Archiv für die Kategorie „Humanistische Ethik“

“Sternstunde Religion” – SRF vom 5.2.2017: Religiöse Erziehung – Gottvertrauen oder Gift für Kinder?

Montag, 6. Februar 2017

Nada Peratovic, Juristin und Mitglied der Freidenker Vereinigung der Schweiz bei "Sternstunde Religion"

 ”Sternstunde Religion” – SRF Kultur vom 05. Februar 2017: “Gottvertrauen oder Gift für die Kinder”:

Religion hat für viele Menschen einen zweifelhaften Ruf. Religion ist für sie gleichbedeutend mit Zwang, Konflikt und Gewalt. Soll man da seine Kinder noch religiös erziehen? Zwei Mütter und ein Vater erklären, warum sie ihren Kindern religiöse Werte weitergeben.

Der Glaube bedeutet ihnen Heimat und Halt im Alltag. Sie erziehen ihre Kinder religiös: Christine Bachmann christlich, Dilek Ucak-Ekinci muslimisch und Doron Schächter jüdisch. Sie beten mit ihren Kindern und besuchen mit ihnen die Kirche, die Moschee oder die Synagoge. Sie wollen ihnen Werte wie Geduld, Nächstenliebe oder Gottvertrauen weitergeben.

Ist es noch zeitgemäss, Kinder religiös zu erziehen? Sollten Kinder nicht später selber eine Religion wählen? Wo ist die Grenze zwischen religiöser Erziehung und Indoktrination?

Norbert Bischofberger leitet die Debatte.

>>Sendung anschauen auf srf.ch

PID: «Wir erwarten einen Boom bei der künstlichen Befruchtung»

Dienstag, 17. Januar 2017

Interview zum Präimplantationsgesetz mit Peter Fehr* auf tagesanzeiger.ch am 16.01.2017:

*Peter Fehr (58) leitet eine Fruchtbarkeitsklinik in Zürich und war mehrere Jahre Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (SGRM).

Bei der künstlichen Befruchtung ist es neu erlaubt, die Embryonen per Präimplantationsdiagnostik (PID) zu testen. Beeinflusst dies Ihre Arbeit als Fruchtbarkeitsmediziner?

Auf jeden Fall. Wir erwarten eine starke Zunahme der Behandlungen. Ich gehe von rund 10 Prozent der Paare aus, die neu davon profitieren könnten. Das sind einige Hundert Paare pro Jahr, die bei einer Fruchtbarkeitsbehandlung eine PID machen könnten oder wollten, und die wir bisher dafür ins Ausland, vor allem nach Spanien, schicken mussten, weil es in der Schweiz nicht erlaubt war.

Sie ziehen eine positive Bilanz.
Wir sind natürlich heilfroh, dass das Gesetz durchgekommen ist; wir haben jetzt eines der liberalsten in ganz Europa.

Gibt es ausser der Zulassung der PID weitere Vorteile?
Was uns viel mehr bringt, ist, dass wir endlich Embryonen einfrieren können. Neu darf man zwölf befruchtete Eizellen weiterentwickeln lassen. Von diesen zwölf werden nach fünf Tagen vielleicht noch drei oder vier übrig bleiben, die man einsetzen kann. So können wir die Embryonen mit den besten Entwicklungschancen auswählen.

Steigen dadurch die Erfolgsraten?
Wir nehmen an, dass die Schwangerschaftsrate im schweizerischen Durchschnitt um 5 bis 10 Prozent auf 35 Prozent der Behandlungen ansteigen könnte – allein durch die Embryonenselektion. Viele Paare, die deswegen bisher ins Ausland gingen, werden in der Schweiz bleiben. Ich gehe von weiteren rund 1000 Paaren aus.

>> Das ganze Interview auf tagesanzeiger.ch lesen

Philosoph Michael Schmid Salomon: “Religionsfreiheit ist kein Freibrief” – Interview auf “derStandard.at”

Freitag, 30. Dezember 2016

Interview in derStandard.at vom 24.12.2016:

Anlässlich seines soeben erschienenen Buchs Die Grenzen der Toleranz nimmt der Philosoph Michael Schmid Salomon Stellung zur Frage, wie in der “offenen Gesellschaft” den zunehmend fundamentalistisch-religiösen Strömungen begegnet werden soll.

Der zunehmend bemühten “Rücksicht auf religiöse Gefühle” stellt er das unmissverständliche Geltend-Machen individueller Grundwerte durch den weltanschaulich neutralen Staat gegenüber.

Sein Konzept “Abschreckung durch Freiheit” soll auch in Zeiten starker Migrantenströme, in deren Sog auch ein die westlichen Grundwerte verneinender Scharia-Islamismus nach Europa drängt, dem Einzelnen klarmachen, dass Grundrechte, Gleichheit von Mann und Frau, Freiheit der sexuellen Identität und weitere Errungenschaft der modernen Gesellschaft unveräusserliche Grundlagen des Zusammenlebens sind.

