Die GLP hat ihn gefragt, die Jusos haben ihn gefragt. Nur bei der SP Baselland war die religiöse Weltanschauung von Thomi Jourdan (EVP) kein Thema. «Das hat mich auch gewundert», sagt SP-Präsident Martin Rüegg: http://www.tageswoche.ch/de/2013_18/basel/540036/die-sp-will-nichts-von-jourdans-glauben-wissen.htm
Archiv für die Kategorie „Kt. Basel-Landschaft“
Kt. BL, Regierungsratswahlen: Die SP will nichts von Jourdans Glauben wissen
Mittwoch, 8. Mai 2013
Ist Gott ein Linker? Oder doch eher ein heimlicher SVP-Sympathisant?
Mittwoch, 23. Januar 2013
Normalerweise beschäftigen sich Politiker mit profanen Fragen. Nicht so im Baselbieter Wahlkampf. Da geht es plötzlich um den Glauben. Aber Gott sei Dank nicht nur: http://www.tageswoche.ch/de/2013_03/basel/503357/ist-gott-ein-linker-oder-doch-eher-ein-heimlicher-svp-sympathisant.htm
Normalerweise beschäftigen sich Politiker mit profanen Fragen. Nicht so im Baselbieter Wahlkampf. Da geht es plötzlich um den Glauben. Aber Gott sei Dank nicht nur: http://www.tageswoche.ch/de/2013_03/basel/503357/ist-gott-ein-linker-oder-doch-eher-ein-heimlicher-svp-sympathisant.htm
BL: Regierung will Kirchensteuer nicht mehr gratis eintreiben
Freitag, 24. August 2012
Der Regierungsrat überweist dem Landrat im Rahmen des Entlastungspakets 12/15 einen Entwurf zur Änderung des Kirchengesetzes: Die kantonale Steuerverwaltung erhebt von den steuerpflichtigen juristischen Personen eine Kirchensteuer von 5 Prozent des Staatssteuerbetrags zugunsten der Landeskirchen. Die Kirchensteuer wird zusammen mit der Staatssteuer in Rechnung gestellt und einmal jährlich an die Landeskirchen verteilt. Diese Dienstleistung hat die Steuerverwaltung bisher unentgeltlich zugunsten der Landeskirchen erbracht. Mit der neu einzuführenden Provision soll der Aufwand der kantonalen Steuerverwaltung für den Bezug der Kirchensteuern abgegolten werden. Es soll daher für den Bezug und die Weiterleitung der Kirchensteuern an die Landeskirchen eine Bezugsprovision von 1 Promille (Korrektur nach Nachfrage: 1 Prozent) des bezogenen Kirchensteuerbetrags eingeführt werden. Diese Provision führt beim Kanton zu einem zusätzlichen Ertrag von über 80’000 Franken pro Jahr.
Das Total der Kirchensteuern in BL beträgt demzufolge Korrektur nach Nachfrage: 8 Millionen.
http://www.baselland.ch/Newsdetail-Finanzen-Kirchen.309167+M54be7c652e4.0.html PM wurde nach der Nachfrage von AK korrigiert.
Der Regierungsrat überweist dem Landrat im Rahmen des Entlastungspakets 12/15 einen Entwurf zur Änderung des Kirchengesetzes: Die kantonale Steuerverwaltung erhebt von den steuerpflichtigen juristischen Personen eine Kirchensteuer von 5 Prozent des Staatssteuerbetrags zugunsten der Landeskirchen. Die Kirchensteuer wird zusammen mit der Staatssteuer in Rechnung gestellt und einmal jährlich an die Landeskirchen verteilt. Diese Dienstleistung hat die Steuerverwaltung bisher unentgeltlich zugunsten der Landeskirchen erbracht. Mit der neu einzuführenden Provision soll der Aufwand der kantonalen Steuerverwaltung für den Bezug der Kirchensteuern abgegolten werden. Es soll daher für den Bezug und die Weiterleitung der Kirchensteuern an die Landeskirchen eine Bezugsprovision von 1 Promille (Korrektur nach Nachfrage: 1 Prozent) des bezogenen Kirchensteuerbetrags eingeführt werden. Diese Provision führt beim Kanton zu einem zusätzlichen Ertrag von über 80’000 Franken pro Jahr.
