Luxemburg: Religionsunterricht wird abgeschafft

deutschlandfunk, 12. Juli 2017

In Luxemburg wird das Fach Religion jetzt auch an den Grundschulen abgeschafft.
Stattdessen sollen die Schüler einen neutralen Werteunterricht erhalten. Das hat das Parlament beschlossen. Ein Abgeordneter der Regierungspartei DP sagte, Schüler sollten nicht getrennt werden, wenn es um die großen Lebensfragen geht.

An den weiterführenden Schulen Luxemburgs ist der Religionsunterricht bereits seit letztem Sommer abgeschafft. Stattdessen gibt es nun das Fach “Leben und Gesellschaft”. Die Religionslehrer werden in dem Land aber nicht arbeitslos: Sie konnten sich in den vergangenen Monaten für die neuen Fächer weiterbilden.

Die luxemburgische Regierung fährt schon länger einen Kurs der stärkeren Trennung von Kirche und Staat. Glaubensgemeinschaften bekommen weniger Geld vom Staat, Kirchen müssen ihre Priester selbst bezahlen.

Weitere Pressereaktionen:

Humanistischer Pressedienst Deutschland (hpd)

Südwestdeutscher Rundfunk (SWR3)

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