Archiv für die Kategorie „Persönlichkeiten“

Gabriele Röwer: Zur Ethik Karlheinz Deschners

Freitag, 23. September 2011

Mit dem Namen Karlheinz Deschners verbindet man in erster Linie seine Kirchen- und Religionskritik, kulminierend in der “Kriminalgeschichte des Christentums” , deren zehnten und letzten Band der Autor gerade fertigstellt. Die Philosophie und Ethik Deschners ist demgegenüber in der Öffentlichkeit bislang weniger stark wahrgenommen worden.

Gabriele Röwer hat nun den Versuch unternommen, die Prämissen und Konsequenzen der Deschnerschen Ethik in einem Aufsatz der Zeitschrift “Aufklärung und Kritik” zusammenzufassen. Einen besonderen Raum nehmen in Röwers Text Deschners Gedanken über Tiere ein, die mit den tier- und bioethischen Aussagen Peter Singers kontrastiert werden.

Der Aufsatz kann hier heruntergeladen werden.

Heute am Denkfest Podiumsdiskussion: Kritisches Denken richtig gemacht!

Sonntag, 11. September 2011

Das Denkfest ist ein Publikumserfolg: 150 Leute nahmen am Blogger-Panel am Donnerstagabend teil.
Am Samstag steigt die Anzahl Teilnehmer auf über 300.

Im Festivalpass sind alle Tagesveranstaltungen inbegriffen – und auch der filmische Leckerbissen, den am Freitagabend gezeigt wurde.
Im Film «Die Mondverschwörung» lässt Regisseur Thomas Frickel den TV-Journalisten Dennis Mascarenas Quacksalber, Esoteriker und Verschwörungstheoretiker die Welt erklären. Die Reise führt auch in «geistige Abgründe, wo sich Rudolf Steiner und Adolf Hitler gute Nacht sagen.» (epd Film). Absolut sehenswert. Den Trailer kann man hier sehen.

Am Donnerstagabend trat der bekannte Diplomphysiker und Kabarettist Vince Ebert auf und riss sein Publikum zu frenetischem Applaus hin.

Tagsüber geht’s heute – für den 11. September 2011 quasi ein Muss – um Verschwörungstheorien. Das detaillierte Programm ist hier zu sehen.

Atheist sucht Asyl in der Schweiz

Samstag, 18. Juni 2011

Weil er nicht an Gott glaubt, wird Kacem El Ghazzali mit dem Tod bedroht. Doch der 20-jährige Marokkaner, vorläufig in der Schweiz aufgenommen, bloggt weiter.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Allah-und-der-Standhafte-/story/26857688

Hawking: Leben nach dem Tod ein “Märchen”

Montag, 16. Mai 2011

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking hat den Glauben an ein Leben nach dem Tod als “Märchen” bezeichnet. “Ich sehe das Gehirn als einen Computer, der aufhört zu arbeiten, wenn seine Bestandteile versagen”, meinte er am Montag in einem Interview mit dem britischen Guardian.

http://science.orf.at/stories/1682817

http://www.guardian.co.uk/science/2011/may/15/stephen-hawking-interview-there-is-no-heaven

3sat | Do, 12.05.2011, 21:00: Was ist der Mensch?

Donnerstag, 12. Mai 2011

Hans Lenk ist einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Die Liste seiner Buchpublikationen umfasst mehr als 300 Titel. Er war Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie, Vizepräsident der Weltgesellschaft für Philosophie und Präsident der Weltakademie der Philosophen. Ausserdem war Lenk als Ruderer ein Spitzensportler: Er war zweimal Europameister, viermal Deutscher Meister, und er gewann bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom die Goldmedaille. Im Sport-und Olympiamuseum in Köln begegnet Gert Scobel dem Philosophen Hans Lenk, um die Frage zu erörtern: “Was genau ist eigentlich der Mensch?”.

http://www.3sat.de/scobel/

Warum Leute merkwürdige Dinge glauben

Samstag, 30. April 2011

Michael Shermer ist einer der weltweit bekanntesten Skeptiker. In seinen Büchern und seinen Vorträgen zeigt er sehr überzeugend, dass es keine Wunder gibt und dass Wünschelrutengehen, der Glaube an Ufos und die Möglichkeit, mit den Toten zu sprechen, völliger Unsinn sind. Der Drang vieler Leute, an merkwürdige Dinge zu glauben, sieht er als einen rein psychologischen und evolutionsbedingten Effekt an.

