Abtreibung: Freidenker erfreut über Abfuhr für religiöse Fundamentalisten

Medienmitteilung

Die Trendrechnung zeigt: Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» als Mogelpackung durchschaut und erteilen ihr eine überaus deutliche Abfuhr. Die Freidenker empfehlen den religiösen Fundamentalisten, ihre weiteren Initiativprojekte zurückzuziehen und ihre erklecklichen Mittel für wohltätigere Zwecke einzusetzen.

Geschätzte 70% der Urnengängerinnen und Urnengänger lehnen das Begehren ab. Vermutlich dringen die Initianten mit ihrem Anliegen in keinem einzigen Kanton durch. Zu offensichtlich war deren eigentliche Absicht, die seit einem Jahrzehnt etablierte Fristenlösung auszuhöhlen und schwangeren Frauen die Entscheidungskompetenz über eine allfällige Abtreibung abzusprechen. Erreicht haben sie erfreulicherweise das Gegenteil: weltliches Gedankengut wurde gestärkt.

Die Stimmberechtigten haben deutlich gemacht, dass sie religiös-fundamentalistische Moralvorstellungen grossmehrheitlich als anachronistisch, ja gar gesellschaftsschädigend ansehen. Dass somit auch die weiteren Initiativprojekte aus diesen Kreisen nicht den Hauch einer Chance haben werden, ist aus Sicht der Freidenker so sicher wie der weitere Rückgang der Kirchenmitgliedschaften. Es ist selbstredend deren gutes Recht, weitere ähnliche Initiativen zu lancieren. Die Freidenker empfehlen jedoch den Initianten der eingereichten Anti-Aufklärungsinitiative und der sich noch im Sammelstadium befindlichen radikalen Abtreibungs- und Sterbehilfeverbotsinitiative, ihre Vorhaben zurückzuziehen und ihre erklecklichen Mittel für gemeinnützige Zwecke einzusetzen. So könnten diese Kreise ihrem deklarierten Ziel, sich für das Leben einzusetzen, wohl besser gerecht werden.

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2 Kommentare zu „Abtreibung: Freidenker erfreut über Abfuhr für religiöse Fundamentalisten“

  1. valabg sagt:

    Es sind nun definitiv 69.8% geworden. Einzig der Kanton Appenzell Innerrhoden hat die Vorlage angenommen. Mit 109 Stimmen Unterschied.

  2. Eliane Schmid sagt:

    AI: Das sind doch die, denen schon das Bundesgericht betreffend Frauenstimmrecht den Wegin die Gegenwart weisen musste, oder?!

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