Wenn ein katholisch – konservativer Vikar zum Aufklärer mutiert…

In einem Artikel im Tagesanzeiger vom 25.01.2016 beschreibt der Generalvikar des Bistums Chur, Martin Grichting, unter dem Titel

“Die Aufklärung ist nicht vom Himmel gefallen – Das Christentum ermöglicht den Menschen ein freies Gedeihen”

die -vermeintliche- Vorreiterrolle der katholischen Kirche im Zuge der Aufklärung. – Zitat:

“Eine andere Lesart ist die christliche: Es ginge darum, zu verstehen, dass sich eine freie, die Menschenrechte achtende Gesellschaft nur dort entwickeln konnte, wo das Christentum den Boden bereitet hat. Denn es war Jesus Christus, der – anders als Mohammed – Gewaltlosigkeit sowie Feindesliebe predigte und keine Gewalt anwandte. Deshalb können sich Christen, die religiös motivierte Gewalt anwenden, nicht auf Jesus Christus berufen. Im Gegensatz dazu können muslimische Gewalttäter Mohammed als Vorbild anführen.”

>>Hier der ganze Artikel

Am 28.1.2016 erschien daselbst eine Replik von Michael Meier:

“Die Kirche hat die Ideale Jesu verraten. Der säkulare Staat und die Glaubensfreiheit sind Kinder der Aufklärung. Eine Replik auf Martin Grichting.” – Zitat:

“Dass der christliche Glaube aber Nährboden der freien Gesellschaft und die Wurzel der Aufklärung ist, wie Grichting behauptet, das hat gerade seine Kirche nicht eingelöst. Nicht sie, sondern die Aufklärung hat den säkularen Staat hervorgebracht. Als friedensstiftende Alternative zur religiösen Gewalt der Konfessionskriege forderte sie die Säkularisierung der Staatsgewalt. Und die Freiheit der Bürger, frei von staatlichem Zwang und kirchlicher Bevormundung ihre Religion selber wählen zu können.”

>>Hier der ganze  Artikel

Einen ebenfalls recht lesenswerten Artikel schrieb am 29.01.2016 Kurt Martin in infosperber.ch unter dem Titel :

“Eine Wurzelbehandlung für Generalvikar Grichting” – Zitat:

“Das Christentum ist die Wurzel der Aufklärung», verkündet der Churer Generalvikar Martin Grichting keck im Tagesanzeiger vom 25. Januar 2016. Und weiter behauptet er in Abgrenzung zum Islam: Anders als Mohammed habe Jesus Christus «Gewaltlosigkeit sowie Feindesliebe gepredigt und keine Gewalt» angewandt. «Deshalb können sich Christen, die religiös motivierte Gewalt anwenden, nicht auf Jesus Christus berufen. Im Gegensatz dazu können muslimische Gewalttäter Mohammed als Vorbild anführen.» Wer solches behauptet, braucht dringend eine historische Wurzelbehandlung.”

>>Hier der ganze Artikel

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