Archiv für die Kategorie „Familienplanung“

Präimplantationsdiagnostik ab 1. September erlaubt

Montag, 26. Juni 2017

Artikel auf nzz.ch vom 21. Juni 2017:

Neu dürfen für eine künstliche Befruchtung maximal zwölf statt wie bisher drei Embryonen pro Behandlungszyklus entwickelt werden. Ausserdem sieht das revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz vor, dass nicht verwendete Embryonen im Hinblick auf eine spätere Behandlung eingefroren werden können. Labors, die in der Fortpflanzungsmedizin und der Präimplantationsdiagnostik tätig sind, müssen zudem höhere Anforderungen an Personal und Infrastruktur erfüllen.

2020 Kinder

In der Schweiz bieten rund 30 Zentren Behandlungen zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung an. 2015 versuchten laut Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) 6055 Frauen über eine künstliche Befruchtung schwanger zu werden. Bei 39,1 Prozent klappte dies auch. 72,9 Prozent der auf diese Weise entstandenen Schwangerschaften führten schliesslich zu einer Geburt.

So wurden insgesamt 2020 Kinder lebend geboren. Der Anteil der Mehrlinge betrug 29,2 Prozent. In 0,1 Prozent der Fälle kam es zu einer Totgeburt.

PID: «Wir erwarten einen Boom bei der künstlichen Befruchtung»

Dienstag, 17. Januar 2017

Interview zum Präimplantationsgesetz mit Peter Fehr* auf tagesanzeiger.ch am 16.01.2017:

*Peter Fehr (58) leitet eine Fruchtbarkeitsklinik in Zürich und war mehrere Jahre Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (SGRM).

Bei der künstlichen Befruchtung ist es neu erlaubt, die Embryonen per Präimplantationsdiagnostik (PID) zu testen. Beeinflusst dies Ihre Arbeit als Fruchtbarkeitsmediziner?

Auf jeden Fall. Wir erwarten eine starke Zunahme der Behandlungen. Ich gehe von rund 10 Prozent der Paare aus, die neu davon profitieren könnten. Das sind einige Hundert Paare pro Jahr, die bei einer Fruchtbarkeitsbehandlung eine PID machen könnten oder wollten, und die wir bisher dafür ins Ausland, vor allem nach Spanien, schicken mussten, weil es in der Schweiz nicht erlaubt war.

Sie ziehen eine positive Bilanz.
Wir sind natürlich heilfroh, dass das Gesetz durchgekommen ist; wir haben jetzt eines der liberalsten in ganz Europa.

Gibt es ausser der Zulassung der PID weitere Vorteile?
Was uns viel mehr bringt, ist, dass wir endlich Embryonen einfrieren können. Neu darf man zwölf befruchtete Eizellen weiterentwickeln lassen. Von diesen zwölf werden nach fünf Tagen vielleicht noch drei oder vier übrig bleiben, die man einsetzen kann. So können wir die Embryonen mit den besten Entwicklungschancen auswählen.

Steigen dadurch die Erfolgsraten?
Wir nehmen an, dass die Schwangerschaftsrate im schweizerischen Durchschnitt um 5 bis 10 Prozent auf 35 Prozent der Behandlungen ansteigen könnte – allein durch die Embryonenselektion. Viele Paare, die deswegen bisher ins Ausland gingen, werden in der Schweiz bleiben. Ich gehe von weiteren rund 1000 Paaren aus.

>> Das ganze Interview auf tagesanzeiger.ch lesen

NEIN zur Eheinitiative

Montag, 31. Oktober 2016

Artikel auf Südostschweiz.ch: “Kassenpflicht für PID wäre konsequent”

Montag, 29. August 2016

Es sei “eine Frage der Zeit”, bis eine Bezahlung der PID durch die Krankenkassen gefordert werde, befürchten die Gegner. Auf Patientenseite hält man diesen Wunsch für fair, da vergleichbare Tests während der Schwangerschaft bezahlt werden. Die Kassen sind skeptisch.Die Schätzung des Bundesrats, dass künftig pro Jahr 500 bis 1000 Paare von den neuen Möglichkeiten Präimplantationsdiagnostik (PID) Gebrauch machen könnten, hält Felix Häberlin, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, für realistisch. (weiterlesen…)

Präimplantationsdiagnostik: Schwindender Einfluss der Kirchen – Gottlose Politik?!

Samstag, 14. Mai 2016

Schwindender Einfluss der ReligionReformierte und Katholiken erheben ihre Stimme gegen das neue Fortpflanzungsgesetz. Gehör finden sie damit kaum. Dennoch glauben die Kirchen, dass auch eine säkularisierte Gesellschaft sie braucht.

“Eigentlich hätten die Gegner des neuen Fortpflanzungsgesetzes die Referendumsabstimmung vom 5. Juni schon so gut wie gewonnen. Denn die katholische und die reformierte Kirche, die zusammen deutlich mehr als die Hälfte der Stimmbürger zu ihren Mitgliedern zählen, empfehlen ein Nein.”

