FVS protestiert gegen das Verteilen von Gideon-Bibeln an und um Volksschulen

Aktuell

Die Kantone Schaffhausen und Thurgau stehen gemäss einer Umfrage der FVS alleine da mit ihren Empfehlungen für die Bibelverteiler.

Ein weiterer Text der FVS

Medienmitteilung

24.8.2010
Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz protestiert gegen die Verteilung von Gideon Bibeln an Schaffhauser Schulen mit Genehmigung der Schaffhauser Kantonsregierung.

Auch in Berner Schulen gibt es gemäss ueli.duerst@erz.be.ch eine Abmachung mit den Gideons:
“Die Gideons sind unsererseits dazu verpflichtet, die Bibeln in Absprache mit den Lehrpersonen und den Schulbehörden abzugeben. ” (Mail vom 11. Mai 2010)

Auf  http://www.gideons.ch/ heisst es:
“Die Gideons sind der verlängerte Missionsarm der Kirchen und Gemeinden: Ihr einziges Ziel ist, Männer, Frauen und Jugendliche für Jesus Christus zu gewinnen durch Zusammenarbeit, persönliches Zeugnis und durch das Verteilen der Bibel – Gottes Wort- dort, wo sich die Ströme des menschlichen Lebens begegnen.”

Gideon nutzt gezielt Abhängigkeitsverhältnisse an Schulen, Pflegeinstitutionen und Gefängnissen aus. Die dortigen Hausverantwortlichen machen sich mit einer Zulassung zu Handlangern der Mission.

Schulen sind Bildungsinstitutionen. Sie haben einen Bildungsauftrag, d.h. sie vermitteln nicht Traditionen sondern sollen die jungen Menschen dazu befähigen, selbstbestimmt mit Traditionen umzugehen.

Die FVS verlangt, dass die Erziehungsdirektionen und Regierungen ihre Verantwortung wahrnehmen und das Verteilen solcher und ähnlicher Schriften an den Schulen und um die Schulen strikt unterbinden, weil es sich nicht mit der gebotenen weltanschaulichen Neutralität der Volksschule verträgt.

Tätigkeit von Gideon

“Ziel der Gideons ist es, Menschen für Jesus Christus zu gewinnen. Dies versuchen sie durch das Auslegen von Bibeln und Teilen davon in Hotels und Pensionen, Spitälern, Altersheimen und Justizvollzugsanstalten sowie durch die kostenlose Weitergabe von Taschenausgaben der Heiligen Schrift an Schüler und Studenten, Polizisten und Gendarmen, Armeeangehörige und Pflegepersonal in Spitälern zu erreichen.”

Finanzierung von Gideon

Das Interview mit dem Gideon-Leiter (2003) zeigt, mit welcher Penetranz diese Leute auftreten und, dass ihre Bibeln auch von den Landeskirchen mitfinanziert werden – wer weiss, vielleicht auch mit Steuergeldern von Firmen, von Konfessionsfreien von Andersgläubigen.

Kollekten/Vergabungen der Landeskirchen zu Gunsten von Gideon, soweit im Internet zu finden:

Ref. Kirchgemeinde Lindau Mai 2009: 206.-, 10.5.2010   www.kirche-lindau.ch/
Ref. Kirchgemeinde Murgenthal: 29.08.2010   www.ref-kirche-murgenthal.ch
Ref. Kirchgemeinde Sennwald-Lienz-Rüthi (SG): 29.1.2006
Ref. Kirchgemeinde Frauenfeld: 28.6.2009: 565.-
Ref. Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil: 2009: Fr. 200.-

Übersicht über die Kantone

Die FVS hat am 31. August 2010 die kantonalen Erziehungsdirektionen angefragt, ob von ihrer Seite ein Empfehlung abgegeben wurden. Ergebnis (wird laufend ergänzt):

Keine Empfehlung zu Gunsten der Gideons abgegeben haben die Kantone

AG, AR, BL, BS, FR, GR, LU, SG, SO, SZ, UR, VS, ZG, ZH.

BS: “Das ED BS wurde nicht angefragt. Wir würden eine solche Empfehlung auch nicht abgeben.”

SO: “Im Kanton Solothurn gibt es eine Trennung von Kirche und Staat, der Religionsunterricht ist in der Verantwortung der Kirchgemeinden. Die von Ihnen aufgeworfene Frage stellt sich aus diesem Grund für die staatliche Schule nicht.”

BL: “Gemäss Bundesverfassung sind Schule und Religion zu trennen, weshalb seitens der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Basel-Landschaft keine solche Empfehlungen abgegeben werden.”

GE:

Eine Empfehlung zu Gunsten der Gideons abgegeben haben die Kantone

SH
BE: “Es gibt ein entsprechendes Schreiben an die Gideons aus dem Jahre 1970, das aber aufgrund seines Alters und dem Wertewandel in seinen Aussagen momentan direktionsintern hinterfragt wird.” Mail von der Erziehungsdirektion vom 1.9.2010
TG: Die Empfehlung wurde im Februar 2010 erneuert. TG Empfehlung.pdf

Aargau

Aargauer Zeitung 2011
Vertreter von Gideon International haben vor dem Schulareal in Kaisten Bibeln verteilt. Dass ihre Kinder auf dem Schulweg von Fremden angesprochen werden, passt einigen Eltern gar nicht. Die Schulleitung in Kaisten war angefragt worden, hatte die Verteilungen auf dem Areal aber untersagt.

Ganzer Artikel: http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/fricktal/eltern-empoert-christliche-gemeinschaft-missioniert-vor-schule-115966880

Basel

“Benjamin holt die Bibel hervor und zeigt die Unterschrift und das Datum: 25. Oktober 2000. Er erinnerte sich, dass an jenem Tag die Gideons vor seinem Schulhaus diese Bibeln verteilt haben.” www.gellertkirche.ch/attachments/179_3,2006.pdf

Bern

6.11.2012 Stadt Bern: Gemäss Radio Capital FM verteilen die Gideons vor Berner Primarschulen ihre Bibeln. Schulbehörden und Kantonale Behörden empfinden als gewöhnliche Promotion, mit welcher 10-Jährige umgehen könnten.

