Archiv für die Kategorie „Antiaufklärung“

Türkei – Charles Darwin fliegt aus türkischen Lehrplänen

Montag, 30. Januar 2017
Professoren und Studenten der Technischen Universität Ankara protestierten im Jahr 2009 gegen die Verbannung der Evolutionstheorie aus Artikeln und der Titelseite eines wissenschaftlichen Journals des türkischen Foorschungsrates anlässlich Darwins 200. Geburtstag. Auf der Tribüne des Universitätsstadions, auf dem das Wort “Devrim” (Revolution) steht, versammelten sie sich auf dem Anfangsbuchstaben, wodurch nur noch “Evrim” (Evolution) zu lesen war.

Türkischer Regierungssprecher nennt Evolutionstheorie “verfault” -

Artikel auf derstandard.at vom 24. und 29. Januar 2017:

“Säkularismus”, “Wiedergeburt” und “Atheismus” sollen in Religionsbüchern als “problematische Überzeugungen” und als “Krankheiten” eingestuft werden.

Die Evolutionstheorie von Charles Darwin muss aus den gymnasialen Lehrplänen gestrichen werden.

Der Gründer der laizistischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk, soll immer mehr aus den Unterrichtsinhalten verschwinden.

Diese Neuerungen in den türkischen Lehrplänen kündigte nun Bildungsminister Ismet Yilmaz an. Zwar handelt es sich noch um Vorschläge, doch geht es nach dem Willen des Bildungsministeriums, soll das Maßnahmenpaket bereits ab Februar in Kraft treten.

 

>>Charles Darwin fliegt aus türkischen Lehrplänen – derstandard.at vom 24.01.2017

>>Türkischer Regierungssprecher nennt Evolutionstheorie “verfault” – derstandard.at vom 29.01.2017 

“Praisecamp” Basel: Hochmodern inszeniert, inhaltlich bedenklich rückschrittlich

Freitag, 30. Dezember 2016

Artikel auf barfi.ch vom 30.12.2016:

Momentan findet in der Messe Basel das «Praisecamp 2016» statt, eine Grossveranstaltung für junge Christen, die sich teilweise auch in der Innerstadt manifestiert. Tausende Besucherinnen und Besucher lassen sich in diesem Rahmen von einer Version des Christentums begeistern, die zwar in Sachen Technik, Marketing und Massenpsychologie, hochmodern aufbereitet, inhaltlich jedoch fundamentalistisch und bedenklich rückschrittlich ist.

Wir müssen es tolerieren

«Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen». Dieser Satz steht in der Schweizer Bundesverfassung – und hinter diesem Satz steht auch der Autor dieser Zeilen. Sowohl bezüglich des «Praisecamps», als auch bezüglich jeder anderen religiösen Manifestation. Es würde uns beispielsweise keineswegs stören, wenn sich die kalifornische «Church of Satan» in der Messe Basel manifestieren würde. Solange sich die Feierlichkeiten im Rahmen des Strafgesetzes bewegen würden, wäre dies für uns kein Problem.

>>Zum Artikel auf barfi.ch

Weitere Artikel zum Praisecamp:

>>20min.ch

>>bzbasel.ch

“Das Christentum setzt auf Fakten und Wahrheit” – Weihnachtsfabeln eines Erzbischofs

Dienstag, 27. Dezember 2016

In einer vorab veröffentlichten Weihnachtspredigt ruft der Erzbischof von Hamburg, Stefan Heße, die Christen dazu auf sich nicht von “gesellschaftlichen Stimmungen leiten zu lassen, die auf Lüge und Beschönigung aufbauen”. Das dieser Satz des Erzbischofs nicht als Aufruf zur Apostasie zu verstehen ist, stellt die folgende Aussage sogleich klar: Das Christentum setze vielmehr auf “Fakten und Wahrheit”, so nämlich  der Prediger.

Als Beweis nennt er die Existenz Jesu:

Jesus sei keine Legende oder abstrakte Idee, sondern eine konkrete Person und ein wahrer Mensch. „Jesus Christus selber ist das Faktum Gottes schlechthin“, sagte Heße. „Wenn wir Weihnachten feiern, rufen wir uns dieses Faktum immer wieder in Erinnerung.“ Christen könnten darum keine postfaktischen Menschen sein. Der Erzbischof bezog sich damit auf das Wort des Jahres, zu dem der Begriff „postfaktisch“ Anfang des Monats gekürt worden war.

Offen bleibt in seiner Predigt die Frage, was er mit “Faktum Gottes” meint.

