Freiburg (kath.net/KNA)
Ein Schweizer Bergführer, der in den Freiburger Voralpen drei Gipfelkreuze beschädigt beziehungsweise umgesägt hat, muss voraussichtlich eine Geldstrafe wegen Sachbeschädigung und Verletzung der Religionsfreiheit bezahlen. Das berichtet die Tageszeitung «La Liberte».
Ganze Meldung: http://www.kath.net/detail.php?id=34811
Originalquelle, nicht online: http://www.laliberte.ch/regions/le-scieur-de-croix-passera-devant-le-juge-de-police
Bestand soll laut kath.net die Klage der Naturschutzorganisation Pro Natura, der das Gipfelkreuz auf dem Vanil-Noir gehöre, haben.
Pro Natura – Eigentümerin von Gipfelkreuzen?
Mehr zum Fall: http://www.frei-denken.ch/de/2011/10/abgesagte-kreuze-klager-nicht-klageberechtigt/
Schlagworte: Gipfelkreuz, Pro Natura












Ich beneide den Bergler, der da oben noch soviel Energie hat für diesen Unsinn. Ich bin jeweil so much aus der Puste, dass ich nicht mal mehr ein Gipfelkreuz wahrnehme. Diese Dinger stehen bekanntlich nicht im Flachland.
Nun ja. bei der nächsten Sammlung dieser Pro Nautra kann man sich ja daran erinnern….
Sollte sich diese Organisation nicht lieber um Tiere und Pflanzen kümmern? Ich nenne sowas Missbrauch von Spendengelder.
Obwohl ich die Ansicht teile, dass solche Kreuze auf öffentlichem Grund nichts verloren haben, finde ich die Umsäge-Aktion unangebracht. Wer keine guten Argumente mehr hat, greift zur Gewalt. Das hatten schon die Kreuzritter so gemacht. Klar mag die Aktion auch eine Diskussion über die Zulässigkeit von Gipfelkreuzen im Rahmen der Religionsfreiheit auslösen, aber hallo: Ist so etwas gute Werbung für den Säkularismus? Das Mittelalter liegt doch hinter uns, wie wär’s mit einer konstruktiven Lösung?
Wie kommt ein Verein dazu, auf öffentlichem (?) Grund seine Werbemittel aufzustellen? Für jeden Stand in der Fussgängerzone brauchts doch sonst eine offizielle Bewilligung. Und die ist nur für den betreffenden Tag und die bewilligte Zeit gültig.
Dürfte also ein hypothetischer “Club der Freunde von Rodin” überall auf den Bergen eine Denkerskulptur aufstellen?
Hier hat sich der Bergführer selber geäußert und natürlich gibt es da auch Reaktionen zu: http://bergliteratur.ch/gipfelkreuz/
Weltwoche 19.1.2012 über die vor Bundesgericht gescheiterten Pläne des Klosters Einsiedeln, auf der Ufenau eine Baute des Architekten Zumthor zu erstellen: “Obwohl die Ufenau gleich dreifach geschützt ist (sie liegt im Naturschutzgebiet Frauenwinkel, zählt zu den Moorlandschaften von nationaler Bedeutung, und ihre historische Bausubstanz steht unter Denkmalschutz) sah die sonst unerbittliche grüne Lobby grosszügig weg. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, der WWF, Pro Natura und der Heimatschutz liessen sich von den Überredungskünsten des Abts ebenso beeindrucken wie vom Ruf des renommierten Architekten.”
Es ist erstaunlich wieviel Diskussion ein Brett, dass etwa in der Mitte durchgesägt und dann im rechten Winkel zusammengenagelt wurde, zu entfachen vermag.