Das Total der Kirchensteuern in BL beträgt demzufolge Korrektur nach Nachfrage: 8 Millionen.
http://www.baselland.ch/Newsdetail-Finanzen-Kirchen.309167+M54be7c652e4.0.html PM wurde nach der Nachfrage von AK korrigiert.
Basel: Kinderspital führt Beschneidungspraxis weiter
Montag, 23. Juli 2012
Das Universitäre Kinderspital beider Basel (UKBB) will an der bisherigen Praxis der Durchführung von rituellen Beschneidungen festhalten. Das wurde heute beschlossen. Solange sich an der geltenden Rechtlage in der Schweiz nichts ändere, wolle man von einer Änderung absehen.
http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=233823
Die christlichen Kirchen beider Basel begrüssen den Entscheid, wie sie gleichentags mitteilten.
http://www.kath.ch/index.php?PHPSESSID=dukpgu5dpqn737kv01fii67lk5&na=11,11,0,0,d,82894
Das Universitäre Kinderspital beider Basel (UKBB) will an der bisherigen Praxis der Durchführung von rituellen Beschneidungen festhalten. Das wurde heute beschlossen. Solange sich an der geltenden Rechtlage in der Schweiz nichts ändere, wolle man von einer Änderung absehen.
http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=233823
Die christlichen Kirchen beider Basel begrüssen den Entscheid, wie sie gleichentags mitteilten.
http://www.kath.ch/index.php?PHPSESSID=dukpgu5dpqn737kv01fii67lk5&na=11,11,0,0,d,82894
BS/BL: Streit um Schwimmunterricht esakliert
Montag, 23. April 2012
AZ
Der Streit um den obligatorischen Schwimmunterricht eskaliert. Die Muslime werfen den Behörden beider Basel Rassismus vor. Die Schwimmbussen führen derweil zu einer Solidarisierungswelle unter den Muslimen der Region.
Bericht auf TeleBasel: http://www.telebasel.ch/de/tv-archiv/&id=366791623
AZ
Der Streit um den obligatorischen Schwimmunterricht eskaliert. Die Muslime werfen den Behörden beider Basel Rassismus vor. Die Schwimmbussen führen derweil zu einer Solidarisierungswelle unter den Muslimen der Region.
Bericht auf TeleBasel: http://www.telebasel.ch/de/tv-archiv/&id=366791623
Basel: Muslime wollen Privatschule
Donnerstag, 26. Januar 2012
20 Minuten
Der Streit um den obligatorischen Schwimmunterricht spitzt sich zu: Eine Gruppe von Muslimen aus beiden Basel plant eine eigene muslimische Privatschule von Kindergarten- bis Sekundarstufe.
Für den Baselbieter Regierungsrat Urs Wüthrich ist aber klar: «Der Lehrplan muss auch in Privatschulen erfüllt werden.»
20 Minuten
Der Streit um den obligatorischen Schwimmunterricht spitzt sich zu: Eine Gruppe von Muslimen aus beiden Basel plant eine eigene muslimische Privatschule von Kindergarten- bis Sekundarstufe.
Für den Baselbieter Regierungsrat Urs Wüthrich ist aber klar: «Der Lehrplan muss auch in Privatschulen erfüllt werden.»
Kt. BL Kirchensteuer juristische Personen / Kantonale Beiträge
Dienstag, 22. November 2011
Im Budget 2012 werden die Kirchensteuern der juristischen Personen mit 8.1 Mio. Franken veranschlagt.
Sie werden gemäss den Mitgliederzahlen an die drei anerkannten Landeskirchen verteilt.
Aus allgemeinen Steuermitteln werden 2012 10.5 Mio Franken an die drei anerkannten Landeskirchen verteilt.
http://www.baselland.ch/fileadmin/baselland/files/docs/reg-verw/strategie/jahresplanung_2012.pdf
Im Budget 2012 werden die Kirchensteuern der juristischen Personen mit 8.1 Mio. Franken veranschlagt.
Sie werden gemäss den Mitgliederzahlen an die drei anerkannten Landeskirchen verteilt.
Aus allgemeinen Steuermitteln werden 2012 10.5 Mio Franken an die drei anerkannten Landeskirchen verteilt.
http://www.baselland.ch/fileadmin/baselland/files/docs/reg-verw/strategie/jahresplanung_2012.pdf
Kt. BL: Ref. Pfarrgehälter zu 46% aus allgemeinen Steuermitteln finanziert
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Mit den Kantonsbeiträgen bezahlt die Kirche zunächst die Pfarrstellen an den Kantonsspitälern und in der Gefängnisseelsorge. Den Rest verwendet sie zur Subventionierung der Gemeindepfarrstellen. Im Budget des Kirchenrats für 2012 ist dazu ein Subventionsierungssatz von 46 Prozent vorgesehen.
