Archiv für die Kategorie „Kt. Zürich“

Presseposse um die Denkfest-Finanzierung

Dienstag, 10. Oktober 2017

Die dritte Ausgabe des Denkfests steht vor der Tür. Vom 2. bis 5. November heisst es wieder vier Tage Wissenschaft, kritisches Denken und intelligente Unterhaltung. Dass es mit einem umfangreichen Programm mit 15 Referaten, 5 Podien, einem künstlerischen Rahmenprogramm und neu auch mit Kinderbetreuung über die Bühne gehen kann, verdanken die Denkfest-Partnerorganisationen auch massgeblich dem Verein Ref500, der den Anlass mit rund 80’000 Franken unterstützt.

Diese Förderung, die indirekt auch Mittel der Reformierten Kirche umfasst, war in den letzten Tagen Thema in einzelnen Medien, ausgelöst durch einen Artikel im Magazin bref, das von der Reformierten Presse herausgegeben wird. So hilfreich der Beitrag von CHF 80’000 für das Zustandekommen des breit gefächerten Denkfest-Programms auch ist, es ist in zweierlei Hinsicht wichtig, ihn in den Gesamtkontext zu stellen: 86% der Mittel, die über den Trägerschaftsverein Ref500 an gut 50 Projekte ausbezahlt werden, stammen von den drei weltlichen Quellen: Dem Lotteriefonds des Kantons Zürich, der Stadt Zürich und Zürich Tourismus. Und das Denkfest erhält knapp 6 Promille des Ref500-Etats von insgesamt 13.8 Millionen Franken (siehe Abbildung). 


Woher die Ref500-Mittel stammen und wie viel an das Denkfest geht

Auf die Denkfest-Zuwendungen umgerechnet stammen also rund 69’000 Franken von den weltlichen und rund 11’000 Franken von den kirchlichen Trägern – angesichts des Programms, bei dem auch Religionsvertreter zu Wort kommen, ein durchaus gesundes Mischverhältnis. 

 

Der Anfang: Eine Anfrage an die Freidenker

Dass die Freidenker und die anderen Denkfest-Partnerorganisationen mit ihrer Veranstaltung ins Reformationsjubiläumsprogramm integriert sind, geht auf eine Anfrage ganz zu Beginn der Planung des Jubiläums zurück. Die Freidenker wurden als Veranstalter des Welthumanistentages angefragt, ob sie einen eigenen Beitrag leisten möchten. Sie nahmen den Vorschlag sehr positiv auf, kamen aber zum Schluss, dass das Denkfest, dessen nächste Durchführung für 2017 geplant war, als mehrtägige Veranstaltung den geeigneteren Rahmen bieten würde. Sie reichten bei der damaligen Jury eine Ideenskizze eines Denkfests zum Leitthema «Reformationen des Denkens» ein. Es sollte die Reformation als geschichtliches Ereignis aufnehmen, aber auch Reformationen des Denkens beispielsweise in der Wissenschaft beleuchten und einen Blick in die Zukunft wagen: Welche Reformationen des Denkens kommen wohl noch auf uns zu? Die Idee wurde für gut befunden. So wurde das Denkfest wurde so eines der 31 von ursprünglich rund 100 Projekten, das zur Unterstützung durch den Lotteriefonds empfohlen wurde.

Die Gesamtplanung des Jubiläums geriet danach zunächst etwas ins Stottern, da der Regierungsrat ein erstes Gesuch abgelehnt hatte: Zu teuer und über einen zu langen Zeitraum verteilt lautete die Kritik. Darauf folgte eine weitere Prüfung der Projekte, mehrere fielen, teils aus terminlichen Gründen, weg, das Denkfest blieb. Die Freidenker und ihre Partnerorganisationen veranstalten also einen Anlass, welcher die Reformation von aussen beleuchten will und soll als solcher eine sinnige Ergänzung zum Gesamtprogramm «500 Jahre Reformation» sein. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass es zu keinem Zeitpunkt Versuche gegeben hat, Einfluss auf das Programm zu nehmen.

