27. März 2011: Laizität wählen im Kanton Baselland!

Die FVS hat im Januar 2011 alle Kantonalparteien angeschrieben und auf diese Seite aufmerksam gemacht. Die Antworten werden laufend ergänzt.

Parteien
Die Piratenpartei hat 2010 die Trennung von Staat und Kirche ins Programm aufgenommen.
Die SP steht in ihrem Parteiprogramm 2010 wieder explizit für die Laizität ein. Das Parteisekretariat BL hat die Weiterleitung dieser Umfrage aber abgelehnt.

Landrats-KandidatInnen, die sich in der Umfrage der FVS oder der Piratenpartei* für die vollständige Trennung von Staat und Kirche im Kanton Baselland aussprechen:

Ein weiterer Text der FVS

Kreis Allschwil

Partei


D’Incerto Paolo FDP
Ulusoy Nedim Grüne
Werdenberg Andy* GLP

Kreis Binningen


Anand Jagtap* Grüne
Heiz Peter* FDP
Moos Urs-Peter* SVP gewählt

Kreis Oberwil


Appenzeller Thomas* Grüne
Brodbeck Alvin T. P.* SVP
Busam-Florio Andrea FDP
Denzinger Florian* Grüne
Hofer Paul R.* FDP
Ineichen Anina* Grüne
Kämpfer Oskar* SVP gewählt

Kreis Reinach

Meyer Stähli Zoë GLP
Muttenzer Joseph Grüne
Spindler Andreas* SVP
Studer Daniel* GLP

Kreis Münchenstein


Grüninger-Deiss Cécile GLP
Pezzetta Christine FDP

Kreis Muttenz


Meyer Raphael* CVP
Wiedemann Jürg* Grüne gewählt

Kreis Laufen

Müller Yves* Grüne

Kreis Pratteln

Schweizer Daniel GLP
Seiler Andreas FDP

Kreis Liestal


Arthur Nicholas J. FDP
Schafroth Gerhard* GLP gewählt
Schafroth Peter* FDP
Schneeberger Dominik A. FDP

Kreis Sissach

Benninger Pascal* Grüne

Kreis Gelterkinden

Kreis Waldenburg

Schmid Martin* Grüne

*Umfrage der Piratenpartei

Die Piratenpartei tritt selber im Kanton Baselland nicht an.
Sie hat aber eine Befragung der KandidatInnen durchgeführt, bei der auch zwei Fragen zur Laizität enthalten waren.
Aus den Ergebnissen lassen sich ebenfalls KandidatInnen ablesen, die

Frage 14  “Ich bin für eine konsequente Trennung von Staat und Kirche.”
mit JA beantwortet haben = 100%
Frage 15  “Ich finde, dass in Schulzimmern Kreuze und Kruzifixe aufgehängt werden dürfen.”
mit NEIN beantwortet haben = 100%

Wir haben KandiatInnen mit dieser Kombination ebenfalls in unsere Liste aufgenommen und mit * bezeichnet.

12 Kommentare zu „27. März 2011: Laizität wählen im Kanton Baselland!“

  1. DAO sagt:

    hat niemand auf die umfrage geantwortet?

    dann empfehle ich als wahlhilfe: http://www.smartvote.ch

    da steht mindestens die frage der kirchensteuerabschaffung drin.

  2. DAO sagt:

    ich sehe immer noch keine empfehlungen!

  3. Reta Caspar sagt:

    Das ist so.
    Piraten-KandiatInnen gibts in BL keine.
    SP und EVP haben die Mail nicht an ihre KandidatInnen geschickt.
    Ich habe die Mail an 25 SP-KandidatInnen geschickt, von denen ich die Mailadresse fand – bisher keine Antwort.
    GLP, Grüne und FDP wurden eben nochmals aufgefordert.

  4. DAO sagt:

    für mich haben sich diese 4 im Wahlkreis Gelterkinden herauskristallisiert:

    Name…………………………………………………AKSJP..Exit..AESS..WAHL

    Cuordileone-Lüscher Manuela Jg. 1969 (FDP)……J…….J……..J…..2x
    Stampfli-Hersberger Werner Jg. 1965 (FDP)……..J…….J…….N…..1x
    Schneeberger Nicole Jg. 1976 (FDP)……………….J…….J…….N…..1x
    Herrmann Michael Jg. 1973 (FDP), bisher…………J…….J……..J…..2x

    wobei:
    AKSJP = Abschaffung der Kirchensteuer für juristische Personen
    Exit = Befürwortung von Exit
    AESS = Abschaffung der Erbschaftssteuer
    WAHL = Meine Wahlempfehlung für den Wahlkreis Gelterkinden

  5. Freiherr sagt:

    @ Frau DAO:

    Mit entgeht der Zusammenhang der Abschaffung der Erbschaftssteuer mit den Hohen Zielen der Freidenker.

    Zwar wuerde mit der Abschaffung der Erbschaftssteuer zwangsleufig auch die Sippenbeguenstigung des Kapitalschmarotz durch Verwandtenrabatte (als Ergaenzung der neofeudalen Sippenhaftung der Lohn- und Rentenabhaengigen mit Arbeitseinkommen ueber die Grenzen der aktuellen Kernfamilie hinaus) gekeult. Aber das waere das Kind mit dem Bad ausgeschuettet….

  6. klaus sagt:

    Ich bin grundsätzlich für trennung von staat und kirche – kann aber meine kulturelle Identität nicht ablegen oder verleugnen. Zudem geniesse ich die christlichen Feiertage und kann mir eine Schweizerfahne ohne Kreuz nicht mehr vorstellen. Was kann ich tun??

    Kann mir irgendjemand ihr helfen??

