“Wissenschaft beweist, Glaube behauptet” – Plakatkampagne der FreidenkerInnen Winterthur

Artikel zur Werbekampagne der FreidenkerInnen Winterthur auf zueriost.ch vom 03.05.2017:

Ab dem 8. Mai hängen in Winterthur Plakate, die die Freidenker gestaltet haben. Sie sollen liberale, humanistische Werte ins Zentrum rücken. Die entsprechende Webseite kann jetzt schon besucht werden.

Vor einem Jahr sammelten die Freidenker Region Winterthur über zehntausend Franken für eine Plakatkampagne (wir berichteten). Diese Kampagne solle gemeinsame liberale humanistische Werte ins Zentrum stellen, schreibt die Arbeitsgruppe in einer Mitteilung.

Die entsprechende Webseite – https://denk-nach.ch – steht ab sofort bereit. Die hundert Plakate mit zehn verschiedenen Texten hängen ab dem 8. Mai für zwei Wochen in ganz Winterthur verteilt.

Was denken Sie?

Die ausgewählten Plakat-Texte sollen eine offene Gesellschaft repräsentieren, erklären die Freidenker. Dabei würden sich die Texte bewusst von fundamentalistischen Ansichten abgrenzen und seien gleichzeitig so formuliert, dass gemässigte religiöse Menschen zustimmen können.

Insgesamt wurden 40 Texte ausgewählt, die alle auf der Webseite nachgelesen werden können. Nur die 10 Siegertexte werden aber auf den Plakaten zu lesen sein.

Die zehn Siegertexte:

Deine Sexualität – Dein Körper – Deine Entscheidung
Gemeinsame Werte basieren auf Vernunft
Wissenschaft beweist, Glaube behauptet
Kinder schlagen ist häusliche Gewalt
Denken statt glauben
Gewalt löst keine Probleme
Glaube ist Privatsache
Totalitarismus ist Furcht vor Freiheit
Liebe Deinen Körper / Pflege Deinen Verstand
Evolution ist Tatsache

16 Kommentare zu „“Wissenschaft beweist, Glaube behauptet” – Plakatkampagne der FreidenkerInnen Winterthur“

  1. Walter sagt:

    „Evolution ist Tatsche“, das ist eine Behauptung – und wo ist der Beweis?
    Das einzige was Tatsache ist sind die Widersprüche in der Kampagne!

  2. Tobias sagt:

    Hallo Walter, ja Du hast recht. Die Aussage “Evolution ist Tasache” ist nicht ganz korrekt. Korrekter wäre wohl: “Evolution ist die einzige bisher nicht falsifizierte jedoch falsifizierbare Theorie zur Entwicklung der Spezien, die es, im Gegensatz zu Entstehungsmythologien wie der Edda oder dem Buch Genesis, es geschafft hat, Vorhersagen zu Fossilfunden zu machen.”

  3. Carsten Ramsel sagt:

    @Walter: Den Beweis für die Behauptung, dass Evolution Tatsache ist, finden Sie in jedem Biologie-Schulbuch. Und den einzigen Widerspruch, den es in der Kampagne gibt, ist die Aussage „Absolute Wahrheit gibt es nicht“.

  4. Benny sagt:

    Wissenschaft beweist nicht, auch wenn das gerne geglaubt und behauptet wird. Mathematiker und Anwälte beweisen. Wissenschaftler stellen Thesen auf und untermauern diese mit Beobachtungen, Simulationen etc. bzw. widerlegen sie mit neuen Beobachtungen.

  5. Markus sagt:

    Deine Sexualität – Dein Körper – Deine Entscheidung – Deine Abtreibung
    Alles OK?

    Kinder schlagen ist häusliche Gewalt sie im Mutterleib zu töten OK?

    Denken statt glauben
    Bitte nie glauben ohne zu Denken.

    Evolution ist Tatsache
    Zufällig Entstandenes nach dem Prinzip der Stärkere überlebt als Tatsache hin zu stellen benötigt in meinen Augen mehr Glauben als die Göttliche Tatsache zu akzeptieren.

  6. Walter sagt:

    Die Evolutionstheorie kann weder den absoluten Ursprung des Lebens, noch der Entstehung der Materie erklären. Charles Darwin entwickelte seine Lehre im 19. Jahrhundert, zu dieser Zeit gab es noch nicht einmal DNA. Unterdessen haben sich das Wissensgebiet der Biochemie und die Möglichkeiten in der Forschung explosionsartig vergrössert und immer mehr Wissenschaftler weisen darauf hin, dass alle komplexen Systeme, die wir in den Lebewesen antreffen, nur funktionieren können, wenn alle Teile gleichzeitig entstanden sind, gleichzeitig miteinander in Kontakt kamen und sofort einer vorteilhaften Funktion dienten.
    Eigentlich glauben wir nur an die Evolution, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt Gottes ist!
    Liebe Freidenker, wenn die Evolution keine Tatsache ist, dann ist der ganze Humanismus (und somit auch eure Grundlage) eine ILLUSION!

