Archiv für die Kategorie „FVS in den Medien“

“Den Säkularen reicht das Diesseits” – Gastkommentar von Andreas Kyriacou in der NZZ

Montag, 22. Mai 2017

Am 7. April fragte Urs Hafner in der NZZ woran die Nichtreligiösen glauben – und lieferte gleich selbst Antworten. Diese fielen allerdings eigenartig aus. Die Freidenker bezeichnete er als militant und dogmatisch. Die NZZ bot auf Nachfrage an, in der Rubrik “Meinung und Debatte” eine Replik zu veröffentlichen. Sie erschien am 19. Mai. Anbei der Text in voller Länge.

 

Den Säkularen reicht das Diesseits

Von Andreas Kyriacou

In der Wochenendbeilage vom 7. April widmete sich die NZZ der Säkularisierung. Bemerkenswerterweise wurde dafür keine Person zu ihrer Weltanschauung befragt, die sich selbst als säkular bezeichnet. Die Beschreibung dieser Gruppe blieb dem Autor Urs Hafner vorbehalten, der einige eigenwillige Annahmen traf. Dieser Beitrag will einige so entstandene Missverständnisse aus dem Weg räumen.

Urs Hafner sinnierte darüber, woran die Religionsdistanzierten glauben, und kam zum Schluss, dass sie nicht einfach nichts glauben. Der Atheist, der auch in der grössten Sinnkrise kein Stossgebet zum Himmel schicke, sei die absolute Ausnahme, und auch eine Person, die sich als konfessionslos oder Agnostikerin bezeichne, könne recht gläubig sein, man müsse nur genauer hinschauen.

Genauer hinschauen sollte man in der Tat. Und das wurde erfreulicherweise auch schon gemacht, so dass wir uns nicht auf Bauchgefühle verlassen müssen. Für die Strukturdatenerhebung 2014 des Bundesamtes für Statistik wurden gut 16’000 Personen zu ihrer Religiosität befragt. Die repräsentativen Ergebnisse zeigen: Religionsferne ist längst Standard. Drei Viertel der Protestanten und 60 Prozent der Katholiken besuchen höchstens fünfmal im Jahr einen Gottesdienst. Bei den unter 35-Jährigen sind gar 80 (Protestanten) beziehungsweise 71 Prozent (Katholiken). Und selbst der privateste religiöse Akt, das Beten, gehört bei vielen Kirchenmitgliedern nicht mehr zum Lebensalltag: Jeder vierte Katholik und jeder dritte Protestant hatte in den letzten zwölf Monaten überhaupt nie gebetet.

Angesichts der Tatsache, dass selbst eingeschriebene Kirchenmitglieder ihr Leben oftmals bestens ohne Gottesdienste und Gebet meistern, mutet es seltsam an, wenn Urs Hafner ausgerechnet den Konfessionslosen eine versteckte Religiosität zuschreiben will. Sie bilden nämlich eine weitaus homogenere Gruppe als die einzelnen Konfessions- und Religionsgruppen: 94 Prozent von ihnen beantworten die Frage, ob sie sich als religiöse Person bezeichnen, mit eher oder klar nein. Die Konfessionslosen gehen als einzige Weltanschauungsgemeinschaft mehrheitlich davon aus, dass es kein Leben nach dem Tod gibt und dass keine höhere Macht unser Schicksal bestimmt. Und sie sind die einzige Gruppe, die klar mehrheitlich der Ansicht ist, dass Religion oder Spiritualität für sie im Umgang mit Krankheiten oder anderen schwierigen Lebenssituationen keine oder keine wichtige Rolle einnehmen.

Zu den Freidenkern, die sich für die Anliegen der Säkularen engagieren, stossen sowohl Personen, die selbst schon immer religionslos waren, wie auch solche, die mit ihrer – meist familiär bedingten – religiösen Vergangenheit brechen. Für sie gilt die konfuzianische Aussage, dass der Mensch zwei Leben hat – das zweite beginnt dann, wenn man merkt, dass man nur eines hat. Die Erkenntnis der eigenen Endlichkeit befreit, ebenso die Überzeugung, dass keine Götter auf uns einwirken wollen. Es ist ein wunderbarer Ansporn, dem Leben selbst Sinn zu geben. Imaginäre Freunde braucht es dazu wahrlich nicht. Wissenschaft, Kunst, Philosophie, unsere zivilisatorischen Errungenschaften, die Natur und das soziale Umfeld reichen dafür bestens.

