Rechtfertigt reformierte Pfarrerin Rache gegen Gottlose?

„Es ist auch in der heutigen Zeit keinesfalls eine Ausnahme, wenn sich Prediger mit deutlichen Worten gegen die Atheisten und Konfessionsfreien wenden. Als Diskriminierung will das dann kaum ein Beobachter bezeichnen, viel eher gehöre es ja zum Auftrag, gegen diejenigen zu wettern, die vom Glauben abgefallen sind, um die eigene Religion in ihrer Bedeutung zu würdigen und sich eigens und die Gemeinde als bessere Menschen, als Auserwählte, darzustellen und sich überhöht und gleichsam selbstherrlich zu loben und zu preisen.
Oftmals passiert dies in den Kirchen, abgeschieden und von der Außenwelt nicht bemerkt. Dass sich eine Pfarrerin aber in einer Fernsehübertragung in eine wirre Auslegung der Rechtfertigung von „Rachegefühlen“ gegenüber „den Gottlosen“ einzulassen vermag, hat schon eine neue Dimension. So geschehen in der Sendung „Nachgefragt“, die das „Schweizer Fernsehen“ (SRF 1) am 7. Februar 2016 ausstrahlte.“

>>Artikel in: Die freie Welt vom 8.2.2016

3 Kommentare zu „Rechtfertigt reformierte Pfarrerin Rache gegen Gottlose?“

  1. Atheist sagt:

    Diese Frau ist ungescheiter als gestattet ist.

  2. Edi Brugger sagt:

    @Atheist
    Sorry, aber so kommen wir nicht weiter. “Auch” eine Pfarrerin hat das Recht, Ihre Meinung zu äussern und diese beruht, wie auch die unsere, auf ihren gespeicherten neuronalen Erfahrungen. Man kann diese als Fehlinformation bezeichnen oder, wie in der Regel bei religiösen Überzeugungen, als “Gehirnwäsche” aus der Kindheit. Wir sollten diese Frau zu einem offenen, oder besser zu einem öffentlichen Gespräch einladen, bei dem beide Seiten ihre Argumente anbringen könnten. Ich jedenfalls würde gerne mit ihr diskutieren, für beide Seiten jedoch nach Keynes: “I change my mind when facts change”.

  3. admin sagt:

    Natürlich hat die Frau das Recht auf ihre Meinung! Und ebenso natürlich unterliegen andersartige Meinungen gewissen Entwicklungen des Menschen. Ein jeder muss sich jedoch entscheiden, welcher Ethik sie/er folgen möchte. Meine persönliche Entscheidung für ein Weltbild, welches Respekt und Gleichwertigkeit aller Menschen, und weitreichend auch der Tiere und der Natur insgesamt, propagiert, führt zu einer Haltung, in der a. das Mysterium Gott nicht mehr stattfindet und b. ein strafender Gott schon überhaupt keinen Platz mehr hat. Vielleicht gibt es Grenzen der Toleranz gegenüber der Toleranzlosigkeit!

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