  7. Markus sagt:

    Gibt mein Komentar von heute Morgen so viel zu denken? Habe ich gegen Forenregeln verstossen?
    Ist frei Denken nur in Euren Bahnen erlaubt? Ihr könnt mich über das Mail erreichen.
    Freundliche Grüsse
    Markus

  8. Markus sagt:

    Schweigen spricht für sich…

  9. Erwin sagt:

    Ungeachtet des wissenschaftlich schlüssigen und immer weiter untermauerten Theoriengebäudes zur biologischen Evolution herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung eine prozentual wohl noch ansteigende Skepsis bezüglich der Realität eines biologischen Evolutionsprozesses und damit auch der Evolutionstheorie. Protagonisten einer vielfach kreationistischen Argumentsweise sind verschiedene nicht-säkulare (religiös inspirierte) Gruppen, wohl primär aus dem Bereich der abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam), deren strikte Anhänger die vielfach bildhafte Sprache religiöser Schriften bezüglich der Entstehung der Erde und der lebenden Organismen wörtlich interpretieren. Die entsprechenden Schöpfungsmythen stammen aus dem ersten und zweiten Jahrtausend vor Christus. Die Übertragung der damals propagierten Interpretation in die reale Welt ist wissenschaftlich nicht haltbar. Quelle Wikipedia

  10. Walter sagt:

    Ich frage mich, was an der Evolutionstheorie eigentlich wissenschaftlich sein soll?
    Evolution ist „nur“ ein Veränderungsschritt von einem Zustand zum andern und hat gar keinen Anfang – doch genau um diesen geht es doch!
    Dass eine Weiterentwicklung innerhalb der Arten stattgefunden hat (-und so aus dem Wolf ein Pudel wurde) bestreitet niemand – aber das ist doch keine Erklärung über den eigentlichen Ursprung des Lebens.

    Wissenschaft sollte nachvollzogen werden können. Wenn Evolution tatsächlich wissenschaftlicher Fakt wäre, müsste „Leben“ unter Laborbedingungen problemlos reproduzierbar sein (Wissenschaft beweist). Diesen Beweis aber bleiben alle Evolutionstheoretiker der Welt schuldig – noch kein einziger Regenwurm konnte von Menschen zum Leben erweckt werden!

    Ich bleibe dabei: Die Evolution ist keine Tatsache, die einzige Alternative dazu ist, dass es einen Schöpfer gibt – somit hat der Humanismus keine Grundlage und ist nichts weiter als eine ILLUSION!

  11. Erwin sagt:

    Reden wir somit einmal von beweisbaren und nachvollziehbaren Fakten und nicht von Illusionen:

    Der Wahrheitswahn ist so etwas wie ein „notwendiger Geburtsfehler“ von Religionen. Notwendig deshalb, weil Religionen sich auf göttliche Offenbarung berufen, und damit gezwungenermassen Wahrheit für sich reklamieren müssen.
    Doch das Elend der Religionen ist die Vielzahl der Götter in Verbindung mit der kindischen Rechthaberei, nur man selbst habe die wahre Religion, die wahre Offenbarung!
    Religiöser Glaube ist die persönliche Übernahme und Einwilligung in ein meist traditionelles System von Fremdbestimmung. Statt selbst zu leben, übernimmt der Gläubige ein Modell des Lebens und ordnet sich diesem unter. Da jeder religiöse Glaube letztlich auf Phantasie und Wahnvorstellungen beruht, hat der religiöse Glaube zumindest eine tendenzielle Neigung zu neurotischen und pathologischen Kategorien. Wer nicht weiss, muss alles glauben!
    Wenn Kirchen vom Glauben sprechen, bedeutet das eigentlich eine Bankrotterklärung, denn die Aufforderung zu glauben ist das Eingeständnis, nichts Greifbares vorweisen zu können.

    Einziger nachvollziehbarer Fakt in diesem Zusammenhang ist: Alles hat das Licht erschaffen und überall ist Licht (solange die Sonne noch scheint oder wir nicht durch durchaus möglichen Vulkanausbrüchen verdunkelt werden, welche eine weitere Photosynthese verunmöglicht und wir unserer Nahrungsketten verlustig gehen würden und damit unserer Existenz).
    In Religionen geht es darum, Menschen zu manipulieren (die unzähligen und unsäglichen Religionskriege lassen grüssen) und diese zu beherrschen! Jede Religion ist arglistige Täuschung.
    Das Licht erschafft alles, auch das Leben. Es ist wunderschön, dass wir leben, dass es Leben überhaupt gibt. Wir haben aus dem Licht einen Gott erschaffen, den höchsten Gott und er beinhaltet alles, demzufolge kann es nur einen Gott geben. Wir benötigen keine anderen Götter und Religionen mehr, da das Licht in allem ist: die Sonne, Licht, Fruchtbarkeit, Leben, Liebe, Gesundheit, Wissen, Wetter, Schicksal, soziale Hierarchie…. Aber auch Negatives wie Krieg oder Tod. Der gedachte Teufel/Satan ist das personifizierte Böse. Und selbstverständlich hat auch das Licht (Gott) das Böse erschaffen. Alle für den Menschen relevanten Kräfte können wir auf das Licht zurückführen.
    Gott Vater sendet den Heiligen Geist auf Maria. Jesus (Sohn) wird aus ihr geboren. Und jetzt die Übersetzung: Vater Sonne (Lebensquelle) sendet das Licht (Heiligen Geist) auf Mutter Erde (Materie). Die belebte Natur/das Leben (Sohn) wird aus ihr geboren.
    Ohne Sonne gibt es kein Licht und demzufolge keine belebte Natur, kein Leben. Alle unsere Nahrungsenergie ist nichts anderes als Licht(Energie) und alle Materie, die wir essen, nichts anderes als Erde.
    Euch ist es gegeben, dass ihr das Geheimnis des Himmelreichs versteht, diesen aber ist es nicht gegeben (1. Korinter 2.10).
    Eigentlich verheimlicht das Christentum nicht wirklich etwas. Sie machen keinen Hehl um ihren Gott (Licht), die einfachen Menschen verstehen ihn nur nicht, weil sie das Geheimnis des Himmelreichs bisher nicht kannten und weil er abstrakt und unter Symbolen und Allegorien verborgen ist. Vor allem aber wurden sie so erzogen, sie erhielten eine Gehirnwäsche. Ausserdem war ihnen nicht klar, dass alle Religionen arglistige Täuschungen sind. Wenn ein Priester also sagt. „Gott hat alles erschaffen“, dann sagt er nichts anderes als: „Das Licht hat alles erschaffen“
    Wahrscheinlich dachten Sie, dass Sie in einer aufgeklärten Gesellschaft leben!
    Nein, wir leben definitiv in keiner aufgeklärten Gesellschaft. Alle ihre Vorfahren hat man wissentlich belogen, verdummt und ihnen Geschichten vorgelogen. Warum? Damit sich die Elite (Adel und Geistliche) den Bauch vollschlagen konnte. Und die Schafe (Untergebene) hat man regelrecht ausgenommen. Erkennen Sie nun das Geheimnis des Himmelreichs? Es ist das Sonnenlicht, das alles erschaffen hat. In allem steckt die Kraft des Lichts.

