Sonntag, 16. September: Denkfest 2012 ganz im Zeichen Jean-Jacques Rousseaus

Im vergangenen September veranstalteten die Freidenker erstmals das Denkfest: Vier Tage Wissenschaft, kritisches Denken und intelligente Unterhaltung lautete das Motto. Mit über 400 Teilnehmenden war es ein voller Erfolg.

Die nächste mehrtägige und internationale Grossveranstaltung ist für 2014 geplant. Die Wartezeit wird mit eintägigen Ausgaben zu einem Schwerpunktthema verkürzt.

Das diesjährige Denkfest am Sonntag, 16. September ist ganz Jean-Jacques Rousseau gewidmet. Der strittige Aufklärer wurde vor 300 Jahren geboren und veröffentlichte vor 250 Jahren seine beiden Hauptwerke Emile und Du Contrat Social.

Im ersten Teil des Denkfests 2012 geht’s in zwei Vorträgen und zwei szenischen Lesungen um Rousseaus Werk und die Reaktionen seiner Zeitgenossen.

Im zweiten Teil debattieren fünf bekannte PolitikerInnen die Frage, welchen Gesellschaftsvertrag die heutige Schweiz braucht:

13.30 Uhr Begrüssung
13.40 Uhr Rousseaus Rezeption in Zürich 1751-1781
Monika Wicki, Historikerin
14.20 Uhr Leben Sie wohl für immer
Szenische Lesung zu Rousseaus Disput mit David Hume.
14.45 Uhr Pause
15.00 Uhr Jean-Jacques Rousseau und das Böse
Urs Marti, Professor für politische Philosophie, Uni Zürich
15.40 Uhr Politik, schwer zu begreifen und mühsam zu betreiben
Szenische Lesung zum Contrat Social.
Mit Bernhard Bettermann und Hansrudolf Twerenbold. Inszenierung Georg Rootering.
16.30 Uhr Pause
17.00 Uhr Podium: «Welcher Gesellschaftsvertrag für die Schweiz von heute?»
Einleitung: Urs Marti
Teilnehmende: Jacqueline Badran (SP), Dieter Kläy (FDP), Philipp Kutter (CVP), Jo Lang (Grüne), Claudio Zanetti (SVP)
Moderation: Raphael Zehnder, Redaktor Gesellschaft und Multimedia DRS2.

Weitere Informationen und Tickets (15.- / 40.-) gibt’s auf www.denkfest.ch.




4 Kommentare zu „Sonntag, 16. September: Denkfest 2012 ganz im Zeichen Jean-Jacques Rousseaus“

  1. GG sagt:

    Es gibt dümmere Ideen, um den eidg. Dank-, Buss- und Bettag zu begehen.

  2. Gell, GG! Und weil zuhören und debattieren mehr bringt als blosses Händefalten und weil auch Freidenker barmherzig und grosszügig sein können, laden wir hiermit den GG an unser diesjähriges Denkfest ein. Einfach bei der Kasse melden und gut ist.

  3. GG sagt:

    Nun post festum muss ich sagen: der Bubiker Kirchgang hat mir schon mehr gebracht, als das Podium vor den Wort-ermatteten Freidenkern. Sitzleder haben sie, an einem so schönen Herbsttag gleich mehrere Stunden portestantische Wort-Askese. Aber ich konnte es mir nicht nehmen lassen die verdutzten Gesichter der Staatskirchenrechts-Befürworter zu sehen, die auf die Frage, was sie an einem von ihnen verordneten “Hohen kirchlichen Feiertag” auf einem Freidenker-Podium verloren hätten, keine schlaue Antwort wussten. Insofern: Chapeau den Zürcher Organisatoren, dass sie mit einer paradoxen Intervention den Bettag ad absurdum und Politiker auf einem Podium als Dummköpfe vor-führten. Gnädig gestimmt war der Allmächtige dem Zuger Rotwein-Sozialisten Joe Lang, er liess sein katholisches Schäfchen bettlägrig werden. Sein Buch habe ich aber gekauft und gelesen und kann es nur empfehlen. http://willensnation.blogspot.ch/2012/09/der-kanton-zug-in-den-krisenzeiten-zu.html

  4. samy sagt:

    Der erste “Mensch”, der eine willkürliche Grenze zwischen den Menschen gezogen hat (“ich Jude — Du Muslim!”), hat ein noch schlimmeres Verbrechen begangen als jener Rousseausche “Mensch”, der zum Zwecke seines Landbesitzes einen Pflock in den Erdboden gerammt hat…
    Das erfolgreichste Mem („Ideologie“) aller Zeiten war wohl die „jüdische Kultur“, denn von ihr hängen alle modernen Kulturen ab: Christen, Muslime, Protestanten, Kapitalisten, Kommunisten, Marxisten, Nazis, Hollywood, etc. — und keiner merkt, dass er ein Sklave dieser 2000jährigen dummen jüdischen Tradition ist.
    Darum: Durchbrecht diesen jahrtausendealten Teufelskreis und seid nicht mehr die Sklaven dieser dummen „jüdischen Tradition“ („Juden“ > „Christen“ > „Marxisten“ > „Nazis“ etc.).

    “Ich habe schon genug mit meinem Menschsein zu tun. Warum muss ich denn auch noch Franzose und Calvinist (etc.) sein?” (Michel de Montaigne). Wenn also jemand behauptet,
    er sei “Jude” oder “Deutscher” (etc.), so ist er letztlich “selber schuld” − oder hat einfach den Montaigne (16.Jh.) nicht gelesen…

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