Die den Freidenkern im Artikel unterstellte Militanz erläutert Hafner nicht. Ist es das Anbieten weltlicher Rituale, das demokratische Eintreten für mehr Trennung von Staat und Kirche, die Hilfe für verfolgte säkulare Aktivisten in «Gottesstaaten»? Das wissenschaftlich-humanistische Kinderlager Camp Quest? Oder das mehrtägige Wissensfestival Denkfest, das sich in seiner diesjährigen Ausgabe dem Thema «Reformationen des Denkens» annimmt? Mit dieser «Militanz» können wohl auch nicht Interessierte recht entspannt umgehen – was auf religiöse Militanz nicht unbedingt zutrifft.

Andreas Kyriacou ist Präsident der Freidenker-Vereinigung der Schweiz und Berater für Wissensmanagment

“Wissenschaft beweist, Glaube behauptet” – Plakatkampagne der FreidenkerInnen Winterthur

Freitag, 5. Mai 2017

Artikel zur Werbekampagne der FreidenkerInnen Winterthur auf zueriost.ch vom 03.05.2017:

Ab dem 8. Mai hängen in Winterthur Plakate, die die Freidenker gestaltet haben. Sie sollen liberale, humanistische Werte ins Zentrum rücken. Die entsprechende Webseite kann jetzt schon besucht werden.

Vor einem Jahr sammelten die Freidenker Region Winterthur über zehntausend Franken für eine Plakatkampagne (wir berichteten). Diese Kampagne solle gemeinsame liberale humanistische Werte ins Zentrum stellen, schreibt die Arbeitsgruppe in einer Mitteilung.

Die entsprechende Webseite – https://denk-nach.ch – steht ab sofort bereit. Die hundert Plakate mit zehn verschiedenen Texten hängen ab dem 8. Mai für zwei Wochen in ganz Winterthur verteilt.

Was denken Sie?

Die ausgewählten Plakat-Texte sollen eine offene Gesellschaft repräsentieren, erklären die Freidenker. Dabei würden sich die Texte bewusst von fundamentalistischen Ansichten abgrenzen und seien gleichzeitig so formuliert, dass gemässigte religiöse Menschen zustimmen können.

Insgesamt wurden 40 Texte ausgewählt, die alle auf der Webseite nachgelesen werden können. Nur die 10 Siegertexte werden aber auf den Plakaten zu lesen sein.

Die zehn Siegertexte:

Deine Sexualität – Dein Körper – Deine Entscheidung
Gemeinsame Werte basieren auf Vernunft
Wissenschaft beweist, Glaube behauptet
Kinder schlagen ist häusliche Gewalt
Denken statt glauben
Gewalt löst keine Probleme
Glaube ist Privatsache
Totalitarismus ist Furcht vor Freiheit
Liebe Deinen Körper / Pflege Deinen Verstand
Evolution ist Tatsache

BZ vom 23.02.2017: “Selbstbedienungsladen Religion” – Für FVS-Präsident Andreas Kyriacou eine erfreuliche Entwicklung

Freitag, 24. Februar 2017

Berner Zeitung vom 23.02.2017:

Bald scheint der Wendepunkt erreicht zu sein. Wie die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen, fehlt nicht mehr viel, bis die Konfessionslosen die Reformierten in der Schweiz zahlenmässig eingeholt haben. Immer mehr Menschen drehen der Kirche den Rücken zu. In Basel-Stadt entzieht sich mit 46 Prozent sogar fast die Hälfte der ­Bevölkerung einer Religions­gemeinschaft. «Konfessionslose sind ein Massenphänomen geworden», bestätigt Judith Albisser vom Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI). Die Mitarbeiterin dieses Forschungsinstituts der katholischen Kirche schreibt von einem «rasanten Anstieg in wenigen Jahrzehnten», der auf drei Faktoren zurückzuführen sei: Menschen treten aus der Kirche aus; Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr taufen; konfessionslose Personen wandern in die Schweiz ein.

Zusammen bilden Katholiken und Reformierte in der Schweiz zwar eine deutliche Mehrheit. Vor 60 Jahren machten sie aber fast 100 Prozent der Bevölkerung aus. Dann begann die Zahl der Konfessionslosen zu steigen. Das verlief parallel zum gesellschaftlichen Phänomen der Individualisierung, erklärt Albisser: «Der Kirchenaustritt wurde enttabuisiert, und seither kann das Individuum aus verschiedenen Weltanschauungen und Religionen frei wählen.» Für Andreas Kyriacou ist das eine erfreuliche Entwicklung. Er ist Präsident der Freidenker-Vereinigung der Schweiz. Für ihn ist der entstandene «Wettbewerb unter den Welt­anschauungen» positiv: «Sinn­suchende können im breiten Angebot eine passende Antwort ­finden.»