    Aussagen des Christentums überprüft:

    Gott hat den Menschen aus Erde erschaffen

    Gott (Licht) hat aus Schlamm/Erde/Sein Pflanzen gemacht. Die Kraft des Sonnenlichts wird mittels Photosynthese in belebte Natur umgewandelt. Die Pflanzen werden von Tieren gefressen. Der Mensch isst Pflanzen und Tiere und immer wird die Kraft des Sonnenlichts weitergegeben. Sonne > Licht > Pflanze > Tier/Mensch und somit bestehen all unsere Kräfte aus Sonnenlicht. Das Licht (Gott/Strahlung) hat uns also aus der Erde geformt. Oder anders gefragt: Welche Energie hat alles Leben auf dieser Erde erschaffen? Welche Energie brauchen wir zum Leben? Natürlich das Licht!

    Die Erbsünde

    Jeder Mensch, der geboren wird, tötet andere Lebewesen bzw. lässt andere Lebewesen töten, damit er leben kann. Das bedeutet: Wir töten und essen eigentlich das Höchste, was es gibt, nämlich das „Leben“. Leben ernährt sich von Leben.

    Wenn wir sterben kommen wir in den Himmel

    Ja, denn der Mensch besteht zu etwa 70 % aus Wasser. Wenn wir sterben, verdunstet das Wasser und wir (das Wasser von uns) steigt in den Himmel auf, zur Rechten des Vaters (Sonne). Eine andere Möglichkeit wäre: Unsere Energie wird wieder freigesetzt und steigt in den Himmel (Energieerhaltungssatz: Energie vor = Energie nach). Oder ist der Himmel eine Allegorie? Ist der Himmel in den „Herzen“, also in den Gedanken unserer Mitmenschen? Entscheiden Sie selbst.

    Nach dem Tod lebt der Geist / die Seele weiter

    Nein, natürlich nicht oben im Himmel, sondern in den Erinnerungen anderer Menschen. Wir leben in aller Veränderung, die wir hervorgebracht haben, weiter. Selbst wenn wir nach einigen Jahren vergessen sind, so haben wir andere Menschen beeinflusst. Wir haben Häuser gebaut, Bücher geschrieben, Bilder gemalt oder irgendwelche Tätigkeiten durchgeführt, die andere Menschen beeinflusst haben. Wir werden ein Teil der Ahnen, der bisher existierten Menschheit und wir werden die zukünftige Menschheit prägen. (Gilgamesch-Epos)

    Himmel und Hölle

    Sind reine Metaphern. Selbstverständlich meint man nicht den Himmel über uns und mit der Hölle auch nicht das Erdfeuer unter uns. Ein Theologe meinte: „Die Hölle ist der Zustand/geistiger Ort der Seele (emotionales Gedächtnis/Gefühlswelt) der immerwährenden Gottesferne“. Man kann also sagen, wenn wir etwas Schlechtes getan haben und andere Menschen mit uns hadern, ist es das Fegfeuer. Wenn andere Menschen mit uns hadern, ist es das Fegfeuer. Wenn andere Menschen uns verteufeln, sind wir in der Hölle. Wir sind im Himmel, wenn andere Menschen sich an uns erinnern und wenn wir anderen Menschen etwas Gutes getan haben (wir werden ein Teil der Ahnen). Nur der einfache Mensch soll im Himmel und Hölle etwas ganz anderes verbinden. Diese Metapher ist persisch bzw. ägyptisch. Seit einigen Jahren hören wir immer mehr und mehr den Begriff „Gottesferne“ statt Hölle. „Die Hölle sind die anderen“ (Jean Paul Sartre). Treffender kann man es nicht sagen.

    Gott ist in allem

    Ja, stimmt auch. In allem ist Lichtenergie, also in unbelebter Natur (abios) und belebter Natur (bios) und natürlich wiederum in allen unbelebten Kräften, die die belebte Natur/Leben hervorbringt, z.B. Sozialsystemen, Alphabet, Geschichten, Emotionen…und in heiligen Texten, aber auch in diesem besonderen Text.

