Archiv für die Kategorie „Kt. Luzern“

“Ziemlich buntes Licht” – Studie der Uni Luzern zur Religionsvielfalt im Kanton Luzern

Montag, 16. Januar 2017

“200 Wege, um zu Gott zu finden” – Artikel auf luzernerzeitung.ch vom 16.01.2017

Luzern ist ein tief katholischer Kanton – daran hat sich in den letzten 150 Jahren nichts geändert. Das heisst allerdings nicht, dass es nur eine Kirche gab und gibt. Im Gegenteil: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden über 200 religiöse Gruppen und Gemeinschaften im Kanton. Einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung dieser Gemeinschaften bietet das Projekt «Religionsvielfalt im Kanton Luzern» des religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.

Ein Blick auf die interaktive Karte (siehe Hinweis) zeigt: Religionsvielfalt im Kanton Luzern heisst zunächst einmal Christentum im Plural. 79 Prozent der Wohnbevölkerung gehören dem Christentum an. Sie teilen sich ­jedoch in römisch-katholische, evangelisch-reformierte, freikirchliche, christkatholische, ­orthodoxe, altorientalische und weitere Gemeinschaften auf.

Ebenfalls augenfällig: Gemeinschaften nicht-christlicher Religionen sind fast nur in der Stadt und Agglomeration Luzerns anzutreffen. «Wir haben ein gewisses Stadt-Land-Gefälle zwar erwartet, diese Deutlichkeit ist allerdings schon bemerkenswert», sagt Martin Baumann, Leiter des Religionswissenschaftlichen Seminars. So ermittelten die Forscher innerhalb der Agglomeration Luzerns etwa zwölf buddhistische, acht islamische und je zwei hinduistische und jüdische Gruppen und Gemeinschaften.

>>Zum Artikel auf luzernerzeitung.ch

«Grenzen der Toleranz» – Schweiz-Lesetour mit Michael-Schmidt-Salomon

Samstag, 1. Oktober 2016

Die offene Gesellschaft scheint in Gefahr, bedroht von Terroristen und Extremisten, welche die Gewalttätigen anfeuern uns instruieren. In seinem neuen Buch «Grenzen der Toleranz – warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen» setzt sich der Deutsche Philosoph und Autor Michael Schmidt-Salomon mit diesen Bedrohungen sowie  den möglichen Massnahmen, um diesen Gefahren zu begegnen, auseinander.

Anfang Dezember spricht Michael Schmidt-Salomon auf Einladung der Freidenker in sechs Deutschschweizer Städten: 

Termine:

So, 4.12. Eglisau

Aula Schulhaus Städtli, Obergass 57. 16.00 Uhr. Eintritt 10.
Die Veranstaltung wird organisiert in Zusammenarbeit mit “viva Eglisau”

Mo, 5.12. Lenzburg

Hotel Krone, Kronenplatz 20. 19.30 Uhr. Eintritt frei / Kollekte.

Di, 6.12. Luzern

Hotel Continental-Park, Murbacherstrasse 4, 6002 Luzern 19.30  Eintritt frei / Kollekte.

Mi, 7.12. Chur

Brandissaal, Brandisstrasse 12. Apéro 18.15 Uhr, Beginn 19.15 Uhr. Eintritt frei / Kollekte. 

Do, 8.12. Brig

Buchhandlung ZAP*, Furkastrasse 319.00 Uhr. Eintritt 12.- (6.- für Mitglieder Buchclub ZAP und Freidenker).

Fr, 9.12. Bern

Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 19.00 Uhr, anschliessend Apéro. Eintritt frei / Kollekte.
 

Im einem längeren Essay, welches am 29. September im Tages-Anzeiger erschien, führte der Autor einige zentrale Thesen aus, die er im Buch umfassend beleuchtet. Unter anderem plädiert Michael Schmidt-Salomon dafür, zwei Trennlinien zu unterscheiden: Die erste hält auseinander, was toleriert werden muss, und was nicht mehr toleriert werden darf – auch eine offene Gesellschaft darf nicht alles hinnehmen, soll sie erhalten bleiben. Die zweite Linie grenzt das Tolerierbare von dem ab, was akzeptiert werden muss – das zu Akzeptierende heisst man gut, was gegenüber dem bloss Tolerierten nur um den Preis der Selbstverleumdung möglich wäre.

Am Beispiel der Behauptung von Kreationisten, die Erde sei erst 6000 Jahre alt, veranschaulicht er den Unterschied: eine derart realitätsferne Idee braucht man nicht zu akzeptieren. Man darf sie ablehnen, ja auch verspotten. Hingegen müssen wir akzeptieren, dass jeder Einzelne wirren Ideen anhängen darf und auch die Freiheit hat, diese Ideen zu bewerben. Umgekehrt muss der Kreationist akzeptieren, dass man seinen Überzeugungen widerspricht, auch wenn er dies als beleidigend empfindet.

Es ist also zwischen dem Akzeptierbaren, dem Nur-Tolerierbaren und dem Nicht-mehr-Tolerierbaren zu unterscheiden. Der Autor führt aus, dass diese Trennlinien in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich gezogen werden. Eine offene Gesellschaft beachtet bei diesen Grenzziehungen vier Prinzipien, hinter die sie nicht zurückfallen darf: Liberalität, Egalität, Säkularität und Individualität. Im Essay, und ausführlicher im Buch, führt Michael Schmidt-Salomon aus, wieso es gerade diese Prinzipien sind, welche freie von unfreien Gesellschaften unterscheiden. Und wieso in einer freien Gesellschaft auch mehr zu tolerieren ist.

Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte in Lenzburg, Luzern, Chur, Brig und Bern!

 

 

Impressionen

Büchertisch

Michael Schmidt Salomon / Brigg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Full House!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Presseartikel

>>Suedostschweiz.ch

>>Walliser Bote

 

Camp Quest 2016: Review von Valentin Abgottspon

Freitag, 23. September 2016

Zwischen dem dritten und vierten Juli-Wochenende veranstaltete die Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS) zum vierten Mal ihr wissenschaftlich-humanistisches Sommerlager für Kinder und Jugendliche.

In diesem Jahr hatte es uns zwischen dem 17. bis 23. Juli in die Zentralschweiz an den Vierwaldstättersee verschlagen. Leicht erhöht über Horw im Kanton Luzern lag unser Lagerhaus mit malerischer Aussicht auf den See und die Berge. (weiterlesen…)

Kt. LU: Caritas verliert Asylbetreuung

Donnerstag, 30. April 2015

Das Kantonsparlament hatte 2013 nach Kritik an der Caritas und aus Wettbewerbsgründen gefordert, dass die Regierung den Betreuungsauftrag öffentlich ausschreibt. In dem Zusammenhang entschloss sich Sozialdirektor Guido Graf dafür, das Asylwesen im Kanton grundlegend neu zu konzipieren.
http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/lu/luzern/Kanton-Luzern-krempelt-sein-Asylwesen-um;art92,525542

Luzerner GymnasiastInnen – denkt selber!

Donnerstag, 27. November 2014

Im Kanton Luzern findet aktuell ein weiteres Rückzugsgefecht der katholischen Tradition statt. Aus Spargründen will der Regierungsrat ab 2016 das Fach «Religion und Ethik» an den obersten Gymnasialklassen streichen. Was anderswo selbstverständlich ist, wollen Luzerner Katholiken verhindern: Sie beanspruchen die Deutungshoheit über den Ethikunterricht ihrer Eliten.
http://www.news.ch/Luzerner+GymnasiastInnen+denkt+selber/645602/detail.htm

Kt. LU: “Kanton erzürnt Religionslehrer”

Dienstag, 28. Oktober 2014

Der Regierungsrat will das Fach Religion und Ethik für das Kurzzeitgymi streichen. Die Lehrer wehren sich – und sammeln Unterschriften für eine Petition.

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/lu/luzern/Kanton-erzuernt-Religionslehrer;art92,437143

Kt. LU: Parlament will kein weiteren “Landeskirchen”

Dienstag, 1. Juli 2014

Das Luzerner Kantonsparlament will nichts von einem neuen Gesetz wissen, welches weitere Religionsgemeinschaften im Kanton anerkennt. Der Rat hat einen entsprechenden Vorstoss mit 63 zu 50 Stimmen abgelehnt.
http://www.srf.ch/news/regional/zentralschweiz/parlament-will-keine-weiteren-religionen-anerkennen

Kt. LU: Grüne und SP wollen staatliche Islam-Anerkennung

Freitag, 4. April 2014

Im Kanton Luzern sind drei christliche Glaubensgemeinschaften als Landeskirchen öffentlich-rechtlich anerkannt. Mit der neuen Kantonsverfassung, seit 2008 in Kraft, wurde die Möglichkeit geschaffen, weiteren Religionsgemeinschaften denselben Status zu gewähren. Noch immer fehlt aber das entsprechende Gesetz dazu, obwohl andere Religionsgemeinschaften, zum Beispiel die Muslime, sich für eine öffentlich-rechtliche Anerkennung interessieren. Nun hat Heidi Rebsamen, Kantonsrätin der Grünen, am Dienstag, 1. April, eine Motion eingereicht, wie die «Neue Luzerner Zeitung» (3. April) berichtete.
http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=253333

Religiöser Zwang statt Wahlfreiheit?

Donnerstag, 3. April 2014

Kirchen tun viel Gutes für die Bewohner des Kantons Luzern. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und engagieren sich im sozialen Bereich sowie für Bildung und Seelsorge. Natürlich muss all dies auch finanziert werden. Dafür reichen die Steuerzahlenden den Kirchen unterstützend die Hände und Freiwillige leisten Frondienst. Alle natürlichen Personen haben dabei die Wahlfreiheit, ob und an welche christliche Gemeinschaft sie Kirchensteuer zahlen möchten – ganz im Gegensatz zu den juristischen Personen. Unternehmen müssen die Steuer grundsätzlich entrichten. Die Einnahmen werden dann unter den drei Landeskirchen aufgeteilt. Aber ist es in einer vielfältigen und liberalen Gesellschaft vertretbar, dass der Staat dazu zwingt, eine christliche Kirche finanziell zu unterstützen? Zweifel sind angebracht.
http://blogs.zentralplus.ch/de/blogs/politblog/1171403/Religi%C3%B6ser-Zwang-statt-Wahlfreiheit.htm

Kt. LU: Unternehmen sollen weiterhin Kirchensteuern zahlen

Dienstag, 18. März 2014

Im Kanton Luzern zahlen auch die Unternehmen den Landeskirchen Steuern. Der Regierungsrat sieht keinen Grund, dies zu ändern, und lehnt ein Postulat aus den Reihen der Grünliberalen ab.
http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/lu/luzern/Unternehmen-sollen-im-Kanton-Luzern-weiterhin-Kirchensteuern-zahlen;art92,348528