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“Man nennt es Reformation” – Karlheinz Deschner in einer Sonderausgabe der Zeitschrift “Aufklärung und Kritik”

Montag, 10. April 2017


In der Zeitschrift “Aufklärung und Kritik” erschien soeben das Sonderheft Luther.
Aus Karlheinz Deschners Schriften, insbesondere der Kriminalgeschichte des Christentums wurde von Gabriele Röwer eine Auswahl seiner Schriften für einen Beitrag ebendort zusammengestellt.

Der gesamte Artikel ist unter folgendem Link nachzulesen und als PDF downloadbar:

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 Martin Luther und die Reformation aus der Sicht des Autors der Kriminalgeschichte des Christentums

Textauswahl und Nachwort: Gabriele Röwer


“Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch, am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation.”

Aus dem Vorwort:
Dass Karlheinz Deschner (1924-2014) in seinem Opus Magnum, der zehnbändigen Kriminalgeschichte des Christentums, deren inoffiziell elfter, noch vor der KdC erstmals publizierter Band Die Politik der Päpste bis ins Zeitalter der Weltkriege reicht, sein kritisches Augenmerk zumeist auf die katholische Kirche richtet, darf nicht übersehen lassen, dass insbesondere die Bände 8-10 auch die, zuweilen nicht minder blutige, Geschichte des Protestantismus einbeziehen – von der Reformation im 16. bis, ein Beispiel nur, zu den NS-treuen «deutschen Christen» im 20. Jahrhundert. Wie das alles begann, zeigt Deschner im 11. und 12. Kapitel des dem 15. und 16. Jahrhundert gewidmeten 8. Bandes seiner KdC, wegen der gebotenen Kürze dieses Beitrags – ausgenommen Luthers Haltung gegenüber Bauern und «Ketzern», voran die „Täuferbewegung“  nur summarisch vorgestellt (Luthers Kampf gegen Papst, Hexen und Juden).

 

Aus dem Nachwort:
Die Kapitel über Martin Luther im 8. Band der Kriminalgeschichte des Christentums (KdC) schrieb Karlheinz Deschner aus demselben Blickwinkel – von unten, von den Opfern klerikaler und weltlicher (Macht-) Politik her – wie seine gesamte Kirchenkritik, andere Aspekte historisch-theologischer Forschung gelten ihm [wie im A&K-Beitrag begründet] weitgehend als marginal. Diese oft monierte, indes den ethischen Voraussetzungen all seines Schreibens entsprechend bewusst gewählte Einseitigkeit begründete er ausführlich in der Einleitung zum Gesamtwerk (KdC Bd.1), das durchweg getragen wird von seiner Empörung über die Verkehrung urchristlicher Ideale, voran Friedfertigkeit, ins krasse Gegenteil, er nennt es «Heuchelei im Heiligenschein».

Gilt vor diesem Hintergrund ein Großteil der KdC der Kritik der katholischen Kirche (erweitert vor allem um die Verletzung des jesuanischen Armutsideals), so schließt Deschner seit dem 8. Band der KdC auch die protestantische Kirche ein, zumal ihren Inspirator Martin Luther. Sein Anspruch, nun, im Kontrast zu Katholiken, «evangelische», dem «Evangelium»

gemäße Kirche zu sein, ist für ihn, von den ethischen Implikationen etwa der «Bergpredigt» aus gesehen, nicht nachvollziehbar, wie seine kritischen Ausführungen über Luthers (bei Paulus und Augustinus vorgezeichnete) Intoleranz, seine [im A&K-Beitrag ausführlich dargelegte] Gewaltbereitschaft (bis hin zum Tötungsaufruf) gegenüber Andersdenkenden – Altgläubigen, Bauern und «Ketzern», Hexen4 und Juden – zeigen, sobald seiner neuen, nun statt der alten «allein wahren» Lehre nicht entsprochen wird (Thomas Müntzer nennt ihn daher den neuen «Wittenbergischen Papst»). Wie passt dies, so die durchweg präsente Frage Deschners, zum Eu-angelion des biblischen Jesus, jenes «Christus», auf den Luther – nicht anders als die Päpste – sich stets beruft?5