    Und weiter: Sowohl in der Bibel, im Koran wie auch bei anderen Religionen steht geschrieben, dass man Ungläubige umbringen müsse. Dies ist mit dem Menschenrechtsgedanken in keiner Weise vereinbar. Um was geht es?
    Handelt es sich tatsächlich um die weltweit beschworene Religionsfreiheit, wenn man in seiner unschuldigen und unwissenden Kindheit, je nach Kulturkreis, mit einer bestimmten Glaubensrichtung, mit teilweisen abstrusen Vorgaben, indoktriniert wird, inkl. die der Christenheit. Worin wird da die propagierte Freiheit, die Religionsfreiheit gesehen?
    Weil In keiner Religion Gottesbeweise existieren spricht man denn auch von Glauben und eben nicht von Wissen. Und selbst wenn es tatsächlich einen Gott gäbe, stellt sich die Frage, wer hat denn diesen Gott erschaffen, der zu jedem Zeitpunkt in der Verantwortung für die Milliarden von Milliarden von Sonnensystemen, Planeten, Asteroiden und wie wir vernehmen, offenbar selbst für jeden Menschen, in der Verantwortung stehen soll. Ein wahres Multitalent, der sich von was ernährt, von wem erschaffen und wann stirbt?

    Es scheint weder den religiösen erwachsenen Personen, noch den Politikern klar zu sein, dass doch nicht alle Religionen – in jeweils Milliardenhöhen (mit ebenfalls sehr intelligenten Personen) – recht haben können, mit Auflagen wie Beschneidungen, Bekleidungs- (inkl. Burka) und Essensvorschriften, Beichten, Engel und Erzengel, Austreibungen vom Teufel, Ehe (Priester)- und Sexualverbote und Gebote weiteren mehr.
    Weder die Bibel noch der Koran sind mit den Erkenntnissen aus der Astronomie (Galileo, Urknall), der Evolution, der Biologie (künstliche Befruchtung) noch der Psychologie vereinbar. Aufklärung war und ist, heute vielleicht mehr denn je, deshalb Religionskritik. Wie man immer noch die Evolutionstheorie aggressiv leugnen kann (Fundamentalisten, USA, – weil nicht bibelkonform), und vorliegend Walter, ist eine Mischung aus Angst und Borniertheit.
    Und wenn jetzt jemand bibel- oder korangläubig ist, müsste diese Person mich nun zu Tode bringen,
    weil ich vom Glauben abgefallen bin (5. Buch Moses, 13). Über diese beispielhafte biblische Unsinn-Vorgabe erübrigt sich jedes Wort.
    Keine Religion, so der TOLERANZGEDANKE der Aufklärung, kann eine höhere Wahrheit für sich beanspruchen als eine andere; jede Religion aber, muss sich den Ansprüchen der prüfenden, kritisierenden, forschenden Vernunft unterwerfen.
    ES IST EIN GROBES MISSVERSTÄNDNIS, DASS DIE VERNUNFT GEGENÜBER GLAUBENSWAHRHEITEN TOLERANT SEIN MUSS!

    Wären die Aufklärer und Religionskritiker, von Voltaire über Feuerbach bis zu Marx, Nietzsche und Freud ähnlich wie wir von der Besorgnis getragen gewesen, nur ja keine religiösen Gefühle zu verletzen – inkl. eines Burkaverbots – hätte es keine Aufklärung, keine Menschenrechte, keine moderne Lebenswelt gegeben. Jede Religion, wirklich jede Religion, ist arglistige Täuschung.
    Wichtig in diesem Zusammenhang wäre, dass in den Grundschulen ALLE RELIGIONEN vorgestellt werden.
    Danach könnte sich dann jede Person selber entscheiden, was zusagt, ohne den Staat für die Religionsbelange und deren Finanzierung zu bemühen (im Kanton Zürich müssen alle Firmen heute noch Kirchensteuern zahlen!).
    Das wäre dann zum ersten Mal in der Geschichte, dass die viel zitierte Religionsfreiheit wahrhaft umgesetzt ist.
    Dies ohne vorgängiger einseitiger Indoktrination von Kindern, wie dies heute immer noch unverändert in den entsprechenden Kulturkreisen weltweit praktiziert wird.
    Mit Staatshilfe werden schon kleinste Kinder mental misshandelt mit Höllen- und Bestrafungsgeschichten, mit körperlichen Verletzungen wie Beschneidungen (Juden), damit man später gehorsame «Erwachsene» im entsprechenden Staat hat, die arbeiten und zahlen.
    Die unfassbare Ignoranz durch die Gesellschaft (Politik, Presse, TV usw.) bezüglich der dunklen Seiten der Religionen ist erschreckend und kaum beschreibbar und nachvollziehbar.
    Wo bleiben der Verstand und die Logik der Menschheit?

  12. Walter sagt:

    @Erwin
    Warum hat sich denn Ihre „Lichttheorie“ nicht auch auf anderen Galaxien und Sonnensystemen des Universums entwickelt – es gibt ja genug davon und Licht hat es dort auch??
    Sorry, aber Ihre Erklärung braucht wohl eine rechte Portion blinder Glaube – mein Leben jedenfalls ist mehr als nur ein Produkt des Zufalls!
    Einverstanden, der Anspruch der Bibel „Gottes Wort“ zu sein mag (auch für mich) manchmal eine Herausforderung sein – jedoch haben sich alle nachprüfbaren Angaben der Bibel in geografischer, geschichtlicher und zeitlicher Art als korrekt herausgestellt. Die Ergebnisse der archäologischen und historischen Forschung bestätigen die Angaben der Bibel als in höchstem Grade zuverlässig. Seit über 3000 Jahren erfüllen sich biblische Prophetien mit einzigartiger Genauigkeit bis heute.
    Natürlich liefert uns auch die Bibel keine wissenschaftliche Beweise über die beschriebene Schöpfungsgeschichte – das will sie auch nicht. Ich denke, Gott will uns vielmehr in aller Deutlichkeit die Grenzen unseres menschlichen Denkens aufzeigen!

