Lehrplan 21: Ethik muss aufgewertet werden, Zürcher Lehrbuch für Religionskunde untauglich

Medienmitteilung

Die Freidenker begrüssen es, dass Ethik ein fixer Bestandteil des Lehrplans 21 werden soll. Es ist richtig und wichtig, Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen, wie Werte in einer Gesellschaft entstehen und wie um sie gerungen wird. Wichtig ist vornehmlich, dass die Schüler lernen, eigene Wertvorstellungen zu entwickeln, divergierende zu ertragen und über eigene und fremde Standpunkte zu reflektieren. Dies fehlt im heutigen Curriculum der meisten Kantone gänzlich, der LP 21 verspricht hier eine klare Verbesserung.

Die Freidenker begrüssen auch ein Mass an Religionskunde in der Volksschule. Die Freidenker halten aber die Verwendung der Blickpunkte-Reihe des Zürcher Lehrmittelverlags, auf die in der heute veröffentlichten LP21-Rahmeninformation verwiesen wird, klar als dafür gänzlich ungeeignet. Die drei Bände versuchen nicht nur krampfhaft, Religion und Religiosität als etwas allgegenwärtiges darzustellen, sie stigmatisieren zudem nicht-religiöse Weltanschauungen: der einzige Verweis auf Atheismus und Agnostizismus findet sich auf einer Seite im Oberstufenlehrmittel. In diesem wird der moderne Atheismus einzig und allen mit totalitären kommunistischen Regimes in Verbindung gebracht (siehe Abbildung). Eine derart einseitige Darstellung der Konfessionslosen gehört nicht an öffentliche Schulen.

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