Archiv für die Kategorie „Evolution“

Moralischer Naturalismus

Freitag, 30. Juli 2010

Woher kommt unser Sinn für das was richtig oder falsch ist? Die meisten Leute denken, das sei eine Gabe Gottes, der seine Gesetze geoffenbart habe und uns mit seiner Liebe erhöhe. Eine kleinere Zahl von Menschen denkt, dass wir die Regeln des Zusammenlebens selber definieren durch unsere Fähigkeit vernünftig zu denken und ein philosophisches System zu wählen.

Moralische Naturalisten hingegen glauben, dass wir moralische Gefühle haben, die sich aus einer langen Geschichte von Beziehungen entwickelt haben. Um Moral zu lernen, braucht man demnach werder eine Offenbarung noch eine Metaphasik – man beobachte lediglich das praktische Zusammenleben von Menschen.

Diese Woche trafen sich moralische Naturalisten in Connecticut an einer Konferenz der Edge Foundation. Einer der Teilnehmer, Marc Hauser aus Harvard, hatte seine Forscherkarriere mit dem Studium von Primaten begonnen und für ihn und andere moralische Naturalisten begann die Geschichte der Moral denn auch in der Vergangenheit der Evolution: mit der Art wie Insekten, Ratten und Affen zu kooperieren  lernten.

Als sich die Hominiden entwickelten, hatte die Evolution bereits ein festes Fundament für den moralischen Sinn geschaffen. Jonathan Haidt von der University of Virginia argumentiert, dass dieser moralische Sinn ähnlich wie unser Geschmackssinn funktioniere:  Wir haben natürliche Rezeptoren, die uns helfen, Süsses und Salziges zu unterscheiden. Auf die gleiche Weise haben wir Rezeptoren  die uns helfen, zwischen fairem und grausamen Verhalten zu unterscheiden. So wie einige universelle Geschmacksvarianten in verschiedenen Küchen verändert werden, so können sich ein paar moralische Sinne in viele verschiedene moralische Kulturen entwickeln.

Paul Bloom von der Universität Yale wies darauf hin, dass dieser moralische Sinn früh im Leben beobachtet werden kann. Er und seine Kollegen haben Experimente mit Kleinkindern durchgeführt, bei denen ihnen Bilder gezeigt wurden von einer Figur, die einen Hügel hinaufzuklettern versucht, einer weiteren Person, die ihr dabei behilflich war, und einer dritten, welche sie daran hindern wollte. Bereits im Alter von sechs Monaten haben die Kinder einer Präferenz für den Helfer gezeigt. Wenn der Störer belohnt oder bestraft wurde, haben acht Monate alte Kinder jene Person bevorzugt, welche den Störer bestrafte. Bloom schliesst daraus, dass die Menschen eine angeborenen, rudimentären Sinn für Gerechtigkeit haben. Das bedeutet nicht, dass sie von Natur aus “gut” seien. Aber es bedeutet, dass soziale Normen auf einen vorbereiteten Grund fallen. Wir sind von Natur aus dazu fähig, Fairness und andere Tugenden zu lernen.

Diese moralischen Fähigkeiten strukturieren die Art, wie wir die Welt wahrnehmen und auf sie reagieren. Wenn jemand Spenden sammelt mit einem Bild eines kranken Kindes, wird er mit hoher Wahrscheinlicheit doppelt soviel sammeln wie wenn er mit einer Liste von acht Kindern sammeln würde. Unser Geist reagiert stärker auf die Bitte eines Individuums als auf  jene einer Gruppe.

Diese moralischen Fähigkeiten basieren auf emotionalen, intuitiven Prozessen zur Unterscheidung von Gut und Schlecht. Wer schlechter Laune ist, wird härtere moralische Urteile fällen als jemand der in guter Lauene ist oder gerade eine Komödie gesehen hat. Elizabeth Phelps von der New York Universität führte aus, dass Gefühle des Ekels den Wunsch hervorrufen, etwas loszuwerden – selbst wenn diese Sache keinen Bezug hat zur ursprünglichen Stimmung. Allgemeine Angstgefühle bewirken, dass die Menschen Risiken vermeiden, Wut lässt sie das Risiko suchen.

Wer sich moralisch verhält, tut dies nicht generell weil er mehr weiss. Er tut es, weil er eine grössere Sensibilität hat für die Sicht von anderen. Hauser berichtete von Experimenten die zeigten, dass Rüpel erstaunlich gut die Absichten von anderen lesen können, aber sie sind nicht gut darin, Gefühle und Schmerzen von anderen vorwegzunehmen.