Trotz international bekannter ReferentInnen und Referenten wie Seyran Ates, Philipp Blom. A. C. Grayling oder Julia Shaw und ReligionsforscherInnen wie Susan Karant-Nunn oder Jörg Stolz blieb das mediale Interesse für das Programm leider bescheiden. Das änderte sich erst mit einem Artikel im Magazin bref, das von der Reformierten Presse herausgegeben wird. Der Autor interessierte sich aber nicht für die Inhalte sondern nur für das Fehlen der Logos auf der Denkfest-Website. Diese fehlten tatsächlich am Tag der Anfrage, dem 3. Oktober noch. Bis Mitte September waren wir davon ausgegangen, dass sich die Trägerorganisationen zwar im Verein Ref500 zur Koordination und dem Bilden gemeinsamen Jury zusammengeschlossen hatten, die Unterstützung der einzelnen Projekte aber jeweils über einen der Träger laufen würde – das Denkfest eben durch den Lotteriefonds, da wir im Vorfeld mehrfach über die Ergebnisse des dort durch den Verein Ref500 eingereichten Gesuchs orientiert worden waren.

Von bref erfundene Differenzen

Im bref-Bericht ist von einem Missverständnis und von Differenzen zwischen dem Verein und der Denkfest-Organisation die Rede. Das Missverständnis bezüglich der Finanzierungsquelle gab es, die Differenzen sind frei erfunden. Von dem Moment an, als den Denkfest-Trägern bewusst war, dass die Mittel aus dem gemeinsamen Pool stammten, war für sie auch klar, die Logos der Trägerschaftsorganisationen abzubilden. Auf den 26. September hatte das Denkfest zu einer Medienorientierung eingeladen und in der dafür vorbereiteten Medienmappe alle Logos abgedruckt. Bei der Website dauerte die Aktualisierung allerdings tatsächlich länger, da die Denkfest-Vorbereitungen in Freizeit durch ein kleines Team erfolgen. Unser Versprechen war, bis zur Ref500-Lancierungsfeier am 4. Oktober einen aktualisierten Text für die Website zh-reformation.ch abzuliefern und unsere eigene Website mit den Logos zu ergänzen. Beides haben wir eingehalten. Diese Ausführungen hatte der bref-Redaktor von Andreas kyriacou bereits mündlich erhalten, als er sich entschieden hatte, einen Artikel mit nicht autorisierten Zitaten abzudrucken und online zu stellen. Das bref-Magazin, betreibt durchaus auch guten Journalismus. Es enttäuscht im vorliegenden Fall jedoch, dass es seiner Leserschaft nichts über die Zielsetzungen und Programminhalte des Denkfests kommunizieren will. Das ist aber selbstredend Ermessenssache der Redaktion. Es wäre allerdings redlicher gewesen, wenn Redaktor Heimito Nollé bei der telefonischen Anfrage am 3. Oktober transparent angekündigt hätte, dass er nur über die Logos und die Finanzierung schreiben wolle, statt ein generelles Interesse am Denkfest zu suggerieren. Und dass aus der am 4. Oktober per Mail erfolgten Bitte «Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir Ihre korrigierte Stellungnahme bis 13 Uhr schicken könnten» nachträglich eine minutengenaue Deadline wurde und ein Mail, das um 13.37 bei ihm einging, in der Berichterstattung nicht berücksichtigt wurde, ist journalistisch schlechter Stil.

Einen Vorteil hat diese Posse: das Denkfest wurde von mehr Medienschaffenden als bisher wahrgenommen. Wir freuen uns darauf, dass sie sich nun auch für die Inhalte interessieren… 

Fragwürdige Lieferung von Personendaten an Zürcher Kirchen gestoppt

Montag, 17. Juli 2017

Stadtzürcher Kirchen missionierten rechtswidrig bei konfessionsfreien Angehörigen von Kirchenmitgliedern; so auch bei EhepartnerInnen und deren Kindern. Diese Praxis ist nun gestoppt worden – zumindest in der Stadt Zürich.

Nach seiner bisherigen Praxis belieferte das Personenmeldeamt der Stadt Zürich die Kirchen systematisch auch mit Personendaten von Bürgern, die nicht Mitglieder der betreffenden Kirche waren. Aufgrund einer Intervention der Datenschutzbehörden stoppt das Personenmeldeamt nun diese fragwürdigen Datenlieferungen. Die Freidenker-Vereinigung begrüsst diese Praxisänderung.

