“Die offiziellen Vertreter der Gemeinde wollen die jüngsten Ereignisse nicht kommentieren. Mit der Abreise Schlesingers verschwindet wohl die Opposition gegen die Kruzifixe. Die Schulbehörden wollen darum an einer Sitzung besprechen, ob die Kruzifixe den Weg zurück ins Schulzimmer finden sollen.”
Umso mehr gilt der Aufruf:
Wir fordern alle säkularen Menschen auf, Kreuze und Kruzifixe, die sich in ihrem Umfeld befinden, an die Gemeinde Triengen zu schicken, damit diese sie an ihre Katholiban verteilen kann.
Gemeinderat Triengen, Oberdorf 2, 6234 Triengen
Schlagworte: Kruzifix












Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihre Zwängerei kommt beim Volk schlecht an und Ihre Intentionen sind abzulehnen. Die weitaus grosse Mehrheit der Schweizer nimmt weitere Freiddenker Aus- & Wegweisungen in Kauf, auch wenn sie freiwillig die Schweiz verlassen. Zu wissen ist, wir haben nicht auf ihresgleichen gewartet!
Nichts gegen die Freidenker, ich glaube schon lange nicht mehr an diese Universelle Geistige Existenz, die man als Gott bezeichnet.
Warum so ein Trara von Herrn Abgottspon, Kreuz hängen lassen und zu Hause seine Überzeugung leben, es hätte keine Aufregung gegeben, aber nein, die Bewegung im Wallis in das Leben rufen und dann auf Konfrontation gehen. Ich glaube den Kindern ist egal, ob dort ein Kreuz an der Wand hängt oder nicht, das Theater lösen wir Erwachsenen aus.
Herr Schlesinger, wünscht sich Toleranz für 2-3 Jahre die seine Kinder in die Schule gehen und er will während dieser Zeit die Kreuze entfernen. Warum nicht die Toleranz aufbringen und die Kinder in die Schule schicken auch wenn dort ein Kreuz hängt. Jeder kann sein Dasein so gestalten wie er es möchte, und wenn das für ihn nicht die Schweiz ist, dann am besten dort wo er zu Hause war, in Deutschland.
In einigen Jahren, werden wir dank den Kuschel-Richtern sowieso alle Religiösen Attribute entfernen müssen, nämlich dann wenn der Islam dank der Gerichte noch mehr Fuss fassen kann, nur die wollen einen Mittelalterlichen Glauben und Freidenker sind dann Freiwild genau so wie jede andere Glaubensrichtung.
Darum sage ich, lasst die Kreuze hängen auch wenn es manche stört.
@Walter Gisler
Ihre Aussage “Ihre Zwängerei kommt beim Volk schlecht an…” ist begrenzt auf Personen welche die Trennung von Staat und Kirche als negativ betrachten. Wenn es diese Trennung nicht gebe hätten wir ein Staatsverständnis wie im Iran oder in Afghanistan unter den Taliban, wo nach uralten und längst moralisch verwerflichen Gesetzten, regiert wird, nur weil der Staat sich strickt an diese unumstösslichen religiösen Regeln halten muss. Ich bin überzeugt dass das “Volk”, ob religiös oder nicht, mehrheitlich kein solches Staatsverständnis hat.
Und Ihre Begründung “…und Ihre Intentionen sind abzulehnen.” ist kein Argument an sich sonder nur eine Aussage ohne Begründung. Wieso ist es schlecht wenn der Statt was Religionen anbelangt neutral bleibt? Oder währe es Ihnen auch recht wenn in jedem Klassenzimmer die Politprogramme der gerade regierenden stärksten Partei hinge? Alle anderen, kleineren Parteien, haben sich gefälligst der Mehrheit des “Volks” anzupassen.
Wenn der Staat, und die Schule als einer ihrer Institutionen, sich in solchen persönlichen Einstellungen neutral verhält ist keine Gruppe (Religion, politische Partei, Liebhaber eine speziellen Musikrichtung etc.) in ihrer Existenz bedroht und können, ohne die anderen Gruppen in deren Freiheit einzuengen, ihre Weltanschauung praktizieren.
Das ganze “Theater” ist keine Zwängerei sondern nur die korrekte Rechtsauslegung welche beim Kruzifix im Schulzimmer konsequent die Trennung zwischen staatlicher Neutralität und privater Meinungsfreiheit fordert.
Also lieber Walliser, ich war auch mal ein Kind(!), und als Kind war es mir bestimmt nie egal, dass da ein Jesus an einem Brett hängt, welches dann wiederum an der Wand hängt. Aber ich kann nur für mich sprechen.
Ich bin Mitglied der Schweizer Freidenkervereinigung, Atheist und Einwohner von Triengen.
Habe mir vor einigen Tagen den Film AGORA (religiöse Fanatiker fackeln Bibliothek Alexandrias ab, ermorden die Philosophin Hypathia) angesehen und war von der Erkenntnis erschüttert, welch ein Gift nicht nur religiöser, sondern ganz allgemein jeglicher ideologischer Fanatismus ist.
Es erscheint mir dogmatisch, kleingeistig und etwas peinlich, dass wir als Freidenker — zumal als verschwindend kleine Minderheit in einem demokratischen Land — jegliche religiösen Symbole aus dem öffentlichen Raum verbannen wollen. Ist unser Agnostizismus, unser Atheismus gefährdet, wenn wir mit religiösen Symbolen konfrontiert werden?