Inzwischen reiche der Betrag aber bei weitem nicht mehr aus, um die bisherige Subventionierung beizubehalten.
Der Mitgliederschwund macht der Baselbieter reformierten Kirche auch im Budget zu schaffen. Bei Verwaltung und Steuern ist der vom Kirchenrat der Synode vorgelegte Voranschlag 2012 ausgeglichen, bei den von der Mitgliederzahl anhängigen Kantonsbeiträgen ist er aber defizitär.
In der Rechnung mit den Kantonsbeiträgen sieht der Kirchenrat für nächstes Jahr ein Defizit von rund 450’000 Franken vor.
Mit den Kantonsbeiträgen bezahlt die Kirche zunächst die Pfarrstellen an den Kantonsspitälern und in der Gefängnisseelsorge. Den Rest verwendet sie zur Subventionierung der Gemeindepfarrstellen. Im Budget des Kirchenrats für 2012 ist dazu ein Subventionsierungssatz von 46 Prozent vorgesehen.
Inzwischen reiche der Betrag aber bei weitem nicht mehr aus, um die bisherige Subventionierung beizubehalten.
Der Mitgliederschwund macht der Baselbieter reformierten Kirche auch im Budget zu schaffen. Bei Verwaltung und Steuern ist der vom Kirchenrat der Synode vorgelegte Voranschlag 2012 ausgeglichen, bei den von der Mitgliederzahl anhängigen Kantonsbeiträgen ist er aber defizitär.
In der Rechnung mit den Kantonsbeiträgen sieht der Kirchenrat für nächstes Jahr ein Defizit von rund 450’000 Franken vor.
27. März 2011: Laizität wählen im Kanton Baselland!
Sonntag, 27. März 2011
Die FVS hat im Januar 2011 alle Kantonalparteien angeschrieben und auf diese Seite aufmerksam gemacht. Die Antworten werden laufend ergänzt.
Parteien
Die Piratenpartei hat 2010 die Trennung von Staat und Kirche ins Programm aufgenommen.
Die SP steht in ihrem Parteiprogramm 2010 wieder explizit für die Laizität ein. Das Parteisekretariat BL hat die Weiterleitung dieser Umfrage aber abgelehnt.
Landrats-KandidatInnen, die sich in der Umfrage der FVS oder der Piratenpartei* für die vollständige Trennung von Staat und Kirche im Kanton Baselland aussprechen:
Kreis Allschwil
Partei
D’Incerto Paolo
FDP
Ulusoy Nedim
Grüne
Werdenberg Andy*
GLP
Kreis Binningen
Anand Jagtap*
Grüne
Heiz Peter*
FDP
Moos Urs-Peter*
SVP
gewählt
Kreis Oberwil
Appenzeller Thomas*
Grüne
Brodbeck Alvin T. P.*
SVP
Busam-Florio Andrea
FDP
Denzinger Florian*
Grüne
Hofer Paul R.*
FDP
Ineichen Anina*
Grüne
Kämpfer Oskar*
SVP
gewählt
Kreis Reinach
Meyer Stähli Zoë
GLP
Muttenzer Joseph
Grüne
Spindler Andreas*
SVP
Studer Daniel*
GLP
Kreis Münchenstein
Grüninger-Deiss Cécile
GLP
Pezzetta Christine
FDP
Kreis Muttenz
Meyer Raphael*
CVP
Wiedemann Jürg*
Grüne
gewählt
Kreis Laufen
Müller Yves*
Grüne
Kreis Pratteln
Schweizer Daniel
GLP
Seiler Andreas
FDP
Kreis Liestal
Arthur Nicholas J.
FDP
Schafroth Gerhard*
GLP
gewählt
Schafroth Peter*
FDP
Schneeberger Dominik A.
FDP
Kreis Sissach
Benninger Pascal*
Grüne
Kreis Gelterkinden
Kreis Waldenburg
Schmid Martin*
Grüne
*Umfrage der Piratenpartei
Die Piratenpartei tritt selber im Kanton Baselland nicht an.