>>Zum Artikel auf Lübecker Nachrichten online

Zur Frage der historischen Person Jesu:

>>Was ist belegte Tatsache, was blosse Erfindung – wissenblogt.de

Erzkatholische Indoktrination: Schulen der Piusbrüder im Licht des Bundesgerichts

Montag, 19. Dezember 2016

Artikel auf infosperber.ch: Kurt Marti / 18. Dez 2016:

Das Bundesgericht hat sich vor zwei Monaten gegen die Eröffnung des ersten islamischen Kindergartens in Volketswil (ZH) ausgesprochen, weil die Bildungsziele der Volksschule nicht erfüllt waren. Mit diesem wegweisenden Urteil stützte das Bundesgericht die Entscheide des Zürcher Verwaltungsgerichts, des kantonalen Volksschulamts und des Regierungsrats.

Laut Bundesgericht dürfen Privatschulen zwar «Schwerpunkte setzen, insbesondere inhaltlicher, pädagogischer, weltanschaulicher, religiöser oder konfessioneller Art». Aber sie müssen Gewähr bieten, «dass die Schülerinnen und Schüler keinen pädagogischen oder weltanschaulichen Einflüssen ausgesetzt werden, die den Zielen der Volksschule in grundlegender Weise zuwiderlaufen».

Konkret bemängelte das Bundesgericht

das religiöse «Wissen» als Basis von allem Wissen, insbesondere die fehlende Trennung von religiösen und weltlichen Unterrichtsinhalten;

-die fehlende individuelle konfessionelle Wahlfreiheit;

-den Zwang zur Übernahme religiöser Normen, insbesondere die Tendenz zur Abschliessung gegenüber der offenen Gesellschaft;

-das fehlende Bekenntnis zu den humanistischen und demokratischen Werten.

Laut Bundesgericht besteht seitens der Öffentlichkeit und des Gemeinwesens grundsätzlich «ein erhebliches Interesse, dass die Kinder in der Grundschule auf die Integration in eine pluralistische Gesellschaft vorbereitet werden». Eine «zu starke Gewichtung religiöser Schwerpunkte im Unterricht» könne dem entgegenstehen.

Die zuständigen Zürcher Behörden versprachen gegenüber der Justiz, dass nun auch die anderen religiösen Privatschulen einer Überprüfung unterzogen werden. Es ist auch höchste Zeit, hier im Sinne einer pluralistischen und offenen Gesellschaft Ordnung zu schaffen. Nicht nur im Kanton Zürich. Beispielsweise auch in jenen Kantonen, in denen die erzkatholische Piusbruderschaft Kindergärten, Primar- und Sekundarschulen mit dem Segen des Staats betreibt. Das heisst in den Kantonen St. Gallen (Wangs, Oberriet, Wil), Wallis (Riddes), Luzern (Luzern), Waadt (Villars-Tiercelin) und Genf (Onex). Die Erziehungsprinzipien der Piusbruderschaft werden im Folgenden an den oben genannten Kriterien des Bundesgerichts gemessen:

>>Artikel auf infosperber.ch weiterlesen

Die Kirche ist weiblich? – Papst bleibt beim Nein zur Priesterweihe für Frauen

Samstag, 5. November 2016

“Papst Franziskus hat der Priesterweihe von Frauen in der katholischen Kirche erneut eine Absage erteilt. Zu diesem Thema sei das letzte Wort von Johannes Paul II. klar gesprochen worden, sagte Franziskus am Dienstag auf dem Rückflug von seiner zweitägigen Schweden-Reise. «Und dabei bleibt es.»

 

>>Keine Berührungsängste? – Papst Franziskus und die schwedischen Frauen: Artikel auf nzz,ch

>>”Papst bleibt beim NEIN zur Priesterweihe” – Artikel auf kath.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NEIN zur Eheinitiative

Montag, 31. Oktober 2016

Wer bezahlt für die katholische Hasspredigt? – Scharfe Kritik an der Osterrede des Bischofs Algermissen

Dienstag, 29. März 2016

“Auch katholische Bischöfe haben kein Mandat zur Volksverhetzung. Daran hat der Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD), Frieder Otto Wolf, am Dienstag in Berlin nach Äußerungen des Diözesanbischofs Heinz Josef Algermissen erinnert. Algermissen hatte am vergangenen Sonntag in einer Rede vor knapp eintausend Zuhörern im Fuldaer Dom behauptet, Menschen ohne christlichen Glauben würden ein „großes Sicherheitsrisiko für die Mitwelt“ darstellen.” (weiterlesen…)

Freiheit für Raif Badawi!