2010 Schwarzenburg (BE),  Mitteilung der Gemeinde www.wahlern.ch/fileadmin/media/pdf/…/schwarzenburg_06_07-2010.pdf:

“Bibelverteilaktion 2010
Ende Mai 2010 wurden den Kindern in der Nähe verschiedener Schulhäuser im Dorf und ausserhalb Bibeln verteilt. Leute von der Gideon-Gruppe Bern-West sprachen die Kinder an und gaben ihnen die Bücher mit.
Den Schulen und der Bildungskommission ist es wichtig mitzuteilen, dass wir diese Aktion in keiner Weise gutheissen.
Vor einigen Jahren haben wir der Gruppe The Gideon einen Brief geschrieben und die Leitung gebeten, in Zukunft von solchen Verteilaktionen abzusehen, da wir es nicht richtig finden, Kinder zu solchen Zwecken zu instrumentalisieren.
 
Leider haben wir keine Möglichkeit die Verteilung zu verbieten, da sich die Gideon-Leute auf öffentlichem Grund aufhalten. Wir finden es gut, den Kindern mitzuteilen, dass sie die Bibeln auch ablehnen dürfen.”

Genf

Februar 2017: Mitglieder des Gideonbundes haben beim Ausgang einer Sekundarschule in Carouge bei Genf Bibeln verteilt. Das Vorgehen irritierte, doch kein Gesetz verbietet das. Sobald das neue Gesetz zur Laizität im Kanton Genf vom Volk angenommen ist, werden solche Aktionen bewilligungspflichtig.
https://www.kath.ch/newsd/in-genf-wurden-neben-einer-schule-bibeln-verteilt/

Tessin

Gideons unerwünscht: beim Schriften-Verteilen von Schularealen fortgejagt   Radio Fiume Ticino, 9. Oktober 2009

“Mitglieder der “The Gideons International” von Savosa wurden von drei Schulen weggewiesen, weil sie Schülern Kopien des Neuen Testamentes verteilten. Marco Burkard, Präsident der kantonalen SVP sowie Sekretär der Tessiner Gideons wehrte sich jedoch gegen den Vorwurf der Missionierung. Die Schriften würden nur an Interessierte auf öffentlichem Grund abgeben. Eine Kantonsverordnung verbietet es, Propagandamaterial in und an öffentlichen Schulen zu verteilen. Paolo Martini, Leiter der Gemeindeschulen in Bellizona bestätigt den Hergang. Ein Lehrer hätte den Mann ausserhalb des Tores gesehen und befürchtet, er könne in den Garten gelangen. Er hätte ihn daraufhin persönlich zum Weggehen aufgefordert.

Die Gideons sind auch an der Oberstufe 1 in Locarno aufgefallen. Direktor Daniele Bianchetti fühlt sich durch deren Vorgehen belästigt. Die Gideons hätten blitzschnell gehandelt, einigen Schülern ihre Schriften abgegeben und hätten sich dann wieder davongemacht. Er halte dies für über alle Massen unkorrekt und erwarte von religiösen Kreisen, dass sie sich gebührend zu benehmen wissen. Nicht nur die Schule sei zur Wachsamkeit aufgerufen, auch die Eltern sollen ähnliche Vorkommnisse melden, so Paolo Martini.

Im Tessin zählt die Organisation um die zehn Mitglieder. Normalerweise zeigten sie sich sehr medienscheu, so auch der Präsident des lokalen Ablegers Alvaro Puglisi, der nicht für eine Stellungnahme verfügbar war. Nach einer erfolglosen Bewerbung an Tessiner Schulen unterrichtet dieser gemäss Behördenauskunft gegenwärtig an einem Gymnasium in der Region Varese. Gerade bei jüngeren, sehr leicht beeinflussbaren Kindern seien solche Aktionen von Evangelikalen problematisch: “Gerade weil sie in einem heiklen Alter sind sollten die Kinder und Jugendlichen mit den Bibeltexten vertraut gemacht werden, die von Friede, Harmonie, Liebe unter den Menschen handeln und jede Gewalt ablehnen”, widerspricht Burkhard. Für ihn besteht kein Konflikt zwischen Bibelverkündung und der säkularen Ausrichtung der Volksschulen. Die Gideons seien eine überkonfessionelle Vereinigung und das Neue Testament richte sich schliesslich an alle.” (Quelle: http://www.marcojeitziner.ch/091009, Übersetzung FVS)

Dübendorf : Busse aufgehoben

30. September 2009: Andreas Lutz verteilt zusammen mit fünf Mitarbeitern der Gideons von 11.30 bis 12.15 Uhr auf dem Trottoir neben dem «Stägenbuck»-Schulhaus kleine Gideon-Bibeln an Schüler der Oberstufe. Solche Aktionen sind seit Jahrzehnten Teil der Arbeit der Gideons, und Andreas Lutz hat selbst viele solcher Einsätze hinter sich, ohne dafür belangt worden zu sein. Doch an diesem Tag wird Lutz von einem Vater, dessen Sohn ebenfalls eine Bibel erhalten hatte, deswegen zur Rede gestellt. Er wurde schliesslich verzeigt und vom Statthalteramt Uster zu einer Busse von 190 Franken verknurrt mit der Begründung der «über den Gemeingebrauch hinausgehende Benützung des öffentlichen Grundes durch das Verteilen von Bibeln auf dem Areal einer öffentlichen Schulanlage.»
Am 26. August 2010 entschied das Bezirksgericht Uster, das Verteilen von Bibeln im öffentlichen Raum sei eine „nicht über den Gemeingebrauch hinausgehende“ Handlung. Dabei betonte der Richter offenbar, dass dieses Urteil nur für den vorliegenden Fall gelte und ermahnte die Bibelverteiler, sich jeweils gut zu überlegen, wie sie ihre Verteilorte auswählen. Noch ist offen, ob das Statthalteramt Dübendorf den Entscheid vors Obergericht weiterziehen will.
Quelle: http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2010_08_26_Gideon_freigesprochen.php

Schaffhausen

im Interview mit dem Schaffhauser Bock sagt der Regierungsrat, der diesen Bock geschossen hat: «Was die Schüler dann mit ihnen <den Bibeln> tun, ist ihnen überlassen – sie können sie auch in den Kübel werfen». So weit sind die Freidenker noch nie gegangen!