Im ersten, wegen der gravierenden historischen Folgen ihm besonders wichtigen Teil seiner Kritik, betitelt Der Reformator läßt die Bauern schlachten oder «Anzaigung zwayer falschen Zungen des Luthers» (der Untertitel verweist auf die von Deschner mehrfach erwähnte, oft, wie manch andere Reaktionen, widersprüchlich anmutende Taktik Luthers, erst sprachgewaltig zu werben und zu locken, bei Misserfolg mit allen Mitteln, auch den brutalsten, zu strafen, zumal «Ketzer» und Juden), beleuchtet Deschner ein Kardinalproblem der Lehre Luthers: Auch wenn er eine von dessen bedeutendsten Schriften – Von der Freyheith eines Christenmenschen (1520) – nicht explizit nennt, wird die fatale Crux dieses Freiheitsbegriffs im zentralen Konflikt Luthers mit den gegen ihre Unterdrückung rebellierenden Bauern offensichtlich. Verstanden diese, selbst wenn, wie meist, durchaus religiös gesonnen, «Freiheit» auch wörtlich, nämlich «fleischlich» («weltlich», auf ihr unerträgliches, vor allem von Leibeigenschaft zu befreiendes Leben bezogen), galt er für Luther (gemäß seiner 1523 in der Schrift Von weltlicher Obrigkeit begründeten «Zwei-Reiche Lehre» – Gottes Reich und Reich der Welt, Kirche und Staat) rein «geistlich»-theologisch – für ihn wie für viele, die nach ihm kamen, ein Garant der Bewahrung der «göttlichen Ordnung» auf Erden, des «status quo», wie, nicht minder, wenn auch aus anderen Gründen, auf katholischer Seite. Deshalb, um das Proprium seiner «Reformation» nicht zu gefährden, gebot er u.a. den ihm ergebenen Landesherren Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern in den Krieg zu ziehen. Deren Niederschlagung bedeutete für Luther einen Sieg der Reformation «in Christo», für Deschner (und viele andere Vertreter der deutschen Geistesgeschichte) «eines der folgenreichsten Verhängnisse der deutschen Geschichte, keineswegs nur für die Bauern6 […], sondern für die Deutschen, Deutschland überhaupt» (nicht zuletzt wegen all der in Band 8-10 der KdC geschilderten Kriege der nächsten Jahrhunderte, auch zur Austragung von Konfessionskonflikten wie 1618-1648: «Solange die Menscheit eine Religionsgeschichte hat, hat sie eine Kriegsgeschichte.» Robert Mächler, «Mittler» von Karlheinz Deschners Werk in der Schweiz).

