Archiv für die Kategorie „Kt. Zürich“

Religiöse Wertvorstellungen gehören nicht in weltliche Gesetze – Freidenker erfreut über Schlappe für EDU-Initiative

Sonntag, 27. November 2016

Die Freidenker-Sektionen Zürich und Winterthur sind sehr erfreut, dass die Zürcher Bevölkerung mit überdeutlichem Mehr auch den jüngsten Versuch der EDU abgelehnt hat, religiöse «Normen» in weltliche Gesetze zu schreiben. Wie schon bei ihren beiden Vorlagen zur Sterbehilfe haben die Stimmberechtigten der EDU und ihrem fundamentalistischen Kurs die rote Karte gezeigt.

Das klare Ergebnis zeigt auch, dass die SVP mit ihrer Ja-Parole an ihrer eigenen Wählerbasis vorbei politisiert hat. Die Freidenker hoffen, dass die 30%-Partei erkennt, dass sie nichts gewinnen kann, wenn sie sich von einer 2%-Partei die Agenda setzen lässt.

Die Freidenker sind auch erfreut über das breite zivilgesellschaftliche Engagement, das gegen die Initiative zustande kam. Für die Freidenker, die sich für mehr Trennung von Staat und Kirche und für weltlich-humanistische Werte einsetzen, war es eine Selbstverständlichkeit, aktiv gegen dieses anachronistische Begehren einzustehen. Sie haben als einzige Organisation mit Plakaten vor allem in Gemeinden mit hohem EDU-Wähleranteil gegen die rückständige Ehe-Initaitive zu einem Nein aufgerufen.

Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte in Zürich: Samstag, 10.12.2016 – Elizabeth O’Casey (IHEU)referiert zum Thema: Die Situation um Frauen- und LGBTI-Rechte und die Projekte der IHEU

Montag, 21. November 2016

Wir schreiben das Jahr 2016 – und nach wie vor sind Frauen und bi-, homosexuelle oder Transgender-Personen vielerorts gar nicht oder nicht zureichend rechtlich geschützt. Mehr noch, werden Menschen, die sich nicht für den traditionellen heterosexuellen Lebensentwurf entscheiden, in vielen Ländern durch staatliche oder religiöse Institutionen und Gruppen gnadenlos verfolgt.

Elizabeth O’Casey ist Director of Advocacy bei der International Humanist and Ethical Union – IHEU. Sie wird uns in ihrem Referat (in Englisch) etwas über die Situation der Betroffenen sowie über die diesbezüglichen Projekte der IHEU erzählen.

Diese Veranstaltung entsteht in einer Kooperation von frei-denken.ch mit der Uni-Gruppe L-Punkt Zürich. Im Anschluss gibts einen kleinen Apéro.

 

 

Zeit: Beginn 17:00

Ort: Uni Zürich, Raum KO2-F-150, Karl Schmid-Strasse 4, 8006 Zürich.
Google Maps: Das Gebäude KO2 der Uni Zürich.

Eintritt: frei, Spendenbox

Bundesgericht sagt Nein zum Islamischen Kindergarten

Samstag, 5. November 2016

(…) “Die Vorinstanz bemängelte darüber hinaus, dass im Kindergartenkonzept eine Trennung zwischen religiösen und weltlichen Inhalten fehle. Vielmehr bestehe die Auffassung, das religiöse Wissen bilde die Basis von allem, was später erlernt und erlebt werde. Das geht gemäss Verwaltungsgericht über die für Privatschulen zulässige Setzung eines religiösen Schwerpunktes hinaus.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das im Volksschulgesetz festgehaltene Bekenntnis zu humanistischen und demokratischen Wertvorstellungen. Das Bundesgericht hält in seinem Urteil fest, dass es im Betriebskonzept an einem solchen Bekenntnis fehle.”

>>Zum Artikel auf tagesanzeiger.ch

NEIN zur Eheinitiative

Montag, 31. Oktober 2016

Veranstaltung von “philosophie.ch”: “Müssen wir Angst vor der Zukunft haben?”