27.8.2010 Radio Munot: Gideon-Bibeln: Freidenker-Vereinigung kritisiert Empfehlung von Christian Amsler
Regierungsrat Amsler verteidigt seine Empfehlung mit der Aussage: “Wir leben in einem christlichen Land”.

10.9.2010 Schaffhauser Nachrichten: Nachgefragt

Thurgau

Die Thurgauer Regierungsrätin Monika Knill (SP) hat den Gideons ebenfalls 2010 eine Empfehlung.pdf ausgestellt.
Darin beruft sie sich auf eine Empfehlung ihres Vorgängers Jakob Stark (SVP), der 2006 seinem Namensvetter aus dem gleiche Ort, Rudolf Stark (ehemaliger Bezirksstatthalter SVP?), eine Empfehlung ausgestellt hatte.

Erlebnisberichte

“Ich wurde in der Volksschule selbst damit konfrontiert. Die Bibeln wurden uns WÄHREND des Unterrichts verteilt!!! Und zwar von zwei autoritären Herren, die sich und ihre Organisation kurz vorstellten und dann mit einer grossen Kiste voller …Bibeln durch das Klassenzimmer marschierten. Natürlich wagte von uns Schülern niemand das Angebot abzulehen. ” J.S. Heimberg BE

War bei mir das selbe. Ist nun 10+ Jahre her, aber bei uns sind die Gideons ins Schulzimmer gehüpft als wär’s das normalste auf der Welt. :/ M.S. Thun

Bei uns im Gymi hatten die Gideons auch einmal Bibeln auf dem Schulhausplatz verteilt – an bester Lage genau zwischen den Schulhäusern, wo alle Schüler durchkamen, und mit Billigung der Schulleitung. Einige Eltern haben dann allerdings auch offiziell dagegen protestiert, das hat glaub einen gewissen Eindruck hinterlassen. C.H. Zürich

Ich war Mitglied der Gideons International Gruppe (…), kenne die Organisation, war im Hauptquartier in den USA.
Ich habe die Interne Prüfung als Sprecher für den “Kirchenzeugnisdienst” abgelegt, und war an vielen Verteilaktionen beteiligt.
Die Gideons aufzuhalten ist ein schwieriges Unterfangen. Einfach nur die Bibeln in den Hotels oder Spitälern zu bemalen, bekleben oder Seiten herauszureissen, oder zu entwenden ist nutzlos, da die Gideons regelmässig überprüfen und die Bibeln ersetzen. Auch helfen dabei Gläubige z. B. in den Spitälern mit.
(Name und Adresse der FVS bekannt.)

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75 Kommentare zu „FVS protestiert gegen das Verteilen von Gideon-Bibeln an und um Volksschulen“

  1. Brecht : das Lied vom Klassenfeind

    Als ich klein war, ging ich zur Schule
    und ich lernte, was mein und was dein.
    Und als da alles gelernt war,
    schien es mir nicht alles zu sein.
    Und ich hatte kein Frühstück zu essen,
    und andre, die hatten eins:
    Und so lernte ich doch noch alles
    vom Wesen des Klassenfeinds.
    Und ich lernte, wieso und weswegen
    da ein Riß ist duch die Welt?
    Und der bleibt zwischen uns, weil der Regen
    von oben nach unten fällt.

    2.
    Und sie sagten mir: Wenn ich brav bin,
    dann werd ich dasselbe wie sie.
    Doch ich dachte: Wenn ich ihr Schaf bin,
    dann werd ich ein Metzger nie.
    Und manchen von uns sah ich,
    der ging ihnen auf den Strich.
    Und geschah ihm, was dir und was mir geschah,
    dann wunderte er sich.
    Mich aber, mich nahm es nicht wunder,
    ich kam ihnen frühzeitig drauf:
    Der Regen fließt eben herunter
    und fließt eben nicht hinauf.

    3.
    Da hört ich die Trommel rühren,
    und alle sprachen davon:
    Wir müßten jetzt Kriege führen
    um ein Plätzlein an der Sonn.
    Und heisere Stimmen versprachen uns
    das Blaue vom Himmel herab.
    Und herausgefressene Bonzen
    schrien: Macht jetzt nicht schlapp!
    Und wir glaubten: Jetzt sind’s nur mehr Stunden,
    dann haben wir dies und das.
    Doch der Regen floß wieder nach unten,
    und wir fraßen vier Jahre lang Gras.

    4.
    Und einmal, da hieß es auf einmal:
    Jetzt machen wir Republik!
    Und der eine Mensch ist da dem ändern gleich,
    ob er mager ist oder dick.
    Und was vom Hungern matt war,
    war so voll Hoffnung nie.
    Doch was vom Essen satt war,
    war hoffnungsvoll wie sie.
    Und ich sagte: Da kann was nicht stimmen
    und war trüber Zweifel voll:
    Das stimmt doch nicht, wenn der Regen
    nach aufwärts fließen soll.

    5.
    Sie gaben uns Zettel zum Wählen,
    wir gaben die Waffen her.
    Sie gaben uns ein Versprechen,
    und wir gaben unser Gewehr.
    Und wir hörten: Die es verstehen,
    die würden uns helfen nun.
    Wir sollten an die Arbeit gehen,
    würden das übrige tun.
    Da ließ ich mich wieder bewegen
    und hielt, wie’s verlangt wurd, still
    und dachte: Das ist schön von dem Regen,
    daß er aufwärts fließen will.