Links zu Videos mit Michael Shermer auf : http://hpd.de/node/11515

Religion in der Verantwortung

Freitag, 15. April 2011

Gefährdungen des Friedens im Zeitalter der Globalisierung

Helmut Schmidt gilt den Deutschen nicht nur als einer ihrer klügsten Staatsmänner, auch als moralische Instanz genießt er höchstes Vertrauen. Mehr als jeder andere Spitzenpolitiker hat er sich immer wieder auch zu ethisch-religiösen Fragen geäußert. Seine wichtigsten Reden zu diesem Thema sind in dem vorliegenden Buch versammelt. Sie sind zum großen Teil unveröffentlicht und werden ergänzt durch ein abschließendes Kapitel, in dem Schmidt seine religionspolitische Haltung ausführlich begründet und nachdrücklich mehr Respekt und Toleranz zwischen den Weltreligionen einfordert. Schmidt sieht vor allem die drei großen monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – in der Verantwortung. In ihrem Ausschließlichkeitsdenken sieht er einen wesentlichen Grund für die gefährliche weltweite Radikalisierung. Statt sich gegenseitig zu respektieren und nach den gemeinsamen Wurzeln zu fragen, erhebe jede der Weltreligionen Anspruch auf die eigene Wahrheit. Dass die Kirchenführer – Imame und Rabbis genauso wie Bischöfe und Pfarrer – sich ihrer Verantwortung entziehen, beschwört die Gefahr neuer Kriege und weltweiter Konflikte herauf. Helmut Schmidt greift damit ein hochaktuelles Thema auf, dem in Zeiten zunehmender Instrumentalisierung des Glaubens für machtpolitische Zwecke größte Relevanz zukommt.

http://www.amazon.de/Religion-Verantwortung-Gef%C3%A4hrdungen-Zeitalter-Globalisierung/dp/3549074093/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1302814016&sr=8-1

Timo Konietzka: «Mir fehlt jeglicher Glaube an einen Gott»

Mittwoch, 13. April 2011

Tages Anzeiger
Nach zwei Herzattacken innerhalb zweier Monate hat sich Konietzka erstmals so richtig Gedanken über den Sinn des Lebens gemacht. Er ist mittlerweile auch der Sterbehilfe-Organisation Exit beigetreten. «Ich habe mir bei Exit ein lebenslanges Abonnement gekauft. Man kennt das auch in Deutschland. Die Deutschen kommen zu uns in die Schweiz, um zu sterben.» Vom Moment seines Abschieds hat der rüstige Rentner inzwischen klare Vorstellungen: «Das wird so sein, dass ich meine Familie einlade, Kinder, Enkelkinder. Dann winke ich denen noch und sage: ‹Jetzt nehme ich den Schluck aus dem Todescocktail. Machts gut. Wir werden uns leider nicht wiedersehen›», schildert er seine letzten Minuten.

Das mit dem Nichtwiedersehen meint er ernst. Denn Konietzka glaubt nicht an ein Leben nach dem Tod. Er ist durch und durch ein Atheist. Einen Gott könne es für ihn gar nicht geben. «Ich habe den Zweiten Weltkrieg miterlebt. Wenn es einen Gott gibt, warum hat er dies alles nur zugelassen?», fragt er sich.


http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/72jaehriger-Konietzka-ueber-Gott-Exit-das-Herz-und-sein-Comeback/story/20934915

Max Frisch: Fragen

Donnerstag, 31. März 2011

Max Frisch stellte in seinen Tagebüchern Fragebögen zusammen, einen davon zum Thema Tod:

1. Haben Sie Angst vor dem Tod und seit welchem Lebensjahr?
2. Was tun Sie dagegen?
3. Haben Sie keine Angst vor dem Tod (weil Sie materialistisch denken, weil Sie nicht materialistisch denken), aber Angst vor dem Sterben?
4. Möchten Sie unsterblich sein?
5. Haben Sie schon einmal gemeint, dass Sie sterben, und was ist Ihnen dabei eingefallen:
a.was Sie hinterlassen?
b.die Weltlage?
c.eine Landschaft?
d.dass alles eitel war?
e.was ohne Sie nie zustandekommen wird?
f.die Unordnung in den Schubladen?
6. Wovor haben Sie mehr Angst: dass Sie auf dem Totenbett jemand beschimpfen könnten, der es nicht verdient, oder dass Sie allen verzeihen, die es nicht verdienen?
7. Wenn wieder ein Bekannter gestorben ist: überrascht es Sie, wie selbstverständlich es Ihnen ist, dass die andern sterben? Und wenn nicht: haben Sie dann das Gefühl, dass er Ihnen etwas voraushat, oder fühlen Sie sich überlegen?
8. Möchten Sie wissen, wie Sterben ist?
9. Wenn Sie sich unter bestimmten Umständen schon einmal den Tod gewünscht haben und wenn es nicht dazu gekommen ist: finden Sie dann, dass Sie sich geirrt haben, d. h. schätzen Sie infolgedessen die Umstände anders ein?
10. Wem gönnen Sie manchmal Ihren eigenen Tod?
11. Wenn Sie gerade keine Angst haben vor dem Sterben: weil Ihnen dieses Leben gerade lästig ist oder weil Sie gerade den Augenblick genießen?
12. Was stört Sie an Begräbnissen?
13. Wenn Sie jemand bemitleidet oder gehasst haben und zur Kenntnis nehmen, dass er verstorben ist: was machen Sie mit Ihrem bisherigen Hass auf seine Person beziehungsweise mit Ihrem Mitleid?
14. Haben Sie Freunde unter den Toten?
15. Wenn Sie einen toten Menschen sehen: haben Sie dann den Eindruck, dass Sie diesen Menschen gekannt haben?
16. Haben Sie schon Tote geküsst?
17. Wenn Sie nicht allgemein an Tod denken, sondern an Ihren persönlichen Tod: sind Sie jeweils erschüttert, d. h. tun Sie sich selbst leid oder denken Sie an Personen, die Ihnen nach Ihrem Hinschied leidtun?
18. Möchten Sie lieber mit Bewusstsein sterben oder überrascht werden von einem fallenden Ziegel, von einem Herzschlag, von einer Explosion usw.?
19. Wissen Sie, wo Sie begraben sein möchten?
20. Wenn der Atem aussetzt und der Arzt es bestätigt: sind Sie sicher, dass man in diesem Augenblick keine Träume mehr hat?
21. Welche Qualen ziehen Sie dem Tod vor?
22. Wenn Sie an ein Reich der Toten (Hades) glauben: beruhigt Sie die Vorstellung, dass wir uns alle wiedersehen auf Ewigkeit, oder haben Sie deshalb Angst vor dem Tod?
23. Können Sie sich ein leichtes Sterben denken?
24. Wenn Sie jemand lieben: warum möchten Sie nicht der überlebende Teil sein, sondern das Leid dem andern überlassen?
25. Wieso weinen die Sterbenden nie?

http://www.amazon.de/Fragebogen-suhrkamp-taschenbuch-Max-Frisch/dp/3518394525

Max Frisch 1911-1991

http://www.frei-denken.ch/de/2007/02/max-frisch/

Moritz Suter

Sonntag, 28. November 2010

Er las viele historische Bücher und Werke über Religionen: «Ich bin aber nicht gläubig, ich bin ein Freidenker – die Freiheit geht mir über alles.»

Moritz Suter (* 3. September 1943 in Basel) ist ein Schweizer Unternehmer, Pilot und Pionier der schweizerischen sowie europäischen Luftfahrt.

http://www.blick.ch/news/schweiz/basel/ich-bin-das-pferd-das-den-karren-zieht-161569