Welche Rolle der Vernunft in moralischen Entscheidungen zugemessen werden soll, ist umstritten. Einige, wie Haidt, glauben, dass wir moralische Urteile intuitiv fällen und anschliessend die Rechtfertigungen für das Urteil konstruieren. Andere, wie Joshua Greene von Harvard, vergleichen moralische Denken mit einer Kamera. Meistens verlassen wir uns auf die Automatik, aber manchmal machen wir uns Überlegungen und überspringen den automatischen Prozess. In jedem Fall erzählen wir Geschichten und führen Gespräche, um moralische Vorstellungen zu verbreiten und verfeinern.

http://www.nytimes.com/2010/07/23/opinion/23brooks.html?_r=1&ref=davidbrooks

Freidenker-Hochschulgruppe fordert Stopp von missionarischen Veranstaltungen an der ETH

Mittwoch, 14. Juli 2010

Die evangelikalen Lobbyorganisationen Campus Live und Dozentenforum führen am Dienstag, 13. 7.2010 und 15. 7.2010 eine Propagandaveranstaltung mit dem Chemiker Henry F. Schaefer III. an der ETH Zürich durch. In seinem kruden Vortrag “Der Urknall, Stephen Hawking und Gott” suggeriert der Fellow des kreationistischen, d.h. anti-evolutionären Discovery Institutes (Seattle) die absurde These, die Urknalltheorie lasse auf die Existenz des christlichen Schöpfergottes schliessen.

Schaefers Ideen entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage, er vertritt eine äusserst fragwürdige, rein religiöse Glaubenslehre. Die Hochschulgruppe frei denken – eine junge Vereinigung naturalistisch und säkular orientierter Angehöriger verschiedener Bildungsinstitutionen im Hochschulraum Zürich – sieht den guten Ruf der ETH in Forschung und Lehre durch derartige Auftritte gefährdet. Sie fordert die ETH in einem Protestbrief auf, sich vom genannten Vortrag zu distanzieren und künftig auf die Durchführung unwissenschaftlicher und missionarischer Veranstaltungen dieser Art zu verzichten.

Die Veranstaltung war gespickt mit missionarischen Einwürfen (wie z.B. der Empfehlung, täglich eine Stunde in der Bibel zu lesen) und auf dem Feedback-Formular der Organisatoren (Campus Live & Dozentenforum) hätte man sich für ein weiteres “Treffen mit Prof. Schaefer zum Thema wie kann ich Gott persönlich kennen lernen” und für “Alpha-Live-Kurse” anmelden können. Für den Anlass am Donnerstag planen wir (noch) mehr kritische Fragen im Anschluss an die Veranstaltung sowie das Verteilen von Flugblättern, in welchen die Widersprüchlichkeit und Unwissenschaftlichkeit von Schaefers Thesen aufgezeigt wird.

Freidenker Hochschulgruppe

Gefühl für Gerechtigkeit ist im Gehirn verankert

Donnerstag, 25. Februar 2010

Menschen haben ein Grundbedürfnis nach Gerechtigkeit. So lautet eine gängige Hypothese der Sozialwissenschaftler. Neurobiologen haben diese jetzt bestätigt. Mit Tomografientersuchungen konnten sie bestimmte Hirnareale ausfindig machen, die bei ungerechter Behandlung besonders aktiv sind.

“Schon das sehr kleine Kind entwickelt – wahrscheinlich gegen Ende des zweiten Lebensjahres – ein Urbedürfnis nach Gerechtigkeit”, sagt Léon Wurmser. Es sei ein “Gefühl dafür, dass ein Miteinander der Menschen nur möglich ist, wenn eine Art primitive Gerechtigkeit herrscht”, so der weltweit anerkannte Schweizer Psychoanalytiker. Diese gängige Hypothese in den Sozialwissenschaften besagt, dass Menschen das Bedürfnis haben, ungleiche Verteilungen zu reduzieren, da sie sonst einen Gewinn nicht richtig genießen können.

Weiter lesen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,679931,00.html

Intelligente Menschen sind eher Atheisten und gehen nachts später schlafen

Donnerstag, 25. Februar 2010

Nach einem Evolutionspsychologen können die intelligenteren Menschen besser mit evolutionär Neuartigem umgehen.
Religiös oder auch konservativ zu sein, zeugt nicht von hoher Intelligenz. Schon vor zwei Jahren hatte eine Studie herausgefunden, dass mit steigender Intelligenz der Menschen der religiöse Glauben sinkt. Länder mit einem hohen Anteil an gläubigen Menschen sollen, so eine soziologische Studie, seien sozial dysfunktionaler als solche mit eine weniger religiösen Bevölkerung.
Nach dem Evolutionspsychologen Satoshi Kanazawa von der London School of Economics and Political Science sind intelligente Menschen gemeinhin auf Werte und Vorlieben orientiert, die in der Evolutionsgeschichte des Menschen neu sind. Auch Religionen sind einmal neu gewesen, nun aber sollen die intelligenteren Zeitgenossen eher mit den Folgen der Aufklärung, also mit Atheismus und Liberalismus, kokettieren. Bei Männern – aber nicht bei den Frauen – soll hingegen die Vorliebe für sexuelle Exklusivität ein Zeichen höherer Intelligenz sein.
Kanazawa schreibt in seiner Studie, die der Zeitschrift Social Psychology Quarterly vorab online veröffentlicht wurde, dass evolutionär neue Vorlieben und Werte solche sind, die nicht schon biologisch angelegt sind und sich von solchen unterscheiden, die schon seit Millionen von Jahren durch die Evolution verändert wurden, weswegen sie evolutionär vertraut sind.