    6.
    Und bald darauf hörte ich sagen,
    jetzt sei alles schon eingerenkt.
    Wenn wir das kleinere übel tragen,
    dann würd’ uns das größere geschenkt.
    Und wir schluckten den Pfaffen Brüning,
    damit’s nicht der Papen sei.
    Und wir schluckten den Junker Papen,
    denn sonst war am Schleicher die Reih.
    Und der Pfaffe gab es dem Junker,
    der Junker gab’s dem General.
    Und der Regen floß nach unten,
    und er floß ganz kolossal.

    7.
    Während wir mit Stimmzetteln liefen,
    sperrten sie die Fabriken zu.
    Wenn wir vor Stempelstellen schliefen,
    hatten sie vor uns Ruh.
    Wir hörten Sprüche wie diese:
    Immer ruhig! Wartet doch nur!
    Nach einer größeren Krise
    kommt eine größere Konjunktur!
    Und ich sagte meinen Kollegen:
    So spricht der Klassenfeind!
    Wenn der von guter Zeit spricht,
    ist seine Zeit gemeint.
    Der Regen kann nicht nach aufwärts,
    weil er’s plötzlich gut mit uns meint.
    Was er kann, das ist: er kann aufhör´n,
    nämlich dann, wenn die Sonne scheint.

    8.
    Eines Tags sah ich sie marschieren
    hinter neuen Fahnen her.
    Und viele der Unsrigen sagten:
    Es gibt keinen Klassenfeind mehr.
    Da sah ich an ihrer Spitze
    Fressen, die kannte ich schon,
    und ich hörte Stimmen brüllen
    in dem alten Feldwebelton.
    Und still durch die Fahnen und Feste
    floß der Regen Nacht und Tag.
    Und jeder konnte ihn spüren,
    der auf der Straße lag.

    9.
    Sie übten sich fleißig im Schießen
    und sprachen laut vom Feind
    und zeigten wild über die Grenze.
    Und ans haben sie gemeint.
    Denn wir und sie, wir sind Feinde
    in einem Krieg, den nur einer gewinnt.
    Denn sie leben von uns und verrecken,
    wenn wir nicht mehr die Kulis sind.
    Und das ist es auch, weswegen
    ihr euch nicht wundern dürft,
    wenn sie sich werfen auf uns, wie der Regen
    sich auf den Boden wirft.

    10.
    Und wer von uns verhungert ist,
    der fiel in einer Schlacht.
    Und wer von uns gestorben ist,
    der wurde umgebracht.
    Den sie holten mit ihren Soldaten,
    dem hat Hungern nicht behagt.
    Dem sie den Kiefer eintraten,
    der hatte nach Brot gefragt.
    Dem sie das Brot versprochen,
    auf den machen sie jetzt Jagd.
    Und den sie im Zinksarg bringen,
    der hat die Wahrheit gesagt.
    Und wer ihnen da geglaubt hat,
    daß sie seine Freunde sind,
    der hat eben dann erwartet,
    daß der Regen nach oben rinnt.

    11.
    Denn wir sind Klassenfeinde,
    was man uns auch immer sagt:
    Wer von uns nicht zu kämpfen wagte,
    der hat zu verhungern gewagt.
    Wir sind Klassenfeinde, Trommler!
    Das deckt dein Getrommel nicht zu!
    Fabrikant, General und Junker –
    unser Feind, das bist du!
    Davon wird nichts verschoben,
    da wird nichts eingerenkt!
    Der Regen fließt nicht nach oben,
    und das sei ihm auch geschenkt!

    12.
    Da mag dein Anstreicher streichen,
    den Riß streicht er uns nicht zu!
    Einer bleibt und einer muß weichen,
    entweder ich oder du.
    Und was immer ich auch noch lerne,
    das bleibt das Einmaleins:
    Nichts habe ich jemals gemeinsam
    der Sache des Klassenfeinds.
    Das Wort wird nicht gefunden,
    das uns beide jemals vereint!
    Der Regen fließt von oben nach unten.
    Und du bist mein Klassenfeind.

  2. gottlob verteilen Gideons an den Schulen Bibeln, den Freidenker-Nestbeschmutzern wäre es natürlich lieber wenn Drogen oder Schriften mit Gewaltaufrufen verteilt würden. Ich werde den Gideons noch viel mehr Geld spenden

  3. Reta Caspar sagt:

    Tja Herr Wampfler, es ist schon erstaunlich, wieviel boshafte Fantansie Christen entwickeln, wenn es darum geht, andere schlecht zu machen. Ist das die “christlichen Liebesbotschaft”?

  4. Anita sagt:

    Wer stoppt diese gefährliche Christibanisierung? Wer stoppt diese religiöse Vergewaltigung unserer Kinder. Warum lassen wir das zu. Von Firmen gesponserte Lehrmittel sind in Schulen nicht erwünscht, diesen Gideonschund lässt man zu.

    Einen grösseren Eingriff in die persönliche Freiheit jedes Einzelnen gibt es wohl nicht. Herr Klingenberger (siehe Tagblatt) sei gesagt, der soziale Friede ist in höchste Gefahr.

  5. Anita sagt:

    Eine Religion mit der man hausieren muss hat sich im Grunde doch schon selbst abgewertet.

  6. Freiherr sagt:

    Ob Indoktination im Inland, oder Zwangsmission in saeckularen Staaten oder andersgleubigen Theokratien mit religioeser, wirtschaftlicher und sozialer Subversion, die mit missbrauchten Spenden-, Kirchensteuer- und gar Staatssteuergeldern finanzierte und mafioes vernetzte bibeltheokratiesche Restglobalhirnwaschanstalt laesst gruessen….

