor, drangsaliert. Und zwar auch diejenigen, die ohne Kopftuch scheinbar gut integriert in der westlichen Welt leben. Die Lehren des Propheten sind allgegenwärtig, erzählt das Stück. Sie bestimmen die Partnerwahl und das Liebesleben der Frauen seit Jahrhunderten.

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Buchritikik: “Warum Dawkins Unrecht hat”

Freitag, 16. Dezember 2016

Buchbesprechung auf “wissenbloggt.de” vom 12.12.2016:

Der Rezensent Ockham hat bei wissenbloggt schon die Argumentation gegen “den neuen Atheismus” zerpflückt. Diesmal geht er an ein weiteres Werk aus der Schublade Glaube gegen Atheismus & Sinn & Verstand. Der betroffene Autor Rudolf Langthaler ist Philosophieprofessor an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. Der Professor krittelt am naturalistischen Menschenbild von Dawkins herum. Wie immer, wenn einer die Bibel so liest, wie es dasteht und gemeint ist, resultiert Kritik – doch nach der langthalerschen Kritik an der Kritik beruht sie “auf einer grundsätzlichen Problemverkennung”, der Vorwurf der Schöpfungslüge sei nur ein “grobes Missverständnis” und die Prüfung der traditionellen Gottesbeweise vermöge den “dahin leitenden Fragestellungen überhaupt nicht gerecht” zu werden. Ockham nahm es auf sich, Pfade durch diesen schaurig-christlichen Sumpf zu bahnen.

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Buchkritik: Religion als Zeitbombe?

Freitag, 16. Dezember 2016

Buchbesprechnung auf “Spektrum.de” vom 6.12.2016:

“Fördern Religionen die Gewalt?”  - Dieser Frage gehen der Wissenschaftstheoretiker und Biologe  Manfred Wuketits und der Religionswissenschaftler Anton Grabner-Haider in ihrer “Religion als Zeitbombe” titelnden Essay nach.

Im ersten Teil des Buches beschäftigt M. F. Wuketits mit der Frage welche biologischen Wurzeln Religionen haben, und: Wie sind sie -möglicherweise- evolutionär entstanden?

Elemente der Religiosität, spekuliert Wuketits, könnten bereits entstanden sein, als selbstreflexives Bewusstsein noch gar nicht existierte. Er verweist auf unsere frühen Primatenvorfahren, die in Baumkronen lebten. Dorthin konnten ihnen Raubtiere, die in der schattigen Bodenzone jagten, schlecht folgen. Wurden sie von Beutegreifern attackiert, führte der sicherste Fluchtweg nach oben, wo es hell war und die Artgenossen (im Gegenlicht betrachtet) Strahlenkränze trugen. Licht und helle Auren wiesen also den Weg fort von der Gefahr. Diese Präferenz könnte noch heute in uns angelegt sein: Kulturübergreifend sind “hell” und “oben” überwiegend positiv besetzt, “dunkel” und “unten” eher negativ.

Im zweiten Teil geht A.-G. Haider anhand einer Kulturgeschichte der Religionen der Frage nach, welche Bedeutungen diese innerhalb unterschiedlicher Gemeinschaften hatten:

Religionsphilosoph Anton Grabner-Haider macht das konkret, indem er in der zweiten Buchhälfte eine kurze Kulturgeschichte der Religionen vorlegt. Auf rund 80 Seiten unternimmt er eine Tour de Force von Schamanismus über chinesischen Daoismus, indischen Buddhismus und japanische Religionen, keltische und germanische Mythen bis zu den klassischen Buchreligionen. Er untersucht, welche gesellschaftlichen Funktionen sie jeweils erfüll(t)en – und inwiefern sie als soziale Zeitbomben wirk(t)en.

Das Fazit der beiden Verfasser ist durchwachsen:

Religionen brächten ihren Vertretern zweifellos und nachweislich starke Überlebensvorteile; ihre Lehren und Bilder seien große Leistungen der kulturellen Sozialisation. Sie hätten aber auch ein enorm destruktives Potenzial. Es sei dringend nötig, ihren Wahrheitsanspruch zu relativieren, Religion und Staat zu trennen und insbesondere Heranwachsenden klarzumachen, dass keine Ideologie und keine Religion Menschenopfer fordern darf. “200 Jahre nach der Aufklärung dürfte das nicht zu viel verlangt sein.”