Weiterlesen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32160/1.html

Woher kommt die Moral?

Mittwoch, 17. Februar 2010

(spiegel) Viele Wissenschaftler glauben, dass unsere Wertvorstellungen auf die Prozesse natürlicher Auslese zurückzuführen sind. Doch Theologen bestreiten das – für sie ist der Glaube nicht allein durch Evolution zu erklären.

Die Frage nach Sinn und Herkunft von Religionen beschäftigt die Menschheit seit Jahrhunderten – doch in den vergangenen Jahren haben Ethnologen, Hirnforscher und Psychologen ganz neue Antworten auf die alte Frage geliefert: Woher kommt die Moral? Und woher, im Umkehrschluss, die Sünde?
Der Evolutionsbiologe Pascal Boyer von der Washington University in St. Louis zum Beispiel. Er deutet Religion als hilfreiches Konstrukt des menschlichen Geistes, das dem Menschen Überlebensvorteile schafft. Seine These: Wer glaubt, kommt besser durchs Leben. Religiöse Menschen waren deshalb in der Menschheitsgeschichte im Vorteil und setzten sich gegen die Nichtreligiösen durch. Es findet Selektion statt: Gläubige triumphieren über Ungläubige.
Oder ist das falsch gedacht? Der Brite Richard Dawkins bezweifelt, dass die Selektion Religiosität begünstigt. Er hält den Glauben vielmehr für ein Nebenprodukt anderer menschlicher Eigenschaften – zum Beispiel der Unterordnung unter Autoritäten. Seine Argumentation im Gespräch mit dem SPIEGEL : “In der Wildnis lebte ein aufmüpfiges Kind gefährlich, weil es die Warnungen der Eltern ignorierte.” Deshalb habe die Selektion wahrscheinlich die Unterordnung unter Autoritäten begünstigt. “Ein Gehirn aber, das glaubt, was Autoritäten sagen, kann nicht mehr unterscheiden zwischen dem guten Rat, nachts nicht in den Wald zu gehen, weil da ein Tiger lauern könnte – und dem törichten Befehl, eine Ziege zu opfern, um den Regen herbeizurufen.”

Dawkins Thesen aus seinem Bestseller “Der Gotteswahn” werden von Psychologen bestätigt. Daniel Wisneski von der University of Illinois in Chicago etwa hält Religiosität für ein Art Persönlichkeitsmerkmal und interpretiert sie wie Dawkins als Folge von Autoritätsgläubigkeit.

weiter lesen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,677896,00.html

Kt. Zürich: Staat – Kirche

Freitag, 1. Januar 2010

Faktenblatt Kanton Zürich

Stand 28.2.2010

Verfassung (2005)

Präambel

Wir, das Volk des Kantons Zürich,

in Verantwortung gegenüber der Schöpfung

und im Wissen um die Grenzen menschlicher Macht, (…)

Anerkennung

10. Kapitel: Kirchen und weitere Religionsgemeinschaften

Art. 130 Der Kanton anerkennt als selbstständige Körperschaften des öffentlichen Rechts:

a) die evangelisch-reformierte Landeskirche und ihre Kirchgemeinden;

b) die römisch-katholische Körperschaft und ihre Kirchgemeinden;

c) die christkatholische Kirchgemeinde.

Die evangelisch-reformierte Landeskirche, die römisch-katholische Körperschaft und die christkatholische Kirchgemeinde sind im Rahmen des kantonalen Rechts autonom.

Das Gesetz regelt:

a) die Grundzüge der Organisation der kirchlichen Körperschaften;

b) die Befugnis zur Erhebung von Steuern;

c) die staatlichen Leistungen;

d) die Zuständigkeit und das Verfahren für die Wahl der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie deren Amtsdauer.

Es kann vorsehen, dass ein Teil der Steuererträge einer negativenZweckbindung unterstellt wird.

Der Kanton hat die Oberaufsicht über die kirchlichen Körperschaften.

Art. 131 Von den weiteren Religionsgemeinschaften sind die Israelitische Cultusgemeinde und die Jüdische Liberale Gemeinde vom Kanton anerkannt.

Diese ordnen die Mitwirkung ihrer Mitglieder nach rechtsstaatlichen und demokratischen Grundsätzen.

Das Gesetz regelt unter Wahrung der verfassungsrechtlichen Autonomie der Religionsgemeinschaften:

a) die Wirkungen der Anerkennung;

b) die Aufsicht.