    @ Herr Brass

    Die besten Ergebnisse bringt nicht die Keulung, sondern die politische und fiskalische Kandarierung des Kapitalismus in strickt saeckularen Staaten mit Freiheit von jeder Religion, aber auch Freiheit (ohne staatliche Privilegien!) statt Unterdrueckung der Religionen. Wie in der Tuerkei und Frankreich frueher erfolgreich praktiziert….

  7. Alma Nebit sagt:

    Religion ist bekanntlich Gift für die Menschheit – Religion wirkt wie eine schlechte Droge. Während Jahrtausenden wurden Menschen unterworfen und werden heute noch ausgenützt.
    Zu behaupten, die Schweiz sei ein “christliches Land”, so stimmt das zum Glück nur noch
    in den Altersheimen. Es ist höchste Zeit, dass die unsinnige Präambel in der Bundesverfassung
    raus genommen wird. Mit diesem Spruch macht sich unser Land lächerlich, denn jeder
    aufgeklärte Mensch weiss, dieser Humbug gehört aus der Welt geschafft, denn schliesslich
    ist “Gott” ein Machtinstrument mit dem dumme Leute an der Kandare gehalten werden.

    Religiöser Fanatismus ist ein schlimmes Verbrechen denn er schliesst das logische Denken
    des Menschen kurz. Alles was wir an Fortschritt erreicht haben, wurde trotz den Kirchen
    erreicht und nicht dank den Kirchen.

    Also ihr Leute von Gideons, verteilt vor den Schulen lieber den NEBELSPALTER und verteilt
    nicht eine Schrift in der mehrmals steht “Tötet die Ungläubigen”.
    Und wenn die Gideons sich wirklich nützlich machen wollen, dann können sie ja eine Petition
    einreichen, in der gefordert wird, dass die Landeshymne geändert wird. Der Text passt
    eher in frühere Jahrhunderte, als die christliche Kirche Verbrechen verübte, die bis heute
    von andern Despoten nie erreicht wurde.

  8. punkto andere schlecht machen seid ja wohl ihr die Weltmeister siehe Kommentare über Gideons, aber es ist halt schon so dass man den Splitter im Auge des andern sagt.

    Was lallt denn diese bescheuerte Anita von Vergewaltigung der Kinder?? mit so einem tragischen Wort sollte man nicht so senilen Unfug treiben, gottlob darf ich auch ständig in Jugendclubs das Wort Gottes verteilen, so bekommen die Kinder etwas Gutes. Statt dem Anitaschund

  9. Anita sagt:

    Jo scho no e verruckti Sach. Dieser Gott muss doch für alles herhalten. Wenn es ihn ja gäbe, dann würde er sicher etwas ändern. Bestimmt nicht Leute wie einen Wamfler in Jugendclubs auf die Kinder loslassen. Märchen möchte ich meinen Kindern nämlich selbst erzählen, aber darin kommt dieser kaputte nichtsnutzige hinterlistige unzuverlässige menschenverachtende und mordlüsterne Gespenster-Typ von einem Gott bestimmt nicht vor.

    Wampfler haben sie überhaupt schon einmal davon gehört, dass nicht Gott die Menschen erschaffen hat, sondern die Menschen haben Gott erschaffen. Wegen diesem nichtexistenten Phantasie-Typen sind bis heute mehr Menschen umgekommen als in allen Kriegen zusammen. Sie sollten sich mal mit handfester Geschichte befassen.

  10. Alma Nebit sagt:

    Ja der nette Jakob Wampfler scheint den Text von Anita nicht zu verstehen. Dabei ist der
    Ausdruck “religiöse Vergewaltigung” noch zu harmlos. Richtig sollte es heissen “religiöse
    Gehirnwäsche”. Ein Beispiel: Meine Grossmutter wurde katholisch aufgezogen in einer katholischen Gegend. Sie hatte 60 Jahre lang keine Kirche mehr betreten. Auf dem Totenbett, sie war nicht mehr richtig bei Bewusstsein, murmelte sie den Rosenkranz. (!)

    Die Gideons sind eine gefährliche Institution. Mit dem Versuch bereits Kinder zu beeinflussen
    resp. zu manipulieren zielen sie in die gleiche Richtung wie der fanatische Islamismus.
    Auch dort wird die Jugend manipuliert, denn ohne diese religiöse Gehirnwäsche würden solche sich nicht mit jungen Jahren in die Luft sprengen und denken, sie würden dann im Paradies mit den 72 Jungfrauen landen.

    Also lieber Herr Wampfler, die Natur verbietet Ihnen nicht Ihr Gehirn zu benützen, höchsten
    Ihr Gott!

  11. Anita sagt:

    In einem Frauengefängnis, in dem verhinderte moslemische Terroristinnen einsassen, fragte jemand die Frauen: wenn ein Mann als Terrorist stirbt bekommt er im Paradies 7(?) Jungfrauen. Was passiert denn mit einer toten Terriristin? Sie meinte, die werden dann Chefinnen dieser Jungfrauen.

    Ich meine wir haben hier für sowas doch einen eindeutig definierten Begriff.

  12. eigentlich kann man für solchen Schwachsinn höchstens Bedauern haben mit euren Kommentaren, aber eigentlich muss ich mich gar nicht rechtfertigen wenn ich bedenke wie ich immer wieder Dankesbriefe und Mails von Jugendlichen erhalte, wo sie begeistert sind über meine Vorträge, wo sie spüren dass Jesus lebt, jeder dieser Jugendlichen ist bedeutend intelligenter als alle Freidenker zusammen eben euer internationaler Gründer ist ja auf dem Sterbebett völlig durchgedreht und hat zu Gott geschrien um Vergebung, müsst euch vielleicht selber mal mit echten Fakten befassen wahrscheinlich waren ja die Gründer der Freidenker die Gebrüder Grimm……..

