Archiv für die Kategorie „Kt. Glarus“

Glarus stellt die Burka-Frage – Abstimmung mit nationaler Bedeutung

Freitag, 5. Mai 2017

tagesanzeiger.ch vom 4.5.2017:

Jeder, der davon hört, fragt: Gibt es überhaupt Burkaträgerinnen im Kanton Glarus? Weshalb stimmen ausgerechnet die Glarnerinnen und Glarner, die nach Zürich reisen müssen, um eine Frau mit Vollschleier anzutreffen, über ein Verbot desselben ab?

«Doch, es hat zwei, in Niederurnen», sagt Kaspar Krieg, Präsident der kantonalen SVP. Er sei sogar einmal bei einer zu Hause gewesen, aus beruflichen Gründen, erzählt der gelernte Schreiner. Und habe dort zehn Minuten vor der Tür warten müssen, bis sie fertig angezogen war. «Das ist halt so bei denen», sagt er mit amüsiertem Unterton. Er klingt nicht wie einer, der anderen vorschreiben will, wie sie sich zu kleiden haben. Tatsächlich hat Kaspar Krieg, der auch im Landrat sitzt, sich der Stimme enthalten, als das Kantonsparlament im Dezember 2015 abstimmte. Er sei damals tendenziell gegen ein kantonales Verhüllungsverbot gewesen, sagt Krieg. Heute ist er hin und her gerissen. «Vielleicht sollte man doch ein Zeichen setzen gegen den fundamentalistischen Islam.» Er werde sich auf dem Landsgemeindering spontan entscheiden.

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Reformierte Glarus: Tiefere Hürden für die kirchliche Taufe

Samstag, 19. November 2016

Die Synode der Reformierten Landeskirche Glarus hat am 17. November Hürden für die kirchliche Taufe abgebaut. Gotte und Götti müssen nicht mehr zwingend Kirchenmitglieder sein.

https://www.ref.ch/news/synode-gl-tiefere-huerden-fuer-die-kirchliche-taufe/

Den Glarner Landeskirchen gehen die Mitglieder aus

Sonntag, 19. April 2015

Bei der römisch-katholischen Glarner Landeskirche ist die Anzahl an Mitgliedern in den letzten 15 Jahren um rund 20 Prozent zurückgegangen, bei der evangelisch-reformierten um rund 22 Prozent in den letzten 25 Jahren. Und: «Eine Trendwende ist derzeit nicht erkennbar», sagt Stefan Müller, Präsident des katholischen Glarner Kirchenrats.
http://www.bote.ch/politik/den-glarner-landeskirchen-gehen-die-mitglieder-aus

Kt. Glarus: Landratswahlen 1. Juni 2014

Mittwoch, 28. Mai 2014

Auf smartvote können Sie erfahren welche KandidatInnen die Trennung von Staat und Kirche befürworten: Beantworten Sie im ausführliche  Fragenkatalog lediglich die entsprechende Frage in der Kategorie “Gesellschaft & Ethik” und lassen Sie sich für Ihren Wahlkreis auflisten, wer ebenfalls für die Trennung ist.

Klerikale Knebelverträge

Donnerstag, 29. November 2012

Religionsgemeinschaften sind selbsternannte Experten für die «Ewigkeit», wissen genau, was dort gelten wird, drohen gerne mit ewigen Qualen und nehmen deshalb Ablassgelder für begangene Sünden. Derzeit macht sich gerade die katholische Glarner «Landeskirche» mit der Klage auf einen Ablasshandel lächerlich, denn selbst biblisch betrachtet wäre die Schuld des betreffenden Glarner Mörders bereits vor 600 Jahren gesühnt gewesen.

http://www.news.ch/Klerikale+Knebelvertraege/565857/detail.htm

Kt. GL: Kirche geht wegen 70 Franken vor Gericht

Montag, 26. November 2012

Es war Mord. Anno 1357. Um der Todesstrafe zu entkommen, stiftete der Täter, Konrad Müller aus Niederurnen, der Kirche Mollis damals ein Ewiges Licht. Für dessen Betrieb verpflichtete er sich, das Nussöl zu liefern – auf ewige Zeit. Diese Sühne soll laut der altrechtlichen Vereinbarung jeweils der Eigentümer seiner Liegenschaft erbringen. Heute sind das die Besitzer der Parzellen 67 und 72 in Näfels. Sie werden mangels Nussbäumen je hälftig mit 70 Franken jährlich zur Kasse gebeten.
Nun wehrt sich einer der Grundeigentümer gegen diese Grundlast. Es bestehe keine rechtliche Handhabe und es liege ihm fern, für den alten Mord zu büssen. Die Kirche Näfels indes, seit der Reformation Besitzerin des Lichts, beharrt auf «Recht und Tradition». Nach dem gescheiterten Versuch einer gütlichen Einigung zieht sie gegen den ungehorsamen Erdenbürger vor das Gericht.

http://www.suedostschweiz.ch/zeitung/kirche-geht-wegen-70-franken-vor-gericht

Kirchenaustritt auf katholisch – zwischen Schikane und Vereinnahmung

Sonntag, 4. März 2012

Das Bistum Chur publiziert – mit Blick auf die Trennung von Staat und Kirche ? – neue Richtlinien für den Kirchenaustritt.