Art. 145 Die auf historischen Rechtstiteln beruhenden Leistungen des Staates an die kirchlichen Körperschaften bleiben bis zur gesetzlichen Neuregelung garantiert. Die Neuregelung dieser Leistungen orientiert sich an deren bisherigem Gesamtumfang.

Bis zur Neuregelung des kirchlichen Stimm- und Wahlrechts gelten die Bestimmungen des kantonalen Rechts.

Bis zur Neuregelung der Zuständigkeiten für die Neubildung, den Zusammenschluss und die Auflösung von Kirchgemeinden gelten die Bestimmungen des Gemeindegesetzes3.

Kirchengesetz 2007

§1. Dieses Gesetz regelt die Rechtsstellung sowie die Grundzüge der Organisation der Evangelisch-reformierten Landeskirche und ihrer Kirchgemeinden, der Römisch-katholischen Körperschaft und ihrer Kirchgemeinden sowie der Christkatholischen Kirchgemeinde als Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Finanzierung

Kostenbeiträge § 19.ff

1 Der Kanton bewilligt mit einem Globalbudget Kostenbeiträge an die kantonalen kirchlichen Körperschaften.

Steuern natürlicher und juristischer Personen

§ 25.4

1 Die Kirchgemeinden erheben von den Angehörigen ihrer Konfession und den juristischen Personen nach Massgabe des Steuergesetzes die Kirchensteuer.

2 Die Erträge aus den Kirchensteuern der juristischen Personen dürfen nicht für kultische Zwecke verwendet werden. Über die Verwendung dieser Steuererträge legen die kantonalen kirchlichen Körperschaften gesamthaft Rechenschaft ab.

3 Im Übrigen bestimmen die kirchlichen Körperschaften selbstständig über die Verwendung der Steuererträge.

Schule – Religion

Volksschulgesetz (2005)

Bildungs- und Erziehungsaufgaben

§ 2. 1 Die Volksschule erzieht zu einem Verhalten, das sich an christlichen, humanistischen und demokratischen Wertvorstellungen orientiert. Dabei wahrt sie die Glaubens- und Gewissensfreiheit und nimmt auf Minderheiten Rücksicht.

Religion und Kultur

«Religion und Kultur» ist ein obligatorisches Schulfach und wird wie folgt unterrichtet:

1.- 6. Klasse: 1 Wochenlektion, 7. Schuljahr: 2 Wochenlektionen, 8. Schuljahr: 1 Wochenlektion

Zielsetzung und Lehrplan

Die Schülerinnen und Schüler nehmen wahr, wie vielfältig Religion in der Gesellschaft vorkommt.

Schwerpunkte auf der Primarstufe

Zunächst lernen die Schülerinnen und Schüler elementare Inhalte, Überlieferungen und Bräuche des Christentums kennen, welche die Kultur und Gesellschaft im Kanton Zürich geprägt haben und prägen. Zudem werden ihnen weitere Kenntnisse über Religionen vermittelt, denen sie in ihrem Alltag, insbesondere in der Schule, begegnen.

Schwerpunkte auf der Sekundarstufe I

Auf der Sekundarstufe I erwerben die Schülerinnen und Schüler Grundkenntnisse der Weltreligionen: Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus. Sie setzen sich damit auseinander, wie Menschen mit ihren religiösen und kulturellen Traditionen umgehen.

Evolution

Begriff “Evolution” kommt in den Lehrplänen nicht vor.

Spitalseelsorge

Patientinnen- und Patientengesetz  (2004)

§ 9. 1 Die Patientinnen und Patienten haben das Recht, sich durch die eigene Seelsorgerin oder den eigenen Seelsorger betreuen zu lassen.

Die Spitalseelsorge kann die Patientinnen und Patienten unaufgefordert besuchen.

8 Antworten auf Evolutionszweifel

Montag, 18. Mai 2009

Flyer Entwurf Evolution.pdf

Evolution versus Intelligent Design

Samstag, 10. Februar 2007

von Alfred Bahr (2007)

Der Beitrag beschreibt die zentrale Aussagen der Evolutionstheorie und zeigt auf, dass der von gewissen Christen beschworene “Intelligente Designer” eine Neuauflage des “Grossen Uhrmachers” ist, welcher schon im 18. Jahrhundert widerlegt wurde.