  13. Claude Fankhauser sagt:

    Ach schau an, der allmonatliche Wampfler-Beitrag… weit zuviel Logorrhö, um ernsthaft darauf einzugehen, aber:

    euer internationaler Gründer

    Jetzt täte mich aber schon wahnsinnig wundernehmen, wer denn dieser ominöse Gründer deiner Meinung nach war…

  14. aha schau der Fankhauser der mein Buch geschenkt erhielt aber offenbar noch nie etwas von danken gehört hat, auch wenn ich das nicht mal erwartet habe, denn mein Buch hat Dich wahrscheinlich schon betroffen gemacht und Deine Fantasien in Frage gestellt. Besonders eindrücklich war ja damals als Bundesrat Christoph Blocher mich im Büro empfing und mir nach einem sehr tollen Gespräch das Buch signieren liess und danach eine Tausendernote in meine Hand drückte, nicht die Note hat mich beeindruckt sondern Blocher selber. Das von eurem Gründer kannst Du selber im Internet nachlesen unter: Die letzten Worte grosser Männer

  15. Freiherr sagt:

    Der schon in der Kinderstube ketzerisch dressierte GroePaz besticht jeden mit einem Trinkgeld im Verhaeltnis zu seinen Zigmilliarden, der ihm noch als nuetzlicher Idiot zudienern koennte. Wer ihm allerdings nichts mehr nuetzen kann, weil er fuer ihn Beruf, Vermoegen und Ruf geopfert hat, wird ebenso brutal in den Ruin, wenn nicht gar bis in lange Politterrorkerkerhaft fallen gelassen.

    Nennenswert in die eigene Schatulle hat der GroePaz nur gegriffen, als er mit dem Visionskomplizen Ebner den Hals nicht schnell genug voll kriegen konnte und die Aktien bis zum Gehtnichtmehr lombardiert wurden. Die Baenkster manipulierten dann den Kurs kurz bis unter die Haelfte (um nach Ebners Ruin und Auspluenderung zum Discountpreis ebenso schnell wieder ueber das alte Nivo zu steigen). Als sie weniger wert waren als die Lombardschulden ging Ebner ohne jede Stundung der Baenkster wie eine Rakete hoch. Um nicht mit hochzugehen und vor Gericht zu landen, griff dann der GroePas ausnahmsweise doch nicht nur symbolisch in seine Schatulle und pflasterte Ebners Lombardierungsloch mit Zigmillionen zu….

  16. Claude Fankhauser sagt:

    @Wampfler:

    Wir sind ja so verblieben, dass du mir das Buch gerne schenken darfst, wenn du das willst. Für ein nicht-gewolltes Geschenk Dank zu erwarten und diesen in einem öffentlichen Forum einzufordern ist zwar etwas unverschämt, aber seis drum: herzlichen Dank, war eine hin und wieder amüsante, über weite Stellen erschütternde Lektüre.

    In der Tat hat mich das Buch menschlich berührt – “betroffen gemacht” finde ich jetzt nicht so den Hammer-Ausdruck. Ich las da von jemandem, der übel “unten durch” musste, dem das Leben tiefe Furchen eingeprägt hat und der, mangels anderer Hilfsangebote, der Religion auf den Leim gekrochen ist. Alk/Drogen raus, Jesus rein – aber im Grunde genommen, lieber Jakob, im Grunde genommen bist du genau derselbe Mensch geblieben, genau derselbe Suchtie, nur mit dem Unterschied, dass du deinen Kick nicht mehr im Wirtshaus sondern im Bibelkreis abholst. Dies feststellen zu müssen stimmt mich traurig.

    Ich weiss zwar immer noch nicht, wer unser “internationaler Gründer” sein soll, auch weiss ich nicht, von welchen Fantasien du sprichst. Aber immerhin, das Buch ist nicht ganz so wirr wie deine Beiträge hier, hat mir einige Einblicke verschaffen können und mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. Deshalb an dieser Stelle nochmals: Merci.

  17. Peter Lauber sagt:

    Aus der Bahn schauend entdeckte ich auf eine Industriefassade gesprayt folgenden Spruch: “Gott ist tot. Nietzsche”.
    Als ich eine Woche später wieder dort vorbei fuhr, hatte jamand darunter gesprayt: “Nietzsche ist tot. Gott”. Was nun, wenn es ihn wirklich gibt – leugnen nützt nichts.
    Zu den Gideons: Sie verteilen einfach nur die Bibel. Damit jeder aufgeklärte Mensch darin lesen kann, sich ein bild machen kann, und sich entscheiden kann, was er mit diesen Erkenntnissen machen will. Von Vergewaltigung, Vereinnahmung, Sektentum etc. kann nicht die Rede sein.
    Lasst die Bibel nicht herhalgten für das was angeblich ihr zufolge falsch gemacht wurde. Lesen wir sie – und machen wir es besser.

  18. Reta Caspar sagt:

    Unsere Kritik betrifft das Bibeln Verteilen vor Volksschulen, das sollten sie sein lassen. Erwachsene können das ablehnen, in Hotels Zimmer ohne Bibel bestellen etc.

  19. David Egli sagt:

    Hallo,
    Schade, dass die Freidenker so sauer auf Gott sind. Sie kämpfen für Freiheit mit vielleicht edlen Motiven, aber sind sich leider der Natur des Kampfes den sie kämpfen nicht bewusst. Sie sehen nur die Religion, die alles kaputtmacht, und ja, zurecht.
    Seht doch, dass Gott Religion genauso hasst:

    1Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern 2und sprach: Auf Mose’s Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. 3Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut’s; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen’s wohl, und tun’s nicht. 4Sie binden aber schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen. 5Alle ihre Werke aber tun sie, daß sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Säume an ihren Kleidern groß. 6Sie sitzen gern obenan über Tisch und in den Schulen 7und haben’s gern, daß sie gegrüßt werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden. 8Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. 9Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. 10Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus. 11Der Größte unter euch soll euer Diener sein. 12Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

    13Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen. 14Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Häuser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen.

    15Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, daß ihr einen Judengenossen macht; und wenn er’s geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr denn ihr seid!