Freitag, 28. Oktober 2016

Die Zukunft ist ungewiss. Manche PhilosophInnen – nämlich VertreterInnen der sogenannten Zeittheorie des „wachsenden Blocks“ – behaupten sogar, dass die Zukunft gar (noch) nicht existiert. Was können wir also über Sachverhalte wissen, die möglicherweise noch gar nicht real sind? Wir können lediglich Prognosen darüber anstellen, wie die Zukunft aussehen wird. Man kann aufgrund von Ausganssituationen und Tendenzen bis zu einem gewissen Grad darauf schliessen, was geschehen wird. Haben wir, in Anbetracht dieser Prognosen, Grund zur Angst? Was lässt sich daraus für unser Handeln ableiten? Über diese und weitere Fragen werden wir an der philosophischen Podiumsdiskussion am diesjähirgen UNESCO Welttag der Philosophie diskutieren. Insbesondere wird der Fokus auf Medizin, Wirtschaft und Umwelt liegen.

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«Grenzen der Toleranz» – Schweiz-Lesetour mit Michael-Schmidt-Salomon

Samstag, 1. Oktober 2016

Die offene Gesellschaft scheint in Gefahr, bedroht von Terroristen und Extremisten, welche die Gewalttätigen anfeuern uns instruieren. In seinem neuen Buch «Grenzen der Toleranz – warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen» setzt sich der Deutsche Philosoph und Autor Michael Schmidt-Salomon mit diesen Bedrohungen sowie  den möglichen Massnahmen, um diesen Gefahren zu begegnen, auseinander.

Anfang Dezember spricht Michael Schmidt-Salomon auf Einladung der Freidenker in sechs Deutschschweizer Städten: 

Termine:

So, 4.12. Eglisau

Aula Schulhaus Städtli, Obergass 57. 16.00 Uhr. Eintritt 10.
Die Veranstaltung wird organisiert in Zusammenarbeit mit “viva Eglisau”

Mo, 5.12. Lenzburg

Hotel Krone, Kronenplatz 20. 19.30 Uhr. Eintritt frei / Kollekte.

Di, 6.12. Luzern

Hotel Continental-Park, Murbacherstrasse 4, 6002 Luzern 19.30  Eintritt frei / Kollekte.

Mi, 7.12. Chur

Brandissaal, Brandisstrasse 12. Apéro 18.15 Uhr, Beginn 19.15 Uhr. Eintritt frei / Kollekte. 

Do, 8.12. Brig

Buchhandlung ZAP*, Furkastrasse 319.00 Uhr. Eintritt 12.- (6.- für Mitglieder Buchclub ZAP und Freidenker).

Fr, 9.12. Bern

Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 19.00 Uhr, anschliessend Apéro. Eintritt frei / Kollekte.
 

Im einem längeren Essay, welches am 29. September im Tages-Anzeiger erschien, führte der Autor einige zentrale Thesen aus, die er im Buch umfassend beleuchtet. Unter anderem plädiert Michael Schmidt-Salomon dafür, zwei Trennlinien zu unterscheiden: Die erste hält auseinander, was toleriert werden muss, und was nicht mehr toleriert werden darf – auch eine offene Gesellschaft darf nicht alles hinnehmen, soll sie erhalten bleiben. Die zweite Linie grenzt das Tolerierbare von dem ab, was akzeptiert werden muss – das zu Akzeptierende heisst man gut, was gegenüber dem bloss Tolerierten nur um den Preis der Selbstverleumdung möglich wäre.

Am Beispiel der Behauptung von Kreationisten, die Erde sei erst 6000 Jahre alt, veranschaulicht er den Unterschied: eine derart realitätsferne Idee braucht man nicht zu akzeptieren. Man darf sie ablehnen, ja auch verspotten. Hingegen müssen wir akzeptieren, dass jeder Einzelne wirren Ideen anhängen darf und auch die Freiheit hat, diese Ideen zu bewerben. Umgekehrt muss der Kreationist akzeptieren, dass man seinen Überzeugungen widerspricht, auch wenn er dies als beleidigend empfindet.