    Das weitverbreitete Gottesbild, dass Gott die Menschen quält und enttäuscht, stimmt nicht – im Gegenteil, er hört auf uns und will uns beschenken. Das Einzige was wir tun müssen ist unseren Stolz ablegen und Jesus anrufen. Wir sind nur ein Gebet weit von ihm entfernt und können so zu ihm kommen wie wir sind – es ist nie zu spät dazu. Wenn wir nichts von ihm wissen wollen, akzeptiert er das – in diesem Fall sind wir jedoch der Willkür von „Mächten und Gewalten des Bösen“ (gem. Bibel) ausgeliefert.
    Das Leben hier ist nicht das Leben um das es wirklich geht, wir entscheiden uns hier, wo wir einmal die Ewigkeit verbringen wollen. Gott will nur Freiwillige – alles andere würde keinen Sinn machen.
    Der Beweis für Gottes Existenz sind die unzähligen Menschen, die bestätigen, dass er ihr Leben zum Guten verändert hat: https://gottkennen.ch/mini-gschicht-mit-gott/

  13. Erwin sagt:

    Wissenschaftler – in weltweiter Übereinstimmung – sagen das Folgende dazu:
    Wie und wann Leben auf der Erde begonnen hat, wissen wir nicht genau. Forscher nehmen an, dass der Beginn vor etwa 3,5 Milliarden Jahren in der Tiefsee zu suchen ist. Sie vermuten, dass sich hier die ersten organischen Verbindungen gebildet haben, aus denen erst Einzeller, dann komplexere Lebewesen entstanden sind, inkl. die des Menschen. Anderen Theorien zufolge könnten aber auch Kometeneinschläge Leben auf die Erde gebracht haben. Vor 2,5 Milliarden Jahren beginnt das spannendste Kapitel der Erdgeschichte: Die chemische Umwandlung der sauerstofflosen Gashülle in jene Atmosphäre, die uns heute die Luft zum Atmen schenkt. Eine Milliarde Jahre nach den ersten Organismen verändern im Wasser heimische Cyanobakterien die Lebensbedingungen auf der ganzen Erde entscheidend. Diese winzigen Einzeller nutzen das S o n n e n l i c h t zur Photosynthese und setzen dabei als Abfallprodukt Sauerstoff frei.
    Den Cyanobakterien und ihrer massenhaften Sauerstoffproduktion ist es zu verdanken, dass sich das lebensspendende Gas in der Atmosphäre anreichern konnte. Gegenwärtig beträgt der Sauerstoffanteil etwa ein Fünftel unserer Lufthülle. Es gilt als ziemlich sicher, dass es ohne Sauerstoff heute kein höheres Leben auf der Erde geben würde. Der Mensch selber entwickelte sich sehr viel später und wurde nicht einfach von einem Fabelwesen Gott geschafften: > Pflanzen – Lebewesen – Mensch. Selbst der Papst hat in der Zwischenzeit – auf Grund der drückenden Beweislast – die Evolutionstheorie, die in Konfrontation mit der Bibel steht, übernommen. Immer noch nicht so, mein Vorschreiber!
    Ein Politiker wird von einem anderen Politiker gefragt, was er denn in seiner letzten Rede gesagt habe. „Ach, eigentlich nichts Besonderes“, entgegnet dieser. „Das weiss ich doch“, meint der erste, „aber wie haben Sie es formuliert?“
    Jede Religion muss die Überlegenheit ihrer eigenen Offenbarung behaupten. Doch die Theologie kommt die undankbare Aufgabe zu, sie auch noch zu belegen. Wie spricht man aber über etwas, das es gar nicht gibt? Dies geht nicht ohne Unaufrichtigkeiten, das Verschanzen hinter Bibelversen oder die Strategie der sprachlichen Vernebelung, der Flucht ins theologische Geschwurbel.

    Zudem ist die ethische Qualität vieler Gottesworte mehr als fragwürdig. Der alttestamentliche Gott ruft an viel zu vielen Stellen zu Mord und Völkermord auf, tritt als Kriegsgott auf und zeigt sich derart oft von seiner schlechten Seite, dass er geradezu peinlich wirkt. Doch Theologen wie Gläubige haben hier die Schere im Kopf und beachten unbewusst die negativen Stellen im Gottesbild und in der biblischen Ethik nicht. Für das eigene Glaubensleben erbauliche Passagen werden zudem immer wieder durch die vielen Kriege, Morde an Andersgläubige oder Abweichlern stimmungsmässig gestört.
    Im Islam haben wir ein ähnliches Phänomen. Es passt schlecht zum Erhalten der Welten, einen unwissenden Beduinen zu verfluchen und sein Weib als Brennholz zu beschimpfen.