Gemäss dem Recht des Kantons Zürich sind die Kirchgemeinden befugt, aus den Einwohnerregistern der Gemeinden unentgeltlich die Angaben zu erhalten, die sie zur Erfassung ihrer Mitglieder beziehungsweise zur Erfüllung ihrer kirchlichen Aufgaben benötigen. Bisher lieferte das Bevölkerungsamt der Stadt Zürich den Kirchen systematisch Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Bürgerort und Beruf, und zwar nicht nur von den Kirchenmitgliedern, sondern auch von deren Familienangehörigen. Die Kirchen erhielten damit detaillierte Daten von Personen, die mit einem Kirchenmitglied verheiratet waren, oder mit einem Kirchenmitglied in einer faktischen Lebensgemeinschaft oder einer eingetragenen Partnerschaft lebten. Dies auch dann, wenn diese Personen selbst keiner oder einer anderen Konfession angehörten. Die Kirchen benutzten diese Personendaten unter anderem auch zu Marketingzwecken, sprich Missionierung. Die Kirchen missbrauchten die vom Staat gratis erhaltenen Registerdaten zum Beispiel zum Versand von kirchlichem Werbematerial, etwa bei Geburt eines Kindes.

Ein betroffenes Freidenker-Mitglied, selbst Rechtsanwalt und Datenschutzexperte, deckte diese Praxis auf und intervenierte bei den Behörden erfolgreich dagegen.

Den betroffenen Kirchen gelang es auf Aufforderung der Behörden nicht, nachvollziehbar und überzeugend darzulegen, inwiefern sie zur Erfüllung ihrer kirchlichen Aufgaben auf die systematische Datenlieferung über konfessionsfremde Familienmitgliedern angewiesen sein sollen. Dementsprechend beurteilte die Datenschutzstelle der Stadt Zürich die systematische Datenlieferung von Personendaten von Nichtmitgliedern an Kirchgemeinden durch das Personenmeldeamt als unzulässig. Die Datenschutzstelle empfahl dem Personenmeldeamt, auf die systematische Lieferung dieser Daten an Kirchgemeinden zu verzichten und diesbezügliche Auskünfte nur noch auf Anfrage im konkreten Einzelfall zu erteilen.

Im Juli 2017 wurde bekannt, dass sowohl das Personenmeldeamt der Stadt Zürich als auch die betroffenen Kirchgemeinden die Empfehlung akzeptieren und diese so rasch wie möglich umsetzen werden.

Die Freidenker-Vereinigung begrüsst den Stopp dieser rechtswidrigen Praxis. Es ist eine gravierende Verletzung des Datenschutzes, wenn der Staat den Kirchen systematisch und bedingungslos detaillierte Personendaten von Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellt, die nicht einmal Mitglieder der betreffenden Kirchen sind. Die Freidenker-Vereinigung wird sich zum Schutz der Daten konfessionsfreier Menschen dafür einsetzen, dass solche Praktiken auch in anderen Gemeinden gestoppt werden.

Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS), fördert das freie, nicht von Dogmen, Tabus und anderen Hindernissen beschränkte Denken – seit über 100 Jahren. Sie vertritt die Interessen der religions- und konfessionsfreien Menschen in der Schweiz. Die FVS setzt sich dafür ein, religiöse Privilegien abzuschaffen und die wachsende Gemeinschaft der Konfessionsfreien vor rechtlichen und anderen Einmischungen durch religiöse Institutionen zu schützen.

Freidenker-Vereinigung der Schweiz, Sektion Zürich

Gerne stehen für Fragen zur Verfügung:

Gabriela Salvisberg, Präsidentin Sektion Zürich, gabriela.salvisberg@frei-denken.ch, 079 219 87 48

Caspar Humm, Rechtsanwalt, c.humm@gmx.ch, 079 780 74 52

Keine Grabrede wegen Kirchenaustritt

Sonntag, 16. April 2017

zueriost.ch vom 27.03.2017:

“Ein Fall aus Fällanden zeigt: Wer aus der Kirche austritt, hinterlässt beim Tod seinen Angehörigen Probleme, wenn diese bei der Abdankung kirchliche Dienste wünschen. Gemäss den Kirchen kommt das immer häufiger vor.
Karlis Gulbis ist im Alter von 39 Jahren verstorben, an Magenkrebs. Seit seinem Todestag sind mehr als neun Monate vergangen. Sein Lebenspartner Roland Wildhaber wird nie vergessen, wie er ihn an diesem 1. Juni ins Spital Zollikerberg bringen lassen musste. Monatelang hatte er ihn zuvor zu Hause in Fällanden gepflegt. Wenige Stunden nach der Einlieferung war Gulbis tot. «Das war für mich so unsäglich schmerzvoll, es gibt keine Worte dafür,» sagt Wildhaber Mit Wehmut erinnert er sich, wie sein Lebenspartner kurz vor seinem Tod noch nach einem Gläschen Chardonnay verlangte.