  7. Claude Fankhauser sagt:

    @klaus:
    Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten.

    Entweder versuchst du, deine kulturelle Identität umzupolen; hier würde sich wohl eine Gehirnwäsche anbieten.

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass du einfach alles uminterpretierst: das Schweizerkreuz wird zum Schweizerdoppelbalken, Weihnachten zu Konsumfest etc. – dies kann aber kurzfristig zu Missverständnissen in deiner Umgebung führen.

    Die einfachste Variante wäre freilich, christliche Feiertage einfach weiter zu geniessen, das Schweizerkreuz ein Schweizerkreuz sein zu lassen und Laizität nicht als Kampfansage an individuell gelebte Religion, sondern als Grundlage zum friedlichen Zusammenleben aller Weltanschauungen zu verstehen.

    Womit wir wieder on Topic wären und ich deinen Kommentar somit vor der Löschung wegen Irrelevanz bewahrt habe. Boah, heute habe ich ja echt mal wieder einen sozialen Tag…

  8. Freiherr sagt:

    @ Herr Klaus:

    Mit der Trennung der Kirche vom Staat (und hoheitlichen Privilegien) verlangt dieser nicht, dass Sie ihre kulturelle Identitaet ablegen oder verleugnen. Sie muessten lediglich auf Zwangsmissionierung und religioese Eskapaden gegen staatliches Recht oder gar staatlichen Schutz von Kindern und Tieren verzichten.

    Der rasant zunehmende Mangel an ausreichender Freizeit ist eine Sumpfbluete der rasant brutal verschaerften Lohnsklaverei. Da brauchts nicht religioes motivierte Zeitalmosen, sondern eine generelle staatliche Kandarierung der ueberbordenden Anmassungen der Lohnsklavenhalter in dem mit Lohndoempern zum Versagen gebrachten Arbeitsmarkt….

  9. Anita sagt:

    @ Klaus
    Rettungsversuch auf Ihren Hilferuf :)

    Kulturelle Identität hat mit Trennung von Kirche und Staat meiner Meinung nach nichts miteinander zu tun! Was kirchliche Kultur uns in der Vergangenheit bis heute beschert ist hinlänglich bekannt.

    Kulturelle Identität muss man nicht ablegen und nicht verleugnen. Das bedeutet in gewissem Sinne Heimat. Diese kulturelle Identität sollte aber mit einem offenen Geist und weitem Horizont, einem solchen der über den leider weitverbreiteten engen Blick durch eine Röhre hinausgeht, dauernd ergänzt werden. So ist eine gute Mischung schon fast perfekt. Jetzt noch eine Prise gut integrierte Persönlichkeit, und dem daraus resultierenden gesunden Selbstwertgefühl. So gewappnet kann man andere Meinungen getrost und unbeschadet zulassen und man ist nicht weiter auf irgendwelche Machtspielchen angewiesen. Mit diesen Eigenschaften und einer durchschnittlichen Bildung und Interesse an neuen Erkenntnissen, kann einem fast nichts mehr passieren. All das ist es, was ich letztendlich auch unter Kultur subsummiere. Das hat Gültigkeit unabhängig davon, ob Kirche und Staat getrennt sind. Ich weiss nicht was das eine mit dem andern zu tun hat. – So das wärs eigentlich kurz und bündig! Einziger Nachteil: diese Zutaten kann man nirgends kaufen, die muss man sich selbst schaffen resp. kultivieren.

    Was das Schweizerkreuz auf unserer Fahne mit Trennung von Kirche und Staat zu tun haben soll, weiss ich auch nicht. Uebrigens: arbeitsfreie Feiertage geniesst doch wohl jeder.

  10. DAO sagt:

    Unsere Feiertage kommen eh aus der heidnischen Kultur,
    lange schon bevor das Christetum aus der Wüste zu uns kam.

    Das Christentum hat sie nur gestohlen. Also machen wir sie uns wieder zu eigen:
    z.b. Weihnachten = Winter-Sonnenwende, Ostern = Frühlingsbeginn etc. pp.

    Des weiteren empfehle ich mal folgendes Studium, um zu zeigen
    wie unmenschlich die sogenannte “Christliche Zivilisation” wirklich ist:
    http://atheismus.ch/03_argumente/010_popul%C3%A4re_irrt%C3%BCmer/04_christentum/00_index

    p.s.
    Das Schweizer Kreuz finde ich gut, denn auf
    einer Kreuzung treffen zwei Strassen aufeinander. ;)

  11. Anita sagt:

    @Dao
    Hab mir diese Seite angeschaut. Leider gibts kein Impressum, nichts. Wissen Sie wer für diese Seite verantwortlich ist resp. dahinter steht?

    Bezüglich Schweizerfahne habe ich mal folgende Definition gehört: Weisses Kreuz im roten Feld habe die Bedeutung eines kriegsfreien Ortes (weiss) umgeben von Schlachtfelder (rot). Sehr wahrscheinlich gibt es aber noch unzählige andere Erklärungen. Welche richtig ist, wäre interessant zu erfahren. Vielleicht weiss das jemand.

  12. DAO sagt:

    @Anita
    Es gibt bewusst kein Impressum (s. “Wo ist das Impressum?”)
    http://atheismus.ch/90_kontakt

    und wenn du das liesst, weisst du auch, dass es so richtig ist
    (wir haben in CH auch keine Impressumspflicht für Private).
    http://atheismus.ch/06_lebenshilfen/witze_und_humor/99_gel%C3%B6schte_diskussionsbeitr%C3%A4ge

    re Schweizerflagge
    Die besten und ausführlichten Erklärungen habe ich hier gefunden:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Kreuz#Geschichte

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