Evolution: Erklärung der Entstehung des Lebens

Die Evolutionstheorie Darwins gibt uns Auskunft, wo die Tier und Pflanzenwelt und wir Menschen überhaupt herkommen. Sie beruht auf wisenschaftliche Forschung und ist durch Funde von versteinerten Fossilien vielfach bestätigt. Das Wort Evolution ist ein Synonym für Abstammung mit langsamen, aufeinander folgenden Veränderungen, wodurch andersartige Organismen und neue Arten entstehen. Die Evolutionstheorie beginnt mit der Erklärung der Entstehung des Lebens in den Ur – Meeren. Unser Sonnensystem mit Erde und den anderen Planeten entstand vor etwa 4600 Millionen Jahren. Die ersten versteinert erhaltenen Ur – Lebewesen sind etwa 3500 Millionen Jahre alt. Es sind bakterienartige Organismen ohne echten Kern. Diese Organismen müssen lange vor 3500 Millionen Jahren entstanden sein. In jener Zeit gab es in den Ur – Meeren viele im Wasser gelöste Chemikalien, darunter auch solche, welche die Fähigkeit besaßen, sich selbst zu vermehren, zum Beispiel Ribonnucleinsäure – Moleküle und Aminosäuren. Aus solchen sich selbst vermehrenden Molekülen sind die ersten, bakterienartigen Kleinstlebewesen entstanden. Wie die Aminosäuren, die Bausteine des Eiweis, in den Urmeeren entstanden sind, wurde 1952 von Stanley Miller in einer Doktorarbeit an der Universität von Chikago geklärt. Er zeigte, wie die Aminosäuren, die Eiweis – Bausteine des Lebens, entstanden sind. Diese Arbeiten basierten jedoch auf Überlegungen, die der russischen Gelehrten A. I. Obarin 1926 und dessen britischer Kollege J. B. S Haldane 1928 angestellt hatten. Die Arbeiten von Stanley Miller sind im Science Magazine 1953 veröffentlicht worden. Man hat dann auch versteinerte Mikrobenschichten gefunden, die in 3500 bis 1500 Millionen Jahre alten Sedimentgesteinen enthalten waren. Diese Mikroben sind photosyntetisch aktive Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt. Sie waren in solch großen Mengen vorhanden, daß es zu einer Anreicherung der Ur – Atmosphere mit Sauerstoff kam. Versteinerte Zellen mit einem echten Kern wurden in 1900 Millionen Jahre alten Gesteinsformationen gefunden. Mehrzellige Algen, die aus größeren Zellen zusammengesetzt waren, traten vor etwa 1200 Millionen Jahre auf. Und vor etwa 570 Millionen Jahre erschienen die ersten mehrzelligen Lebewesen.

Wenn wir hier von Lebewesen sprechen, bedeutet das nicht, daß diese Lebewesen auch ein Bewußtsein besaßen. Die Lebendigkeit dieser Ur – Lebewesen war nur Chemie. Ein Bewußtsein gab es erst in solchen Lebensformen, die Augen zur Wahrnehmung der Umwelt und ein Gehirn zur Registrierung und Verarbeitung der wahrgenommenen Eindrücke entwickelt hatten, Bewußtsein tritt immer zusammen mit wahrgenommenen Eindrücken der Außenwelt auf. Bewußtsein ist nichts weiter als Registrierung dieser Eindrücke. Ansonsten ist auch hier alles nur Chemie.

Etwa 20 Millionen Jahre später kam es zu einer explosionsartigen Zunahme der Arten. Es erschienen die hartschaligen Seetiere und die Urfische, und danach eine Unzahl von verschiedenartigen Fischen. Diese Fischarten lebten vom Fressen anderer, kleinerer Arten. Der Größere fraß den Kleineren und der Kleinere fraß den noch Kleineren. Fossilien der ersten Urfische hat man in 530 Millionen Jahre alten Gesteinsformationen gefunden. Es gab da auch kieferlose und gehirnslose Urfische. Zwischen 400 und 360 Millionen Jahren gab es eine Art von Fischen, welche um den Gefahren im Meer zu entfliehen, mit ihren Flossen auf das Land krochen, aber zunächst immer wieder ins Meer zurückkehrten. Die Aufenthalte auf dem Lande wurden im Laufe langer Zeiträume immer länger. Genetische Mutationen veränderten ihre Flossen langsam zu Beinen und veränderten auch ihre Kiefern, das Atmungsorgan. Sie waren schließlich imstande, sowohl auf dem Lande, als auch im Wasser zu leben, Sie ernährten sich auf dem Lande von Algen, Moosen, Farnen und was sonst dort wuchs. Man hat eine versteinerte Fossilie eines solchen Fisches gefunden, dessen Flossen schon starke Veränderungen aufwies. Aus diesem Land – See Fisch gingen alle Landtiere hervor. Die ersten waren Pflanzen fressende Reptilien, Durch Mutationen entstanden andere Arten, darunter Arten, welche sich nicht mit Pflanzenfressen begnügten, sondern Jagt auf andere Arten machte und sie fraßen. Der Stärkere fraß den Schwächeren. Schließlich entwichen einige schwächere Arten auf die Bäume des Urwaldes.. Über lange Zeiträume entstanden hier durch den üblichen Mechanismus der genetischen Mutationen die Affen. Einige dieser auf Bäumen lebenden Affen entfernte sich auf der Nahrungssuche irgendwann aus dem Urwald und betraten die Savanne. Das hohe Gras dort zwang diese Affen aufrecht zu gehen. Der aufrechten Gang wurde ihm bald zur Gewohnheit, und genetische Mutationen veränderten über sehr lange Zeiträume seine Gestalt. Seine Beine wurden länger und seine Arme kürzer. Aus dieser Art ging nach langer Zeit der Australopithecus hervor. Danach kam der Homo – Habilis, der Gerätemacher. Er machte Steinmesser und wahrscheinlich auch Speerspitzen aus Stein. Er konnte jedoch noch nicht sprechen, sondern nur grunzen und kreischen. Das war vor etwa zwei Millionen Jahren. Vor etwa 1,5 Millionen Jahren tauchte dann der Frühmensch, der Homo Erectus auf, der bereits ein großes Gehirn besaß und bei dem die Sprachfähigkeit began. In dieser ganzen Entwicklung ist nirgendswo intelligentes Design oder das Wirken einer göttlichen Macht zu erkennen! Die gesammte Entwicklung beruht vielmehr auf spontane, unberechenbare Mutationen der Erbsubstanz. Und so gab es dann zu jeder Zeit auch Mutationen, die zu Arten führten, die .sich in der rauhen Umwelt nicht behaupten konnten und untergingen. Einer solcher Evolutionszweige, der nahezu parralel mit dem Home Erectus verlief, war der Neanderthaler, der ausstarb.

