Kt. BS: Der Trend zum Kirchenaustritt hält an

kat.ch
28‘609 Personen sind per 1. Januar 2012 noch Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt. Das sind 593 Personen weniger als am 1. Januar 2011. Das bedeutet ein Steuerverlust von CHF 564‘124.00. Das bedeutet eine Verkleinerung der Kirche um 2,04%.
Im 2011 sind 1‘885 Katholik/innen aus dem Kanton Basel-Stadt weggezogen. 442 Mitglieder der Kirche sind gestorben. 169 Kinder wurden getauft. 142 Personen sind wieder in die Kirche eingetreten.

http://www.kath.ch/index.php?PHPSESSID=uo3agrnf4n30npskk9q01lmif3&na=11,11,0,0,d,77460

Diese Zusammenstellung ist nicht vollständig. Rund 1’400 Katholiken müssten gemäss diesen Zahlen zugezogen sein. Über die Anzahl Kirchenaustritte sagt die Medienmitteilung entgegen dem Wortlaut des Titels nichts.

Siehe auch : http://www.frei-denken.ch/de/2011/11/vom-unaufhaltsamen-aufstieg-der-konfessionslosen-in-basel/

11 Kommentare zu „Kt. BS: Der Trend zum Kirchenaustritt hält an“

  1. Andres Lamanda sagt:

    Wenn die Austrittsgeschwindigkeit konstant bleibt, so schliesst die katholische Kirche im Jahr 2060 ihre Türen in Basel.

  2. Stefan Mauerhofer sagt:

    Ich würde sagen, da reinigt sich eine Gesellschaft langsam selber

  3. GG sagt:

    Planerische Vorgaben haben so ihre Tücken: Mussolini wollte 1942 eine Weltausstellung in Rom durchführen und ahnte nicht, dass dann seine Bataillone mit Karton-Sohlen am Russlandfeldzug teilnehmen würden. Im Jahre 1780 hatten die regimentsfähigen Familien der Republik Zürich die Verwaltung der Landvogteien schon bis zum Jahr 2000 untereinander geregelt, mit Enkeln die mit zwinglianischer Präzision sich auch einstellen würden. Im Jahre 1988 sprach ich mit einem italienischen und einem deutschen Studenten über die Berliner Mauer: ihr Fall damals völlig undenkbar. Das einzige, das in Basel seit der Flucht des Bischofs von Augusta Raurica nach Basel (wohl 3./4. Jahrhundert) konstant ist, ist die Präsenz des Christentums.

    Das macht mich bei diesen “Freidenkern” so skeptisch, sie “glauben” an einen Trend. Sie denken gar nicht, sie sind nur sichtbares Treibholz im Mainstream. Und darum sind sie intellektuell extrem langweilig.

  4. Reta Caspar sagt:

    Wieder einer von GGs Fehlschlüssen: Es geht eben gerade nicht um Planung: Tatsache ist, dass in Basel fast die Hälfte der EinwohnerInnen keiner der “Landeskirchen” angehört. Das ist eine Entwicklung, kine Planung. Daran glaubt niemand, das lässt sich einfach statistisch belegen. Geplant haben z.B. die Reformierten von Basel und in den letzten Jahren sehr viel Geld für Werbung in den Sand gesetzt. Vielleicht sollte sich GG endlich als Berater der Reformierten profilieren, anstatt an den Freidenkern rumzumeckern?

  5. GG sagt:

    Nun, liebe RC, das “Gemecker” wird ja regelmässig nicht aufgeschaltet wegen der Zensur auf diesem “Freidenker-Blog”. Die Zürcher Reformierte kritisiere ich aus den Spalten der NZZ (und werde dafür auch von Synodalen gerügt), oder aus den Spalten der “reformierten presse”. Die Freidenker sind halt eine noch so kleine Bewegung, dass man sie am besten hier kritisiert, um die Leserschaft der grossen Blätter nicht über die Massen zu langweilen. ;)

  6. Reta Caspar sagt:

    Für die Allgemeinheit: Ja, GGs Kommentare verletzen zu fast 50% klar unsere Blogregeln und werden deshalb nicht freigeschaltet. Solche persönlichen Anwürfe könnte er auch bei den “grosssen Blättern” nicht platzieren, für die er ja eigentlich wohl gerne als Journalist schreiben würde…

  7. Christophe Brass sagt:

    Erfreuliche Verschmelzung des Eises !

  8. Margritli sagt:

    Hier ein schöner Bericht wie es euch allen gehen könnte http://www.derweg.org/lebenshilfe/lebensberichte/atheistwirdchrist.html

  9. Ach Margritli, ein in einem Missionarsblättli erschienenes, wahrscheinlich frei erfundenes Portrait eines Neuevangelikalen hat auf die Freidenker so wenig Einfluss wie auf den gesellschaftlichen Trend, um den es hier eigentlich geht. Und das ist gut so.

  10. Auch Valentin Abgottspon a) gehört zu den Bekehrten und b) spricht seither in der dritten Person von sich selbst.

    http://www.abgott.ch/misc/?p=224
    [Vom Turbo-Atheisten zum Botschafter der Wahrheit und Liebe Gottes]

    Bei dieser Gelegenheit der nochmalige Hinweis auf einen infosperber-Artikel: http://www.infosperber.ch/FreiheitRecht/Bischof-baut-Hurden-gegen-Kirchenaustritte

    Im Wallis darf sich ein Bischof derlei aber getrost erlauben, in anderen Kantonen hätte ein solches Gebaren wohl höhere Wellen geschlagen.

    Im Wallis wird man beim Austritt in der Austrittsbestätigung (wenn es denn klappt), bisweilen auch mit dem freundlichen Wunsch

    Es ist unsere Hoffnung und unser Gebet, dass dieser Moment der Verwirrung nicht von Dauer ist.

    in die Freiheit entlassen.
    http://www.abgott.ch/misc/?p=10 [Kirchenaustritt]

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