“Der Bezirksschulleiter Sebastian Gwerder bestätigt, dass in allen Oberstufenschulhäusern des Bezirks Schwyz mindestens ein Kreuz hängt. Bis auf eine Ausnahme: das neu erstellte Schulhaus der Mittelpunktschule Rothenthurm. Dieses wurde am 2. Oktober feierlich eingeweiht ohne ein Kreuz an der Wand. Im Lehrerteam sei es zu Diskussionen gekommen. Die Mehrheit der Lehrpersonen hätten sich gegen das Aufhängen von Kreuzen ausgesprochen.
In einem Leserbrief (Neue Schwyzer Zeitung vom 20. Oktober) gibt der Rothenthurmer Pfarrer Erich Camenzind seinem Bedauern darüber Ausdruck. «Mit seinen Armen zur Seite (Mitmenschen) und nach oben (Gott) könnten auch Andersgläubige ein wertvolles Symbol im Kreuz entdecken», schreibt er.
Gemäss Gwerder und Bezirksstatthalter Markus Schuler sei die Diskussion jetzt im Gange. Man wolle nichts überstürzen. Man könne auch nicht von einer Opposition oder gar von Streit im Lehrerteam sprechen. «Ich denke, wir sollten eine gesamtheitliche Lösung anstreben, die allenfalls auch individuelle Entscheide zulässt», sagt Schuler.”
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Der Pfarrer kann ja eine Monstranz oder ein Steh-Kreuz in den Religionsunterricht mitnehmen…. Alle weitergehenden Platzansprüche wären ein Versuch, eine sicherlich sachlich und argumentativ von den Verantwortlichen und Betroffenen erlangte Position wieder “aufzuweichen”. Bin ja gespannt, zu welchem “salomonischen Urteil” man hier kommen wird…
Anstatt Leserumfragen in reisserischen Revolverblättern à la Blicks: “sollen die schönen Gipfelkreuze verschwinden?!” wäre es doch mal interessant, wenn die BIldungsdirektoren schweizweit mal eine Bestandesaufnahme machen unter Lehrern und Eltern schulpflichtiger Kinder, ob und inwieweit sie säkulare Anliegen mittragen. Das braucht keine grossen Mittel und ergäbe doch aussagekräftige Resultate.
Grazia, den Kids ist es doch egal, wo und wieviele Kreuze irgendwo hängen, aber nimm einem mal sein Handy weg, dann erst kommt der Protest.
Der Gedanke mit dem Steh-Kreuz finde ich übrigens gut und man sollte den Religionsunterricht auch in der Kirche abhalten, sonst könnten Reklamationen von anders Gläubigen kommen, da ein Religiöses Objekt in einem öffentlichen Raum gestanden hat, in dem diese Kinder nun Unterrichtet werden.