Die meisten Menschen sind in irgendeiner Weise religiös und es ist nun mal eine Tatsache, dass die Schweiz auf eine christliche Tradition zurückblickt. So will es auch der “Zufall”, dass die religiösen Menschen hierzulande traditionell mehrheitlich christliche Symbolik und christliche ethische Richtlinien favorisieren (auch wenn die Kern-Dogmen des Neuen Testaments nur noch den Frommsten geläufig sind und auch nur von den Frommsten geglaubt werden).
Es sind nicht alle Menschen kleine (oder grosse) Philosophen — was bringt es uns, Ihnen die Religion “ums Verrecken” madig machen zu wollen, gleichsam als frei-denkende (hoffentlich denkende!) Minderheit einen Bildersturm erzwingen zu wollen?
Die Oststaaten waren weiland ja auch wie der “Deibel hinter der armen Seele” hinter allem her, was irgendwie nach Religion roch. So hiessen in der DDR Engelsfiguren offiziell “Jahresend-Flügelpuppen”.
Wollen wir’s ihnen gleichtun oder möchten wir vernünftig religionskritisch argumentieren?
@Daniel Oberer: Ich als Katholik bin voll dafür was Sie vorallem auch in den letzten Sätzen geschrieben haben. Das Ziel ist, dass wir alle schlussendlich zufrieden miteinander in der Schweiz leben können. Das hätte ich auch Herrn Schleswiger gegönnt. Ich verurteile diese Morddrohungen von diesen Fundamentalisten, welche alle anderen Christen so durch den Dreck ziehen. Was die Kreuze angeht, sage ich nur eines: Stören kann man sich an vielem, man kann aber auch über vieles hinwegsehen und ausblenden. Sonst kommt es noch so weit, dass ein Kirchenverbot gefordert wird, denn eine Kirche ist auch mit Kreuzen versehen und steht auf Öffentlichem Boden.
Das stellt sich halt die grundsätzliche Frage. Soll die Schweiz ein laizistischer Staat sein, wenn ja wie und wo soll sich dies ausdrücken und wenn nein, wofür soll eine Interessensgemeinschaft Konfessionsloser denn überhaupt eintreten? Dass ein Mensch ein gültiges Bundesgerichtsurteil in einer Form einfordern muss, dass er sich unausweichlich zur Zielscheibe solcher Anfeindungen macht liegt vielleicht weniger an der Forderung als an der Art, wie sie zu stellen ist. Dass solche Fragen zu juristischen Fragen werden ist einerseits schade. Andererseits musste den Appenzellern das Frauenstimmrecht auch verordnet werden, die Sklaverei wusch sich auch nicht einfach aus und genauso wenig werden Religionslobbies ihre Privilegien von sich aus aufgeben.
Herr Bertschinger: wer beschliesst, was als störend empfunden wird? Der Innenarchitekt oder Hotelgast? Es ist übrigens ein Unterschied zwischen öffentlichem Raum, der von allen frequentiert wird und einer öffentlichen Schule, die als staatliche Einrichtung gegenüber all seinen Bürgern und Einwohnern so neutral wie nur möglich sein muss.
@Grazia: Unter welche Gruppe fallen denn Gipfelkreuze? Auf den Gipfel muss ja nicht zwingend Jemand steigen, wie zum Beispiel ein Kind zwingend zur Schule muss. Es gibt doch gewiss noch andere Sorgen und Probleme, welche vorerst wichtiger zu lösen sind.
Das ist in der Tat so. Und die Gipfelkreuze sind keinesfalls erste Priorität auf unserer Agenda. Die Sache mit den Gipfelkreuzen wurde masslos aufgebauscht. Wir haben nie gefordert, dasss man die schönen (!) Gipfelkreuze abreissen soll, wie der Blick titelte und gleich eine Passantenbefragung durchführte, für die leider keine Einheimische gefunden werden konnte…. Es ging primär darum, dass man aufgrund der neuen Raumplanreglemente die Errichtung NEUER und zusätzlicher Kreuze zurückhaltend bewilligen soll. FInden Sie denn, wenn Sie ehrlich sind, dass auf jeden Hoger ein Kreuz gehört? Was soll es denn symbolisieren? Die bstehenden haben tatsächlich eine Tradition, die ist ja geschichtlich gegeben und soll doch nicht ausradiert werden. Aber jedes Relikt aus der Vergangenheit muss nun doch nicht an x Generationen weitergereicht werden….
Offensichtlich soll der Zorn der brodelnden Volksseele auf die Freidenker umgeleitet werden, nachdem unseren exponierten Mitgliedern in übelster Weise zugesetzt wurde. Damit wäscht sich der Christ dann in bester Tradition die Hände selbst in Unschuld. Der Umgang mit sensationslüsternen Medien will halt gelernt sein.
Apropos störende Kreuze: was sagen Sie dazu, wenn bei einem neueröffneten Schulhaus von Lehrer- und Behördenseite beschlossen wird, KEINE aufzuhängen ohne irgendwelche Einflussnahme unsererseits?
NB: Finde es durchaus bemerkenswert, dass die Leser-Umfrage auf der Tagi-Seite folgendes ergab: 27% heissen eine Begrenzung neuer Gipfelkreuze gut, 4% sind unschlüssig, 69% plädieren dagegen.
Also ich finde den Beitrag von Herrn Gisler ja irgendwie süss
Glauben Sie (da haben wir wiedermal den “Glauben”) wirklich, Freidenker seien Ausländer oder irgendwie minderbemittelt?
Ich bin Freidenker…. und seit vielen hundert Jahren ist meine Familie in der Schweiz ansässig… wo möchten Sie mich denn hin wegweisen?
Aber von mir aus dürfen Sie auch Ihren Glauben weiter glauben…. es ist Ihre Entscheidung…. nur Nichtgläubige sind ebenso überall… und zum Glück werden wir immer mehr und immer sichtbarer! Es wird Zeit dafür…