Während die katholische Kirche Austrittswillige in der Regel mit dem Hinweis auf den Verlust des Rechts auf eine kirchliche Hochzeit oder Bestattung von ihrem Vorhaben abzuhalten versucht und das Bistum Sitten Austretende neu an die Taufgemeinde verweist, gelten nun im Bistum Chur, zu dem auch der Kanton Zürich gehört, neue Richtlinien. Sie weisen darauf hin, dass der Kirchenaustritt lediglich den Austritt aus der staatskirchenrechtlichen Kirchgemeinde bedeutet, ansonsten gelte “einmal getauft – immer getauft”.

Bei den Reformierten bedeutet die Taufe schlicht die Aufnahme in die Gemeinschaft und ist ein Austritt ein Austritt. Sie erlassen deshalb vermehrt Gebührenordnungen für Dienstleistungen an Ausgetretene.

Die Katholiken hingegen bewirtschaften die Indoktrination der ungefragt Getauften weiterhin mit theologischer Vereinnahmung, «Barmherzigkeit» und  mehr oder weniger subtilem Druck zu «freiwilligen» Beiträgen.

Wer aus Überzeugung austritt, muss sich von solchen Deutungen nicht beeindrucken lassen. Junge Eltern sollten sich diese Sachverhalte aber bewusst machen, bevor sie ihre Kinder aus reiner Tradition zur katholischen Taufe bringen.

 

Bistum Chur

In den Richtlinien steht: “Die Kirchgemeinde schickt der Person ein Schreiben, in dem sie dieser gegenüber ihr Bedauern zum Ausdruck bringt und
sie bittet, ein beigelegtes Austrittformular auszufüllen und eingeschrieben zurückzusenden. In diesem Formular wird die Angabe der Taufpfarrei der Person nicht verlangt.
Ziel ist, den Wiedereintritt zu erleichtern, oder wenigstens die Austretenden als SpenderInnen zu erhalten.
“Nur in den Fällen, in denen aufgrund der Eindeutigkeit der vorhandenen Unterlagen oder des geführten Gespräches sicher ist, dass es sich um einen bewussten Glaubensabfall (Häresie, Apostasie, Schisma) handelt, wird seitens des Pfarramtes anhand des Formulars des Ordinariates (http://www.bistum-chur.ch/personenstand.pdf) bei diesem um Erlaubnis für eine Meldung an die Taufpfarrei gebeten. Es handelt sich hier bei einzelnen Fällen um einen  5. Schritt. In allen anderen Fällen, in denen die Absicht der austretenden Person nicht 100% eindeutig ist, ist es pastoral besser, die Frage offen zu lassen.”

Leitlinien Kirchenaustritt Bistum Chur.pdf

Bistum Sitten

Im Wallis gibt es keine funktionalen Kirchgemeinden. 2010 hat das Bistum festgelegt, dass Kirchenaustrittsgesuche an die Taufgemeinde zu stellen seien.

Gemäss Seite 9 der Weisungen Bistum Sitten.pdf

Bistum Basel

Das Bistum weist deutlich auf die Vereinnahmung durch die Sakramenterteilung an Ausgetretenen hin:

“Grundsätzlich hört die Heilssorge der Kirche für einen Getauften mit dessen Kirchenaustritt nicht auf. Das sollen die Ausgetretenen – ohne Aufdringlichkeit, mit Klugheit – auch spüren können. Ziel dieser Heilssorge ist es, jemanden, der aus der Kirche ausgetreten ist, zur vollen Gemeinschaft der Kirche zurückzuführen. Von diesem Grundsatz her sind die Fragen anzugehen, die sich im Zusammenhang mit der Sakramentenspendung und mit Beerdigungen stellen.”