    Das geschichtliche Versagen Jahwes: Es ist ihm nicht gelungen, das karge Land Israel in blühende und fruchtbare Landschaften zu verwandeln. Das Gebiet des späteren Israel war vor seiner Ankunft und auch danach ein Land, das vor allem durch Kargheit und ungünstige klimatische Verhältnisse gekennzeichnet war. Er hat die Wüsten nicht begrünen und die Dürren, die das Land immer wieder heimsuchten, nicht verhindern können. Israel wurde, entgegen der biblischen P r o p a g a n d a, nie ein Land wo „Milch und Honig fliessen“
    Noch vernichtender ist das Ergebnis des Kriegsgottes Jahwe. Trotz grossspuriger Reden und peinlichem Machtgehabe im AT hat er sein Volk nicht beschützt, hat es nicht stark gemacht, hat ihm nie über seine kleine Bedeutung im Gegenüber der Grossmächte Ägypten und Babylonien hinweggeholfen. Die Götter Mesopotamiens und Ägyptens waren immer erfolgreicher als dieser Provinzgott Jahwe, der im kleinen und unbedeutenden Palästina, einem Herrgottswinkel, versucht hat, seine Alleingeltung durchzusetzen. Er hat seinem Volk nicht geholfen gegen die übermächtigen Assyrer, Babylonier, Perser, Griechen und Römer zu bestehen.
    Er hat der politischen Bedeutungslosigkeit Israels tatenlos zugesehen, der Besetzung des doch angeblich von ihm verheissenen Landes nichts entgegengesetzt, den Befreiungsversuchen seiner Gläubigen in den Aufständen gegen die Römer nicht beigestanden, die Zerstreuung seines Volkes nicht verhindert, ihrer Verfolgung tatenlos zugesehen.
    Nach 3000 Jahren der Geschichte Jahwes mit seinem Volk muss es erlaubt sein, das Fazit zu ziehen, dass dieser Gott auf ganzer Linie versagt hat. Dieser Gott hat sich so für sein Volk eingesetzt, als hätte es ihn nie gegeben, als hätte ihn sich sein Volk nur eingebildet.

    Jesus selbst hat nichts Schriftliches hinterlassen. Alles Schriftliche von ihm wäre doch sicher von seinen Jüngern bewahrt worden. Aber der später zum Gott Erklärte, von Zeitgenossen als „Fresser und Weinsäufer“ verschrien, war offenbar auch äusserst schreibfaul. Das hat er nun davon.
    Meint ein Gott denn wirklich, er hätte genug getan, wenn er die Geburt seines Sohnes von drei „Weisen aus dem Morgenland“ bestätigen, ihn dann irgendwo am Rande des römischen Reiches predigend umherwandern lässt, begleitet von einer Jünger-Schar, von denen die meisten vermutlich nicht einmal lesen und schreiben konnten? Und selbst wenn ihm daran läge, er ein Faible für soziale Randgruppen hat; hätte er dann nicht zumindest dafür sorgen müssen, dass die Lehre seines Sohnes, die ja die Kirchen später auch als SEINE Lehre ausgeben, korrekt und einwandfrei überliefert wird?
    Hier liegt doch das eigentliche Versagen für ihn als „OFFENBARER“, dass er nicht dafür gesorgt hat, dass Jesus etwas Schriftliches hinterlassen hat!

    Warum gibt es nicht eine einzige Zeile von diesem Jesus selbst, warum kommt die Offenbarung, sofern sie denn eine war, nur aus zweiter und dritter Hand? Auch Atheisten wüssten ja wirklich gerne, was dieser Jesus eigentlich gewollt hat!
    Stattdessen ist man verwiesen auf fragwürdige und oft auch komplett unhistorische Geschichten. Die Heilung einer Frau mit Unterleibsproblemen, die Verfluchung eines Feigenbaums, weil dieser keine Früchte trägt, Dämonen, die in eine Herde Schweine fahren, einer Auferstehung mit Himmelfahrt, von der nur seine Jünger berichten: Sieht so etwa eine geglückte Offenbarung aus?
    Ein Gott, der sich so dilettantisch offenbart, muss sich wirklich nicht wundern, dass man nicht an ihn glaubt! Diese Art der Offenbarung hebt das Christentum wirklich nicht heraus aus dem Wust der Religionsgeschichte. Man muss schon Gläubiger sein, wenn einem diese Art von Offenbarung mehr als ein Lächeln abringen soll!
    Gibt es wirklich einen Gott, dann wäre er durch seine Trägheit, seine Einfallslosigkeit uns sein Herumziehen selbst das Haupthindernis des Glaubens an ihn. Den Menschen könnte man dagegen ebenso wenig einen Vorwurf machen wie einem Lottospieler, der die falschen Zahlen getippt hat.
    Kurzum: Jesus präsentiert sich hier im Rückblick als grosser, grossmauliger Versager!

    Ich komme zum Schluss:
    Es ist jeder Person unbenommen – wie im Spielcasino – seine Seele und sein Leben auf eine Zahl, bzw. auf eine (höchst irrationale – weil keine Belege vorliegen und von der Wissenschaft widerlegt) Religion (10’000) zu setzten. Dies in der Hoffnung, dass er am Ende seines Lebens auf die richtige Zahl gesetzt hat. Im Übrigen befindet sich die Christenheit – weltweit betrachtet – in einer Minderheit.