Reaktion des Christentums

Die Anerkennung dieser Evolutionstheorie durch den Vatikan und auch durch die Evangelische Kirche in Deutschland im Jahre 1996 hat dem Christentum den Boden entzogen. und das Christentum existiert eigentlich gar nicht mehr; denn es hat seine Basis, den Adams und die Eva mit dem Sündenfall verloren! Die Anerkennung der Evolutionstheorie durch die Kirche hatte also weitreichende Folgen. Das ist der Grund, warum die anderen christlichen Kirchen in den USA, verzweifelt am Kreationismus festhalten, und die Evolutions-theorie Darwins als falsch bezeichnen.

Rettungsversuch: “Intelligentes Design”

Die katholische Kirche dagegen bemüht sich neuerdings, den Kreationismus auf andere Weise retten, indem sie versucht den Kreationismus in die Evolutionstheorie hineinzutragen. Am 8. July 2005 erschien ein Artikel in der Internationalen Herald Tribune von Kardinal Christoph Schönborn aus Wien, in welchem er die Erklärung der Evolutionstheorie über die Entstehung der Arten, als nicht wissenschaftlich und nur als eine Ideologie bezeichnet und behauptet, daß überall in der Natur und in der Welt der lebenden Dinge das intelligente Wirken Gottes zu erkennen sei. Also die Ergebnisse einer ernsthaften, jahrzehntenlangen wissenschaftlichen Forschung werden als Ideology bezeichnet, zur Seite gedrängt und durch religiöse Spekulationen ersetzt. Und die religiösen Spekulationen sollen wahr sein! Aber damit hat dieser Kardinal die Basis des Christentums, nämlich Adam und Eva mit dem Sündenfall, nicht gerettet, denn ganz gleich, ob Gott in der Evolution tätig ist, oder ob die Darwinsche Erklärung von der Entstehung der Arten wahr ist, in einer Evolutionstheorie, ganz gleich welcher, kann es keinen Adam und keine Eva mit dem Sündenfall geben, und der Gottessohn kann nicht für unsere Sünden am Kreuze gestorben sein. Das Christentum ist tot! Diese fromme Jesus – Geschichte hat sich nun als wilde Fantasie entpuppt.

Dieser Kardinal will in der Evolution angeblich überall die Zeichen einer göttliche Intelligenz sehen. Also wenn in einem Zweig der Evolution genetische Mutationen, daher spontane Veränderungen der Erbsubstanz auftraten, welche die Überlebengschances in der Umwelt drastisch verbesserten, und zum Beispiel aus den Pflanzenfressern Tierfresser machte, dann meint er, das sei auf eine Einwirkung Gottes zurückzuführen. Wenn wir also heute diese überlebten Evolutions-zweige sehen, sehen wir Gottes Werk. Dieser Kardinal übersieht dabei gefissendlich, daß es gleich viele genetische Mutationen gegeben hat, die negativ waren und zum Aussterben vieler Zweige der Evolution, vieler Arten führten. Warum zum Teufel hat Gott dann nicht nur überlebensfähige Arten geschaffen? Wenn wir auch diese unendlich vielen ausgestorbenen Zweige der Evolution in die Betrachtung einbeziehen, dann ist von intelligentes Design nichts zu sehen. Dieser Kardinal aus Wien soll doch einmal erklären, wie Gott die spontanen Mutationen der Erbsubstanz durchgeführt hat, und warum er soviele Veränderungen in der Erbsubstanz durchführte, die zu den Erbkrank-heiten, Verkrüppelungen und anderen Schäden wie Blindheit oder Taubheit führten? Wo ist da Sinn und Zweck?