>>Zum Artikel auf derstandard.at

Malta verbietet «Therapie» von Homosexuellen

Freitag, 9. Dezember 2016

Gay Parade auf Malta

Mit einem – weltweit bislang einmaligen – Gerichtsurteil vom 5.12.2016 wird auf Malta zukünftig der Versuch homosexuelle Menschen “umzuerziehen” respektive zu “heilen” mit einer Geldbusse, in besonders schweren Fällen mit Freiheitsstrafe, geahndet.

 

 

 

>>Artikel auf Watson.ch

 >>Artikel (Englisch) auf lifesitenews.com

 >>Artikel (Englisch) auf gaymalta.com

 

 

 

 

 

NEIN zur Eheinitiative

Montag, 31. Oktober 2016

Buchbesprechung: “Das Ende des Humanismus”

Montag, 24. Oktober 2016

Yuval Harari sieht in neuen Technologien ungeahnte Möglichkeiten für die menschliche Evolution. Wir können dabei zu Göttern werden oder untergehen. Oder beides zugleich.

Angesichts einer zunehmend angespannt erscheinenden politischen Weltlage mag die folgende These zunächst überraschen: Kriege, Krankheiten und Hungersnöte sind im 21. Jahrhundert obsolet geworden. Abgesehen von einigen gesegneten Weltregionen seien sie zwar noch nicht völlig verschwunden, aber sie sind von unkontrollierbaren Naturgewalten zu handhabbaren Herausforderungen geworden. Auf der eigentlichen Agenda der Menschheit stehen zu Beginn des dritten Jahrtausends drei andere Dinge: Unsterblichkeit, Glück, Göttlichkeit. (weiterlesen…)

Deutschland: Freitodhilfe im liberalen Rechtsstaat: Stellungnahme der Giordano-Bruno Stiftung zur Verfassungsbeschwerde gegen das “Sterbehilfeverhinderungs-Gesetz”

Montag, 17. Oktober 2016

“Die Giordano-Bruno-Stiftung sieht sich daher in besonderem Maße dazu verpflichtet, Stellung zu den eingereichten Verfassungsbeschwerden zu beziehen – zumal uns in den letzten Monaten zahlreiche Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern erreicht haben, die sich durch das neue „Sterbehilfeverhinderungsgesetz“ (wie § 217 StGB in Fachkreisen treffend bezeichnet wird) in ihrer Menschenwürde verletzt und ihrer Grundrechte beraubt fühlen. (weiterlesen…)

Call-To-Action: Studie “Konfessionsfreie Identitäten”

Montag, 17. Oktober 2016

Gemeinsam mit der University of Humanistic Studies in Utrecht, Niederlande führen die Universitäten Innsbruck, Leiden und Kopenhagen eine Studie zu “konfessionsfreien Identitäten” in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Dänemark durch. (weiterlesen…)

Sterbehilfe Kanton Neuenburg: Heilsarmee blitzt vor Bundesgericht ab – Wegweisendes Urteil für Alters- und Pflegeheime!

Freitag, 7. Oktober 2016

“Gott und nur Gott allein entscheidet, wann wir zu sterben haben, das ist für die Heilsarmee klar. Es ist völlig ausgeschlossen, dass die Heilsarmee Suizide tolerieren könnte. Nun ist diese Überzeugung aber keine rein theologische Frage, weil die christliche Organisation auch Pflegeheime führt. - Als der Kanton Neuenburg entschied, dass Sterbehilfeorganisationen der Zugang zu Heimen gewährt werden muss, sah die Heilsarmee ihre Glaubensfreiheit verletzt und zog vor Bundesgericht.”

Zwar gestanden die Richter der Klägerin zu, dass ihr Glaubensfreiheit verletzt wird. Jedoch bewertet das Bundesgericht das Recht schwerkranker Menschen auf Entscheidungsfreiheit höher als das Recht der Heilsarmee. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass andernfalls Heimbewohnern das Recht auf selbstbestimmten Suizid verwehrt würde, nur weil sie über keine eigene Wohnung mehr verfügen.
Weiter stellen die Bundesrichter der Heilsarmee anheim, auf staatliche Subventionen zu verzichten und ihre Heime in privat geführte Institutionen umzuwandeln. In diesen stünde es der christlichen Organisation frei Regeln zu erstellen.

 

>>Zum Artikel auf srf.ch

 

>>Zum Artikel der nzz.ch

 

 

>>Stellungnahme Heilsarmee Schweiz

 

 

“Leben und Gesellschaft” statt “Religion”: Luxemburg schafft Religionsunterricht ab

Freitag, 23. September 2016

Mit dem neuen Schuljahr führt Luxemburg auch ein neues Unterrichtsfach ein: Leben und Gesellschaft. Mit der Abschaffung des Religionsunterrichts wird die Trennung von Kirche und Staat vorangetrieben. (…) Mehrere Lernfelder sollen das Fach strukturieren: Ich, Mensch, Natur und Technik, Ich und die anderen, Kultur und Kommunikation, Lebensform und Welt und Gesellschaft. Dabei geht es um Weltreligionen, Kulturen, Sex, Gewalt, Liebe und die Arbeitswelt. Über ein Internetportal haben die Lehrer, die zuvor an einer entsprechenden Weiterbildung teilgenommen haben, Zugriff auf Materialien. (weiterlesen…)