    Weil die Freidenker genau dies Empfinden und sehen, ziehen Sie den Schluss Gott ist daran schuld und man muss Ihn abschaffen. Aber man kann Unrech und Lüge nicht mit einer anderen Lüge begegnen.
    “Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen.”
    Ja liebe Freidenker, nicht Denken macht frei, sondern die Wahrheit. Wenn mein Denken sich den ganzen Tag um Lügen dreht, kann mich das niemals freimachen. Wenn mein Denken dazu führt, dass ich den, der mir das Leben geschenkt hat hasse, ja von was wird mich mein Denken denn frei machen? Ja, vom Leben selber! Die einzige Freieheit die ich dadurch habe, ist zu sterben, und ich merke nicht einmal, dass ich schon längst lebendig tot bin. Wie heisst es so schön: “Lass die toten ihre toten begraben.”
    Um zu sterben, dazu braucht es nun wirklich keine Freiheit, dass kann und wird jeder. Um zu Leben, seine Feinde zu Lieben, seinen Feinden zu Vergeben, trotz all des Schlimmen in der Welt voller Freude und Hoffnung zu sein, ja, dazu braucht es Freiheit.
    Freiheit heisst nicht zu tun was man will, sondern zu LEBEN, voller Freude und Liebe, sogar seine Feinde zu Lieben, das ist Freiheit.
    Liebe Freidenker, es brauch nicht viel zu erkennen, dass die Menschen wirklich lebendig tot sind, man brauch nur am Morgen oder nach der Abreit ins Trämmli zu sitzen und sich die Gesichter anschauen. Die Leute sind total unglücklich, und haschen nach jedem kleinen Glücklein dass gnädigst ab und zu mal ihnen begegnet. In ihren Herzen wissen Sie genau, das ETWAS FEHLT. Auch du der du das jetzt liest, frag doch mal dein Herz ob ETWAS FEHLT. Dein Herz wird dir mit einem sehnsüchtigen JA antworten. Verzweifelt versuchen wir herauszufinden was denn dieses ETWAS das FEHLT ist. Mit 16 denken wir, ja wenn ich eine Freundin und Sex habe, das muss es wohl sein was mir fehlt. Am Morgen nach dem ersten Sex stellst du fest, das wars nicht, was ich gesucht habe. Ein Jahr später denkst du, hmmm, vielleicht ists Anerkennung, und du lernst Gittarre spielen und stehst auf einer Bühne, oder engagierst dich politisch, oder du wirst ein chrampfi und machst Karriere.
    Die die sich für diesen Weg entscheiden, haben sich schon so daran gewöhnt dass ES FEHLT, dass sie ihren Weg längst nicht mehr hinterfragen und allen ernstes behaupten es gäbe den Sinn des Lebens nicht. Sie sagen das zwar nicht, aber damit behaupten sie doch, alles sei sinnlos, und weil sie lebendig tot sind, merken Sie nicht einmal mehr wie dumm eine solche Behauptung ist.
    Die anderen, die noch merken und zugeben dass ES FEHLT, die halten diese Welt nicht mehr aus, und füllen sich mit Drogen. Die sind wenigstens Ehrlich, die sind wenigstens noch auf der Suche.
    Aber was ist es denn was uns FEHLT? Es ist das LEBEN, das uns fehlt. Ja gewiss wir haben ein Leben, wir erleben schöne Dinge, wir gehen an Konzerte, in Discos, erleben romantische Stunden oder Sex mit unserem Partner, freuen uns an unseren Kindern, aber uns FEHLT DAS LEBEN.
    Was uns FEHLT, ist das hier:

    Jesus Christus – das Brot des Lebens

    Jesus entgegnete: »Ich will euch sagen, warum ihr mich sucht: Ihr sucht mich nur, weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Aber was Gott euch durch die Wunder sagen will, wollt ihr nicht verstehen. Statt euch nur um die vergängliche Nahrung zu kümmern, bemüht euch um die Nahrung, die Bestand hat und das ewige Leben bringt. Diese Nahrung wird euch der Menschensohn geben, denn ihn hat Gott, der Vater, als seinen Bevollmächtigten bestätigt.«

    Da fragten sie ihn: »Was für Dinge müssen wir denn tun, um Gottes Willen zu erfüllen?« Jesus antwortete: »Gottes Wille wird dadurch erfüllt, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.«

    Doch nun sagten sie: »Wenn wir dir glauben sollen, ´dass du von Gott gesandt bist,` dann lass uns ein Wunder sehen, das es uns beweist. Wo bleibt dieser Beweis? Damals in der Wüste haben unsere Vorfahren Manna gegessen, wie es ja auch in der Schrift heißt: ›Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.‹ Jesus erwiderte: »Ich sage euch: Das Brot vom Himmel hat euch nicht Mose gegeben; es ist mein Vater, der euch das wahre Brot vom Himmel gibt. Denn das Brot, das Gott gibt, ist der, der vom Himmel herabkommt und der Welt das Leben schenkt.«

    »Herr«, sagten sie da zu ihm, »gib uns immer von diesem Brot!« Jesus antwortete: »Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungrig sein, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. Aber es ist, wie ich euch schon gesagt habe: Trotz allem, was ihr von mir gesehen habt, glaubt ihr nicht. Alle, die der Vater mir gibt, werden zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausweisen. Denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um das zu tun, was ich selber will, sondern um den Willen dessen zu erfüllen, der mich gesandt hat. Und der Wille dessen, der mich gesandt hat, ist, dass ich von all denen, die er mir gegeben hat, niemand verloren gehen lasse, sondern dass ich sie an jenem letzten Tag vom Tod auferwecke. Ja, es ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat; und an jenem letzten Tag werde ich ihn auferwecken.«

    Die Juden waren empört darüber, dass Jesus gesagt hatte: »Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.« »Ist das nicht Jesus, der Sohn von Josef?«, sagten sie. »Wir kennen doch seinen Vater und seine Mutter! Wie kann er da behaupten, er sei vom Himmel herabgekommen?«