Neuauflage des grossen Uhrmachers

Die Spekulationen dieses Kardinals sind eine Neuauflage der Theorie des Theologen William Paley (1745-1805), der den Menschen mit einer komplizierten Uhr vergleicht und aus der Zweckmäßigkeit der Konstruktion dieser Uhr, auf das Werk eines Designers und Urmachers schließt, und da der Mensch genauso kompliziert, wie solch eine Uhr ist, behauptet Paley, muß auch der Mensch von einem göttlichen Designer gemacht worden sein. Jedoch übersieht er, daß die komplizierte Uhr, die er in der Hand hält, aus einer weniger komlizierten Uhr hervorging, und diese wiederum aus einer primitiveren Uhr.

Evolution: Entwicklung in kleinen Schritten

Am Anfang stand hier die ganz primitive Sanduhr. Wir haben hier vor uns eine Entwicklung in kleinen Schritten. Sicher hat es in dieser langen Reihe von Uhrmachern auch Uhrmacher gegeben, deren Uhren Fehlentwicklungen waren und weggeworfen wurden. Auch ein modernes Auto ist vom menschlichen Designer nicht von “A bis Z” neu erdacht worden, sondern als Weiterentwicklung von Forläuferformen entstanden, Am Anfang stand ein Zweirädriger Handkarren. Danach kam der von Ochsen gezogene Karren und danach der von Pferden gezogene vierrädrige Wagen. Dann kam die Pferdekutsche. Jemand hatte dann die Idee einen kleinen Benzinmotor in die Kutsche einzubauen, der die Räder drehte. Die Pferde waren nun nicht mehr erforderlich. Das erste Kraftfahrzeug war entstanden. Auch der Mensch ist nur eine Weiterentwicklung von Vorläuferformen. Die unmittelbaren Vorläuferformen waren der Homo Erectus, der Homo Habilis, der Australopithecus und die Affen. Die Entwicklung geht zurück bis zur Entstehung des Lebens in den Ur – Meeren. Die treibende Kraft war hier kein intelligenter Designer, kein Gott, sondern genetische Mutationen. Die Folgen dieser genetischen Mutationen sind bei uns Menschen in der Gegenwart überall sichtbar.

Der Mensch, der vor etwa 140 Tausend Jahren aus Afrika kam, und die übrige Erde besiedelte, sieht heute überall anders aus. In Afrika hat er eine fast schwarze Hautfarbe, in Europa eine fast weiße, in Indien eine braune, in China ebenfalls eine helle Hautfarbe. Ebenso die Form und Farbe der Augen is bei den Asiatischen Völkern eine andere, als bei den Europäern Auch die Haarfarbe ist überall eine andere. Sie variiert von Schwarz bis Hellblond Und kein Mensch gleicht dem anderen. Niemals können zwei Menschen verwechselt werden. Hier sehen wir die Wirkung der genetischen Mutationen innerhalb einer kurzen Zeitspanne von etwa 140 Tausend Jahren. Genetische Mutationen kommen fast täglich vor. Die Anfälligkeit für viele Erkrankungen sind oft, so sagt man, vererbt. Hier liegt ebenfalls eine genetisch bedingte Anfälligkeit vor, die durch Mutationen entstanden ist. Auch werden Menschen oft verkrüppelt, oder mit sonstigen Fehlern geboren. Auch hier sind ungünstige genetische Mutationen die Ursache. Niemand wird behaupten wollen, daß die Unterschiede im Aussehen der heutigen Menschen in den verschiedenen Erdteilen, und die durch Mutationen entstandenen Krankheiten, Verkrüppelungen und sonstigen Fehlern auf einen intelligenten Designer, auf Gott zurückgehen, Von Intelligenz und von Sinn und Zweck ist hier nichts zu sehen.

Wenn wir zum Beispiel drei Millionen Jahre zurückgehen, dann sehen wir anstelle des Menschen Kreaturen, die mehr Affe als Mensch sind. Dort sehen wir innerhalb einer kurzen Zeitspanne ebenfalls solche minimalen Unter-schiede im Aussehen, wie heute bei den Menschen in den verschiedenen Erdteilen. Auch hier sind genetische Mutationen die Ursache. Und auch hier wird niemand wagen zu behaupten, daß diese minimalen Unterschiede von einem intelligenten Designer, von Gott stammen. Ein Zweig dieser Mutationen führte dann zum Urmenschen and danach zum Frühmenschen, der vor etwa eineinhalb Millionen Jahren auftauchte.

