Kt. AG: Achtung Gideons!

Aargauer Zeitung
Vertreter der christlichen Vereinigung Gideons International haben vor dem Schulareal in Kaisten Bibeln verteilt. Dass ihre Kinder auf dem Schulweg von Fremden angesprochen werden, passt einigen Eltern gar nicht. Gideons sieht indes kein Problem.

Wie Roland Thörisch, Verantwortlicher von Gideons Schweiz, erklärte, verteilt Gideons Bibeln regelmässig auch an Kinder ab 10 Jahren. Diese seien «alt genug, um zu entscheiden und einfach weiterzugehen, wenn sie das Geschenk nicht annehmen wollen.»

Die Kapo sei vorgängig Kenntnis gesetzt worden, habe die Organisation aber an die Schulleitung verwiesen, da diese für Verteilungen auf dem Schulareal zuständig sei. Auf dem Schulweg sei eine derartige Aktion legal, es bestehe kein polizeilicher Handlungsbedarf.

Wünschenswert wäre aus seiner Sicht aber eine transparente Kommunikation.

Letztere fand insofern statt, dass die Schulleitung in Kaisten angefragt worden war, Verteilungen auf dem Areal aber untersagt hatte. Die Eltern wurden nicht in Kenntnis gesetzt und diese setzen hinter die Aktion offenkundig moralische Fragezeichen.

Ganzer Artikel: http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/fricktal/eltern-empoert-christliche-gemeinschaft-missioniert-vor-schule-115966880

Die FVS hat schon 2010 klar gegen die Bibelverteilangriffe der Gideons protestiert:

http://www.frei-denken.ch/de/2010/09/fvs-protestiert-gegen-das-verteilen-von-bibeln-an-den-volksschulen/

9 Kommentare zu „Kt. AG: Achtung Gideons!“

  1. Stefan Mauerhofer sagt:

    Das ist eine alte Dealermasche. Zuerst die Jugend anfixen bis sie süchtig sind und dann ausnehmen. Religionen funktionieren wie Drogen.

  2. Anita sagt:

    Die Frechheit dieser Idioten ist nicht mehr zu überbieten. Schade, dass meine Kinder nicht an dieser Schule ein- und ausgehen. Das Pack hätte dann nämlich ein Riesenproblem. Ich wäre bestimmt handgreiflich geworden. Vermutlich wären diese Bücher in Flammen aufgegangen. Hinter dieser verdammten Schundliteratur kann sich nämlich jeder “Glünggi” verstecken. Kinder sollen überhaupt nicht von Fremden angegangen werden und schon gar nicht auf dem Schulhof und auch nicht auf dem Schulweg.

    Von Fremden nimmt man keine Bonbons, keine Zeltli, keine Bücher, keine Irgendetwas. Diese frechen (….) unterlaufen auf diese Art alle unsere diesbezüglichen Erziehungsaufgaben. Wenn die Schulleitung oder die Polizei sowas zulässt, kann sich in Zukunft jeder Pädophile ganz einfach mit ein paar Büchern unter dem Arm an die Kinder heranmachen. Wenn noch Bibel draufsteht bleibt er zudem ungehelligt. Toll!!! Passiert dann mal was, dann kommen genau diese Leute (Polizei, Schulleitung) mit ihren Sprüchen und Aufklärungsunterricht. Fragt sich, wer dann Aufklärung nötig hat.

    Soll mir mal einer von denen auf dieser Missionstour unter die Augen kommen,……. der wird’s bereuen.

    Eine Religion die mit ihrem Plunder hausieren muss, hat sich sowieso abgewertet. Die kann nichts Wert sein.

  3. H. Maurer sagt:

    Na nun wissen wir ja endlich, wieso die Bibel das Buch mit der stärksten Auflage hat. Der Schundroman wird verschenkt und dann auch noch an Kinder…

  4. Anita sagt:

    @H. Maurer
    Ist Kindsmissbrauch nicht strafbar????? Oder geniessen religiös angehauchte Banden auch hier Sonderrechte, gleich wie bezüglich Lärmschutzgesetz?