Abdankung gegen Eintritt

Wildhaber kümmerte sich um die Organisation der Beerdigung. Dabei nahm er Kontakt mit der Pfarrerin der Reformierten Kirchgemeinde Fällanden auf: «An ihren Namen kann ich mich leider nicht mehr erinnern.» Wildhaber bat die Pfarrerin eine Grabrede für seinen konfessionslosen Lebenspartner zu halten: «Einfach ein paar Worte, mehr nicht.»
Die Pfarrerin sei anur sehr schwer von diesem Wunsch zu überzeugen gewesen, so Wild­haber. «Plötzlich eröffnete sie mir, dass sie eine Rede halten würde, wenn ich im Gegenzug in die Reformierte Kirche eintreten würde.» Für Wildhaber «ein Erpressungsversuch vom Schlimmsten». Er vermutet, dass die Pfarrerin sich auch nicht zu einer Rede durchringen konnte, weil er und sein Partner ein gleichgeschlechtliches Paar waren. Das Gespräch war für ihn jedenfalls höchst ­unerfreulich und beschäftigte ihn lange. Wildhaber schrieb der Kirchgemeinde am 1. Februar einen Brief, in der er das Vorgefallene schilderte.
Durch die vermehrten Kirchenaustritte käme es tatsächlich ­immer häufiger vor, dass sich ­Angehörige von Konfessionslosen kirchliche Dienste bei Abdankungen wünschen, bestätigt Catherine McMillan, Pfarrerin der Reformierten Kirchgemeinde Dübendorf. Ihre Gemeinde sei seit einiger Zeit daran, eine einheitliche Handhabung zu erarbeiten.
Bei den Schwerzenbacher Reformierten kommt es ein-, zweimal pro Jahr vor, dass Konfessionslose eine Abdankung wünschen, das bei 15 bis 18 Bestattungen pro Jahr. «Wir machen eine Abdankung nur, wenn die Hinterblie­benen der Reformierten Kirche angehören – das ist dann auch kostenlos», so die Auskunft der Reformierten Kirchgemeinde.”

>>Ganzen Artikel lesen

“Nach 500 Jahren ist die Reformation vorbei” Reformierte Kirche im Zürcher Unterland auf dem Rückzug

Samstag, 25. März 2017

Artikel auf zuonline.ch (Zürcher Unterländer) vom 21.03.2017:

Die reformierte Kirche befindet sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Im Unterland hat sie seit 1990 kontinuierlich eingebüsst. Waren damals noch über die Hälfte der Unterländer Mitglied der protestantischen Kirche, so werden es bei gleichbleibendem Abwärtstrend bereits im Jahr 2020 keine 25 Prozent mehr sein.

Wie die Reformierten müssen auch die Katholiken mit einer stetigen Flut von Austrittsgesuchen fertig werden, sie schrumpfen aber dank der Zuwanderung weniger stark als die Zwinglianer. Weltweit gehören über die Hälfte der 2,4 Milliarden Christen der katholischen Kirche an. Einwanderer aus Italien, Portugal, Spanien oder Südamerika sind fast ausschliesslich Katholiken, was den lokalen Mitgliederschwund etwas mildert.

Mehr Gläubige, weniger Anteil

Tatsächlich gibt es heute im Unterland mit 62 000 Katholiken sogar knapp 10 000 mehr als noch 1990. Diese verteilen sich auf neun grosse Kirchgemeinden mit meist 4000 bis 10 000 Mitgliedern – die grösste ist jene im Furttal mit 10 300 Mitgliedern, welche die reformierte Kirche Bülach (10 000) als grösste Kirchgemeinde abgelöst hat.

So gesehen geht es der Kirche von Papst Franziskus im Unterland heute eigentlich gut. Nur relativ gesehen macht sich der Abwärtstrend auch hier bemerkbar: Weil die Bevölkerung seit 1990 um knapp 50 Prozent gewachsen ist, die Anzahl der Katholiken aber «nur» um 20 Prozent, ist der Anteil an der Gesamteinwohnerzahl in dieser Zeit von 33 auf 26 Prozent gesunken.