>>Artikel auf bz.ch online lesen

“Kontroverse um das Kirchengeläut” – FVS Vizepräsident Valentin Abgottspon diskutiert mit auf SRF 1

Montag, 20. Februar 2017

Diskussion auf SRF 1 vom 16.02.2017:
Glockengeläut hat Tradition und gehört zum Schweizer Klangbild. Allerdings nicht für alle! Der stete Glockenschlag während der Nacht raubt vielen Menschen den Schlaf. Sie fordern: Stellt die Kirchenglocken ab! Schlägt den Kirchenglocken die letzte Stunde? Die Frage polarisiert.

Nächstens berät das Parlament der Stadt Bern über eine Motion, welche den Glockenschlag in der gesamten Hauptstadt während der Nacht verbieten will. In einigen anderen Kirchgemeinden sind die Glocken während der Nacht bereits verstummt.

Fall Wädenswil, ein Fall von vielen
Letztes Jahr entschied das Zürcher Verwaltungsgericht, dass die reformierte Kirche in Wädenswil in der Nacht auf den Viertelstundenschlag verzichten muss. Die Glocken dürfen nur noch stündlich schlagen. Das Urteil wurde von der Kirchbehörde ans Bundesgericht weitergezogen, ein Urteil wird im Sommer erwartet.

Im Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichts steht:

« Stündliche Glockenschläge vermögen der Tradition Genüge zu tun und die Zeitansagefunktion der Kirchenglocken hat heute nicht mehr die gleiche Bedeutung wie früher. »
« Mit Blick auf die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse kann nächtliches Kirchengeläut von über 40-45 dB – abweichend von der früheren Praxis – bereits eine unzulässige Lärmimmission sein. »
Das Urteil wurde von der Kirchbehörde ans Bundesgericht weitergezogen, ein Urteil wird im Sommer erwartet.

Online-Diskussion
Sind Kirchenglocken Tradition oder Ruhestörung? Sind sie religiöse Symbole im öffentlichen Raum, schlafraubende Lärmmaschinen oder heimatstiftend?

Meinungen und Voten aus der Online-Diskussion sind in die Sendung «Forum» eingeflossen. Das Kommentarfeld ist nun geschlossen.

In der Sendung diskutierten folgende Gäste mit Hörerinnen und Hörern:

Christoph Sigrist, Pfarrer, Grossmünster Zürich
Porträt von Christoph Sigrist.Bild in Lightbox öffnen.
Bildlegende: Christoph Sigrist, Pfarrer, Grossmünster Zürich. ZVG
Für Christoph Sigrist ritzen Glockenschläge religiöse Empfindungen. Es gehe um mehr als um Dezibel, ist er überzeugt. Im Raum stehe die Frage, wie unsere Gesellschaft mit Zeichen der Religion im öffentlichen Raum umgehe. Für ihn ist klar:

« Kirchenglocken gehören zu unserer Tradition. »
Valentin Abgottspon, Schweizer Freidenkervereinigung
Porträt von Valentin Abgottspon.Bild in Lightbox öffnen.
Bildlegende: Valentin Abgottspon, Vizepräsident Freidenkervereinigung Schweiz, Lehrer und Autor. ZVG
Für den Freidenker Valentin Abgottspon gehören Glocken in der Nacht abgestellt.

« Der stündliche Glockenschlag mitten in der Nacht ist nicht mehr zeitgemäss und stört die Nachtruhe. »

 

>>Hier können Sie die Sendung hören

“Sternstunde Religion” – SRF vom 5.2.2017: Religiöse Erziehung – Gottvertrauen oder Gift für Kinder?

Montag, 6. Februar 2017

Nada Peratovic, Juristin und Mitglied der Freidenker Vereinigung der Schweiz bei "Sternstunde Religion"

 ”Sternstunde Religion” – SRF Kultur vom 05. Februar 2017: “Gottvertrauen oder Gift für die Kinder”:

Religion hat für viele Menschen einen zweifelhaften Ruf. Religion ist für sie gleichbedeutend mit Zwang, Konflikt und Gewalt. Soll man da seine Kinder noch religiös erziehen? Zwei Mütter und ein Vater erklären, warum sie ihren Kindern religiöse Werte weitergeben.