  14. Walter sagt:

    @Erwin
    1. „Evolution gegen Schöpfung“ – Die Wissenschaft ist bei diesem Thema alles andere als „in weltweiter Übereinstimmung“.
    Michael J. Behe, ein amerikanischer Biochemiker, zeigt in seinem Buch „Darwin’s Black Box“ sehr beeindruckend auf, dass mit der Erforschung „irreduzierbar komplexer Systeme“ deutliche wissenschaftliche Ergebnisse vorliegen, die auf die Unmöglichkeit einer darwinistischen Entstehung des Lebens hinweisen, respektive für das Vorhandensein eines intelligenten Schöpfers sprechen (Intelligent Design). Sein Buch hat in wissenschaftlichen Kreisen ein regelrechtes Erdbeben verursacht.
    Inzwischen weisen immer mehr Wissenschaftler darauf hin, dass alle komplexen Systeme, die wir heute in den Lebewesen antreffen, nur funktionieren können, wenn alle Teile gleichzeitig entstanden sind, gleichzeitig miteinander in Kontakt kamen und sofort einer vorteilhaften Funktion dienten. In den vergangenen 25 Jahren hat die Biochemie laufend weitere „irreduzierbar komplexe Systeme“ entdeckt.
    Natürlich gibt es einen „harten Kern“ von Naturwissenschaftlern der unbeirrt an der Evolutionstheorie festhält, obschon in den letzten Jahren kaum wissenschaftliche Arbeiten publiziert worden sind, die sich um wirkliche Grundlagen der Evolutionsvorgänge kümmern. Man macht sich gar nicht die Mühe, genau nachzuforschen, wie komplexe Systeme entstanden sein könnten.

    2. Die Bibel
    Die historische Zuverlässigkeit von klassischen Werken beruht auf der Anzahl von handschriftlich überlieferten Manuskripten. Das neue Testament der Bibel hat mehr Handschriften und umfangreich abgestützte Texte als die zehn besten Stücke der klassischen Weltliteratur zusammen. Bei der letzten Zählung waren es fast 5700 handgeschriebene griechische Manuskripte. Zusätzlich dazu gibt es mehr als 9000 Texte in anderen Sprachen (z. B. Koptisch, Latein und Aramäisch).
    Für andere klassische Werke sind zehn Handschriften schon sehr viel (z.B. Julius Cäsar) – kein Mensch kommt auf die Idee, deren Zuverlässigkeit auch nur ansatzweise zu hinterfragen.
    Zum neutestamentlichen Geschehen äussern sich auch nichtbiblische Quellen. Die Person Jesu und das Entstehen der christlichen Urgemeinde werden bei den Geschichtsschreibern Tacitus, Josephus Flavius, Suetonius, Plinius dem Jüngeren, Lucian und Tertullian erwähnt.
    Jahrhundertelang wurden der Bibel geschichtliche Irrtümer und Legenden vorgeworfen, die sich dann doch immer als richtig herausstellten: Das Volk der Hethiter (von dem einzig die Bibel berichtet) habe nie existiert; ebenso die Stadt Ninive, der Teich Bethesda in Jerusalem usw. Erst vor wenigen Jahrzehnten entdeckten Archäologen in der Türkei die Reste einer gewaltigen Stadt, in der Tafeln gefunden wurden, die sie als Hauptstadt der Hethiter auswiesen. Auch die Mauern von Ninive sind inzwischen entdeckt, ebenso der Teich Bethesda in Jerusalem. Alles nur Zufall?
    Von den höchst seltsamen Weltbildern der Kulturen z.B. „die Erde als von Elefanten getragenen Scheibe“ oder „die Erde als Mittelpunkt der Welt“ findet sich nichts in der Bibel. Vielmehr finden sich darin Aussagen, die schon immer auf die Kugelgestalt der Erde und ihr freies Schweben im All hinwiesen: „Er breitet den Norden aus über der Leere und hängt die Erde an Nichts“ (Hiob 26,7); „Er ist es, der über dem Kreis (Sphäre) der Erde sitzt …“ (Jesaja 40,22).
    Anders als andere religiöse Bücher verlangt die Bibel keinen blinden Glauben. Sie respektiert unsere Zweifel und lädt sogar selbst zur Prüfung ein. Wir müssen weder unseren Verstand ausschalten noch blind irgendeinem Führer oder Guru folgen.

  15. Erwin sagt:

    Ich wiederhole mich:
    Und wenn jetzt jemand bibel- oder korangläubig ist, müsste diese Person mich auch noch zu Tode bringen, weil ich vom Glauben abgefallen bin (5. Buch Moses, 13). Über diese beispielhafte biblische Unsinn-Vorgabe erübrigt sich jedes Wort. Noch nie ist je eine Menschrechtsorganisation gegen diese Todesaufforderungen vorgegangen (unheilige Allianz!). Eine sehr göttliche und liebevolle Aufforderung? Dies ist doch ein ungeahndeter, veritabler SKANDAL! (wie die Selbstmordattentäter mit den 72 Jungfrauen im Islam!)
    Sollte, müsste man Walter wegen seiner vehementen Bibelverteidigung (zu Tode bringen) anklagen?

