Kirchenaustrittsfomulare: Rekord 2012

Die Kirchenaustrittsformulare der FVS finden reges Interesse: 2012 gab es über 24’000 Downloads der deutschen Version (2011 und 2009 je rund 14’000, 2010 23’000: Missbrauchsskandal) und je rund 1000 in Italienisch und Französisch.

Peaks:
Februar 2009: Papst hebt Exkommunikation der Piusbrüder auf
März 2010: Missbräuche in kirchlichen Institutionen werden publik
 

NEU: Mehrsprachige Austrittsformulare

Seit Herbst 2012 werden die Austrittsformulare für Zugewanderte auch zweisprachig in Kombination mit den drei Schweizer Landessprachen angeboten: auf Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Kroatisch und Albanisch.

http://www.frei-denken.ch/de/dienstleistungen/wegleitungen/kirchenaustritt/#header-1

Damit soll den Zugewanderten aus Ländern ohne Kirchensteuerpflicht der Austritt erleichtert werden. Wer sich nämlich in einer Schweizer Gemeindeverwaltung anmeldet kreuzt auf den Anmeldungsformularen in der Regel die Herkunftskonfession an, ohne zu ahnen, dass damit eine Steuerpflicht begründet wird.
Ausschlag für die Zweisprachigkeit des Angebots gab 2012 ein Fall in der Stadt Zürich, in dem eine katholische Pfarrei ein in Englisch verfasstes Austrittssschreiben nicht akzeptiert und auf die Amtssprache verwiesen hat.

4 Kommentare zu „Kirchenaustrittsfomulare: Rekord 2012“

  1. Schade geht’s in der CH (noch) nicht online wie in Finnland. Über das Webportal der finnischen Freidenker haben schon mehrere 100’000 Personen ihren Kirchenaustritt abgewickelt: http://en.wikipedia.org/wiki/Eroakirkosta.fi

  2. Reta Caspar sagt:

    To be correct:
    Finland 2012: 41,261 resignations were registered

  3. Es ging nicht um den Jahresvergleich sondern darum, dass in Finland behördlicherseits eine Mail die Formvorschriften erfüllt, und so der Online-Dienst seine volle Wirkung entfalten kann.

    Es schaut leider nicht danach aus, also ob die Schweiz in Sachen elektronische Schalter demnächst zu den skandinavischen Ländern aufschlösse.

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