So erweist sich das, was gemeinhin am Reformator Luther besonders gerühmt wird, für Deschner gerade als besonders bedenklich, ja, gefährlich – daher seine skeptische Distanzierung mit der Wahl des Titels für das 12. Kapitel Man nennt es Reformation –, zumal (am Schluss des 11. Kapitels) mit Blick auf jene, die, «geistlich frei», gut (oder vielmehr nicht gut!) «evangelisch», in der Folgezeit, auch durch Luthers «Zwei-Reiche-Lehre», sich legitimiert sahen, selbst den übelsten, die «weltliche» Freiheit der Bürger verhindernden Autokraten, auch Faschisten, zu Diensten zu sein, willfährig, ohne alle Skrupel, ja, besten Gewissens, was neben der (von Deschner in Die Politik der Päpste ausführlich aufgezeigten) Kooperation des katholischen Klerus mit dem europäischen Faschismus zuweilen leicht übersehen wird.
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1 Die Belege zu den folgenden Darlegungen und Zitaten Karlheinz Deschners nebst der Fülle zugehöriger Literaturangeben sind nachzulesen in den Anmerkungen zu den Kapiteln 11 und 12 des 8. Bandes seiner Kriminalgeschichte des Christentums [Abk. KdC]. Vom Exil der Päpste in Avignon bis zum Augsburger Religionsfrieden. © 2004 Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg. Ich danke dem Verlag für die Abdruckgenehmigung ausgewählter Texte aus beiden Kapiteln, Dr. Michael Schmidt-Salomon, Sprecher der dem Werk Karlheinz Deschners verbundenen Giordano-Bruno-Stiftung, für die aufwändige Unterstützung bei der Erstellung einer verarbeitungsfähigen Textdatei und Helmut Walther, dem Chefredakteur der Zeitschrift „Aufklärung und Kritik“, für hilfreichen Rat […]. – Die Luther-Zitate entstammen zumeist der Weimarer Ausgabe, 1883 ff, sowie der Berliner Ausgabe, Auswahl in 8 Bänden, 5. Auflage 1959/62. – […] Die Schreibweise Deschners wurde beibehalten. Seine Änderungen oder Hinweise sind durch runde Klammern, seine Auslassungen durch 3 Punkte gekennzeichne, Auslassungen (bzw. in der Kurzfassung: Ergänzungen) von G.R. durch 2 eckige Klammern .
2 Karlheinz Deschner. Abdruck im vierten Band seiner Aphorismen Auf hohlen Köpfen ist gut trommeln, Lenos 2016.
3 Dieses Werk Deschners über die Päpste im Zeitalter der Weltkriege erschien mehrfach unter wechselnden Titeln – erstmals 1982/83 in 2 Bänden bei Kiepenheuer&Witsch, dann bei Rowohlt 1991, schließlich 2013 im Rahmen der dankenswerten «Deschner-Edition» vergriffener oder schwer zugänglicher Werke des Autors bei Alibri (Gunnar Schedel).
4 Infolge der katholischen Vulgata-Übersetzung von Exodus 22,17 «Die Zauberer sollst du nicht leben lassen» wurden in katholischen Regionen i.a. öfter Männer verurteilt als in protestantischen, die sich auf die Luther-Übersetzung «Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen» beriefen, sodass Hexen, da besessen vom Teufel – für Luther stets allgegenwärtig –, immer mit dem Tode bestraft wurden (erwachsene Behinderte im Rahmen von Teufelsprozessen einbezogen). Vgl. u.a. die Übersicht http://www.theologe.de/theologe3.htm, Nr. 15.
5 Deschner fragt, welches «Evangelium» Luther meint, etwa in Auseinandersetzungen wie jener mit unbotmäßigen Chorherren in Altenburg. Im Kapitel Der Reformator läßt die Bauern schlachten zitiert Deschner einen Brief Luthers an seinen Freund Georg Spalatin, geschrieben 1522 auch im Blick auf seine katholischen Gegner: «Das Wort Gottes ist ein Schwert, ist Krieg, ist Zerstörung, ist Ärgernis, ist Verderben, ist Gift und, wie Amos sagt, gleich dem Bär am Wege und der Löwin im Walde.»
6 «Alle Revolutionen kosten Blut, am meisten aber die versäumten.» Siehe Anm. 2.
7 Wie erst hätte Luther über jene geurteilt, denen seine Übersetzung der Bibel ins Deutsche die Voraussetzung dafür schuf, dass die Ergebnisse der mit Reimarus in der Frühzeit der Aufklärung beginnenden, über dessen Kinder durch Lessing, noch anonym, verbreiteten historisch-kritischen Bibel-, zumal Leben-Jesu-Forschung, zunächst von der christlichen Orthodoxie heftigst befehdet, allmählich Resonanz fanden, nicht nur im Bildungsbürgertum? Karlheinz Deschners 1962 publiziertes epochales Frühwerk Abermals krähte der Hahn. Eine Demaskierung des Christentums von den Evangelisten bis zu den Faschisten (2015 neu aufgelegt von Alibri in der Reihe «Deschner-Edition»; vgl. die Rezension in A&K 3/2016, S. 240-243) wertet im Hauptteil die Ergebnisse der historisch-kritischen Forschung zumeist evangelischer, auch katholischer Theologen akribisch aus (Resultat: «Vom periphersten Brauch bis zum zentralsten Dogma, vom Weihnachtsfest zur Himmelfahrt: lauter Plagiate.» – und dies durchweg, sogar, wie Deschner zeigt, das «christliche Proprium» betreffend, die «jesuanische Ethik», voran die Nächsten- und Feindesliebe). Im Schlussteil demonstriert er – gemäß dem Haupttitel seines Buches – an markanten, in der KdC erheblich vertieften Beispielen den permanenten Verrat der Ethik des synoptischen Jesus durch das Gros des Klerus bis hin zum europäischen Faschismus: dieses Werk, m.E. sein wichtigstes, weil detailliert der frag-würdigen Basis des Ganzen, seinen Wurzeln nachgehend (vgl. auch KdC Bd. 3 sowie Der gefälschte Glaube), bewirkte schließlich, vorbereitet in etlichen Forschergenerationen seit Reimarus, die erste große Welle von Kirchenaustritten. Denn dieses Werk führte den «Wort-Gottes»-Anspruch der «Heiligen Schrift» ad absurdum und entlarvte gleichzeitig die Heuchelei jener Mächte, die sich, zumal ex cathedra, darauf berufen – Luthers Kampf gegen Bauern und «Ketzer», Hexen und Juden, stets unter Berufung auf «sein» Evangelium, nicht ausgenommen. Beides, die kritische Hinterfragung der biblischen Grundlagen christlichen Glaubens wie der Nachweis der jeder ernst zu nehmenden Ethik hohnsprechenden Praktizierung dieses Glaubens durch seine maßgeblichen Verkünder, kann, laut Deschner, das Bild auch Luthers, des bis heute weithin hochgeschätzten Reformators, nicht unberührt lassen.

“Sternstunde Religion” – SRF vom 5.2.2017: Religiöse Erziehung – Gottvertrauen oder Gift für Kinder?