  5. H. Maurer sagt:

    Ich weiß nicht worauf Sie hinauswollen, Anita. Hier geht es um das verschenken fragwürdiger Schriften an Kinder auf ihrem Schulweg.
    Das ist kein Kindsmissbrauch und generell auch nicht strafbar. Aus unserer Sicht und natürlich aus Sicht der Eltern empörend, allerdings zeigts den Eltern, daß ihre “Nimm nix von Fremden.”-Schulung an ihre Kinder nicht fruchteten und sie ihre Kinder daher noch intensiver in dieser Richtung schulen sollten, denn auf dem Schulweg lauern nicht nur Bücherverteiler sondern ggf. Kinderschänder und zu diesem würden diese Kinder dann wohl leider ebenfalls Zutrauen fassen.

  6. Anita sagt:

    @H. Maurer
    Dann lassen Sie mich darlegen, worauf ich hinaus will, rsp. warum ich von Kindsmissbrauch rede:

    Wenn man die Absicht dahinter versteht, dann ist das sehr wohl Missbrauch von Kindern. Kinder können die fiesen Absichten hinter dem “Geschenk” nicht erkennen. Sobald ein Kind ein Geschenk von fremden und vordergündig ach so lieben und grosszügigen Menschen annimmt, gerät es in einen bestimmten Konflikt. Darauf beruht der ganze Trick! Normalerweise hat es in seiner Erziehung gelernt, dass man für ein Geschenk danke sagt, wie auch immer! Ab und zu sollten sie auch lernen, dass es Geschenke gibt, die man nicht annehmen soll. Aber welche das sein sollen, das können sie noch lange nicht wirklich entscheiden. Diesbezüglich sind wahrscheinlich die meisten 10- oder 12-Jährige oft noch längst überfordert.

    Genau im Sinne Stefan Mauerhofer: anfixen und süchtig machen. Missbrauch und “anfixen” sind eine Art von Gewalt und die hat eben unedlich viele Gesichter. Im vorliegenden Fall auch massive Gewalt gegen die Eltern der Kinder, die sowas nicht wollen und sich nicht früh genug dagegen wehren können. Man kann es nennen wie man will: immer ruft man ganz bewusst Geister, aber nicht um sie wieder los zu werden, nein diese Geister sollen möglichst frühzeitig zukünftige Banden-Mitglieder sichern. Und wie man das am effizientesten macht, darin sind die Bandenoberführer bestens trainiert. Ich behaupte, kein Kind (oft auch Erwachsene) ist in der Lage soweit vernetzt zu denken. Desshalb nenn ich es schamlosen Missbrauch von nichts ahnenden Kindern.

    Offensichtlich beherrschen Schulleitung und Politik die Kunst des vernetzten Denkens ebenfalls nicht.

  7. Daniel Aellig sagt:

    Anita, dass Sie nicht die Gleiche Weltanschauung haben wie die Gideons ist offensichtlich. Aber müssen Sie ihre Meinung wirklich mit Kraftausdrücken verkünden? Auch die FVS macht Werbung für Ihre Weltanschauung.
    Apropos Pädophilie: Es gibt auch männliche Lehrer, Freidenker, Wissenschaftler, Sportler und Busfahrer, die daran leiden. Immer nur die Übergriffe der frommen Männlein anzuprangern ist zu einfach. Widmen wir uns unseren Mitmenschen skeptisch, freundlich und gelassen.

  8. Anita sagt:

    @Daniel Aellig
    Zum Glück haben nicht alle die gleiche Weltanschauung.

    1. Ein leises Flüstern hören die freundlichen, frommen Männlein und Weiblein leider nicht, das haben sie zur Genüge bewiesen.
    2. Ihre Frage: “müssen Sie……Kraftausdrücke”. Antwort: Ja, warum, siehe unter 1.
    3. Ich habe noch keinen von der FVS mit Werbematerial unterm Arm gesehen der sich an Kinder heranmacht. Ich verzeih Ihnen selbstverständlich den hinkenden Vergleich!

    Noch eine Klarstellung: Ich hab unter “Pädophile” keine Berufsgruppe subsummiert. Jeder weiss, sogar auch ich :) dass sie überall mitten unter uns sind.

  9. Ernst Diem sagt:

    Bücher verbrennen macht sich immer gut!

Kommentieren


Refresh