Der Glaube bedeutet ihnen Heimat und Halt im Alltag. Sie erziehen ihre Kinder religiös: Christine Bachmann christlich, Dilek Ucak-Ekinci muslimisch und Doron Schächter jüdisch. Sie beten mit ihren Kindern und besuchen mit ihnen die Kirche, die Moschee oder die Synagoge. Sie wollen ihnen Werte wie Geduld, Nächstenliebe oder Gottvertrauen weitergeben.

Ist es noch zeitgemäss, Kinder religiös zu erziehen? Sollten Kinder nicht später selber eine Religion wählen? Wo ist die Grenze zwischen religiöser Erziehung und Indoktrination?

Norbert Bischofberger leitet die Debatte.

>>Sendung anschauen auf srf.ch

Podiumsdiskussion am 06.02.2017 in Zürich: “Wieviel Religion erträgt die Schule”? – Mit Freidenker Vereinigung – Präsident Andreas Kyriacou

Freitag, 13. Januar 2017

Bis vor wenigen Jahren war der Unterricht der ‘Biblischen Geschichte’ an Schweizer Schulen üblich. Heute wird Religionskunde übergreifend als ‘Religion und Kultur’ vermittelt. Gehört das Wissen über Religionen zum schulischen Pflichtstoff und wenn ja, welchen Mehrwert bietet das? Und wie steht es um Unterricht vonseiten Religionsgemeinschaften, der durch eigenes Personal an Schulen durchgeführt werden kann? Oder darf das Thema keinen Platz einnehmen in den staatlichen Schulen?

Unter der Leitung von SRF-Religionsredaktorin Judith Wipfler diskutieren Andreas Kessler, Dozent für Religionspädagogik an der Universität Bern, und Andreas Kyriacou, Präsident der Freidenker-Vereinigung -frei-denken.ch- kontrovers, ob und welchen Religionsunterricht es heute braucht. Wie viel Religion verträgt die Schule? Oder birgt sie gar mehr Konflikte als Lösungen?

 

Veranstalter: Zürcher Institut für interreligiösen Dialog - ziid

Leitung Judith Wipfler

Podium Andreas Kessler, Andreas Kyriacou

Montag, 6. Februar 2017

Zeit 19.00 – 20.30 Uhr

Ort Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mehrzwecksaal

Kosten CHF 25.-

Anmeldeschluss 20. Januar >> Anmeldung hier<<

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit Kulturpark durchgeführt und ist Teil der Reihe «Religiöse Erziehung in einer offenen
Gesellschaft».

Kirchen ohne Nachwuchs: Unheilige Jugend

Sonntag, 25. Dezember 2016

«Mit jeder Generation, die nachrückt, geht ein Stück des christlichen Erbes verloren. Wissen Kinder in fünfzig Jahren noch, wofür Weihnachten steht? Vieles spricht dagegen.»

NZZ-Redaktor Simon Hehli zeigt auf, dass sich die Jugend immer weniger für religiöse Erzählungen interessiert, nicht zuletzt, weil diese in vielen Familien kaum noch weitererzählt werden. Die Kirchen künden deshalb an, zu Kindern im Vorschulalter Kontakt aufbauen zu wollen. FVS-Präsident Andreas Kyriacou zweifelt am Erfolg solcher Massnahmen. Seine Prognose wird im Artikel zitiert:

«Weihnachten wird es ergehen wie Pfingsten oder Auffahrt, bei denen die meisten den religiösen Hintergrund nicht mehr kennen.»

–> Zum Artikel der NZZ.

Freidenker-Weihnachten? Mitglieder der Freidenkervereinigung der Schweiz berichten

Montag, 19. Dezember 2016

Artikel auf kath.ch vom 18.12.2016:

Weihnachten hat für Jan-Niklas Runge, Ruth Thomas und Peter Morf keinerlei religiöse Bedeutung. Alle drei sind Freidenker. Doch wie viele andere Menschen verbringen auch sie die Weihnachtstage im Kreis ihrer Familie, erzählen sie kath.ch. Da kann es vorkommen, dass einer «Stille Nacht» mitsingt. Auch wenn ihn dabei schaudert.