Bistum Basel Kirchenaustritte.pdf

Bistum St. Gallen

Hier erfordert der Kirchenaustritt eine “amtlich beglaubigte” Unterschrift – ganz im Gegensatz zum Beitritt. Eine vom Bundesgericht abgesegnete Schikane.
Das Papier des Bistums St. Gallen zum Kirchenaustritt ist 12 Seiten das lang. Auf Seite 8 geht es dann zur Sache:
Teilt ein Katholik schriftlich und mit beglaubigter Unterschrift den „Austritt“ aus der römisch- katholischen Kirche dem Kirchenverwaltungsrat mit, erlischt mit Datum des Eingangs der Erklärung die Mitgliedschaft in der Kirchgemeinde. Damit enden Rechte und Pflichten in der Kirchgemeinde und im Konfessionsteil. Ein solcher Schritt kann eine Abkehr von der Kirche überhaupt bedeuten und ist in jedem Fall ein schwerwiegender Verstoss gegen die Kirche als Gemeinschaft.
Die Seelsorgenden machen den „Ausgetretenen“ aufmerksam auf die in der Formulierung enthaltene Tragweite seiner Erklärung: Aufkündigung der Glaubensgemeinschaft, Verzicht auf die Sakramente der Kirche, Verzicht auf die Dienste der Kirche, Verlust des Mitspracherechts in der Kirche, Schwierigkeit in der Übernahme einer Patenschaft, Verzicht auf den Anspruch auf eine kirchliche Beerdigung.
Falls die Hinterbliebenen doch eine kirchliche Abdankung wünschen würden, solle ihnen nahegelegt werden, nach Möglichkeit aus dem Nachlass des Verstorbenen einen angemessenen Beitrag an die Kirchgemeinde zu leisten als Kompensation für die aufgekündigte Solidarität mit der Kirche.

Kirche und „Kirchenaustritt“.pdf

Bistum FR/VD/GE

“Die Austrittserklärung lässt sich im Sinne des Kirchenrechts am ehesten als Tatsache verstehen, die einer Apostasie oder einem Schisma gleich kommt. Das aber müsste durch ein seelsorgerliches Gespräch geklärt werden. Der Tatbestand der Apostasie/des Schismas zieht die Exkommunikation nach sich (Can. 1364 § 1). Eine exkommunizierte Person darf keine Sakramente empfangen. Der Exkommunizierte bleibt aber passives Mitglied der Kirche. Er ist nicht aus der Kirche ausgeschlossen, sondern nur aus der aktiven Gemeinschaft der Gläubigen ausgesondert. Wenn in unserem kantonalen Kirchenstatut von «Austritt aus der römisch-katholischen Kirche» gesprochen wird, so kann von kirchlicher Seite damit nur der Ausschluss aus der aktiven Kirchengemeinschaft gemeint sein.”

Aus: Richtlinien zum Austritt aus der römisch-katholischen Kirche im Kanton Freiburg vom 1. Juli 2004

Ein weiterer Text der FVS

 

 

 

Kt. GL: Kanton schützt Schülerdaten vor Kirchen

Montag, 4. Juli 2011

glarus24.ch
Die Evangelisch-Reformierte und die Römisch-Katholische Kirche des Kantons Glarus sehen sich mit beträchtlichen Schwierigkeiten bei der Organisation des Religionsunterrichtes an den Schulen konfrontiert. Der Grund liegt darin, dass die neuen Gemeinden zum Teil bis heute nicht bereit sind, den Kirchen die erforderlichen Schülerlisten zu liefern. Was früher problemlos funktionierte, scheint nun aufgrund restriktiver Weisungen der Kantonalen Datenaufsichtsstelle blockiert zu sein.

http://www.glarus24.ch/ganzer-Kanton.568.0.html?&cHash=0075fc2fb894ce04d63f7001bf4ad638&tx_ttnews[tt_news]=33186

Gehen Sie an Weihnachten in die Kirche?

Freitag, 24. Dezember 2010
UMFRAGE der Südostschweiz | 23.12.2010, 18:37
Ja  33% (81 Stimmen)
Nein  58% (144 Stimmen)
Weiss noch nicht  10% (24 Stimmen)
Total abgegebene Stimmen: 249

Laizität wählen im Kanton Glarus: Landratswahlen 2010

Freitag, 2. April 2010

Die FVS hat Anfang April 2010 alle Kantonalparteien angeschrieben und auf diese Seite aufmerksam gemacht. Die Antworten werden laufend ergänzt.

Auf www.smartvote.ch geben die KandidatInnen ebenfalls Auskunft über ihre Haltung zu

  • Konfession (im persönlichen Profil)
  • Sterbehilfe
  • Kirchensteuer für juristische Personen

KandidatInnen, die sich in der Umfrage der FVS für die vollständige Trennung von Staat und Kirche im Kanton Glarus aussprechen:

Kreis Glarus Nord
Partei Rot=gewählt
Kistler Marco SP/JUSO 1. Ersatz auf der Liste