Die Reformierte Kirche macht sich für muslimischen Religionsunterricht stark, weil sie den Extremismus stoppen und die Verständigung fördern will.
http://www.tageswoche.ch/de/2012_09/basel/401069/Muslimischer-Religionsunterricht.htm
Die Reformierte Kirche macht sich für muslimischen Religionsunterricht stark, weil sie den Extremismus stoppen und die Verständigung fördern will.
http://www.tageswoche.ch/de/2012_09/basel/401069/Muslimischer-Religionsunterricht.htm
Dieser Beitrag wurde vor am Freitag, 2. März 2012 um 13:16 Uhr veröffentlicht und unter Allianz der Religiösen, Kt. Basel-Stadt, Schule und Religion, Staat und Kirche/Religion gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.

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In D wurde wohl noch nie soviel wie heute für Integrationsförderung getan, das Resultat liest sich dann in der neusten Studie des Bundesinnenministeriums…..
Wir brauchen nicht mehr Religionsunterricht, und schon gar nicht Unterricht in mehr Religionen.
Es ist höchste Zeit für einen Werte- und Ethikunterricht, der universale Werte lehrt. Eine Ethik, welche für alle bindend ist. Dafür sind zwei Fragen wegweisend:
- In welcher Art von Gesellschaft möchte ich leben?
- Was kann ich dazu beitragen?
Damit würde auch das Problem hinfällig, dass Kinder in der Schule Ideologien lernen, die sie mit Mythen ohne faktischen Erklärungswert abspeisen, welche dogmatisch akzeptiert und auf keinen Fall hinterfragt werden sollen.
Ich kenne keinen einzigen Menschen, der ausserhalb der Religion erzogen worden ist, der von “Ethik und Religionsunterricht” spricht !
Geben Sie mir Bitte einen Namen von jemanden, der kein einziges Mal irgendwelche Kirche besucht hat, nicht getauft worden ist, keinen religiösen Unterricht bekommen hat, der noch von “Werte- und Ethikunterricht” spricht. Das interessiert mich sehr dann diesen etwaigen isolierten Ausnahmefall zu studieren !
Was will ich hier sagen ? Dass die allermeisten, die gegen die Religion sprechen und schon über Ersatzlösungen nachdenden — oder schon ohne es zu wissen, eine andere Religion aufgebaut haben — nicht einmal die allernotwendigste und allererste analytische Arbeit über ihre eigene religiöse Indoktrination begonnen haben !
In dieser Hinsicht ist es kein Zufall, dass gerade in diesem furchtbaren Gottesstaat “Schweiz”, auch die Atheisten und Freidenker keine Beschreibung, keine Analyse dieses religiösen Unterrichtes unternehmen (oder ? Dann wo ? In welchen Bücher wird diese Indoktination in den heutigen schweizer Schulen beschrieben und angeprangert ?) denen sie 16 Jahre lang ausgesetzt worden sind !
Im einzigen von mir bekannten Buch über das Thema Religion in der heutigen Schulen (andere Titel sind wärmstens willkommen !) gibt es unter den neun Autoren kein einziger Schweizer :
“Mission Klassenzimmer” ISBN 3-932710-78-9
— Claudia Barth München
— Eamon Kierman Dublin und Leicester
— Christoph Lammers Trier
— Klaus Prange Tübingen
— Wolfgang Proske Neu-Ulm
— Lee Traynor Hannover
— Waldemar Vogelgesang Trier
— Franz Welker Trier
— Maira Wölflingseder Klagenfurt
@Christophe Brass: ich verstehe Ihren Post nicht so recht. Bezieht der sich auf meine Stellungnahme, oder ist das mehr so ein genereller Rundumschlag?
Gehen Sie mal in die neuen Bundesländer, dort gibt es viele, die nie getauft wurden und keinen Religionsunterricht hatten, und es ist kein Zufall, dass z. B. das sehr säkulare Berlin seit Jahren einen bewährten Werte- und Ethikunterricht hat.
Die FVS kritisiert regelmässig und differenziert den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, und einige Säkulare bringen sich in den Schulen ihrer Kinder und in Schulkommissionen ein.
Ich kenne kaum einen Säkularen, der die ideologische Vereinnahmung nicht kritisch hinterfragt (in meinem Fall geschätzte 600 Stunden Religions- und Konfirmationsunterricht und Kirchenbesuche (reformiert), etwa 300 Stunden davon als ich schon längst nicht mehr gläubig war, und konfirmiert wurde ich gegen meinen expliziten Willen – wobei Konfirmation angeblich das “mündige Bekenntnis des Christen zu seinem Glauben” sei – in meinem Fall die erzwungene Teilnahme eines unmündigen Skeptikers an einer für ihn bedeutungslosen Kulthandlung).
Es gibt universale Werte, die für alle verbindlich sind, das ist keine Ersatzreligion. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Stufen der moralischen Entwicklung von Lawrence Kohlberg. http://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Kohlberg
Ich vermute, dass mit einer entsprechenden Erziehung ein signifikanter Anteil der Bevölkerung in eine Postkonventionelle Ethik geführt werden könnte, eine Verantwortungsethik anstelle einer Gesinnungsethik.