Für Jan-Niklas Runge hat sich die Bedeutung von Weihnachten seit seiner Jugend nicht wesentlich verändert. Der grossgewachsene junge Mann stammt aus Göttingen (D) und doktoriert derzeit in Zürich in Evolutionsbiologie. An Weihnachten traf sich immer die Familie. «Dass Oma kommt, war das eigentliche grosse Hightlight. Sie hat auch lange Zeit gekocht», erinnert sich Jan-Niklas Runge. Heute schätzt der 27-Jährige an Weihnachten die Möglichkeit, über längere Zeit in die Heimat zu fahren, seine Eltern zu besuchen und alte Bekannte zu treffen. «Ich mag auch einfach die ganze Atmosphäre, die entsteht, weil fast alle Menschen im Land nach Hause fahren und ihre Familien sehen.»

 

>>Zum Artikel auf kath.ch

 

____________________________________________

Leserbrief von Marc Wäckerlin, Präsident der FreidenkerInnen Region Winterthur, 14.12.2016:

 

“Es gibt keinen biologischen Grund, warum wir sterben sollten” – Veranstaltung der Freidenker Winterthur mit Astrophysiker Ben Moore

Freitag, 11. November 2016

“Die Annahme eines göttlichen Wesens ist für ihn ein wertloses Märchen. In seinen Büchern erklärt der Astrophysiker Ben Moore sehr anschaulich die Entwicklung des Universums vom Urknall an. Am Mittwoch spricht er auf Einladung der Freidenker-Vereinigung in Winterthur.”

Veranstaltungs-Details: Ben Moore: Our Place in Time and Space. Mittwoch, 9.11., 19.30 Uhr, Hörsaal TP 406 im ZHAW-Physikgebäude, Technikumstr. 9. Öffentlicher Vortrag in Englisch, Eintritt frei.

 

>>Zum Interview auf landbote.ch

 

 

 

 

Ben Moore ist Direktor des Zentrums für theoretische Astrophysik und Kosmologie an der Universität Zürich. In seinem populärwissenschftlichen Sachbuch «Elefanten im All» gelingt es ihm, die zeitlichen Dimensionen deutlich zu machen, die im Universum gelten. Besonders fesselnd beschreibt er die Entsteh–ung der Erde und des Mondes. Weniger überzeugend sind seine Ausführungen zur griechischen Philosophie. Demokrit und die Vorsokratiker hätten sich von den Ideen ab- und der Beo–bachtung zugewandt, schreibt Moore. In Wirklichkeit stützten sie sich auch auf Modelle, ohne welche ihre Beobachtungen gar nicht möglich gewesen wären. In seinem zweiten Buch «Da draussen» beschäftigt sich Moore mit der Wahrscheinlichkeit von intelligentem Leben im All. Er macht ausserdem elektronische Musik und ist ein begeisterter Bergsteiger.

“Eine lohnenswerte Reise” – First Croatian Humanist Conference mit Valentin Abgottspon

Sonntag, 23. Oktober 2016

First Croatian Humanist Conference
In Zagreb fand Anfang des Monats die erste Croatian Humanist Conference statt. Unsere Autorin berichtet: “Wir fanden uns unter Atheisten, Humanisten und Feministen wieder und fühlten uns sehr wohl und willkommen.” Organisiert wurde die Konferenz vom Center of Civil Courage mit Hilfe der Giordano-Bruno-Stiftung(GBS), des Institut Français Croatie, der Atheist Alliance International sowie der Freidenker Schweiz.

 

 

 

 

 

 

In mehreren Panels wurde diskutiert. Unter anderem auch über “Frauen und religiöse Zwänge”, wenn es um Schwangerschaft geht. Denn häufig wird das “Recht des Fötus” höher bewertet als die Selbstbestimmung der Frau über ihren eigenen Körper. Föten werden geschützt und vor vermeintlichen Schmerzen bewahrt, noch bevor sie in der Lage sind, überhaupt welche zu fühlen. Dies beschrieben Gorjana Gjurić, Jasenka Grujić und Dubravko Lepušić, drei Ärzten aus dem Fachbereich “Geburtshilfe und Kinderheilkunde” in Kroatien.

Über fundamentalistische Bewegungen und deren religiöse Motivation wurde von säkularen Aktivisten konferiert und mit Beispielen die Missstände in extrem konservativen Regionen illustriert. Es gab Beispiele von Schulen, in denen Kinder diskriminiert werden, weil sie nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Beispiele von Frauen, die durch Religion in ihren Grundrechten an der eigenen Sexualität und Reproduktion unterdrückt werden. Mitdiskutiert hat dabei unter anderem auf dem Panel die Mitbegründerin von Women in Black, Stanislava Staša Zajović.

 

>>Zum Bericht von Dorothee Schmid auf hpd.de