«Grenzen der Toleranz» – Schweiz-Lesetour mit Michael-Schmidt-Salomon

Die offene Gesellschaft scheint in Gefahr, bedroht von Terroristen und Extremisten, welche die Gewalttätigen anfeuern uns instruieren. In seinem neuen Buch «Grenzen der Toleranz – warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen» setzt sich der Deutsche Philosoph und Autor Michael Schmidt-Salomon mit diesen Bedrohungen sowie  den möglichen Massnahmen, um diesen Gefahren zu begegnen, auseinander.

Anfang Dezember spricht Michael Schmidt-Salomon auf Einladung der Freidenker in sechs Deutschschweizer Städten: 

Termine:

So, 4.12. Eglisau

Aula Schulhaus Städtli, Obergass 57. 16.00 Uhr. Eintritt 10.
Die Veranstaltung wird organisiert in Zusammenarbeit mit “viva Eglisau”

Mo, 5.12. Lenzburg

Hotel Krone, Kronenplatz 20. 19.30 Uhr. Eintritt frei / Kollekte.

Di, 6.12. Luzern

Hotel Continental-Park, Murbacherstrasse 4, 6002 Luzern 19.30  Eintritt frei / Kollekte.

Mi, 7.12. Chur

Brandissaal, Brandisstrasse 12. Apéro 18.15 Uhr, Beginn 19.15 Uhr. Eintritt frei / Kollekte. 

Do, 8.12. Brig

Buchhandlung ZAP*, Furkastrasse 319.00 Uhr. Eintritt 12.- (6.- für Mitglieder Buchclub ZAP und Freidenker).

Fr, 9.12. Bern

Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 19.00 Uhr, anschliessend Apéro. Eintritt frei / Kollekte.
 

Im einem längeren Essay, welches am 29. September im Tages-Anzeiger erschien, führte der Autor einige zentrale Thesen aus, die er im Buch umfassend beleuchtet. Unter anderem plädiert Michael Schmidt-Salomon dafür, zwei Trennlinien zu unterscheiden: Die erste hält auseinander, was toleriert werden muss, und was nicht mehr toleriert werden darf – auch eine offene Gesellschaft darf nicht alles hinnehmen, soll sie erhalten bleiben. Die zweite Linie grenzt das Tolerierbare von dem ab, was akzeptiert werden muss – das zu Akzeptierende heisst man gut, was gegenüber dem bloss Tolerierten nur um den Preis der Selbstverleumdung möglich wäre.

Am Beispiel der Behauptung von Kreationisten, die Erde sei erst 6000 Jahre alt, veranschaulicht er den Unterschied: eine derart realitätsferne Idee braucht man nicht zu akzeptieren. Man darf sie ablehnen, ja auch verspotten. Hingegen müssen wir akzeptieren, dass jeder Einzelne wirren Ideen anhängen darf und auch die Freiheit hat, diese Ideen zu bewerben. Umgekehrt muss der Kreationist akzeptieren, dass man seinen Überzeugungen widerspricht, auch wenn er dies als beleidigend empfindet.

Es ist also zwischen dem Akzeptierbaren, dem Nur-Tolerierbaren und dem Nicht-mehr-Tolerierbaren zu unterscheiden. Der Autor führt aus, dass diese Trennlinien in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich gezogen werden. Eine offene Gesellschaft beachtet bei diesen Grenzziehungen vier Prinzipien, hinter die sie nicht zurückfallen darf: Liberalität, Egalität, Säkularität und Individualität. Im Essay, und ausführlicher im Buch, führt Michael Schmidt-Salomon aus, wieso es gerade diese Prinzipien sind, welche freie von unfreien Gesellschaften unterscheiden. Und wieso in einer freien Gesellschaft auch mehr zu tolerieren ist.

Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte in Lenzburg, Luzern, Chur, Brig und Bern!

 

 

Impressionen

Büchertisch

Michael Schmidt Salomon / Brigg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Full House!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Presseartikel

>>Suedostschweiz.ch

>>Walliser Bote

 

2 Kommentare zu „«Grenzen der Toleranz» – Schweiz-Lesetour mit Michael-Schmidt-Salomon“

  1. Peter Strba sagt:

    Michael Schmidt Salomon inspiriert, weil er unsere menschliche Neigung zum Stammesdenken aufdeckt, gleich ob dieses durch einen Türkischen Erdogan, einer Schweizer SVP oder eines Amerikanischen Trump gefördert wird; ein Denken und Handeln, das immer wieder zu Krieg geführt hat. Das dadurch geförderte Herdenverhalten mag ein gewisses Niveau von Frieden innerhalb der Herde fördern, vorausgesetzt, dass seine einzelnen Mitglieder einer ausreichenden Gehirnwäsche unterzogen wurden. Frieden zwischen unterschiedlichen Völkern und Religionen setzt aber ganz andere Voraussetzungen voraus – dazu dient der einzig wirklich gemeinsame Nenner – ein Lebewesen dieses wunderbaren Planeten Erde zu sein. Schade, dass sich dieses globale Verständnis bis anhin nur auf die Wirtschaft beschränkt hat !  

    Hoffen wir, das sich diejenigen der amerikanischen Wähler, die es im Nachhinein bereuen, dass sie sich in ihrer Wahl “trumpiert” haben, daraus eine Lehre ziehen und jetzt nicht auch in Angst und Stammesdenken (Demokraten gegen Republikaner) verfallen, sondern durch Verstand und Liebe motiviert werden.  Jetzt erst recht!

    Ich empfehle Michael Schmidt-Salomons Buch “Die Grenzen der Toleranz” weil er darin so vieles entblösst, was politische Populisten und religiöse Fundamentalisten, mit ihren unrealistischen Versprechen auf Wunscherfüllungen durch Interpretationszauber und Hypnosenpredigten glaubhaft machen wollen. Habe aber das Buch noch nicht zu Ende gelesen und lasse mich überraschen was er sonst noch zu sagen hat.

  2. MSS hat die Vortragsreihe bereits in Basel angefangen (Unternehmen Mitte). Zu diesem Zeitpunkt war das Buch in Planung. Der TV-Bericht zum Event: https://www.youtube.com/watch?v=k7Otu1N1c9s

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