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Buchvorstellung: “Abermals krähte der Hahn” – Karlheinz Deschner / Neuauflage 2015

Montag, 27. Juni 2016

Buchbesprechung von Gabriele Röwer:

„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“

Karlheinz Deschner – “Abermals krähte der Hahn”

Eine Demaskierung des Christentums von den Evangelisten bis zu den Faschisten

(Neuauflage Alibri 2015 – 44 €)

Bestellungen: www.alibri.de ; verlag@alibri.de

„Es gäbe wenige Gläubige auf der Welt, kennten sie ihre Glaubensgeschichte so gut wie ihr Glaubensbekenntnis.“

„Kirche, Krieg und Kapital, dreieinig sind sie allemal.“ *

Karlheinz Deschner (1924-2014), in neuerer Zeit vor allem bekannt als Autor der Kriminalgeschichte des Christentums (zehn Bände, Rowohlt 1986-2013; Abk. KdC), in seinen Anfängen als Erzähler und Literaturkritiker, durch den „eine ganze Generation lesen lernte“ (G. Maschke), löste mit seinem umfangreichen christentumskritischen Frühwerk Abermals krähte der Hahn (1962 u.ö.; Abk. Hahn) die erste große Welle von Kirchenaustritten seit dem 2. Weltkrieg aus, die in seiner Vorbemerkung geäußerte Hoffnung übertreffend, dieses Buch eines – durch seine Studien immerhin bestgeschulten – „Laien für Laien“ möge vielen Menschen, „Interesse und Liebe zur historischen Wahrheit“ vorausgesetzt, die Klarheit bringen, die das Studium seiner Materie ihm selbst gebracht habe.

Deschners Hahn, für viele, auch für mich, sein wichtigstes Sachbuch, hatte eine bahnbrechende Wirkung auch auf nachfolgende Kirchenkritiker, seine Spuren in Joachim Kahls Streitschrift Das Elend des Christentums von 1968 etwa sind unübersehbar.

Nach etlichen, die Aktualität dieses Werks belegenden, inzwischen vergriffenen Neuauflagen ein Desiderat nun, ist es ein Verdienst des Alibri-Verlags von Gunnar Schedel, das „Standardwerk der alternativen Kirchengeschichte“ – nach Die Politik der Päpste (19./20. Jhrdt.; PdP) als 2. Band der Reihe Deschner-Edition http://www.alibri-buecher.de/shop_content.php?coID=6543 – in einer gebundenen, sorgfältig bearbeiteten Neuausgabe publiziert zu haben; das ursprüngliche, in den Ausgaben seit 1980 leider fehlende Personen- und Sachregister wurde wieder aufgenommen und ergänzt, die Endnoten bieten einige aktualisierende Hinweise.

Der Hahn ist aufgeteilt in vier Bücher. Der den Grundlagen des Christentums geltende Hauptteil umfasst Buch 1-3 („Die Evangelien und ihr Umkreis“, „Paulus“, „Der Frühkatholizismus“) sowie den I. Teil des 4. Buches („Die siegende Kirche“ – „Das Jahrhundert Konstantins und der trinitarische Streit“). In den Teilen II und III des vierten Buches werden – unter dem seither Deschners gesamtes Schaffen, zumal die KdC, leitenden Motto „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ – der urchristlich überlieferten Ethik einige der dunkelsten, nicht nur damals weithin verborgenen Seiten der Kirchengeschichte gegenübergestellt („Die soziale Frage“, „Das Verhältnis zur Toleranz“ gegenüber Juden, Heiden, „Ketzern“, Hexen und „Die Stellung zum Krieg“ – von der Alten Kirche bis zur Kooperation kirchlicher Potentaten, zumal im Vatikan, mit dem europäischen Faschismus; ausführlich in Mit Gott und den Faschisten, 1965, PdP u. ö.).

„Das Christentum beruht auf verschiedenen Geboten – dem Gebot der Nächstenliebe, der Feindesliebe, dem Gebot nicht zu stehlen, nicht zu töten, und auf der Klugheit, keines dieser Gebote zu halten.“

Abermals krähte der Hahn? Die permanente, schon mit der Alten Kirche beginnende Pervertierung der Ideale der „Bergpredigt“, voran Armut und Frieden, ins krasse Gegenteil – schamloser Luxus und blutige Gewalt gegen Andersdenkende, gegen Konkurrenten um die Macht – durch die selbsternannten Stellvertreter „Gottes“ bzw. „Christi“ auf Erden, ihre fast zwei Jahrtausende währende, auch von Goethe (mit dessen Gedanken über das Christentum Deschner den Band enden lässt) angeklagte „Heuchelei im Heiligenschein“, ihr Verrat dessen, auf den sie sich stets feierlichst beriefen, gab diesem Buch, in Anspielung auf Mk 14, 39.72, den bezeichnenden Titel.