>>Artikel auf zuonline.ch lesen

Religiöse Wertvorstellungen gehören nicht in weltliche Gesetze – Freidenker erfreut über Schlappe für EDU-Initiative

Sonntag, 27. November 2016

Die Freidenker-Sektionen Zürich und Winterthur sind sehr erfreut, dass die Zürcher Bevölkerung mit überdeutlichem Mehr auch den jüngsten Versuch der EDU abgelehnt hat, religiöse «Normen» in weltliche Gesetze zu schreiben. Wie schon bei ihren beiden Vorlagen zur Sterbehilfe haben die Stimmberechtigten der EDU und ihrem fundamentalistischen Kurs die rote Karte gezeigt.

Das klare Ergebnis zeigt auch, dass die SVP mit ihrer Ja-Parole an ihrer eigenen Wählerbasis vorbei politisiert hat. Die Freidenker hoffen, dass die 30%-Partei erkennt, dass sie nichts gewinnen kann, wenn sie sich von einer 2%-Partei die Agenda setzen lässt.

Die Freidenker sind auch erfreut über das breite zivilgesellschaftliche Engagement, das gegen die Initiative zustande kam. Für die Freidenker, die sich für mehr Trennung von Staat und Kirche und für weltlich-humanistische Werte einsetzen, war es eine Selbstverständlichkeit, aktiv gegen dieses anachronistische Begehren einzustehen. Sie haben als einzige Organisation mit Plakaten vor allem in Gemeinden mit hohem EDU-Wähleranteil gegen die rückständige Ehe-Initaitive zu einem Nein aufgerufen.

Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte in Zürich: Samstag, 10.12.2016 – Elizabeth O’Casey (IHEU)referiert zum Thema: Die Situation um Frauen- und LGBTI-Rechte und die Projekte der IHEU

Montag, 21. November 2016

Wir schreiben das Jahr 2016 – und nach wie vor sind Frauen und bi-, homosexuelle oder Transgender-Personen vielerorts gar nicht oder nicht zureichend rechtlich geschützt. Mehr noch, werden Menschen, die sich nicht für den traditionellen heterosexuellen Lebensentwurf entscheiden, in vielen Ländern durch staatliche oder religiöse Institutionen und Gruppen gnadenlos verfolgt.

Elizabeth O’Casey ist Director of Advocacy bei der International Humanist and Ethical Union – IHEU. Sie wird uns in ihrem Referat (in Englisch) etwas über die Situation der Betroffenen sowie über die diesbezüglichen Projekte der IHEU erzählen.

Diese Veranstaltung entsteht in einer Kooperation von frei-denken.ch mit der Uni-Gruppe L-Punkt Zürich. Im Anschluss gibts einen kleinen Apéro.

 

 

Zeit: Beginn 17:00

Ort: Uni Zürich, Raum KO2-F-150, Karl Schmid-Strasse 4, 8006 Zürich.
Google Maps: Das Gebäude KO2 der Uni Zürich.

Eintritt: frei, Spendenbox

Bundesgericht sagt Nein zum Islamischen Kindergarten

Samstag, 5. November 2016

(…) “Die Vorinstanz bemängelte darüber hinaus, dass im Kindergartenkonzept eine Trennung zwischen religiösen und weltlichen Inhalten fehle. Vielmehr bestehe die Auffassung, das religiöse Wissen bilde die Basis von allem, was später erlernt und erlebt werde. Das geht gemäss Verwaltungsgericht über die für Privatschulen zulässige Setzung eines religiösen Schwerpunktes hinaus.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das im Volksschulgesetz festgehaltene Bekenntnis zu humanistischen und demokratischen Wertvorstellungen. Das Bundesgericht hält in seinem Urteil fest, dass es im Betriebskonzept an einem solchen Bekenntnis fehle.”

>>Zum Artikel auf tagesanzeiger.ch

NEIN zur Eheinitiative

Montag, 31. Oktober 2016

Veranstaltung von “philosophie.ch”: “Müssen wir Angst vor der Zukunft haben?”

Freitag, 28. Oktober 2016

Die Zukunft ist ungewiss. Manche PhilosophInnen – nämlich VertreterInnen der sogenannten Zeittheorie des „wachsenden Blocks“ – behaupten sogar, dass die Zukunft gar (noch) nicht existiert. Was können wir also über Sachverhalte wissen, die möglicherweise noch gar nicht real sind? Wir können lediglich Prognosen darüber anstellen, wie die Zukunft aussehen wird. Man kann aufgrund von Ausganssituationen und Tendenzen bis zu einem gewissen Grad darauf schliessen, was geschehen wird. Haben wir, in Anbetracht dieser Prognosen, Grund zur Angst? Was lässt sich daraus für unser Handeln ableiten? Über diese und weitere Fragen werden wir an der philosophischen Podiumsdiskussion am diesjähirgen UNESCO Welttag der Philosophie diskutieren. Insbesondere wird der Fokus auf Medizin, Wirtschaft und Umwelt liegen.