    »Warum seid ihr so empört?«, sagte Jesus zu ihnen. »Hört auf, so zu reden! Niemand kann von sich selbst aus zu mir kommen. Der Vater, der mich gesandt hat, muss ihn zu mir ziehen. Und wer zu mir kommt, den werde ich an jenem letzten Tag auferwecken. Es heißt in der Schrift bei den Propheten: ›Sie werden alle von Gott selbst gelehrt sein.‹ Jeder, der auf das hört, was der Vater sagt, und von ihm lernt, kommt zu mir. Das heißt nun aber nicht, dass irgendjemand den Vater gesehen hat. Nur der eine, der von Gott kommt, hat den Vater gesehen. Ich versichere euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Vorfahren, die in der Wüste das Manna gegessen haben, sind gestorben. Hier aber ist das ´wahre` Brot, das vom Himmel herabkommt: Wer davon isst, wird nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er ewig leben. Dieses Brot, das ich ihm geben werde, ist mein Fleisch; ich gebe es hin für das Leben der Welt.«

    Unter den Juden kam es daraufhin zu einer heftigen Auseinandersetzung. »Wie kann dieser Mensch uns sein Fleisch zu essen geben?«, fragten sie. Jesus aber sagte zu ihnen: »Ich versichere euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn an jenem letzten Tag auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Nahrung, und mein Blut ist der wahre Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Der Vater, der lebendige ´Gott`, hat mich gesandt, und ich lebe durch ihn. Genauso wird auch der, der mich isst, durch mich leben. Das ist also das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Bei diesem Brot ist es nicht wie bei dem, das die Vorfahren gegessen haben. Sie sind gestorben; aber wer dieses Brot isst, wird ewig leben.«

    Diese Dinge sagte Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.
    Viele Jünger wenden sich von Jesus ab

    Empört sagten viele seiner Jünger: »Was er da redet, ist eine Zumutung! Wie kann man von jemand verlangen, sich so etwas anzuhören?« Jesus war sich bewusst, dass die Jünger über seine Worte empört waren. »Daran nehmt ihr Anstoß?«, fragte er sie. »Und ´was werdet ihr sagen,` wenn ihr den Menschensohn in den Himmel zurückkehren seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch ist dazu nicht fähig. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. Aber es sind einige unter euch, die glauben nicht.« Jesus wusste nämlich von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wusste auch, wer es war, der ihn verraten würde. Er schloss mit den Worten: »Aus diesem Grund habe ich zu euch gesagt: Niemand kann von sich selbst aus zu mir kommen; es kann nur durch das Wirken des Vaters geschehen.«

    Von da an zogen sich viele seiner Jünger von ihm zurück und begleiteten ihn nicht mehr.
    Da fragte Jesus die Zwölf: »Wollt ihr etwa auch weggehen?« – »Herr, zu wem sollten wir gehen?«, antwortete Simon Petrus. »Du hast Worte, die zum ewigen Leben führen, und wir glauben und haben erkannt, dass du der Heilige bist, den Gott gesandt hat.« 70 Daraufhin sagte Jesus zu ihnen: »Habe ich nicht euch alle zwölf erwählt? Und doch ist einer von euch ein Teufel!« Er meinte damit Judas, den Sohn von Simon Iskariot. Denn Judas, einer der Zwölf, war es, der ihn später verriet.

    Gruss & Segen,
    David

  20. Andreas Kyriacou sagt:

    @ David Egli:
    Da liegt ein Missverständnis vor. Die Freidenker sind nicht sauer auf Gott, genauso wenig wie auf das Loch Ness Monster, die Zahnfee oder auf das Sandmännchen.

    Etwas ärgerlich finden wir zuweilen, wie gewisse Kreise ihre imaginären Freunde der Öffentlichkeit aufzwingen wollen.

  21. David Egli sagt:

    @Andreas Kyriacou:

    Herr Kyriacou, woher weiss ich denn, dass ihre imaginäre Grosmutter wirklich existiert? Nur weil sie mir von Ihr erzählen? Wissen Sie ich glaube nicht, dass sie fähig sind mir objektiv und ehrlich von ihrer Grosmutter zu erzählen, deshalb glaube ich dass sie nicht existiert. Und ich finde es unverschämt, dass sie ständig behaupten, sie hätten eine Grosmutter gehabt, und dann erst noch, sie würden sie kennen.

    Das Problem ist nicht, dass Gott nicht existiert, sondern dass die Freidenker mit aller Kraft sich dagegen wehren herauszufinden OB er existiert. Wenn Sie zu Stolz dazu sind, Gott selber zu fragen ob er existiert, werden Sie auch nie herausfinden, dass er existiert. Wie wär’s mal mit ein bisschen DEMUT?
    Das Problem ist, dass die Freidenker gar nicht wissen WOLLEN ob Gott existiert, sie haben gar kein Interesse, das zu wissen.
    Ich könnte hier hundert mal von meinen Begegnungen mit einem sehr realen und sehr lebendigen Gott erzählen, aber es nützt nichts, wenn sie die Wahrheit nicht wahrhaben wollen, und einen ehrlichen Zeugen zum Lügner erklären, genauso wie ich oben im Besipiel mit Ihrer Grosmutter.

  22. David Egli sagt:

    Jesus antwortete: Wenn ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott; 55und ihr kennt ihn nicht; ich aber kenne ihn. Und wenn
    ich sagen wollte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein Lügner, wie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort.

  23. Andreas Kyriacou sagt:

    @David Egli: So, so, ich soll Ihnen von meiner Grossmutter erzählt haben? Sie bilden sich also nicht nur Freunde ein sondern auch Dialoge mit real existierenden Personen? Sie haben womöglich das Zeugs zu einem guten Schriftsteller oder einem schlechten Journalisten.

  24. vendetta sagt:

    @Andreas
    Vielleicht hat David Egli Missverständnis mit Gros(s)mutter verwechselt…….

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