Sie hat aber eine Befragung der KandidatInnen durchgeführt, bei der auch zwei Fragen zur Laizität enthalten waren.
Aus den Ergebnissen lassen sich ebenfalls KandidatInnen ablesen, die
Frage 14 “Ich bin für eine konsequente Trennung von Staat und Kirche.”
mit JA beantwortet haben = 100%
Frage 15 “Ich finde, dass in Schulzimmern Kreuze und Kruzifixe aufgehängt werden dürfen.”
mit NEIN beantwortet haben = 100%
Wir haben KandiatInnen mit dieser Kombination ebenfalls in unsere Liste aufgenommen und mit * bezeichnet.
Die FVS hat im Januar 2011 alle Kantonalparteien angeschrieben und auf diese Seite aufmerksam gemacht. Die Antworten werden laufend ergänzt.
Parteien
Die Piratenpartei hat 2010 die Trennung von Staat und Kirche ins Programm aufgenommen.
Die SP steht in ihrem Parteiprogramm 2010 wieder explizit für die Laizität ein. Das Parteisekretariat BL hat die Weiterleitung dieser Umfrage aber abgelehnt.
Landrats-KandidatInnen, die sich in der Umfrage der FVS oder der Piratenpartei* für die vollständige Trennung von Staat und Kirche im Kanton Baselland aussprechen:
Kreis Allschwil |
Partei |
|
| D’Incerto Paolo | FDP | |
| Ulusoy Nedim | Grüne | |
| Werdenberg Andy* | GLP | |
Kreis Binningen
|
||
| Anand Jagtap* | Grüne | |
| Heiz Peter* | FDP | |
| Moos Urs-Peter* | SVP | gewählt |
Kreis Oberwil |
||
| Appenzeller Thomas* | Grüne | |
| Brodbeck Alvin T. P.* | SVP | |
| Busam-Florio Andrea | FDP | |
| Denzinger Florian* | Grüne | |
| Hofer Paul R.* | FDP | |
| Ineichen Anina* | Grüne | |
| Kämpfer Oskar* | SVP | gewählt |
Kreis Reinach
|
||
| Meyer Stähli Zoë | GLP | |
| Muttenzer Joseph | Grüne | |
| Spindler Andreas* | SVP | |
| Studer Daniel* | GLP | |
Kreis Münchenstein |
||
| Grüninger-Deiss Cécile | GLP | |
| Pezzetta Christine | FDP | |
Kreis Muttenz |
||
| Meyer Raphael* | CVP | |
| Wiedemann Jürg* | Grüne | gewählt |
Kreis Laufen |
||
| Müller Yves* | Grüne | |
Kreis Pratteln |
||
| Schweizer Daniel | GLP | |
| Seiler Andreas | FDP | |
Kreis Liestal |
||
| Arthur Nicholas J. | FDP | |
| Schafroth Gerhard* | GLP | gewählt |
| Schafroth Peter* | FDP | |
| Schneeberger Dominik A. | FDP | |
Kreis Sissach |
||
| Benninger Pascal* | Grüne | |
Kreis Gelterkinden |
||
Kreis Waldenburg |
||
| Schmid Martin* | Grüne |
*Umfrage der Piratenpartei
Die Piratenpartei tritt selber im Kanton Baselland nicht an.
Sie hat aber eine Befragung der KandidatInnen durchgeführt, bei der auch zwei Fragen zur Laizität enthalten waren.
Aus den Ergebnissen lassen sich ebenfalls KandidatInnen ablesen, die
Frage 14 “Ich bin für eine konsequente Trennung von Staat und Kirche.”
mit JA beantwortet haben = 100%
Frage 15 “Ich finde, dass in Schulzimmern Kreuze und Kruzifixe aufgehängt werden dürfen.”
mit NEIN beantwortet haben = 100%
Wir haben KandiatInnen mit dieser Kombination ebenfalls in unsere Liste aufgenommen und mit * bezeichnet.
Kt. BL: In den Landeskirchen leisten Ehrenamtliche 60% der sozialen Leistungen
Mittwoch, 17. November 2010
Die drei Baselbieter Landeskirchen – die christkatholische, die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische – liessen erstmals ihre sozialen Leistungen genauer erfassen. Die Fachhochschule Nordwestschweiz hat nun ermittelt, dass die Landeskirchen 2009 Sozialleistungen im Gegenwert von 37,7 Millionen Franken erbracht haben. Die Kirchen hatten diese in Auftrag gegeben, da bisher Daten fehlten, die die kirchlichen Leistungen sichtbar machen, wie die drei Kirchen am Dienstag mitteilten.