Es ist also zwischen dem Akzeptierbaren, dem Nur-Tolerierbaren und dem Nicht-mehr-Tolerierbaren zu unterscheiden. Der Autor führt aus, dass diese Trennlinien in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich gezogen werden. Eine offene Gesellschaft beachtet bei diesen Grenzziehungen vier Prinzipien, hinter die sie nicht zurückfallen darf: Liberalität, Egalität, Säkularität und Individualität. Im Essay, und ausführlicher im Buch, führt Michael Schmidt-Salomon aus, wieso es gerade diese Prinzipien sind, welche freie von unfreien Gesellschaften unterscheiden. Und wieso in einer freien Gesellschaft auch mehr zu tolerieren ist.

Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte in Lenzburg, Luzern, Chur, Brig und Bern!

 

 

Impressionen

Büchertisch

Michael Schmidt Salomon / Brigg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Full House!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Presseartikel

>>Suedostschweiz.ch

>>Walliser Bote

 

Wädenswil: Ehepaar klagt erfolgreich gegen Glockengeläut

Freitag, 12. August 2016

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat eine Beschwerde der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Wädenswil und der Stadt Wädenwil abgelehnt. Diese haben gegen einen Entscheid des Baurekursgerichts rekurriert, das den Viertelstundenschlag der Kirchenglocken verboten hat. (weiterlesen…)

Urteil gegen nächtlichen Glockenschlag

Montag, 8. August 2016

In Wädenswil darf die reformierte Kirche nur noch zur vollen Stunde läuten. Nicht mehr jede Viertelstunde, wie es die Kirche wollte. Diese Regelung hat das Verwaltungsgericht für die Zeit zwischen 22 Uhr und 7 Uhr morgens angeordnet. Ein Urteil, das weitreichende Folgen haben könnte. (weiterlesen…)

Plakatkampagne der Winterthurer Freidenker: nachdenken über gemeinsame Werte

Mittwoch, 15. Juni 2016

Die Sektion Winterthur hat eine Crowd-Sourcing-Kampagne für eine Plakatkampagne lanciert, die zum Nachdenken über gemeinsame Werte einlädt:

Wir haben genug von negativen Schlagzeilen über Terrorismus, Jihad-Reisende, Kreationisten, Nationalisten und andere Fundamentalisten. Uns allen gemeinsam sind aufgeklärte, liberale und humanistische Werte. Religion ist Privatsache und gehört nicht in die Öffentlichkeit. Was uns als Gesellschaft verbindet, ist unsere Liebe zur Freiheit, unsere Vernunft und unsere humanistischen Werte. Wir haben gelernt, wenn wir unseren Verstand einsetzen, können wir mit unserem Einsatz eine bessere Welt schaffen. Wir finden unser Glück und unsere Erfüllung in der Familie, mit Freunden, bei der Arbeit und in Hobbys. Ausgrenzung und Gewalt sind uns fremd. Wir sind überzeugt, dass viele Menschen in der Schweiz viel lieber diese für uns schon selbstverständlichen Werte auf Plakaten sehen würden, anstatt Bibelsprüche oder Jesus-Kritzeleien. Jetzt kannst Du dieses Projekt mit einem Beitrag unterstützen.

Beispiel-Slogans der Kampagne «Gemeinsame Werte»

Beispiel-Slogans der Kampagne «Gemeinsame Werte»

Weitere Infos gibt’s zur geplanten Kampagne gibt’s hier. Damit die Plakatkampagne wie geplant lanciert werden kann, braucht es Drittmittel. Auf wemakeit.ch wird noch bis Ende Juli Geld gesammelt. Aktuell sind 18% der angepeilten 11’111 Franken zusammen – es darf also fleissig weiter gespendet werden!

Die NZZ berichtete: Winterthurer Freidenker: mit Plakaten gegen Jihadisten

 

Scharfmacher an der “Islam Salam”-Veranstaltung des Islamischen Zentralrats

Sonntag, 1. Mai 2016

Der Konvertiten-Verein IZRS lädt wieder einmal radikale Islamisten ein…