Im vergangenen September veranstalteten die Freidenker erstmals das Denkfest: Vier Tage Wissenschaft, kritisches Denken und intelligente Unterhaltung lautete das Motto. Mit über 400 Teilnehmenden war es ein voller Erfolg.
Die nächste mehrtägige und internationale Grossveranstaltung ist für 2014 geplant. Die Wartezeit wird mit eintägigen Ausgaben zu einem Schwerpunktthema verkürzt.
Das diesjährige Denkfest am Sonntag, 16. September ist ganz Jean-Jacques Rousseau gewidmet. Der strittige Aufklärer wurde vor 300 Jahren geboren und veröffentlichte vor 250 Jahren seine beiden Hauptwerke Emile und Du Contrat Social.
Im ersten Teil des Denkfests 2012 geht’s in zwei Vorträgen und zwei szenischen Lesungen um Rousseaus Werk und die Reaktionen seiner Zeitgenossen.
Im zweiten Teil debattieren fünf bekannte PolitikerInnen die Frage, welchen Gesellschaftsvertrag die heutige Schweiz braucht:
| 13.30 Uhr | Begrüssung |
| 13.40 Uhr | Rousseaus Rezeption in Zürich 1751-1781 |
| Monika Wicki, Historikerin | |
| 14.20 Uhr | Leben Sie wohl für immer |
| Szenische Lesung zu Rousseaus Disput mit David Hume. | |
| 14.45 Uhr | Pause |
| 15.00 Uhr | Jean-Jacques Rousseau und das Böse |
| Urs Marti, Professor für politische Philosophie, Uni Zürich | |
| 15.40 Uhr | Politik, schwer zu begreifen und mühsam zu betreiben |
| Szenische Lesung zum Contrat Social. | |
| Mit Bernhard Bettermann und Hansrudolf Twerenbold. Inszenierung Georg Rootering. | |
| 16.30 Uhr | Pause |
| 17.00 Uhr | Podium: «Welcher Gesellschaftsvertrag für die Schweiz von heute?» |
| Einleitung: Urs Marti | |
| Teilnehmende: Jacqueline Badran (SP), Dieter Kläy (FDP), Philipp Kutter (CVP), Jo Lang (Grüne), Claudio Zanetti (SVP) | |
| Moderation: Raphael Zehnder, Redaktor Gesellschaft und Multimedia DRS2. |
Weitere Informationen und Tickets (15.- / 40.-) gibt’s auf www.denkfest.ch.
Hans Lenk ist einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Die Liste seiner Buchpublikationen umfasst mehr als 300 Titel. Er war Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie, Vizepräsident der Weltgesellschaft für Philosophie und Präsident der Weltakademie der Philosophen. Ausserdem war Lenk als Ruderer ein Spitzensportler: Er war zweimal Europameister, viermal Deutscher Meister, und er gewann bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom die Goldmedaille. Im Sport-und Olympiamuseum in Köln begegnet Gert Scobel dem Philosophen Hans Lenk, um die Frage zu erörtern: “Was genau ist eigentlich der Mensch?”.
Professor Volker Sommer ist einer der bekanntesten und angesehnsten Primatenforscher unserer Zeit. Als regelmäßiger Gast in Talkshows sorgt er immer wieder für Aufsehen mit provozierenden Thesen: “Es ist wissenschaftlich unhaltbar, überhaupt zwischen Menschen und Menschenaffen zu unterscheiden.” Der Forscher, der sein Leben den wildlebenden Primaten widmet, fordert Personenrechte für Menschenaffen.
Menschen haben ein Grundbedürfnis nach Gerechtigkeit. So lautet eine gängige Hypothese der Sozialwissenschaftler. Neurobiologen haben diese jetzt bestätigt. Mit Tomografientersuchungen konnten sie bestimmte Hirnareale ausfindig machen, die bei ungerechter Behandlung besonders aktiv sind.




FAQ zu Beschneidung > 