Ermittelt wurde dies von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mittels Befragungen von 19 Pfarreien und Kirchgemeinden sowie von Fachstellen. Ausgeschlossen worden seien Leistungen im Rahmen der religiösen Verkündigung, solche, die nur oder vorwiegend für eigene Konfessionsangehörige erbracht werden, und Grenzfälle wie etwa Bestattungen.
http://bazonline.ch/basel/land/Was-die-Landeskirchen-wert-sind/story/22587210
Kommentar
Keine Auskunft gibt der BaZ-Artikel über die Finanzierung der Kirchen.
Mitgliedschaft
Im Kt. BL lebten Ende 2009: 99’000 Reformierte, 79’000 Katholiken und 1’000 Christkatholiken.
35% der EinwohnerInnen gehören keiner der Landeskirchen an.
Gemeinnützigkeit?
Rund 800’000 mal sollen Menschen von kirchlichen Leistungen profitiert haben, die für jedermann angeboten werden.
Bei rund 180’000 Mitglieder dürften davon aber doch der grosse Teil der öffentlichen Leistungen an Mitglieder entfallen. Wenn jedes Mitglied 2 mal im Jahr an einem Suppentag teilnimmt oder einem Beratungsangebot in Anspruch nimmt, ist ein grosser Teil schon abgedeckt.
Effizienz?
Dass für 800’000 Leistungen 626’000 Freiwilligenstunden erbracht werden müssen, lässt die Frage nach der Effizienz aufkommen – ob wohl aufwändige offene Anlässe ebenso schlecht besucht werden wie Gottesdienste?
Einnahmen der Kirchen
1. Kantonalbeiträge
Gemäss § 8c des Kirchengesetzes leistet der Kanton an die Landeskirchen ordentliche Beiträge. Sie bestehen für jede Landeskirche aus einem jährlichen Grundbeitrag von 100 000 Fr. und einem jährlichen Beitrag von 35 Fr. für jedes Kirchenglied.
2009 weist der Kanton einen Nettoaufwand von 10.8 Mio. an die Kirchen aus.
2. Kirchensteuern natürliche Personen
Das Kirchensteueraufkommen kann nicht eruiert werden, weil das auf Stufe Kirchgemeinde erhoben wird.
3. Kirchensteuern Juristische Personen
ÜBer 8’000 juristische Personen zahlen im Kt. BL Kirchensteuern. Die Kirchensteuer beträgt einheitlich 5% der Staatssteuerbetreffnisse der juristischen Personen. Sie wird zusammen mit der Staatssteuer erhoben.
Der Ertrag ihrer Kirchensteuern wird an die drei Landeskirchen (Evangelisch-reformierte, Römisch-katholische und Christkatholische) entsprechend der Zahl ihrer Kirchenglieder verteilt.
Die Reformierte Kantonalkirche weist 2009 Einnahmen aus den Kirchensteuer von juristischen Personen von 4,7 Mio aus. Damit können die gesamten Einnahmen aus den Kirchensteuern für Juristische Personen für die Landeskirchen im Kt. BL auf rund 9 Mio. hochgerechnet werden.
Ehrenamtlichkeit überwiegt
Von den errechneten total 37.7 Mio. Fr. an Leistungen, werden 22 Mio. – fast 60% der Leistungen – ehrenamtlich erbracht. Damit unterscheidet sich die Kirche von anderen Vereinen, wo meist 100% der Leistungen ehrenamtlich erbracht werden.
Leistungen sind mehr als abgegolten
Rund 20 Mio. werden aus allgemeinen Steuermitteln und Kirchensteuern von juristischen Personen erbracht – es fragt sich, was damit bezahlt wird.
Warum sind Kirchen steuerbefreit?
Wegen ihrer vermuteten “Gemeinnützigkeit” sind Kirchen steuerbefreit – obwohl sie den Hauptteil ihrer Leistungen an Mitglieder erbringen – während andere Vereine diese Befreiung nur unter grossem Beweisaufwand erreichen können.