Warum aber die sehr ungleichen Proportionen zwischen detailliert kritischer Betrachtung der Entstehung von Glaube und Dogma und, in einem relativ knappen systematischen Längsschnitt, deren (großteils kriminal-) geschichtlicher Fortwirkung, welcher der Autor später sein Hauptaugenmerk widmen wird? Zum Verständnis sei erinnert an Deschners manch gläubigen Kritikern entgegengehaltene Antwort (am ausführlichsten in der PdP), tiefster Grund auch seiner eigenen Distanzierung damals vom Traditionskatholizismus seiner Steigerwälder Heimat: „Doch selbst wenn dies Institut fast zweitausendjähriger Verbrechen eines Tages, aus welchen Gründen immer, Frieden nicht nur predigen, sondern praktizieren, wenn es dafür leiden, schrumpfen, machtlos würde – es bliebe verächtlich, weil es dogmatisch unwahr ist. Eine auf Lug und Trug gebaute Kirche aber wird sich nie als ethisch brauchbar erweisen, sondern bleiben, was sie seit der Antike war (…) – die Religion der Frohen Botschaft mit der Kriegsbemalung.“ Daher verfange auch die Ausflucht frommer Christen nicht, er könne „noch so viele kirchliche Verbrechen zusammentragen, das erschüttere ihren Glauben an Christentum und Christus nicht“, denn seine Arbeiten über die Grundlagen des Christentums führten „eine Berufung auf den christlichen Glauben ad absurdum“ – und damit jeglichen „Wort-Gottes“-Anspruch biblischer Schriften. Deshalb verdeutlichte er, wie im Hahn, neben der ethischen immer auch die dogmatische Problematik des Christentums (ausführlich in Der gefälschte Glaube – Eine kritische Betrachtung kirchlicher Lehren und ihrer historischen Hintergründe, 1988/1992, und in Bd. III der KdC, 1990).

„Deschner hat sich informiert. Er wird sich auf nichts einlassen als Information.“ Hans Conzelmann, ev. Theologe

„Was unseren gelehrten Büchern versagt bleiben wird, Ihrem Werk dürfte es gelingen: die Masse der Gebildeten mit den Ergebnissen der modernen Forschung über das Christentum bekannt zu machen.“ Julius Gross, ev. Theologe

So resultiert die epochale Bedeutung des Hahn vor allem daraus, dass Deschner im Hauptteil theologisches Insider-Wissen (Ergebnisse der historisch-kritischen Entmythologisierungs-Forschung evangelischer, aber auch katholischer Theologen im Umkreis der Bultmann-Schule) über die vorchristlichen Ursprünge des christlichen Glaubens sowie dessen biblische und, wie etwa im Trinitätsstreit des 4. Jahrhundertes, nicht selten gewaltsam herbei gezwungene dogmatische Verankerung einer breiteren Leserschaft zugänglich machte – so sprachmächtig wie, im Umgang mit den Fakten, gewissenhaft, belegt im ausführlichen Anmerkungsteil mit Quellenangaben zu über 4000 Textstellen wie auch im über 700 Titel umfassenden Literaturverzeichnis.

„Vom periphersten Brauch bis zum zentralsten Dogma, vom Weihnachtsfest zur Himmelfahrt: lauter Plagiate.“

In gebotener Kürze hierzu nur das Wichtigste: Wegen der – vergeblichen – Reich- Gottes-Erwartung der Urchristenheit wurden die neutestamentlichen Texte (die Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas – die 3 „Synoptiker“ – und des Johannes; die Paulusbriefe u.a.m.) mit vielerlei Varianten und Widersprüchen erst Jahrzehnte nach dem (um das Jahr 30 vermuteten) Tod von Jesus schriftlich fixiert. Dessen Historizität, so das Ergebnis der Forschung, ist so ungewiss wie die seiner Lehre, die Profangeschichte jener Zeit ist hierfür unergiebig. Zudem hatten die Evangelisten – wie erst recht Paulus, der eigentliche Gründer des Christentums, der den „synoptischen“ (uns allein zugänglichen) Jesus zum „Christus“ erhob – an geschichtlicher Realität keinerlei Interesse, ihre Schriften, so Deschner und seine theologischen Gewährsleute, sind Erzeugnisse gläubiger Gemeindephantasie, mythologische Literaturprodukte, mit äußerster Vorsicht zu benutzende Anekdotensammlungen.

Diese übernahmen nahezu alle Interpretamente der Bedeutsamkeit ungewöhnlicher Menschen im damaligen Mittelmeerraum aus vielfältig ineinander fließenden jüdischen, heidnisch-hellenistischen, bis in die indische Geisteswelt reichenden Quellen und übertrugen sie, wie später auf die Dogmen, etwa das der Trinität, so von Anfang an auf den synoptischen Jesus mit all den uns bekannten Steigerungen zum Christus, Messias, zum Jungfrauen- und Gottessohn – sämtliche Besonderheiten seines Lebens (z.B. Wunder aller Art), seines Leidens, Sterbens und Auferstehens nebst Himmelfahrt einbezogen. Kurz: die Forschung belegt, dass nichts im Christentum neu ist, dass vielmehr alles, restlos alles, schon vorher da gewesen ist. Nicht einmal das vermeintliche christliche „Proprium“, die aus älterem Spruchgut zusammengestellte „Bergpredigt“ mit ihrer Nächsten- und Feindesliebe, ist originär– worum man sich freilich, so Deschner, im Lauf der Kirchengeschichte ohnehin am wenigsten gekümmert hat.

