Berlin: Plakataktion zum Papstbesuch

Konfessionsfreie schalten im Rahmen des “Kirchenaustrittsjahres” Grossplakate, die den Blick der Berlinerinnen und Berliner auf die kirchlichen Finanzen lenken sollen. Das Plakat wird zum Papstbesuch die Berliner Straßen zieren und zeigt ein Bild des Künstlers Jacques Tilly. Es ist zu sehen, wie ein Kleriker sich mit Geldsäcken auf die Arche Noah gerettet hat, während hilfesuchende Menschen in den Fluten untergehen.
“Das Bild ist provokant, trifft aber den Kern des Problems. Den Grossteil der eingenommenen Steuern verwenden die Kirchen für eigene Zwecke, in erster Linie für Personalkosten. Für öffentliche soziale Zwecke geben sie nur etwa zehn Prozent der Kirchensteuereinnahmen aus. Gleichzeitig erhalten sie rund 19 Milliarden Euro jährlich an staatlichen Zuschüssen”, erklärt Rainer Ponitka, Pressesprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). “Angesichts leerer öffentlicher Kassen fordern wir die Politik auf, diese Situation zu beenden.”

http://www.kirchenaustrittsjahr.de/

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12 Kommentare zu „Berlin: Plakataktion zum Papstbesuch“

  1. Anita sagt:

    Jawolllllllll Situation subito beenden. Gopfridstutz immer mehr Leute müssen ihren Fünfer mehr als einmal umdrehen bevor sie ihn ausgeben können. Dafür werden die unantastbaren religiotischen Märchenerzähler auf unsere Kosten fürstlich entlöhnt. Wenn dem nicht subito ein Riegel geschoben wir, dann geh ich davon aus, dass die Gesellschaft wirklich dümmer ist als die Polizei erlaubt. Wenn ich den Artikel lese und einmal mehr zur Kenntnis nehmen muss, wofür Kirchensteuereinnahmen verwendet werden, dann kommt mir wirklich das ganz grosse Kotzen.

    Gestern hab ich am TV gehört, dass dieser Kaspar aus Rom sogar im Bundestag sprechen soll. Spinnen denn die? Vatikan ist ein Staat und der Papst dessen Oberhäuptling. Wenn schon denn schon: gleiches Recht für alle. Freuen wir uns auf alle andern Häuptlinge: Gaddafi, Mubarak u.a.m. fallen schon mal weg. Aber einer hoch im nördlichen Korea, sowie einer aus einem Gottesstaat ein bisschen mehr östlich wären noch zu haben. Die Auswahl ist immer noch gross.

  2. Logistiker sagt:

    In letzter Zeit wird die Papst-Hysterie grösser und grösser. Jugendliche feiern den als wäre er ein Popstar.

    Ist für mich nicht nachvollziehbar.

  3. Claude Fankhauser sagt:

    @Logistiker:

    Ja, verstehen tue ich das Theater um den Papst auch nicht. Kann (vor allem in Deutschland) damit zusammenhängen, dass es ein deutschsprachiger Papst ist (“wir sind Papst!”). Ausserhalb Deutschlands hat Bene noch lange nicht die Popularität von JoPa2.

    Auf der anderen Seite weckt der Starkult auch Hoffnungen in mir: niemand kann so schnell und so tief fallen, wie es Popstars können.
    :D

  4. Grazia sagt:

    Persönlich denke ich, dass diese Tänze um irgendwelche “hohen” Tiere, der Starkult, die Faszination gekrönter und anderer “wichtiger” Häupter sehr eng mit unserem Primaten-Erbe zu tun haben. Uniformen und sonstige Insignien der Macht oder des Aussergewöhnlichseins haben schon immer eine Rolle in Gesellschaften gespielt. Alle Meinungsmacher und andere Journalisten kennen den Namen des Papstes, und für jeden hat er eine ganz individuelle Bedeutung. Die Reaktionen auf seinen Besuch sagen eigentlich weniger über den Papst als über die Kommentatoren aus. Ein Statement von R. Feynman: http://www.youtube.com/watch?v=yhD0MxacnIE&feature=related

  5. Grazia sagt:

    .. denn – der Papst ist der Papst und benimmt sich wie sich ein Papst nunmal benimmt. Die Kirche ist nicht der Papst und der Papst nicht die Kirche. Ausserdem meinen wohl auch nur die Deutschen, der Besuch sei was besonderes. Ich denke mir, das stand auf seiner Todolist, schliesslich besucht jeder Papst sein Heimatland. Die wichtigen “Geschäftsreisen” sind wahrscheinlich jene nach Afrika, Asien, S.-Amerika…

  6. H. Maurer sagt:

    Ein lesenswertes Interview zum Papstbesuch: http://www.taz.de/Streitgespraech-zum-Papstbesuch/!78330/

  7. Pin sagt:

    Hier der berichtigte Link zum Streitgespräch, das H. Maurer erwähnt hat:
    http://www.taz.de/t166/Streitgespraech-zum-Papstbesuch/!78330/

    Hoffentlich klappt es.

  8. H. Maurer sagt:

    Danke Pin, leider klappt das auch nicht. Der Blog stellt den Link nicht korrekt da, aber es langt, wenn man den kompletten Link (auch das was hinten nicht mehr blau ist) kopiert und in die Browserzeile setzt.

    :)

  9. ZeroPointEnergy sagt:

    Ich glaube das Ausrufezeichen ist schuld :-)

    http://www.taz.de/t166/Streitgespraech-zum-Papstbesuch/%2178330/

  10. ZeroPointEnergy sagt:

    Na also, ich konnte meinen Glauben mit einem funktionierenden Link untermauern. Sowas kann der Papst nicht!

  11. H. Maurer sagt:

    Der saß ZPE ;)

  12. Stefan Mauerhofer sagt:

    Das ganze Papsttum erinnert stark an eine Affengesellschaft, wo einer den Oberaffen markiert. Neu an diesem typischen Primatenverhalten ist wohl, dass es auch ausreicht nur der Stellvertreter zu sein.

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