Freidenker wählen in Winterthur zwei junge Frauen in den Vorstand

Mit Melanie Hartmann und Simone Krüsi sind am Sonntag zwei weitere Frauen in den nationalen Vorstand der Freidenkenden Schweiz gewählt worden. Dieser weist nun mit vier Frauen und vier Männern eine paritätische Geschlechterverteilung auf.

Simone Krüsi leitet seit Dezember 2017 die Geschäftsstelle des Vereins. Heute wurde sie von der Delegiertenversammlung im Technorama Winterthur offiziell auch in den Zentralvorstand aufgenommen. Die gebürtige Winterthurerin und studierte Germanistin ist unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Wir überarbeiten derzeit unseren öffentlichen Aufritt, kommen künftig frischer daher. Und dass ich meinen ganz persönlichen Teil dazu beitragen kann, dass der Verein jünger und weiblicher wird, freut mich natürlich auch“, sagt die 32-jährige.

Weibliche Verstärkung für den Zentralvorstand kommt auch von Melanie Hartmann. Die Fachfrau für Information und Dokumentation hat vor acht Jahren die Sektion Wallis mit gegründet und im März deren Präsidium übernommen. Zu ihrem Engagement bei den Freidenkenden Schweiz sagt die ebenfalls 32-jährige: „Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Arbeit von heute das Fundament für den Frieden von morgen schaffen.“

Auch der amtierende Gemeinderatspräsident von Winterthur, Felix Landolt, betonte die Wichtigkeit der Arbeit der Freidenkenden: In seinem Grusswort zum Auftakt der Delegiertenversammlung strich er den Einsatz des Vereins für eine humanistische, gerechte und offene Gesellschaft hervor.

Nebst ihrem Kernthema, der Trennung von Staat und Kirche, setzen sich die Freidenkenden Schweiz auch gerne mit wissenschaftlichen und ethischen Themen auseinander. So stand neben Besuch und Workshops im Technorama ein Referat zur Organspende auf dem zweitägigen Programm: Der Bioethiker Holger Baumann von der Universität Zürich ging am Samstag in der Winterthurer Altstadt der Frage nach, ob die Zustimmungs- oder die Widerspruchslösung der ethisch bessere Weg sei.

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