Die drei Baselbieter Landeskirchen – die christkatholische, die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische – liessen erstmals ihre sozialen Leistungen genauer erfassen. Die Fachhochschule Nordwestschweiz hat nun ermittelt, dass die Landeskirchen 2009 Sozialleistungen im Gegenwert von 37,7 Millionen Franken erbracht haben. Die Kirchen hatten diese in Auftrag gegeben, da bisher Daten fehlten, die die kirchlichen Leistungen sichtbar machen, wie die drei Kirchen am Dienstag mitteilten.
Ermittelt wurde dies von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mittels Befragungen von 19 Pfarreien und Kirchgemeinden sowie von Fachstellen. Ausgeschlossen worden seien Leistungen im Rahmen der religiösen Verkündigung, solche, die nur oder vorwiegend für eigene Konfessionsangehörige erbracht werden, und Grenzfälle wie etwa Bestattungen.
http://bazonline.ch/basel/land/Was-die-Landeskirchen-wert-sind/story/22587210
Kommentar
Keine Auskunft gibt der BaZ-Artikel über die Finanzierung der Kirchen.
Mitgliedschaft
Im Kt. BL lebten Ende 2009: 99’000 Reformierte, 79’000 Katholiken und 1’000 Christkatholiken.
35% der EinwohnerInnen gehören keiner der Landeskirchen an.
Gemeinnützigkeit?
Rund 800’000 mal sollen Menschen von kirchlichen Leistungen profitiert haben, die für jedermann angeboten werden.
Bei rund 180’000 Mitglieder dürften davon aber doch der grosse Teil der öffentlichen Leistungen an Mitglieder entfallen. Wenn jedes Mitglied 2 mal im Jahr an einem Suppentag teilnimmt oder einem Beratungsangebot in Anspruch nimmt, ist ein grosser Teil schon abgedeckt.
Effizienz?
Dass für 800’000 Leistungen 626’000 Freiwilligenstunden erbracht werden müssen, lässt die Frage nach der Effizienz aufkommen – ob wohl aufwändige offene Anlässe ebenso schlecht besucht werden wie Gottesdienste?
Einnahmen der Kirchen
1. Kantonalbeiträge
Gemäss § 8c des Kirchengesetzes leistet der Kanton an die Landeskirchen ordentliche Beiträge. Sie bestehen für jede Landeskirche aus einem jährlichen Grundbeitrag von 100 000 Fr. und einem jährlichen Beitrag von 35 Fr. für jedes Kirchenglied.
2009 weist der Kanton einen Nettoaufwand von 10.8 Mio. an die Kirchen aus.
2. Kirchensteuern natürliche Personen
Das Kirchensteueraufkommen kann nicht eruiert werden, weil das auf Stufe Kirchgemeinde erhoben wird.
3. Kirchensteuern Juristische Personen
ÜBer 8’000 juristische Personen zahlen im Kt. BL Kirchensteuern. Die Kirchensteuer beträgt einheitlich 5% der Staatssteuerbetreffnisse der juristischen Personen. Sie wird zusammen mit der Staatssteuer erhoben.
Der Ertrag ihrer Kirchensteuern wird an die drei Landeskirchen (Evangelisch-reformierte, Römisch-katholische und Christkatholische) entsprechend der Zahl ihrer Kirchenglieder verteilt.
Die Reformierte Kantonalkirche weist 2009 Einnahmen aus den Kirchensteuer von juristischen Personen von 4,7 Mio aus. Damit können die gesamten Einnahmen aus den Kirchensteuern für Juristische Personen für die Landeskirchen im Kt. BL auf rund 9 Mio. hochgerechnet werden.
Ehrenamtlichkeit überwiegt
Von den errechneten total 37.7 Mio. Fr. an Leistungen, werden 22 Mio. – fast 60% der Leistungen – ehrenamtlich erbracht. Damit unterscheidet sich die Kirche von anderen Vereinen, wo meist 100% der Leistungen ehrenamtlich erbracht werden.
Leistungen sind mehr als abgegolten
Rund 20 Mio. werden aus allgemeinen Steuermitteln und Kirchensteuern von juristischen Personen erbracht – es fragt sich, was damit bezahlt wird.
Warum sind Kirchen steuerbefreit?
Wegen ihrer vermuteten “Gemeinnützigkeit” sind Kirchen steuerbefreit – obwohl sie den Hauptteil ihrer Leistungen an Mitglieder erbringen – während andere Vereine diese Befreiung nur unter grossem Beweisaufwand erreichen können.





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