Bemerkenswert ist, mit Hubertus Mynarek, dass der Verfasser von Abermals krähte derHahn die Lehren seiner Lehrer letztlich gegen sie selber kehrte, ihre Ausflüchte ins „Kerygma“ – die überlieferte Glaubensverkündigung der Urgemeinde – durch die Resultate ihrer eigenen historisch-kritischen Grundlagenforschung über das Christentum ad absurdum führend. Zugleich habe Deschner diese – laut Hans Conzelmann, einem Schüler Bultmanns, das „bestgehütete Geheimnis der Kirche“ (denn sie lebe davon, „dass die Ergebnisse der Leben-Jesu-Forschung in ihr nicht publik sind“) – „aus der kirchlichen Zwangsjacke“ befreit. Das – wie wahr! – sei „Aufklärungsarbeit im besten klassischen Sinn dieses Wortes“. Möge sie vielen Lesern dieser dankenswerten Neuauflage des Buches zugute kommen!

* Diese Aphorismen wie auch die übrigen hier zitierten wurden einbezogen in den 4., im Herbst 2016 bei Lenos/Basel erscheinenden Band alter und neuer Aphorismen „letzter Hand“ von Karlheinz Deschner, postum herausgegeben von Gabriele Röwer: „Auf hohlen Köpfen ist gut trommeln“.

       

 

Satan, Diabolos, Gottseibeiuns – Der Teufel in der europäischen Kulturgeschichte

Dienstag, 29. März 2016

Ein Plädoyer für den Atheismus - Feuilleton der NZZ vom 2.3.2016

Der emeritierte Philosophiehistoriker Kurt Flasch hat der Geschichte des Teufels – den Vorstellungen vom Widersacher Gottes – ein Buch gewidmet, das zu einem Plädoyer für den Atheismus gerät. (weiterlesen…)

Rechtfertigt reformierte Pfarrerin Rache gegen Gottlose?

Dienstag, 9. Februar 2016

„Es ist auch in der heutigen Zeit keinesfalls eine Ausnahme, wenn sich Prediger mit deutlichen Worten gegen die Atheisten und Konfessionsfreien wenden. Als Diskriminierung will das dann kaum ein Beobachter bezeichnen, viel eher gehöre es ja zum Auftrag, gegen diejenigen zu wettern, die vom Glauben abgefallen sind, um die eigene Religion in ihrer Bedeutung zu würdigen und sich eigens und die Gemeinde als bessere Menschen, als Auserwählte, darzustellen und sich überhöht und gleichsam selbstherrlich zu loben und zu preisen. (weiterlesen…)

“Die überfällige Demontage tödlicher Traditionen” – Prof. Armin Geus rezensiert Hamed Abdel-Samad: Mohamed. Eine Abrechnung

Montag, 25. Januar 2016

“Der Verfasser hat ein mutiges, ehrliches Buch geschrieben. Die Bilanz seiner „Abrechnung“ kann sich sehen lassen. Er hat sich auf die überfällige Demontage tödlicher Traditionen eingelassen und den „Liebling Allahs“ als geisteskranken Religionsstifter entzaubert. (weiterlesen…)

Wenn ein Journalist einen populistischen Philosophen pusht: “Warum Dawkins unrecht hat” – Buchbesprechung in der NZZ

Dienstag, 15. September 2015
Richard Dawkins

Richard Dawkins

Buchbesprechung im Feuilleton der NZZ vom 26.08.2015: “Vor einigen Jahren wartete die Zeitung «Die Welt» im Dezember mit einer Schreckensmeldung auf: «Der Gotteswahn» von Richard Dawkins sei eines der beliebtesten Weihnachtsgeschenke. Tatsächlich mag man sich fragen, warum Menschen ihren Lieben ausgerechnet zu Weihnachten ein Buch verehren, das ihnen verkündet, nach ihrem Tode komme – ausser einem Verrottungsprozess – gar nichts mehr.” (weiterlesen…)

Literatur: “Unaussprechliche Verstümmelungen” – Beschnittene Männer sprechen darüber

Freitag, 28. August 2015
Unaussprechliche Verstümmelungen - Beschnittene Männer sprechen darüber

Unaussprechliche Verstümmelungen - Beschnittene Männer sprechen darüber

 

“Am 15. September 2015 erscheint das Buch “Unaussprechliche Verstümmelungen – Beschnittene Männer sprechen darüber” bei CreateSpace.”

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