Donnerstag, 29. Januar 2015

Diese Rede wurde heute um 12:05 im Namen der FVS auf dem Casinoplatz gehalten:

Öffentliche Enthauptungen, Prügelstrafen, Steinigung, Amputation von Körperteilen und die Unterdrückung jeglicher Meinungs- und Religionsfreiheit setzen wir gleich mit den vermummten Rebellen des IS, die im Namen eines Gottes Angst und Schrecken verbreiten. Der Name «Islamischer Staat» ist ein Hohn, denn das Wort «Staat» setzen wir gleich mit «Rechtsstaat» – und diesen mit «Demokratie».

Dabei gibt es zahlreiche Beispiele, wo diese einfache Rechnung nicht aufgeht. Im UNO- und G20-Mitglied Saudi Arabien werden genau diese Strafen – Enthauptung, Prügel, Steinigung, Amputation – verhängt. Und nicht etwa nur für Mord oder ähnlich schwere Vergehen; denn Schwert oder Steinigung gibt es auch für Ehebruch, Abfall vom Glauben oder «Hexerei». Dabei werden auch minderjährige oder geistig behinderte Menschen nicht verschont. Der Hauptunterschied zwischen dem saudischen und dem islamischen Staat liegt deshalb allein in der unterschiedlich grossen Geldbörse.

Unter dem kürzlich verstorbenen König Abdullah wurden mehr als 500 Menschen hingerichtet. In der nur zehnjährigen Regierungszeit des Despoten starb also jede Woche mindestens ein Mensch durch staatliche Gewalt – alleine im August 2014 mehr als zwanzig Menschen! Wieviele während dieser Zeit im Gefängnis oder durch «Unfälle» ums Leben kamen, kann nicht beziffert werden.

Wir stehen hier, um gegen die öffentliche Verprügelung Raif Badawis zu protestieren. Sein Verbrechen war es, die Frage nach der Freiheit zu stellen, in einem Land, wo die Mächtigen Angst vor dieser Freiheit haben. Gewalt ist die Sprache der Feiglinge und Versager, die Sprache derer, denen die Argumente ausgegangen sind. Das gilt für Individuen wie die Attentäter von Paris, das gilt aber ebenso für Regierungen. Mit jedem Todesurteil, das in Saudi Arabien vollstreckt wird, mit jedem einzelnen Peitschenhieb, den Raif erdulden muss, belegt die saudische Führung ihre moralische, politische und menschliche Schwäche.

Wir trauern deshalb nicht um König Abdullah, einen Monarchen, der für den Tod hunderter Unschuldiger verantwortlich ist, sondern erinnern uns an ihn als Verbrecher gegen die Menschlichkeit!

Wir trauern auch nicht um ein marodes Staatssystem, das sich durch Vetternwirtschaft und der Ausbeutung der Umwelt legitimiert und das dem unabwendbaren Ende seiner Zeit entgegenblickt. sondern unterstützen die saudische Zivilbevölkerung nach Kräften in ihrem Kampf für Demokratie und Menschenrechte!

Wir trauern auch keinen Trugbildern hinterher, keinen heiligen Büchern und keinen göttlichen Gesetzen, sondern fordern Schweizer Volk, Parlament und Regierung auf, sich auf allen Ebenen für die Freilassung Raif Badawis einzusetzen, mit Berufung auf Menschlichkeit, Menschenwürde und Menschenrechte!

 

Wir fordern das Ende von Prügelstrafen weltweit – jetzt!

Wir fordern die unbedingte und sofortige Freilassung von Raif Badawi – jetzt!

Wir fordern ein Ende aller nicht-humanitären Geschäftstätigkeit mit verbrecherischen Regimes – jetzt!

 

 

 

 

 

 

 

 

Religion und Gewalt: Mord als Gottesdienst

Samstag, 9. August 2014

Fromme Menschen sehen sich manchmal dazu legitimiert, aus religiöser Überzeugung zu den Waffen zu greifen. Gewaltbereitschaft entspringt dann dem Zentrum des Glaubens. Ist vielleicht Religion als solche nicht gut?
von Friedrich Wilhelm Graf: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/religion-und-gewalt-mord-als-gottesdienst-13084596.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

“Wie kann man die Freiheit nicht schätzen?”

Sonntag, 7. Juli 2013

Der Marokkaner Kacem floh vor der Scharia und Verfolgung aus seiner Heimat. Der Schweizer Nicolas konvertierte zum Islam: http://www.welt.de/print/wams/article117793113/Wie-kann-man-die-Freiheit-nicht-schaetzen.html