 

>>Zum Artikel in der NZZ.ch

 

 

Papstwort zur Verhütung: Keine Anzeichen veränderter Sexualmoral

Montag, 22. Februar 2016

“Freiburg i.Ü., 19.2.16 (kath.ch) Die Aussage des Papstes zur Verhütung dürfe man nicht überbewerten, sagt Daniel Bogner auf Anfrage von kath.ch. Bogner ist Professor für Allgemeine Moraltheologie und Ethik an der Universität Freiburg. (weiterlesen…)

“Freidenker zur Heiratsstrafe der CVP: “Religiöser Fundamentalismus”

Sonntag, 14. Februar 2016

“Zürich, 12.2.16 (kath.ch) Die Freidenker werben derzeit mit Plakaten für ein «Nein» zur CVP-Initiative, welche die Abschaffung der Heiratsstrafe fordert. Sie werfen der Partei «religiösen Fundamentalismus» vor. CVP-Präsident Christoph Darbellay lässt sich davon nicht provozieren.”

>>Zum Artikel auf cath.ch

 

Wenn 270 alte Herren über Ehe, Familie und Sexualität beraten: Familiensynode der römisch-katholischen Kirche

Montag, 26. Oktober 2015

SRF Kultur vom 04.10.2015: “Die Familiensynode führt 270 Bischöfe aus der römisch-katholischen Kirche in Rom zusammen. Bis zum 25. Oktober beraten sie über Ehe, Familie und Sexualität. Progressive Kräfte drängen auf eine Wende in Sexualmoral und Eheverständnis. Sie fürchten den endgültigen Bedeutungsverlust ihrer Kirche.” (weiterlesen…)

Freidenker und andere Gruppierungen bei Gegenveranstaltung zum «Marsch fer z ungiboru Läbu» in Brig

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Am Freitag, 25.10.2013 findet der alljährliche “Marsch für das ungeborene Leben” in Form einer Prozession durch Brig statt. Der Verein “Ja zum Leben Oberwallis” tut in dieser Prozession öffentlich kund, dass Abtreibungen und Sterbehilfe Mord darstellen.

Wir wollen ein Zeichen gegen diese öffentliche Verurteilung und Bevormundung setzen und rufen deshalb alle Interessierten dazu auf, sich am Freitagabend, um 19 Uhr auf dem Sebastiansplatz in Brig einzufinden.

Wir würden uns freuen, wenn ihr auch an der Veranstaltung teilnehmen würdet und diese Mitteilung an Interessierte weiterleitet.

Nähere Informationen und Links zum Facebook- und Google plus-Event auf der Seite der Sektion Wallis.

Unser Statement:

Das Thema Selbstbestimmung steht hoch im Kurs. Der Beginn und das Ende unseres Lebens sind Dreh- und Angelpunkte in dieser Debatte. Die Kirche vertritt rigoros die Ansicht, dass Schwangerschaftsabbrüche und Sterbehilfe ein nicht hinnehmbares Unrecht oder gar Mord darstellen und bemüht sich darum, hier Selbstbestimmung generell zu verbieten. Wir hingegen setzen uns dafür ein, dass jeder Mensch möglichst frei über seinen Körper und den Verlauf seines Lebens bestimmen kann. Während die streng christliche Lehre die Entscheidungsfreiheit von Mitmenschen aufgrund einer behaupteten «Wahrheit» beschränkt, beschneidet unsere Position keine Rechte von nachweislich empfindungsfähigen Personen. Uns geht es nicht um die Förderung von sozialverträglichem Frühableben oder um das Vermeiden von behinderten Kindern, sondern um grösstmögliche Freiheit von Menschen in schweren Entscheidungssituationen. Diese Menschen haben es nicht verdient, pauschal von der Gesellschaft oder religiösen Fundamentalisten verurteilt zu werden.
Diesen Freitag findet in Brig ein «Marsch fer z’unigiboru Läbu» statt. Der Verein, dessen Vorstand fast ausschließlich aus Männern besteht, verurteilt unzählige Mitmenschen. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen diese fundamentalistisch-religiöse Bevormundung. Wir werden uns am Freitagabend ab 19 Uhr auf dem Sebastiansplatz einfinden. Alle Interessierten sind eingeladen.

Radio Rottu Oberwallis berichtete bereits im Vorfeld: Brig-Glis: Nicht ganz tonloser Schweigemarsch [Audiodatei im MP3-Format beim Link, Stellungnahme durch Valentin Abgottspon, Präsident Sektion Wallis]

Hinzuweisen wäre auch auf die Kolumne von vor einem Jahr: Katholisches Mittelalterfestival im Wallis bei news.ch.

Philippinen: Exkommunikationsparty

Sonntag, 9. Januar 2011

Auf den Philippinen tobt eine heftige Auseinandersetzung über das sog. RH-Gesetz, das die Nutzung verschiedener Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft legalisieren soll. 85 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken und die Katholische Kirche hat eine Kampagne gestartet, die jeden Abgeordneten, der dem Gesetz zustimmt, mit der Exkommunikation bedroht. Allerdings sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung für das Gesetz. Inzwischen wirken die klerikalen Drohungen wie ein Bumerang: zum Jahreswechsel riefen die phillipnischen Freidenker zu “Exkommunizierungs-Partys” auf.

http://www.rf-news.de/2011/kw01/08.01.11-philippinen-kampf-um-zulassung-von-verhuetungsmitteln

http://filipinofreethinkers.org/2010/11/19/excommunicat-me/