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«Grenzen der Toleranz» – Schweiz-Lesetour mit Michael-Schmidt-Salomon

Samstag, 1. Oktober 2016

Die offene Gesellschaft scheint in Gefahr, bedroht von Terroristen und Extremisten, welche die Gewalttätigen anfeuern uns instruieren. In seinem neuen Buch «Grenzen der Toleranz – warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen» setzt sich der Deutsche Philosoph und Autor Michael Schmidt-Salomon mit diesen Bedrohungen sowie  den möglichen Massnahmen, um diesen Gefahren zu begegnen, auseinander.

Anfang Dezember spricht Michael Schmidt-Salomon auf Einladung der Freidenker in sechs Deutschschweizer Städten: 

Termine:

So, 4.12. Eglisau

Aula Schulhaus Städtli, Obergass 57. 16.00 Uhr. Eintritt 10.
Die Veranstaltung wird organisiert in Zusammenarbeit mit “viva Eglisau”

Mo, 5.12. Lenzburg

Hotel Krone, Kronenplatz 20. 19.30 Uhr. Eintritt frei / Kollekte.

Di, 6.12. Luzern

Hotel Continental-Park, Murbacherstrasse 4, 6002 Luzern 19.30  Eintritt frei / Kollekte.

Mi, 7.12. Chur

Brandissaal, Brandisstrasse 12. Apéro 18.15 Uhr, Beginn 19.15 Uhr. Eintritt frei / Kollekte. 

Do, 8.12. Brig

Buchhandlung ZAP*, Furkastrasse 319.00 Uhr. Eintritt 12.- (6.- für Mitglieder Buchclub ZAP und Freidenker).

Fr, 9.12. Bern

Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 19.00 Uhr, anschliessend Apéro. Eintritt frei / Kollekte.
 

Im einem längeren Essay, welches am 29. September im Tages-Anzeiger erschien, führte der Autor einige zentrale Thesen aus, die er im Buch umfassend beleuchtet. Unter anderem plädiert Michael Schmidt-Salomon dafür, zwei Trennlinien zu unterscheiden: Die erste hält auseinander, was toleriert werden muss, und was nicht mehr toleriert werden darf – auch eine offene Gesellschaft darf nicht alles hinnehmen, soll sie erhalten bleiben. Die zweite Linie grenzt das Tolerierbare von dem ab, was akzeptiert werden muss – das zu Akzeptierende heisst man gut, was gegenüber dem bloss Tolerierten nur um den Preis der Selbstverleumdung möglich wäre.

Am Beispiel der Behauptung von Kreationisten, die Erde sei erst 6000 Jahre alt, veranschaulicht er den Unterschied: eine derart realitätsferne Idee braucht man nicht zu akzeptieren. Man darf sie ablehnen, ja auch verspotten. Hingegen müssen wir akzeptieren, dass jeder Einzelne wirren Ideen anhängen darf und auch die Freiheit hat, diese Ideen zu bewerben. Umgekehrt muss der Kreationist akzeptieren, dass man seinen Überzeugungen widerspricht, auch wenn er dies als beleidigend empfindet.

Es ist also zwischen dem Akzeptierbaren, dem Nur-Tolerierbaren und dem Nicht-mehr-Tolerierbaren zu unterscheiden. Der Autor führt aus, dass diese Trennlinien in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich gezogen werden. Eine offene Gesellschaft beachtet bei diesen Grenzziehungen vier Prinzipien, hinter die sie nicht zurückfallen darf: Liberalität, Egalität, Säkularität und Individualität. Im Essay, und ausführlicher im Buch, führt Michael Schmidt-Salomon aus, wieso es gerade diese Prinzipien sind, welche freie von unfreien Gesellschaften unterscheiden. Und wieso in einer freien Gesellschaft auch mehr zu tolerieren ist.

Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte in Lenzburg, Luzern, Chur, Brig und Bern!

 

 

Impressionen

Büchertisch

Michael Schmidt Salomon / Brigg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Full House!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Presseartikel

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