Der Soziologe David Riesman unterschied
- innengesteuerte Menschen, welche tun, was gut ist, unabhängig davon, ob sie dafür Anerkennung bekommen, von
- aussengesteuerten Menschen, welche nach vorgegebenen Regeln handeln und nach Wertschätzung von aussen schielen (z. B. anders handeln, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, sowie unmenschliche Regeln in totalitären Regimes befolgen).
Nur weil ein grosser Teil der Menschen aussengesteuert sind, konnten Regimes wie z. B. die Nazis die Bevölkerung dermassen manipulieren. Interessant in diesem Zusammenhang, dass die Nazis sich explizit auf die Pflicht des Christen, die Ermordung von Jesus durch die Juden zu rächen, berufen haben. (Ich vermute, dass die Kirchen ebenfalls ein Interesse haben, Hitlers “Mein Kampf” auf dem Index zu behalten, weil solche Passagen für sie zu peinlich wären!).
Protestantismus und Islam: eine gelungene Verbindung?
Ein kleiner Wink zur Verständigung. Doch nicht nur eine halbe Sache, sonder eine 1/1000 Sache.
Warum gibt es an Universitäten Vorlesungen zur Religionsphilosophie (jene von H.J.v.Braun an der Uni Zürch habe ich früher mal besucht)?
Wollte man wirklich ernst machen mit einem öffentlichen (d.h. an Schulen) Religionsunterricht, so sollten dies jene machen, welche sich wirklich über die vielen verschiedenen Religionen auskennen und sich auch wissenschaftlich (und nicht nur christozentrisch-theologisch oder auf eine andere bestimmte Religion fixierte Weise damit befasst haben; wie z.B. eine einseitige katholische Bibel-Exegese) damit befasst haben. Dies wäre eine Aufklärung über die Religionen, so wie sie sind oder wie sie sich geben. Wie man also über Biologie unterrichten kann, so sollte man auch über die Religionen unterrichten können. Ebenso könnte man dabei auch über den Mechanismus einer Sekte oder einer Sektenbildung sprechen. Auch das gehört zum Religionsunterricht. Auch über Glaube und Vernunft. Warum müssen eigentlich viele Gläubige ihre Vernunft ausschalten, wenn sie glauben? Hoffentlich nicht aus demselben Grund wie die Soldaten, wenn sie Befehle einfach ausführen sollen und sie nicht kritisieren.
Warum haben denn bis jetzt die vielen Politiker der Schweiz nicht einen solchen öffentlichen Religionsunterricht gewollt?
Wohl aus Angst, dass ihre Religion kritisiert werden könnte? Aus Angst, dass Schüler über die Religionen aufgeklärt würden? Oder dass sie Gefallen an einer anderen Religion bekommen?
Aber wenn doch ihre Religion so gut ist, so müsste doch keine Angst aufkommen.
Das Gute setzt sich doch durch?
Eine aufgeklärte Religion, welche nicht durch Missionieren, sondern durch ihre guten Taten und ihre gute Ethik ein Vorbild der Menschlichkeit wäre, die würde dann gewählt. Was wäre so schlecht daran! Alle Dogmatik und alles Missionieren und Drohen mit der Hölle wäre nicht mehr nötig und würde als Abgeschmackt abgelehnt.!
Ein einseitiger Religionsunterricht (Protestantisch und muslimisch) finde ich problematisch. Doch es kann ein Anfang sein. Auch unter dem maurischen Reich konnten Moslems, Juden und Christen miteinander diskutieren. Leider konnten sie es aber nicht abwenden, dass später Kreuzzüge geführt wurden und dann in Spanien unter Ferdinand und Isabelle Juden und Moslems umgebracht wurden, wenn sie ihrem Glauben nicht abschwörten. Auch die Inquisition wurde in die Welt gesetzt. Hätten die Menschen damals doch den interreligiösen Dialog fortgesetzt statt die Rechthaberei im Glauben. Aber der ‘heilige’ Bernhard von Claurvaux, der viele Klöster gründete, wurde plötzlich von der Orthodoxie geblendet wie wohl auch Paulus. Sobald jemand in der Gewissheit lebt, er habe den richtigen Glauben, dann ist der Fanatiker nicht weit. Dann nützt auch bei ihm die goldene Regel nichts mehr. Denn er kann auch sich umbringen für diesen Glauben und tut dies dann auch anderen.
Zu meinem Kommentar vom 12. März 2012:
Meine Idee von einem wissenschaftlichen Religionsunterricht ist doch nicht so gut. Die Idee, dass über Religionen in dem Fach Geschichte oder Geografie unter anderem abgehandelt wird, ist wirklich besser. An öffentlichen Schulen sollte über Ethik z.B. im Zusammenhang mit der Schule fürs Leben diskutiert werden. Hier hätte auch das Thema: Umgang mit Sekten und anderen verführerischen Organisationen einen Platz. Schule also als Orientierung zur Lebenshilfe und nicht umgekehrt: Leben für die Schule, in welche eine bestimmte Religion hineingezwängt worden ist.