    Meint ein Gott denn wirklich, er hätte genug getan, wenn er die Geburt seines Sohnes von drei „Weisen aus dem Morgenland“ bestätigen, ihn dann irgendwo am Rande des römischen Reiches predigend umherwandern lässt, begleitet von einer Jünger-Schar, von denen die meisten vermutlich nicht einmal lesen und schreiben konnten? Und selbst wenn ihm daran läge, er ein Faible für soziale Randgruppen hat; hätte er dann nicht zumindest dafür sorgen müssen, dass die Lehre seines Sohnes, die ja die Kirchen später auch als SEINE Lehre ausgeben, korrekt und einwandfrei überliefert wird?
    Hier liegt doch das eigentliche Versagen für ihn als „OFFENBARER“, dass er nicht dafür gesorgt hat, dass Jesus etwas Schriftliches hinterlassen hat! Warum gibt es nicht eine einzige Zeile von diesem Jesus selbst, warum kommt die Offenbarung, sofern sie denn eine war, nur aus zweiter und dritter Hand? Auch Atheisten wüssten ja wirklich gerne, was dieser Jesus eigentlich gewollt hat!
    Stattdessen ist man verwiesen auf fragwürdige und oft auch komplett unhistorische Geschichten. Die Heilung einer Frau mit Unterleibsproblemen, die Verfluchung eines Feigenbaums, weil dieser keine Früchte trägt, Dämonen, die in eine Herde Schweine fahren, einer Auferstehung mit Himmelfahrt, von der nur seine Jünger berichten: Sieht so etwa eine geglückte Offenbarung aus?
    Ein Gott, der sich so dilettantisch offenbart, muss sich wirklich nicht wundern, dass man nicht an ihn glaubt! Diese Art der Offenbarung hebt das Christentum wirklich nicht heraus aus dem Wust der Religionsgeschichte. Man muss schon Gläubiger sein, wenn einem diese Art von Offenbarung mehr als ein Lächeln abringen soll!
    Gibt es wirklich einen Gott, dann wäre er durch seine Trägheit, seine Einfallslosigkeit und sein Herumziehen selbst das Haupthindernis des Glaubens an ihn. Den Menschen könnte man dagegen ebenso wenig einen Vorwurf machen wie einem Lottospieler, der die falschen Zahlen getippt hat.
    Kurzum: Jesus präsentiert sich hier im Rückblick als grosser, grossmauliger Versager!
    Ich komme zum Schluss: Es ist jeder Person überlassen – wie im Spielcasino – seine Seele und sein Leben auf eine Zahl, bzw. auf eine (höchst irrationale – weil keine Belege vorliegen und von der Wissenschaft widerlegte) Religion (rd.10’000) zu setzten. Dies in der Hoffnung, dass er am Ende seines Lebens auf die richtige Zahl/Religion gesetzt hat. Im Übrigen befindet sich die Christenheit – weltweit betrachtet – in einer Minderheit.
    Kurzum: Die Seele wird mit einer Chance 1:10’000 auf eine INDOKTRINIERTE RELIGION aus der K I N D H E I T (aus dem jeweiligen Kulturhintergrund heraus) gesetzt. Nur selten wechselt jemand die einmal aufgepfropfte kindliche Religion (von lieben und gutmeinenden Eltern mit vollstem Vertrauen). Selbst ein genialer Wissenschaftler, der katholisch ist, hätte kaum Chancen auf einen Lehrstuhl an einer evangelischen Fakultät – umgekehrt auch nicht. Und heute haben wir in Europa zudem noch den Islam. Wer vertritt und träumt was?
    Auf welche Zahl/Religion müsste man nun setzen? Auf den Islam, Christentum, Zeugen Jehovas, Hindu, Judentum, Buddhismus, eine Naturreligion oder eine der übrigen 10’000 Glaubensrichtungen/Sekten/Medizinmänner.
    …. Faites vos jeux…. Die eigene Seele, das eigene Leben? ……Mutig, mutig!

  16. Walter sagt:

    Wer ist der Mensch, dass er sich anmasst Gott zu kritisieren? Gott ist allwissend und souverän, ER hat alles Leben erschaffen und ER alleine hat die Autorität es zu beenden.
    Gott handelt immer aus Liebe, sein Ziel ist nie Zerstörung – das kann bedeuten, dass in bestimmten Situationen zuerst etwas “zu Ende gehen” muss, damit etwas Besseres entstehen kann. Gottes Heiligkeit und die Sünde vertragen sich absolut nicht. Sein Sinn von Gerechtigkeit lautet: “weg mit der Sünde”, weil sie die Menschen zerstört. Gott will uns vor dem „ewigen Tod“ bewahren, auch wenn das (für uns unverständlich) hier auf der Erde unter Umständen „Sterben“ bedeutet. Für Gott ist (von IHM bestimmtes) „Sterben“ nicht das endgültige Ende, sondern (für seine Kinder) ein „Weiterleben“ an einem anderen Ort. Die Bibel zeigt uns offen und ehrlich wie Gottes Wesen ist: auf der einen Seite der liebende und vergebende Gott – auf der anderen Seite der autoritäre und durchgreifende Gott. Gottes Gedanken sind nun einmal nicht unsere Gedanken – Gott wäre nicht Gott, wenn er so denken und handeln würde wie wir! Was wissen wir, wie es mit der Menschheit herausgekommen wäre, wenn die Sinntflut nicht gewesen wäre – wahrscheinlich noch viel schlimmer.
    Auch sagt die Bibel, dass ein Kampf von „Mächten des Bösen“ hinter den Kulissen (im Unsichtbaren) stattfindet (Epheserbrief 6,12) – deshalb können wir sein Handeln aus unserer Perspektive gar nicht beurteilen.

    In keiner Weise fordert uns die Bibel dazu auf zu töten oder gar Kriege zu führen, ganz im Gegenteil:
    •“wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin” (Matthäus 5,39)
    •„Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen“ (Matthäus 5,44).
    •“Liebe deinen Nächsten wie dich selbst” (Markus 12,31)
    Das sind Rezepte für den Frieden!

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