Kein Platz für einen “Intelligenten Designer”

Alles geschah in sehr kleinen Schritten und ganz gleich, welche Stelle in einem Evolutionszweig wir betrachten, innerhalb einer kurzen Zeitspanne waren die Veränderungen immer so minimal, daß niemand hätte behaupten können, hier sehen wir Gottes Werk, zumal viele dieser Veränderungen ungünstig waren. Die Evolution besteht also aus einer Abfolge von unendlich vielen kleinen Mutationsschritten. Sind die Mutationen günstig, kann sich der Evolutionszweig, die Art, fortsetzen, sind diese Mutationen einmal ungünstig, dann geht die betreffende Art unter, weil sie sich nicht in der Natur behaupten kann. Wenn es nun in den kleinen Evolutionsschritten, wie wir sie oben beschrieben haben, kein Platz für einen intelligenten Designer gibt, dann kann es auch in der Evolution als ganzes gesehen keinen Platz für einen intelligenten Designer geben. Es gibt also keine göttliche Kraft, welche vorschreibt in welche Richtung eine genetische Mutation zu laufen hat, und welche die genetischen Mutationen verursacht. Diese genetischen Mutationen sind vielmehr reine Chemie, bzw. sie sind bio – chemische Prozesse.

“Intelligent Design” schon im 18. Jh. widerlegt

Die Schlußfolgerungen des William Paley sind schon viele Male widerlegt worden. Hume (1711 – 1776) hatte dieses Argument schon vor Paley behandelt und logisch als falsch erkannt und zurückgewiesen. In unserer Zeit (1986) hat Richard Dawkins, Professor für Biologie, in seinem Buch: “Der blinde Urmacher” den William Paley endgültig vom Tisch gefegt. Das hindert Bischöfe und Gläubige aber nicht daran, Die Evolutionstheorie zu verneinen und einen intelligenten Designer für alles verantwortlich zu machen, obwohl es für ein Wirken Gottes in der Welt nicht die geringsten Anzeichen gibt. Selbst in Deutschland sind diese Fantasten sehr aktive, und machen ihren Standpunkt in Radio und Fernsehen bekannt. Diese Fanatiker beuten die Unwissenheit der Menschen dabei nach besten Kräften aus, und die Regierungen unterstützen diese Verdummung der Menschen auch noch durch den Religionsunterricht an den Schulen für die Kleinkinder. Die Evolutionstheorie wird ihnen nicht gelehrt, dafür aber der Kreationismus. Gott schuf die Welt und Adam und Eve vor 6000 Jahren!

Wer mehr über die Evolution und intelligentes Design wissen möchte, wird auf das Buch von Prof. Ulrich Kutschera verwiesen:  Streitpunkt Evolution (2004)

CH: “Evolution” in Volksschul-Lehrplänen

Mittwoch, 1. November 2006

Quelle: Volksschul-Lehrpläne Link

Stand November 2006

Kanton Aargau Bezirksschule, 9. Schuljahr
”Evolution: Ursache und Verlauf, stammesgeschichtliche Entwicklung von ausgewählten Organismen, Wurzeln der Menschheit.”

Kanton Basel Stadt Begriff “Evolution” kommt nicht vor.

BaZ  8.9.2007: “Kreationismus ist keine Wissenschaft

Kanton Bern 7.-9. Schuljahr
Fach Natur-Mensch-Mitwelt
”Hypothese über die Abstammung der Arten (Evolution), Vorstellungen in verschiedenen Religionen”.

NZZ 4.11.2007: “Glaube der Wissenschaft gleichgesetzt” BUND 6.11.2007: “Schulverlag zwischen Religion und Wissenschaft” Bund 30.1.2008:  “Kapitel fliegt raus”

Kanton Luzern 7.-9. Schuljahr
”Aspekte der Evolution werden unter dem Thema ‘Genetik’ einbezogen.”

Kanton Schaffhausen Begriff “Evolution” kommt nicht vor.

Kanton St. Gallen 5.-6. und 7.-9. Schuljahr
Fachbereich Mensch-Umwelt, Teilbereich Religion, unter dem Ziel:
”Voraussetzungen, Absichten und renzen der Entstehungsgeschichte von Welt und Leben verstehen.
Mythische und logische Elemente unterscheiden. Mögliche Bezüge: Evolution.”

Kanton Waadt Begriff “Evolution” kommt nicht vor.

Kanton Zürich Begriff “Evolution” kommt nicht vor.

Kreationismus an schweizer Volksschulen?

In der Schweiz sind die Kreationisten seit ein paar Jahren im Verein Pro Genesis (www.progenesis.ch) organisiert.
 Ziel des Vereins ist die Verbreitung der Schöpfungslehre in Wort und Schrift. Laut Angaben auf der Hompage hat der Verein derzeit 600 Mitglieder. Gründer und Präsident des Vereins ist Unternehmensberater Gian Luca Carigiet.

Gemäss seinen Aussagen strebt der Verein keine juristischen Verfahren zur Durchsetzung der Schöpfungslehre
in schweizer Lehrplänen an – wohl weil die Evolution dort, wie wir gesehen haben, nicht vorkommt.