Montag, 6. Februar 2017

Nada Peratovic, Juristin und Mitglied der Freidenker Vereinigung der Schweiz bei "Sternstunde Religion"

 ”Sternstunde Religion” – SRF Kultur vom 05. Februar 2017: “Gottvertrauen oder Gift für die Kinder”:

Religion hat für viele Menschen einen zweifelhaften Ruf. Religion ist für sie gleichbedeutend mit Zwang, Konflikt und Gewalt. Soll man da seine Kinder noch religiös erziehen? Zwei Mütter und ein Vater erklären, warum sie ihren Kindern religiöse Werte weitergeben.

Der Glaube bedeutet ihnen Heimat und Halt im Alltag. Sie erziehen ihre Kinder religiös: Christine Bachmann christlich, Dilek Ucak-Ekinci muslimisch und Doron Schächter jüdisch. Sie beten mit ihren Kindern und besuchen mit ihnen die Kirche, die Moschee oder die Synagoge. Sie wollen ihnen Werte wie Geduld, Nächstenliebe oder Gottvertrauen weitergeben.

Ist es noch zeitgemäss, Kinder religiös zu erziehen? Sollten Kinder nicht später selber eine Religion wählen? Wo ist die Grenze zwischen religiöser Erziehung und Indoktrination?

Norbert Bischofberger leitet die Debatte.

>>Sendung anschauen auf srf.ch

PID: «Wir erwarten einen Boom bei der künstlichen Befruchtung»

Dienstag, 17. Januar 2017

Interview zum Präimplantationsgesetz mit Peter Fehr* auf tagesanzeiger.ch am 16.01.2017:

*Peter Fehr (58) leitet eine Fruchtbarkeitsklinik in Zürich und war mehrere Jahre Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (SGRM).

Bei der künstlichen Befruchtung ist es neu erlaubt, die Embryonen per Präimplantationsdiagnostik (PID) zu testen. Beeinflusst dies Ihre Arbeit als Fruchtbarkeitsmediziner?

Auf jeden Fall. Wir erwarten eine starke Zunahme der Behandlungen. Ich gehe von rund 10 Prozent der Paare aus, die neu davon profitieren könnten. Das sind einige Hundert Paare pro Jahr, die bei einer Fruchtbarkeitsbehandlung eine PID machen könnten oder wollten, und die wir bisher dafür ins Ausland, vor allem nach Spanien, schicken mussten, weil es in der Schweiz nicht erlaubt war.

Sie ziehen eine positive Bilanz.
Wir sind natürlich heilfroh, dass das Gesetz durchgekommen ist; wir haben jetzt eines der liberalsten in ganz Europa.

Gibt es ausser der Zulassung der PID weitere Vorteile?
Was uns viel mehr bringt, ist, dass wir endlich Embryonen einfrieren können. Neu darf man zwölf befruchtete Eizellen weiterentwickeln lassen. Von diesen zwölf werden nach fünf Tagen vielleicht noch drei oder vier übrig bleiben, die man einsetzen kann. So können wir die Embryonen mit den besten Entwicklungschancen auswählen.

Steigen dadurch die Erfolgsraten?
Wir nehmen an, dass die Schwangerschaftsrate im schweizerischen Durchschnitt um 5 bis 10 Prozent auf 35 Prozent der Behandlungen ansteigen könnte – allein durch die Embryonenselektion. Viele Paare, die deswegen bisher ins Ausland gingen, werden in der Schweiz bleiben. Ich gehe von weiteren rund 1000 Paaren aus.

>> Das ganze Interview auf tagesanzeiger.ch lesen

Philosoph Michael Schmid Salomon: “Religionsfreiheit ist kein Freibrief” – Interview auf “derStandard.at”

Freitag, 30. Dezember 2016

Interview in derStandard.at vom 24.12.2016:

Anlässlich seines soeben erschienenen Buchs Die Grenzen der Toleranz nimmt der Philosoph Michael Schmid Salomon Stellung zur Frage, wie in der “offenen Gesellschaft” den zunehmend fundamentalistisch-religiösen Strömungen begegnet werden soll.

Der zunehmend bemühten “Rücksicht auf religiöse Gefühle” stellt er das unmissverständliche Geltend-Machen individueller Grundwerte durch den weltanschaulich neutralen Staat gegenüber.

Sein Konzept “Abschreckung durch Freiheit” soll auch in Zeiten starker Migrantenströme, in deren Sog auch ein die westlichen Grundwerte verneinender Scharia-Islamismus nach Europa drängt, dem Einzelnen klarmachen, dass Grundrechte, Gleichheit von Mann und Frau, Freiheit der sexuellen Identität und weitere Errungenschaft der modernen Gesellschaft unveräusserliche Grundlagen des Zusammenlebens sind.

