Offenbar heute auf Radio DRS gelesen, hier zum Nachlesen:
Lieber Herr Gott,
immer soll man Toleranz zeigen, als Atheist. Immer soll man sich anpassen, als Atheist. Immer soll man dir zustimmen, als Atheist. Aber nie werden wir gefragt, was wir wollen, wir Atheisten.
“Ich glaube nicht an Gott.” Das ist ein Satz, für den man heute noch Mut braucht, um ihn sagen zu können, denn nirgendwo stößt man damit auf Verständnis.
Sofort bekommt man von allen Seiten Spott und muss sich anhören, was für eine Sünde es sei, nicht an Sie, Herr Gott, den Erschaffer der Welt, zu glauben. Das ist fast ähnlich, als würde man sagen: “Ich bin schwul.” Man outet sich in den meisten Gesellschaften einfach mit so etwas nicht.
Die zweite Frage ist dann sofort: “Warum glaubst du denn nicht an Gott, den Allmächtigen?” Blöde Frage. Einfache Antwort: Ich glaube nicht an Sie, Herr Gott, weil ich mir mein Leben nicht von jemandem vorschreiben lassen möchte, von dem nicht mal bewiesen ist, dass er überhaupt mal gelebt hat. Ich will der Herr über mein eigenes Leben sein.
Fortsetzung: http://www.abendblatt.de/hamburg/schueler-machen-zeitung/article1915920/O-Gott-ich-bin-Atheist.html





FAQ zu Beschneidung > 






Bravo ein ausgezeichneter Text!
Heute im St. Galler Tagblatt: nota bene die Zeile “womöglich sogar Atheisten”. Ein starkes Stück.
Salzkorn
Lohnt sich Lügen nicht? Ökonomen
der Universitäten Oxford
und Bonn haben herausgefunden,
dass die meisten Menschen
ehrlich sind. Im Rahmen einer
Studie wurden ganz normale
Menschen zu Hause angerufen
und gebeten, eine Münze zu werfen,
um beim Ergebnis «Zahl»
15 Euro zu verdienen. Die Wissenschafter
erwarteten, dass
etwa drei Viertel der Befragten
den Gewinnwurf behaupten
würden. Weit gefehlt.
Ob Frauen, Männer, Katholiken
oder Protestanten, womöglich
sogar Atheisten, mehr als
die Hälfte gaben zu, nur einen
«Kopf» zu haben. Sie verzichteten
auf den kleinen Beschiss, der
ihnen satte 15 Euro eingebracht
hätte. Warum nur?
Die Fachleute sind auch deshalb
überrascht, weil bei Experimenten,
die mit Studenten in
den Universitätsräumen durchgeführt
wurden, deutlich mehr
Schummler am Wurfwerk
waren. Sind diese einfach besser
trainiert? Kann man Mogeln
lernen? Da müsste man vielleicht
doch eher Bankprofis
fragen oder die Gewinneinsätze
ändern. G.P.