>>Zum Artikel auf derstandard.at

Malta verbietet «Therapie» von Homosexuellen

Freitag, 9. Dezember 2016

Gay Parade auf Malta

Mit einem – weltweit bislang einmaligen – Gerichtsurteil vom 5.12.2016 wird auf Malta zukünftig der Versuch homosexuelle Menschen “umzuerziehen” respektive zu “heilen” mit einer Geldbusse, in besonders schweren Fällen mit Freiheitsstrafe, geahndet.

 

 

 

>>Artikel auf Watson.ch

 >>Artikel (Englisch) auf lifesitenews.com

 >>Artikel (Englisch) auf gaymalta.com

 

 

 

 

 

NEIN zur Eheinitiative

Montag, 31. Oktober 2016

Buchbesprechung: “Das Ende des Humanismus”

Montag, 24. Oktober 2016

Yuval Harari sieht in neuen Technologien ungeahnte Möglichkeiten für die menschliche Evolution. Wir können dabei zu Göttern werden oder untergehen. Oder beides zugleich.

Angesichts einer zunehmend angespannt erscheinenden politischen Weltlage mag die folgende These zunächst überraschen: Kriege, Krankheiten und Hungersnöte sind im 21. Jahrhundert obsolet geworden. Abgesehen von einigen gesegneten Weltregionen seien sie zwar noch nicht völlig verschwunden, aber sie sind von unkontrollierbaren Naturgewalten zu handhabbaren Herausforderungen geworden. Auf der eigentlichen Agenda der Menschheit stehen zu Beginn des dritten Jahrtausends drei andere Dinge: Unsterblichkeit, Glück, Göttlichkeit. (weiterlesen…)

Deutschland: Freitodhilfe im liberalen Rechtsstaat: Stellungnahme der Giordano-Bruno Stiftung zur Verfassungsbeschwerde gegen das “Sterbehilfeverhinderungs-Gesetz”

Montag, 17. Oktober 2016

“Die Giordano-Bruno-Stiftung sieht sich daher in besonderem Maße dazu verpflichtet, Stellung zu den eingereichten Verfassungsbeschwerden zu beziehen – zumal uns in den letzten Monaten zahlreiche Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern erreicht haben, die sich durch das neue „Sterbehilfeverhinderungsgesetz“ (wie § 217 StGB in Fachkreisen treffend bezeichnet wird) in ihrer Menschenwürde verletzt und ihrer Grundrechte beraubt fühlen. (weiterlesen…)

Call-To-Action: Studie “Konfessionsfreie Identitäten”

Montag, 17. Oktober 2016

Gemeinsam mit der University of Humanistic Studies in Utrecht, Niederlande führen die Universitäten Innsbruck, Leiden und Kopenhagen eine Studie zu “konfessionsfreien Identitäten” in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Dänemark durch. (weiterlesen…)

Sterbehilfe Kanton Neuenburg: Heilsarmee blitzt vor Bundesgericht ab – Wegweisendes Urteil für Alters- und Pflegeheime!

Freitag, 7. Oktober 2016

“Gott und nur Gott allein entscheidet, wann wir zu sterben haben, das ist für die Heilsarmee klar. Es ist völlig ausgeschlossen, dass die Heilsarmee Suizide tolerieren könnte. Nun ist diese Überzeugung aber keine rein theologische Frage, weil die christliche Organisation auch Pflegeheime führt. - Als der Kanton Neuenburg entschied, dass Sterbehilfeorganisationen der Zugang zu Heimen gewährt werden muss, sah die Heilsarmee ihre Glaubensfreiheit verletzt und zog vor Bundesgericht.”

Zwar gestanden die Richter der Klägerin zu, dass ihr Glaubensfreiheit verletzt wird. Jedoch bewertet das Bundesgericht das Recht schwerkranker Menschen auf Entscheidungsfreiheit höher als das Recht der Heilsarmee. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass andernfalls Heimbewohnern das Recht auf selbstbestimmten Suizid verwehrt würde, nur weil sie über keine eigene Wohnung mehr verfügen.
Weiter stellen die Bundesrichter der Heilsarmee anheim, auf staatliche Subventionen zu verzichten und ihre Heime in privat geführte Institutionen umzuwandeln. In diesen stünde es der christlichen Organisation frei Regeln zu erstellen.

 

>>Zum Artikel auf srf.ch

 

>>Zum Artikel der nzz.ch

 

 

>>Stellungnahme Heilsarmee Schweiz